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05.06.2007, 12:08 von Volker_DoProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Teilungserklärung vorhanden...
abgeschlossenheitsbescheinigung pflicht bzw. notwendiger weise zu empfehlen ?

hallo nochmal,
wie bereits in meinem anderem thread erwähnt beabsichtige ich eine, oder besser 2 eigentumswohnungen zu kaufen.

ursprünglich war es mal eine grosse wohnung welche irgendwann in 2 kleinere aufgeteilt und beide vermietet wurden. ich bin selber zur zeit mieter in einer davon.

im zuge dieses umbaus wurde eine teilungserklärung gemacht, aber auf die abgeschlossenheitserklärung verzichtet, da sonst ein teil der gesamt fläche in das allgemeingut des gesamtobjektes übergehen und somit eine evtl. rückwandlung zu einer wohnung zu schwierig bis unmöglich würde.

ist es grundsätzlich zulässig auf die abgeschlossenheitsbescheinigung zu verzichten ?
was sagt das finanzamt dazu wenn ich steuerausgleich mache ? gibt es da gesetzliche regelungen aufgrund derer ich vielleicht dann doch besser abstand vom kauf dieser beiden wohnungen nehmen sollte ?

mercie

volker
Alle 8 Antworten
05.06.2007, 18:39 von Fixfeier
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Ach ja,

natürlich hat Marie hinsichtlich der Abgeschlossenheit völlig recht. Ohne Nachweis der Abgeschlossenheit wird die Teilung grundbuchlich nicht vollzogen.

Gruß
05.06.2007, 16:30 von Fixfeier
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Hallo,

(sorry Marie aber) die Unterteilung eines Wohnungseigentums ist grundsätzlich durchaus auf mehrere Arten möglich und denkbar.

Als sinnvollsten Weg sehe ich die Teilung in zwei Eigentumseinheiten. Die momentan überwiegend bestehende Rechtsmeinung ist auch der Auffassung, dass so etwas grundsätzlich ohne Zustimmung der übrigen Wohnungseigentümer möglich ist. Ohne Zustimmung der anderen Eigentümer geht es zumindest dann, wenn die Anderen keinen Nachteil aus einer solchen Teilung haben.

Im hier beschriebenen Fall wurde aber offenbar so nicht geteilt. Es gibt also keine zwei Wohnungen, keine zwei Grundbücher und damit auch keine Möglichkeit eine der beiden tatsächlich bestehenden Wohnungen alleine zu kaufen oder zu verkaufen. Kauf bzw. Verkauf setzt nun mal das Bestehen von zwei Grundbüchern voraus. Auch steuerrechtlich existiert hier erst mal nur eine Wohnung.

Es ist allerdings denkbar eine Bruchteilseigentümergemeinschaft zu begründen und diese über sog. Sondernutzungsrechte entsprechend auszugestalten. Natürlich eine Krücke im Vergleich zum normalen Wohnungseigentum. In dem Fall würde jeder Eigentümer einen Bruchteil der Gesamtwohnung halten. Eine Sache die man mit Vorsicht genießen sollte und Spezialgebiet für einen sehr guten Notar. Außerdem nie auf alle Zeit optimal lösbar.

Aber was solls, wer das beschriebene Eigentum kauft hat dann eben eine große Wohnung gekauft und nutzt sie eben mit zwei Parteien. Problematisch sind höchstens die Details: Nur eine Klingel, nur ein Briefkasten, nur ein Keller, nur eine Stimme in der Versammlung ...

Gruß
05.06.2007, 13:27 von MarieP
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05.06.2007, 13:04 von Volker_Do
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so hab ich den derzeitigen eigentümer verstanden. es ist derzeit wohl als eine wohnung zu sehen.
die aufteilung ist aber mindestens schon 5, eher 8 bis 10 jahre her, (ich selber wohne dort seit 2,5jahren und mein vormieter ca. 7 jahre).
so gesehen, selbst wenn damals kein einverständniss der anderen eigentümer vorhanden war, sollte es ja inzwischen durch schweigen hingenommen und zum "gewohnheitsrecht" geworden sein. oder ?
mir geht es dabei um die frage der finanzierung des ganzen.
wie kann ich beispielsweise im fall der steuererklärung die einnahmen bzw. evtl. verluste an der vermietung steuerlich geltend machen oder auch nicht.
im extrem fall, würde ich "illegal" wohnraum vermieten ?
muss ich diesen ganzen papierkram nachholen um auf, rechtlich gesehen, sicheren beinen zu stehen ?
kann ich im derzeitigem zustand die finanzierung für 2 verschiedene wohnungen machen oder muss ich eine komplette machen ?
was passiert wenn ich mal eine der beiden wohnungen verkaufen möchte aber die andere behalten ?
danke euch
volker
05.06.2007, 12:52 von MarieP
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05.06.2007, 12:48 von johanni
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Hallo,

genau so wie Marie schreibt, kenne ich es auch nur.

Zitat:
im zuge dieses umbaus wurde eine teilungserklärung gemacht, aber auf die abgeschlossenheitserklärung verzichtet,


Geht m.M. nach gar nicht und daher will der Verkäufer auch nur als Paket verkaufen!! Offenbar ist es nach wie vor eine Wohnung.

Wäre ganz vorsichtig. Ich würde mich sofort mal mit einem Notar in verbindung setzen und dort den Fall schildern.

LG Johanni
05.06.2007, 12:48 von Volker_Do
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hallo marie,

erst mal danke für deine antwort. inwiefern soll ich noch genauer werden bitte ?
das ist mein derzeitiger kenntniss stand.
ich versuche es mal eben etwas detailierter auszudrücken.
als das haus gebaut wurde war eine komplette etage ein grosse gesamtwohnung mit einer normalen wohnungstür.
im zug der umbaumassnahme aus dieser wohnung in 2 kleinere
wohnungen, wurde der eingangsflur zur "öffentlichen" fläche gemacht um eben 2 eingänge für 2 wohnungen herzustellen.
lt. verkäufer liegt eine teilungserklärung vor. soweit ich seine äusserungen verstanden habe, aber eben wohl keine abgeschlossenheitserklärung.
begründet wird es damit, das dieser neue flur ansonsten der hausgemeinschaft übertragen werden müsste, was zur folge hätte das ein eventueller späterer rückbau zum ürsprünglichen (also 1 gesamtwohnung) im prinzip unmöglich machen würde.

volker
05.06.2007, 12:36 von MarieP
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