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10.01.2008, 09:50 von hoppeProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Stromkosten über geeichte Nebenzähler abrechnen?
Guten Tag Ihr Helfer,

ich bin dabei ein seither als Einfamilienhaus vermietetes Gebäude mit 3 Etagen auf drei Wohneinheiten umzurüsten. Das Gebäude ist Bj. 1966. Entsprechend ist auch der Schaltschrank. Der Schaltschrank war zwar vorgesehen für 3 Zähler wird aber mit der jetzigen Einrichtung von dem Stromversorger nicht mehr akzeptiert. In diesem Schaltschrank befindet sich auch der Hauptsicherungskasten sowie ein Drehstromzähler mit dem die Stromkosten für das komplette Gebäude abgerechnet wird. Die einzelnen Etagen sind auf den einzelnen Einheiten bereits zusammengefaßt und werden auf dem Drehstromzähler vereint.
Unser Elektriker ist der Meinung, um erhebliche Kosten zu sparen, sollen die gesamten Stromkosten auf mich laufen und für zwei Wohneinheiten sollen geeichte Nebenzähler installiert werden. Dies bedeutet, dass die Werte der Nebenzähler von dem Hauptzähler abgezogen werden. So hat man die Werte der einzelnen Wohnungen.
Ist solch eine Stromabrechnung mit den Mietern zulässig?
Danke für Eure Tipps.
Hoppe
Alle 11 Antworten
10.01.2008, 13:52 von Cora
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Hallo

sooo abwegig finde ich die Meinung von SH und nass nicht.
Stromkosten können pro Monat pro Mieter leicht 70-90 € betragen, die hast du dann an der Backe wenn die Mieter nicht zahlen können und du bist dann nicht berechtigt, deinen Mietern den Strom abzustellen.
10.01.2008, 13:52 von Sledge_Hammer
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Zitat:
Wieso soll ein Mieter, in dessen Wohnung eine Zentralheizung ist, den teureren Strom nutzen und elektr. Radiatoren anschließen?



Aus dem gleichen Grund, wie Wohnungen verwüstet werden, der Mieter auszieht und die Heizung bei offenem Fenster anlässt.
Oder das Wasser wird laufengelassen..

Mann steckt nicht drin in so einem frustrierten Mieter, der den bösen Vermieter ärgern will.

Einer meiner EX Mieter wollte die EBK mitnehmen, aber er war zu faul. (Gott sei Dank)

Bei einer Wohnung wurde Badewanne, Klo, Rohre, und teilweise Kabel ausgebaut und mitgenommen. Die Dame buddelte noch diverse Blumen und Bäume aus bis Ihr ein Betreten des Grundstücks unter Androhung eines Zwangsgeldes untersagt wurde.

Rechne mit dem schlimmsten es kann noch schlimmer kommen.

10.01.2008, 13:39 von hoppe
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Hallo,
ich denke, dass sledge_hammer und nass01 schon mehrer negative Erfahrungen mit Mietern gemacht haben. Ich natürlich auch durch eine letztendliche Räumung.
Wieso soll ein Mieter, in dessen Wohnung eine Zentralheizung ist, den teureren Strom nutzen und elektr. Radiatoren anschließen?
Das wisst Ihr ja auch, wenn die Nebenkostenpauschale nicht reicht und der Mieter eine größere Summe nachzahlen muss, dann wird diese Pauschale doch angepasst.
Ich denke nicht, dass es durch diese vorgesehenen Nebenzähler Schwierigkeiten geben wird, ich weis nur nicht ob dies von der rechtl. Seite her zugelassen ist. Nebenzähler für die Heizung/allg. Strom sind sowieso vorhanden.
Die Aussage von Mara geht in die Richtung die ich erwartet habe.
Danke!
Gruß
Hoppe
10.01.2008, 11:53 von maralena
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Ja auf jeden Fall neue getrennte Zähler - ansonsten gibt es nur Ärger bei der Abrechnung - lieber einmal investieren als danach jedes Jahr mit der NK-Abrechnung zum Anwalt.

Natürlich gilt auch hier das Gebot der Wirtschaftlichkeit und es muss nicht für jeden "Pubs" ein Zähler angebracht werden.

Du solltest aber in jedem Falle für jede Wohnung einen Zähler haben und alles was möglich ist diesen Wohnungen zuordnen (dazugehörige Kellerräume, Garagen)

Es empfiehlt sich ein weiterer Zähler für Allgemeinstrom (Treppenhaus Beleuchtung, Betriebsstrom Heizungsanlage etc.).

Dann ist alles sauber und Du ersparst Dir für ein paar Hundert Teuros jede Menge Ärger...

gruß
Mara
10.01.2008, 11:48 von RMHV
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Zitat:
hoppe » 10.01.08 11:03 «
Mir geht es nur darum, ob diese Art der Abrechnung zulässig ist.


Grundsätzlich ist dies nicht zu beanstanden. Es muss nur entsprechend vereinbart sein.

Ob es wirklich sinnvoll ist? Ich habe da auch große Zweifel.
10.01.2008, 11:12 von Sledge_Hammer
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Zitat:
Wenn der Mieter die Stromrechnung nicht zahlen kann, kann er sicherlich auch nicht die Miete mit sonstigen NK-Kosten nicht zahlen. Die Stromkosten sind hierin wohl der kleinste Anteil.



Kleinvieh macht auch Mist !

Der Mieter möchte es warm haben, stellt 2 x Ölradiatoren auf.

2 x 2000W ca. 12 std. am Tag macht 720 Kw/h im Monat macht bei 19 Cent schlappe 137 €....

Ich habe alle Wohnungen mit Durchlauferhitzern und Boilern ausgestattet, so muß kein Warmwasser berechnet werden.
10.01.2008, 11:03 von hoppe
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Hallo Sledge_Hammer u. scientia
Es ist mir klar, dass mit dem Gebäude einmal was passieren muss.
Ich habe ja beschrieben, dass die einzelnen Etagen bereit eigene Stromkreise haben. Man kann auch Waschmaschine, Trockner u. Spülmaschine gleichzeitig laufen lassen. FI-Schutzschalter ist noch nicht vorhanden.
Mir geht es nur darum, ob diese Art der Abrechnung zulässig ist.
Wenn der Mieter die Stromrechnung nicht zahlen kann, kann er sicherlich auch nicht die Miete mit sonstigen NK-Kosten nicht zahlen. Die Stromkosten sind hierin wohl der kleinste Anteil.
Gruß
Hoppe
10.01.2008, 10:59 von scientia
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www.elektro-fachplanung.de

hier kann man den Ausstattungstandard, der heute üblich ist, finden

lg scientia
10.01.2008, 10:55 von nass01
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Um Gotteswillen, keine Zwischenzähler.
Zahlt der Mieter keine Miete mehr zahlt er auch keine Nebenkosten.
Wie willst du die Vorauszahlungen festlegen und wonach?
Ich habe zwei Gebäude da hat jeder Mieter sogar einen eigenen Gaszähler und ich liebe diese Gebäude weil ich keinen Stress mit der Verbrauchsabrechnung habe und auch nicht in Vorleistung treten muss.

Ein neuer Zählerschrank kostet im ersten Moment richtig Geld aber es Lohnt sich.
Sollten die Zählereinrichtungen den technischen Bestimmungen nicht entsprechen, werden dir die Stadtwerke die Erneuerung sowieso zu Auflage machen.
10.01.2008, 10:52 von scientia
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Ob es nun 500 Euro allein sind, wage ich da eher zu bezweifeln, in der Regel reicht nämlich die Situation eines Neubaus Anfang der 1960er Jahre unseren Bedürfnissen auch nicht mehr aus. ( Zahl der Steckdosen in den Zimmer, E Herd Anschluss, Steckdosen in Telefonnähe, Anzahl Stromkreise in der Küche ( Waschmaschine, Spülmaschine, Wäschetrockner, div Hausgeraete, Mikrowelle, brauchen in der REgel schon einen eigenen Stromkreis, Bäder heute einen FI Schalter). Häufig sind die sog. Leitungsquerschnitte zu gering.
Daher ist ein neuer Hausverteilungskasten und Unterverteilungen in den Wohnungen oder auf dem Flur deutlich besser. Im übrigen sind das steuerliche Kosten zur Vermietung, die geltend gemacht werden können.
Wie der Vorredner schon ausführte, hier nicht sparen!!
Es ist richtig, dass der Mieter keine Optimierung verlangen kann, ausser dem BGH URteil mit der STeckdose im Badezimmer usf. aber zumindendest ein mittlerer STandard ist bei der heutigen Konkurrenzsituation sicher sinnvoll.
Als Mieter würde ich nicht mieten,w enn ich nicht Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine gleichzeitg laufen lassen könnte.
gruesse scientia
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