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03.04.2007, 14:05 von scientiaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|status neu renoviert und saniert
Altbauwohnung wurde aufwendig neu saniert und renoviert.
Durch Fehlgriff Mieterauswahl nach 4 Monaten dlt."versifft", zum Glück aber Mieter problemlos raus.
Neuanstrich ( d. h. zweite Farbschicht) sowie Teppichbodengrundreiniung erforderlich.

Somit ist die Wohnung de facto ja bereits 2 mal gestrichen und auch der Teppichboden wird nun schneller verdrecken.

Damit sind für nachfolgende Bewohner auf der Rauhfaser weniger Neu -Anstriche möglich, ggf. wird auch die Teppichreinigungsfrequenz( auch bei hochwertiger Auslegeware) häufiger.

Um wieviel Prozent der Grundrenovierungskosten wäre dieser Schaden zu beziffern, da ja die Wohnung nun nicht mehr als neu renoviert Erstbezug zu vermieten! bei Diskussion um Schadenersatz.

Mir ist klar, dass es sich nicht um eine gewaltige, hohe Summe handelt, aber auch "Kleinvieh macht Mist" .

grusse scientia
Alle 4 Antworten
04.04.2007, 08:40 von Augenroll
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Hallo scientia,

Ihr Begehren können sie abhaken, das hat vor keinem Gericht Bestand.

Brauchen Sie mir ja nicht glauben, ist aber so.

Grüße AR
03.04.2007, 16:55 von frischebrise
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Hallo,

Zitat:
Gültige Klausel

"Die Schönheitsreparaturen sind fachgerecht, dem Zweck und der Art der Mieträume entsprechend regelmäßig auszuführen, wenn das Aussehen der Wohnräume mehr als nur unerheblich durch den Gebrauch beeinträchtigt ist. Dies ist im allgemeinen nach folgenden Zeitabständen der Fall:"



BGH

Zitat:
Die Kostenregelung, die so genannte „Quotenklausel“, verliert ihre Grundlage. Das Gleiche gilt für mögliche Vermieteransprüche auf Schadensersatz. Es liegt keine wirksame Vereinbarung über die Übertragung von Renovierungspflichten vor.

„Mit dieser Entscheidung schließt der Bundesgerichtshof eine Lücke in der bisherigen Rechtsprechung. Der ‚Rosinenpickerei’ vieler Vermieter nach dem Motto, ist die Schönheitsreparaturklausel unwirksam, bleibt noch die Quotenklausel, und es kann Geldersatz gefordert werden, ist ein wirksamer Riegel vorgeschoben worden



Vorsicht:
Damit Sie nicht durch die kumulierung von Benachteiligungen für den M. des geltendes Rechtes § 307 ff BGB die gesamten auch gültigen AGB's stürzen.

03.04.2007, 16:39 von scientia
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Die Schäden wurden dokumentiert, es handelt sich nicht um Abnutzung, der Neuanstrich vom Mieter akzeptiert.
PS Die Schönheitsreparaturklausel entspricht den gesetzlichen Anforderungen.( Haus und Grund Mietvertrag!)
Es geht nicht um den Kostenansatz der Renovierung (Überstreichen und Teppichreinigung) an sich, sondern um die Wertminderung, dass nun kein Erstanstrich nad Sanierung mehr vorliegt und der Teppich nun früher verdreckt.
Dem nachfolgend einziehenden ist 1X die Möglichkeit geraubt, die Rauhfaser zu überstreichen( das kann man ja nach allgemeinen Handwerksregeln nicht beliebig, so ca. 3-4 X je nach dicke des Farbauftrages und Farbgüte)
mdl. Auskunft des Sachverständigen: Reissen Sie die Rauhfaser runter und machen alles neu, nur das ist wirklich nun nicht nötig und würde wegen Kostenhöhe dann unnötige Friktionen hervorrufen und Gerichtsauseinandersetzung vorprogrammieren.
Mieter/Kostenträger akzeptiert ja den Schaden und Neuanstrich an sich.
Nur ich kann nicht mehr mit Erstbezug nach Sanierung werben in einem engen Marktsegment.
Gruesse scientia
03.04.2007, 14:49 von frischebrise
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Hallo,

ich hoffe, dass Sie die Schäden - wirkliche Schäden - auch beweissicher dokumentiert haben.

Danach würde ich trotzdem noch einmal den MV. nehmen und die Schönheitsreparaturklauseln durchleuchten, ob diese den neuen BGH Urteilen standhalten.

Schäden sind natürlich etwas Anderes und müssen nachgewiesen werden.
Hierbei können Kostenvoranschläge von Firmen hilfreich sein, ehe man teure SV nimmt.
Im Falle eines Rechtsstreites wird das Gericht ohnehin einen bestellen.

Eigener Ansatz von Arbeitsleistung kann mit max. 12,50 Euro/Std. angesetzt werden.

Eine sichere Beweisführung ist anzuraten.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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