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26.09.2007, 10:46 von Manfred1964Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Teilungsversteigerung mit allem drum und dran...
Hallo, liebe Leute...
auch ich habe da mal eine etwas ausgeprägtere Fragestellung...
Ich und holde Gattin haben vor der Trennung noch eine Wohnung gekauft...Diese sollte dann aber ausschließlich von mir bezahlt werden und dann per Notarvertrag auch rechtlich auf mich übergehen...soweit so gut, kam natürlich das übel...nachdem ich einige Zeit inverstiert hatte und das auch zur weiteren Vermietung musste, da der alte Mieter gestorben war, kam dann natürlich bei der holden Gattin das Dollarzeichen in den Augen und sie wollte plötzlich doch nicht mehr vom Grundbuch raus...Da sie auch letztendlich keinen Heller dazu getan hat und auch in die Zukunft gerichtet nicht, habe ich sie nun über 1,5 Jahre auf Zahlung des hälftigen Anteils an den Verpflichtungen verklagt...Dies wurde dann auch per vergleich einvernehmlich mit einer dicken Summe vor dem Richter ausgehandelt...Das ganze sogar titelfähig...Muss dabei sagen, dass die Wohnung mit 100% belastet ist und mit einem Bausparvertrag gekoppelt in Vorfinanzierung...Also nach drei Jahren kaum ein nennenswerter Betrag in der Ablösung...
Jetzt kommt der Hammer, nach nur sechs Wochen des Vergleichsverfahrens reicht sie kurz vor mir die Scheidung ein und die liebe Anwältin will nun wissen, wie ich mich denn über die Vewertung der Immobilie auslassen möchte...Ob ich meine holde Gattin auszahlen will oder zu einem freihändigen Verkauf tendiere...Der zweite Hammer ist, dass die Vergleichssumme in ratenzahlung aufgegeben wurde und jetzt gerade mal die zweite Rate von zwölf da war...
Ich wollte daher mal wissen, wie es bei der Versteigerung aussieht...Wenn irgendeiner die Bude ersteigert, dann müßte er doch auch das Darlehen in der Grundschuld mit übernehmen, dazu Grunderwerb und sonstige Gebühren zu Notar etc...Das würde für mich heißen, dass meine holde Gattin dann in jedem Falle Minus macht, wenn sie selbst oder bekannte für sie steigern...Da ja die Grundschuld weg muss, ich den vergleichsbetrag bekomme, dazu noch Gebühren...Also sicherlich nicht interessant für sie...
wie schaut es denn dann aus, wenn niemand auch nur einen funken Interesse an dieser Bude hat und niemand steigert???

Vielen Dank vorab für Eure Mühen...

Manni
Alle 8 Antworten
07.10.2007, 12:13 von jaegermeister
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Sprech doch mal mit deiner Bank bzw. Finanzierer der Hypothek über den Sachverhalt und frage nach Lösungen. Ich glaube das es immmer noch andere Lösungen gibt. Das was Frau vorhat grenzt an Erpressung.
26.09.2007, 16:58 von Manfred1964
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hallo...
Nein, die Wohnung wurde mit einem bereits älteren Mann als Mieter gekauft und sollte bei dessen Auszug dann saniert und an meine Eltern vermietet werden...als dann während der Trennung der ältere Herr verstorben ist, habe ich dann dort schnell saniert und seit Mitte 2003 wohnen auch meine Eltern darin als zahlungssichere Mieter...
All diese Umstände wurden ja im Gerichtsverfahren erörtert, worauf es dann im Juli diesen jahres zum gerichtlichen Vergleich kam, dass sie mir 12.000 zahlen wird...Und nun ist dieses ja gerade mal zwei Monate her und schon kommt die Sache mit Druck Ihrer Anwältin...Entweder ordentlich Geld zum auszahlen in den Rachen werfen oder aber auch einem freihändigen Verkauf zustimmen...Mit dem Hinweis meiner Noch-Ehefrau mündlich, dass ansonsten Teilungsversteigerung beantragt wird...Jetzt suche ich verzweifelt irgendeine Rechtsnorm, der man entnehmen kann, dass sie ja nun der gemeinsamen Verwaltung zustimmte und somit eine Versteigerung vom Gericht abgelehnt werden würde...
Ich biete zudem ja auch an, dass ich auf den von ihr einzubringenden Vergleichswert von 12.000 verzichten würde, damit wäre sie dann von allen Belastungen entbunden...aber das reicht ihr noch nicht...sie will eben bedeutend mehr in Höhe von zusätzlich 8.000 Euro...Dazu alle Gebühren und Auslagen für mich...Das würde dann aberbedeuten, dass ich ihren hälftigen Anteil von ca. 30000 Euro Wert an der Wohnung mit über 20.000 Euro vergolden würde...

Ansonsten wäre ich auch für Tips und Tricks zum selbst ersteigern dankbar...ich würde ja auch die an mich zu zahlende Vergleichssumme in die Versteigerung einbringen und die Grundschuld trotzdem gesamt dazu übernehmen...
26.09.2007, 15:16 von Augenroll
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hallo Manfred,

was wollten Sie denn eigentlich mit der Whg? Selbst drin wohnen?

26.09.2007, 14:14 von Manfred1964
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wow...ziemlich viele aber leider nicht so gute Nachrichten...
leider war die Ehe damals noch ok und ist dann später geplatzt, somit steht sie mit im grundbuch...ich idiot habe darauf vertraut, dass man dann fein zum notar läuft und ich die Wohnung komplett übernehme...da hat sie dann natürlich den strich durch die rechnung gemacht...

um mal genauere Angaben zu machen, handelt es sich um eine 65qm mit einem Ankaufspreis von 59.000...diese wurden bei der Bausparkasse zu 100% finanziert und mittels vorfinaziertem Bausparvertrag gekoppelt...Dieser dürfte z.Zt. einen Wert von 7.800 Euro gerade mal haben...

die Androhung ist wohl auf eine Versteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft ausgerichtet...
irgendwo im Netz habe ich jedoch gelesen, dass die Hypothekenschuld auf den Ersteigerer übergeht...
Wenn das nämlich so wäre, dann ist die ganze Sache für meine holde Gattin auch nur ein Nachteilgeschäft...habe ich bei google unter teilungsversteigerung gefunden...
26.09.2007, 12:54 von zaunkoenig
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Hallo,

was wird denn da überhaupt versteigert?

1. Möglichkeit: Versteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft.

Ziel ist durch Versteigerung die Gemeinschaft aufzuheben und das Grundstück einem Einzelnen der Beteiligten zuzuführen. Ist häufig der Fall bei Erbengemeinschaften.

2. Möglichkeit: Versteigerung zwecks Vermögensübertrag an Dritten und Erlösverwertung.

Das sind die Notversteigerungen, wo der/die Eigentümer die Schulden nicht mehr bedienen können.

Die Versteigerung erfolgt immer nur über den Vermögenswert. Die daran gekoppelten Schulden sind und bleiben Verbindlichkeiten der Alteigentümer.
Der Versteigerungserlös geht in die Schuldtilgung. In aller Regel ist der Versteigerungserlös deutlich geringer als die zu tilgende Schuld, so dass eine Restschuld bei den Alteigentümern bleibt.

Wenn es einen Interessenten gibt, der steigern möchte, und selbst über kein Geld oder nicht ausreichendes Geld für die Steigerungssumme hat, kann er sich mit den Rangschuldnern aus dem Grundbuch in Verbindung setzen (meist nur eine Bank), und einen Deal vereinbaren, der die Versteigerung verhindert und letztlich zu einem Kauf führt. Dabei kann auch vertraglich vereinbart werden, dass der Käufer die Schuld oder eine Teilschuld des Verkäufers übernimmt (Vertragseintritt oder Neufinanzierung).

Ist für eine Bank eine interessante Sache, die bei einer Versteigerung fürchten muss, einen Teil ihrer Forderungen wegen Vermögenslosigkeit des Darlehensschuldners zu verlieren. Sie erhält einen höheren Erlös, oder hat einen solventen Darlehensnehmer im Falle des Schuldeintritts).

Aber Zwangsversteigerung ist immer auch ein wenig russisch Roulette.

26.09.2007, 12:35 von Lilibeth
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meistens wird der Gläubiger ( Bank )befriedigt ,eigentlich immer . Wenn du Pesch hast, bleiben Dir noch gute Schulden und zahlst für ein Haus das Du nicht mehr besitzt.
26.09.2007, 11:53 von johanni
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Hallo Manfred,

ja sag mal, wie rosarot muß denn die Brille gewesen sein, dass Du Deiner Frau in das Grundbuch hast eintragen lassen, obwohl Du der alleinige Zahler warst?

Such Dir so schnell wie möglich einen Fachanwalt für Zwangsversteigeurngen und möglichst auch für Scheidungsrecht.

Dieses Thema ist so umfangreich, dass Du ohne rechtlichen Beistand hilflos Deiner Gattin ausgeliefert bist.

Und nur am Rande, in einer Zwangsversteigerung halbiert(mindestens) sich erstmal Dein Grundvermögen.

Johanni
26.09.2007, 11:12 von Dernie
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Bei einer Zwangsversteigerung kommen m.W. die Grundschulden aus dem Grundbuch "raus" und der Gläubiger derselben wird befriedigt.

Gruß,
Dernie
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