> zur Übersicht Forum
08.11.2007, 20:47 von BaronProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Suche Forum über gut oder schlecht Hausverwaltung
Hallo Zusammen,
bin ein leitragender Eigentümer meiner Whg. Unsere (noch)
derzeitige Verwaltung hat uns in ein Chaos geführt.
Jetzt sind wir auf der Suche nach einer neuen Verwaltung.
Ich habe auch ein paar Verwaltungen gefunden

Nun der Clou

Wie kann ich herausfinden, dass die neue Verwaltung gut
oder Seriös ist??

Ich habe über Google versucht eine Forumseite zu finden,
wo mann Hausverwaltungen oder Erfrahrungswerte mit namentlich angegebenen Hausverwaltungen tauscht.

Leider bin ich nicht fündig geworden.

Könnt Ihr mir Tips oder Links dazu sagen?

Danke
Alle 9 Antworten
12.11.2007, 14:11 von ulli
Profil ansehen
Hallo Baron,

ich wünsche Dir viel Glück und Durchhaltevermögen bei der Lösung des Problems!
Sehe das ganze ähnlich wie meine Vorredner: unwissende Eigentümer haben mit einer Form von Selbstjustiz die Karre in den Dreck gefahren ("dann zahlen wir eben nicht mehr"), machen nun den Verwalter verantwortlich und - schwupps - soll dann eben ein neuer her, der das Chaos wieder lichtet .. und der will auch noch Geld, wie gemein!

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass unwissende WET schlimmer sind als unwissende VM - denn hier wird nicht nur ein Mieter, sondern u.U. eine große Anzahl von WET ins Chaos getrieben! Nur ein WET, der der Meinung ist, er müsse alles und jedes schlecht reden und blockieren, reicht aus, um sämtliche guten Ansatzpunkte im Keim zu ersticken (z.B. sinnvolle und notwendige Energiesparmaßnahmen und Umbauten, neue Beschlüsse zur Bildung von Rücklagen, gerichtliches Vorgehen gegen Nichtzahler von Wohngeld usw. usw.). Entweder man findet einen überzeugenden Verwalter oder die Probleme lassen sich nie lösen!

Lästermäuler und WET, die grundsätzlich bei keiner Versammlung den Mund aufmachen und aus Bequemlichkeit alles hinnehmen ("och, ich hatte noch gar keine Zeit mir den Wirtschaftsplan anzusehen, sind ja so viele Zahlen - wird aber schon in Ordnung sein") gibt es übrigens in jeder Eigentümergemeinschaft. Diese Leute kann man nur mit gezielten Fragen aus der Reserve locken ("Soll Ihrer Meinung nach nun Firma x oder y für den Winterdienst den Auftrag bekommen?").

Pass auch auf, dass Du nicht an einen Verwalter gelangst, der Dich als einzig aktive Person der Gemeinschaft ausnutzt ("Herr Y, das wäre geanz toll, wenn Sie mir bei dieser Sache unter die Arme greifen würden! Hätten Sie nicht Interesse, als Hauswart noch ein wenig Geld zu verdienen?" Und schon hast Du einen Haufen Verwalterarbeiten übernommen ..

Also, toi, toi
Ulli
12.11.2007, 11:29 von Der_Vermieter
Profil ansehen
Wo ist denn das Objekt? Vielleicht kann ja einen Empfehlung weiterhelfen, denn unsere Hausverwaltung ( also sie arbeitet nur für uns - nicht das da etwas falsch verstanden wird ) ist echt ganz gut und günstig finde ich zumindest. Betreut allerdings nur Objekte im Radius von 75 KM um Köln!
12.11.2007, 10:39 von Jobo
Profil ansehen
Hallo Baron,
vorweg, entweder Du kümmerst Dich darum oder die WEG bekommt erhebliche Probleme, die Dich dann auch betreffen.

Zitat:
Und woher soll ich wissen, das der Beirat mir die Wahrheit sagt

Da kannst Du nur auf Dein Gefühl verlassen, aber welches Interesse hat ein Beirat Dich zu belügen. Sicherlich ein gewisse Grundskeptik ist sinnvoll.

Zitat:
Die Mehrheit der ET möchten die Verwaltung nicht und haben Zahlungen eingestellt.

Achtung, bei der monatliche Zahlung handelt es sich um eine Abschlagszahlung des Wohngeldes. Nur ein kleiner Teil davon sind die Verwaltungskosten. Das heißt die Gemeinschaft bescheißt sich selbst.

Zitat:

Bei meiner Heimatsprache gibt es einen Spruch >wenn alles gut läuft dankt dir keiner, aber wenn je etwas schiefläuft bist du der depp>


Das ist doch bei allen Ehrenämtern oder freiwilligen Diensten so. Es gibt auch den Spruch Wer arbeitet macht Fehler, wer nicht arbeitet macht keine Fehler.

So jetzt mein Tip.
Du kümmerst Dich um die Angelegenheit.
Versuche mit dem aktuellen Verwwalter zu sprechen,entweder ob ihr gemeinsam weitermachen wollt oder bis wann der Vertrag gelöst werden kann.
Entsprechend sucht Du zwei Verwalter die das Objekt Deiner Meinung nach gut verwalten (Objektive Kriterien aufschreiben, es müssen auch Anzahl und Größe der Objekte zum Verwalter passen, bei einem Besuch in dessen Büro bekommst Du ja auch einen Eindruck, lass Dir Abrechnungen und Protokolle zeigen).

Dann macht eine außerordentliche Versammlung,wählt einen neuen Verwalter und wählt einen Beirat, vielleicht gibt es ja noch jemand der sich aufstellen läßt wenn Du den Vorsitz übernimmst.

Und dann versucht Ihr die Kare aus dem Dreck zu fahren. Das der neue Verwalter für vergangen Leistungen Geld haben will solltet Ihr akzeptieren. Verrenne Dich nicht in Einzelheiten der Vergangenheit.

Richte dein Tun nicht nach dem was beliebt ist, sondern Dein Ziel muss sein, dass die WEG wieder normal funktioniert.

Rechne auf jeden Fall nicht mit Dank. Denn Undank ist der Welten Lohn.

Jobo
10.11.2007, 14:45 von RMHV
Profil ansehen
Liest man sich das alles in Ruhe durch, erscheint die Eingangsbehauptung "Unsere (noch)derzeitige Verwaltung hat uns in ein Chaos geführt" in einem anderen Licht.

Es spricht nach dem Gesamtbild einiges dafür, dass der Verwalter für das Eigentümerverhalten und die Zahlungsunfähigkeit oder Unwilligkeit der Eigentümer verantwortlich gemacht werden soll.

Ohne jetzt hier die Details des konkreten Falls zu kennen, fallen ein paar ganz wichtige Aspekte auf.
Es ist nicht Sache des Verwalters, den Wirtschaftsplan zu beschließen. Dies ist die Angelegenheit der Eigentümer.
Der Verwalter ist zunächst seiner Verpflichtung zur Vorlage des Wirtsachftsplans nachgekommen. Eine inhaltliche Bewertung der Vorlage verbietet sich mangels Kenntnis der Verhältnisse. Vorgelegte Wirtschaftpläne wurden abgelehnt, andere Pläne nicht beschlossen. Man beachte: es wäre Sache der Eigentümer gewesen.

Damit dürfte die Gemeinschaft auch keinen Anspruch auf monatliche Zahlungen haben. Der Verwalter dürfte mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit richtig damit liegen, dass die Gemeinschaft ausstehende Zahlungen nicht einklagen kann. Es wird mangels gültigem Wirtschaftsplan keine Zahlungsverpflichtungen und damit auch keine ausstehenden Zahlungen geben.

Die Einstellung der Zahlungen durch die Eignetümer wird also rechtlich nicht zu beanstanden sein. Wirtschaflich dürfte es sich aber um die größtmögliche Dummheit handeln, da eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung mangels Zahlungsfähikeit der Gemeinschaft nicht mehr möglich sein dürfte.

Dass ein Eigentümer insolvernt ist, wird man dem Verwalter auch nicht anlasten können. Allenfalls könnte man dem Verwalter vorhalten, dass er nicht oder nicht rechtzeitig alle Mittel zur Realisierung der Gemeinschaftsforderungen genutzt hat. Womit wir allerdings unmittelbar wieder bei der Frage der nicht beschlossenen Wirtschaftspläne wären... Zur Erinnerung: ohne Wirtschaftsplan keine Verpflichtung zu Vorauszahlungen.

Richtig ist, dass Forderungen der Gemeinschaft in einem begrenzten Umfang bevorrechtigt aus einem Verkaufserlös bedient werden müssen. Allerding gilt auch hier, dass Forderungen auch bestehen müssen. Dies könnte - auch wenn ich mich wiederholen muss - an fehlenden Wirtschaftplänen scheitern.

Dass ein neuer Verwalter eine zusätzliche Vergütung für die Bearbeitung irgendwelcher Katastrophen verlangt, ist nur zu verständlich. Ist es eigentlich normal, dass das irgendjemand nicht als pure Selbstverständlichkeit ansehen kann? Es wurde - von wem auch immer zu welchem Anteil auch immer - ein Chaos angerichtet und nun scheint ein Eigentümer zu erwarten, dass sich der nächste Verwalter geradezu danach drängt, diese Chaos kostenlos beseitigen zu dürfen.

Ich versuche eine Beschreibung der Gesamtlage in Stichworten (bitte ausschließlich als Denkanstoß verstehen):
Der bisherige Verwalter mag nicht perfekt gewesen sein und vielleicht sogar grobe Fehler gemacht haben. Die allergrößten Schwierigkeiten haben allerdings die Eigentümer selbst geschaffen. Der Verwalter wird also möglicherweise an der Ignoranz der Eigentümer gescheitert sein.
Man möge darüber nachdenken und dann die eigenen Schlussfolgerungen ziehen.

In dieser Lage könnte es der Gemeinschaft durchaus passieren, dass der eine oder andere Kandidat dankend ablehnen wird.
09.11.2007, 22:42 von Lilibeth
Profil ansehen
auch viele Verwaltungen geben sich mit bestimmten Eigentümern nicht ab .Vor allem dann wenn diese Mieter haben die keine Miete zahlen oder dauernd ungerechtferigter Weise diese kürzen!!!

Oder solche die versuchen den Vermieter zu veranlassen einen Versicherungsschaden zu melden um sich selber daran bereichern zu können.
09.11.2007, 22:11 von Baron
Profil ansehen
Hallo Jobo,
danke!

Die Mehrheit der ET möchten die Verwaltung nicht und haben Zahlungen eingestellt. Ich schließe mich nicht aus. Allerdings sind die Mehrheit der ET entweder bequem oder dumm um das Ernst der Lage zu verstehen. Keiner Engagiert sich für das Objekt wie ich. Und Sie verstehen nichts davon. Wir haben eine Versammlung gehabt und keiner hat ein Wort rausbekommen. Außer natürlich ich. Die glauben ich mach das schon und vertrauen mir. Allerdings habe ich keine wirkliche Lust mir die ganze Arbeit alleine zu machen. Sie möchten das ich Beirat werde, aber ich weis nicht ob ich diese Verpflichtung alleine eingehen soll. Bei meiner Heimatsprache gibt es einen Spruch >wenn alles gut läuft dankt dir keiner, aber wenn je etwas schiefläuft bist du der depp>

Bei der ersten und einzigen Versammlung seit 2 Jahren haben wir die lezten Wirschaftspläne von 2005 und 2006 abgelehnt. Nachdem die Ohnehin Zwangsweise Angefordert wurden. Einer der neuen Verwaltungen (die in engere Wahl steht) verlangt extra Geld dafür. Ist das Normal? Er behauptet nur damit kann er gegen Zahlungsunwillige ET Geld klagen.
und nochwas. Ein ET mit zwei Whg hat die Whg gekauft und ist jetzt Insolvenz und steht mit 1,5 Jahre Hausgelder in Verzug. Einer der neuen Verwaltungen hat mir gesagt, das lt neuem Eigentumswhg Gesetz von 01.07.07 haben die Eigentümergemeinschaften mehr rechte. Wir könnten vorder Bank unsere Gelder geltent machen beim Verkauf der beiden Whg. Stimmt das?

Danke
09.11.2007, 21:18 von Baron
Profil ansehen
danke für Ihr Komentar.
Zitat:

Lassen Sie sich Referenzen nennen und fragen Sie dann bei den anderen WEG's nach, ob die HV gut ist.>

Das war auch erst meine Überlegung, aber inwieweit kann man
auf die Referenzen vertrauen? Und woher soll ich wissen,
das der Beirat mir die Wahrheit sagt. Die erste schlechte
Erfahrung mit unserer Verwaltung hat mich sehr skeptisch
gemacht.

Naja ich habe eine Bewerbung von der Verwaltung vorliegen. Darin ist ein Objekt angegeben. Ich könnte da nachfragen.
09.11.2007, 10:00 von Jobo
Profil ansehen
Hallo Baron,
Verwalter anrufen, nachfragen ob Interesse besteht eine WEG zu übernehmen, kurz das Profil abfragen (Anzahl der MA, Anzahl der Objekte mit wieviel Wohnungen). Und dann eine Referenzliste abfordern, mit Ansprechpartner (z.B. Verwaltungsbeirat).

Und dann mußt Du entscheiden welchen du in die engere Auswahl nimmst und vor allem wie sehen es die anderen Eigentümer.
Du solltest bevor Du dir die Mühe machst auf jeden Fall mit den anderen Eigentümern reden.

Jobo


09.11.2007, 08:32 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
Wie kann ich herausfinden, dass die neue Verwaltung gut
oder Seriös ist??


Lassen Sie sich Referenzen nennen und fragen Sie dann bei den anderen WEG's nach, ob die HV gut ist.

Zitat:
Ich habe über Google versucht eine Forumseite zu finden,
wo mann Hausverwaltungen oder Erfrahrungswerte mit namentlich angegebenen Hausverwaltungen tauscht.


Die Existenz solch einer Seite werden die Hausverwaltung schon zu verhindern wissen.

Solche Listen existieren stets nur inoffiziel.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter