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26.09.2007, 19:36 von NachbarslumpiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Stillschweigende Verlängerung des Mietvertrages
Hallo zusammen!
Kurz zur Situation: Zum 31.8.07 hat eine Mieterin gekündigt. Sie hat es nicht geschafft bis dahin auszuziehen. Wir hatten dann für den 8.9. einen Übergabetermin vereinbart, da stand dann aber noch ihre Küche und ihr Wohnzimmer war noch komplett da etc.

Sie hat dann zunächst eine halbe Monatsmiete überwiesen später noch eine halbe Miete. Da sie sich nicht meldet wegen eines Auszugstermines habe ich ihr mitgeteilt (25.9.07), dass sich nun das Mietverhältnis laut § 545 BGB verlängert und sie neu kündigen muss. Allerdings ist sie empört und ich befürchte, dass sie weder eine neue Kündigung schreibt noch die Miete bezahlt.

Nun meine Fragen: Ist die stillschweigende Verlängerung rechtlich eindeutig oder gibt es da ein Mieterschupfloch?
Ist irgendetwas zu beachten? Hatte jemand so etwas schon mal und wie ist es ausgegangen?

Vielen Dank für Eure Antworten,
Nachbarslumpi
Alle 1 Antworten
27.09.2007, 09:57 von Sommer
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Uiuiuiuiui, war es das wert?

Hast Du denn Pläne mit der Wohnung? Gab es Vermietungsbemühungen Deinerseits (die Du übrigens einfordern solltest).
Letztlich ist 545 BGB schon recht eindeutig - die Mieterin hat wieter dort gewohnt und damit ist die Sache verlängert. Ein spitzfindiger Anwalt könnte nun auf die 2teilige Mietzahlung verweisen aber davon steht im BGB ja nix.

Hattest Du sie auf diesen Passus im BGB hingewiesen? Gab es denn eine Art Übergabeprotokoll? Hattest Du ihr eine Kündigungsbestätigung geschickt in der Du der ev. stillschweigenden Verlängerung widersprochen hattest?

Letztlich ist sowas zwar BGB-gemäß aber trotzdem riskant. Man verdirbt sich viel mit dem Mieter und darf sich fragen, wofür - für 2 weitere Monate Miete? Dafür zahlt er womöglich nicht und nimmt Dir die Bude auseinander...

Also mein Vorgehen wäre gewesen, im Übergabeprotokoll den Ist-Zustand zu vermerken und festzuhalten, daß die Wohnung in der Form nicht übernommen wird und von der Mieterin weiter geräumt wird. Außerdem hätte ich dabei gleich eine neue Frist, also einen neuen Übergabetermin festgehalten und ausdrücklich darauf hingewiesen, daß
a) Die Wohnung dann vollständig und in vertragsgerechter Form zurückgegeben werden muß und bis dahin Nutzungsausfallentschädigung in Höhe der Miete zu zahlen ist
oder
b) daß sich das Mietverhältnis andernweitig gem. BGB xy unbefristet verlängert und ein erneute Kündigung unter Einhaltung der Kündigungsfrist erforderlich ist.

Das ist zum einen kulant und die Mieterin weiß ganz genau was auf sie zu kommt.

Ich würde aus dieser Sache keine gerichstfeste Forderung schnüren wollen; sowas geht in weiche Vergleiche auf...da wird dann auf die Tränendrüse gedrückt, dann wird auf die anteiligen Mietzahlungen verwiesen...das lohnt einfach den ganzen Streß und Aufwand nicht.

S.
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