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04.01.2006, 09:28 von Georg11Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Staffelmiete
Hallo zusammen und ein frohes gesegnetes neues Jahr.
Ich habe mir im Formum alle Beträge aus der Vergangenheit angesehen aber leider keinen gefunden der meine Frage beantwortet. Wenn ich einen übersehen habe, dann bitte ich um einen entsprechenden Hinweis. Wenn nicht, dann hier mein Anliegen/Fage.
Nach dem Tot meiner Eltern erbte das 2 Familienhaus. In der einen Wohnung wohnt nun mein Sohn, die Andere will ich nun vermieten. Hierzu möchte ich den "standardisierten" Mietvertrag von "Haus & Grund Hessen" nutzen. Unter § 5 "Änderung des Mietzinses" wird dort aufgeführt, dass "Auch bei befristeten Mietverhältnissen Mieterhöhungen nach den gesetzlichen Regelungen zulässig sind" und das für Staffelmietverhältnisse gem. § 10 MHG und/oder Mietanpassungsvereinbarung gem. § 10a MHG eine gesonderte Vereinbarung zur Anwendung kommt.
Die "Einsiegsmiete" soll € 530 zzg. ´Nebenkosten pro Monat betragen (ist Ortsüblich)
Ich möchte eine Staffelmiete nach folgener Art vornehmen:
Mieterhöhung alle 3 Jahre um € 25,00 pro Monat. Dies hätte zur Folge, dass ich z.B. nach 20 Jahren (= Jahr 20027) mit einer Miete in Höhe von € 705 rechnen könnte.

Nun meine Frage: Dies erscheint mir als relativ wenig, gleichwohl möchte ich aber nicht eine überzogene Miete verlagen. Hat jemand Erfahrung mit Staffelmiete oder wäre eine andere Form der Erhöhung möglich ohne das dies zu Problemen führt. Noch habe ich die "Freiheit" eine entsprechende Steigerung zu vereinbaren.

Anmerkung: Die Steigerung um € 25,00 pro Monat wurde mir von einem Bekannten empfohlen.

Danke für die Inputs und Hilfestellung im voraus.

Georg11

Alle 10 Antworten
10.01.2006, 10:00 von Rita
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Bei "unserem" H&G gibt es dazu ein spezielles Zusatzblatt zum Vertrag > Staffelmiete, Indexmiete
09.01.2006, 18:44 von InesVotava
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Hallo Birke!
Danke für die Auskunft.

Grüße Ines
09.01.2006, 17:42 von birke
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hallo Ines,

mit der Index-Miete kenne ich mich nicht so aus. Bei der Staffelmiete wird es so gemacht ( wir haben auch den Haus-u-Grund- Vertrag): unter §5 (S.8)Mietanpassungen Nr.2 trägst Du das Datum 1. Jahr nach Mietbeginn ein, z.B: 01.02.07. Dahinter den Betrag in €, um den erhöht werden soll, also bei 3% von einer Miete von z.B: 500€ trägst Du 15€ ein. Dahinter dann den Gesamtbetrag, nämlich 515€. In der nächsten Zeile dann "mit Wirkung vom" 01.02.08 um 15,45€ auf 530,45€ dann "mit Wirkung vom" 01.02.09 um 15,91€ auf 546,36€,usw.
Du gehst also bei einer prozentualen Erhöhung von z.B.hier 3% immer von der vorhergegangenen Miete aus.

Gruß Birke
09.01.2006, 09:50 von InesVotava
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Hallo Birke!
Ich habe vor, wenn meine Mieterin raus ist, was hoffentlich Ende Januar der Fall sein wird, im neuen Mietvertrag auch eine Mieterhöhung zu verankern. Welche Form ist wirklich sinnvoll? Index- oder Staffelmiete?
In einem Vertragsformular von Haus und Grund kann man die Staffelmiete festlegen. Allerdings habe ich gelesen, ich muß den genauen Erhöhungsbetrag und die Prozente, um welche sich die Miete erhöht angeben. Das ist aber auf dem Formular so nicht dargestellt.
Auch wird dort angegeben, daß man die Staffelmiete nicht nur für 5 Jahre, sondern unbegrenzt ansetzen kann.

Grüße Ines
09.01.2006, 07:40 von Georg11
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Mein Dank an alle die sie zu meiner Anfrage geäußert haben.
Unter der Berücksichtigung der aufgeführten Vor-/Nachteile und der rechtlichen Rahmenbedingungen werde ich eine "befristete" (bis 2012) Staffelmiete vereinbaren. Damit erspare ich mir zumindest bis 2012 eine unnötige Diskussion über warum erhöht werden soll und kann danach festellen, ob die Miete noch "im Rahmen" liegt.
Ich hoffe mich im Forum auch mal mit einem Input revangieren zu können.
04.01.2006, 17:02 von birke
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Gruß Birke
04.01.2006, 13:10 von RMHV
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Der erste und vielleicht wichtigste Hinweis wäre, dass hier offenbar ein veraltetes Vertragsformular vorliegt. Das MHG ist nämlich seit dem 01.09.2001 aufgehoben.

Über die Vor- und Nachteile einer Staffelmiete wird sich jeder selbst seine Gedanken machen und dann entscheiden müssen. Die einzelnen Aspekte wurden bereits angesprochen.

Die Staffelmiete ist geregelt in § 577a BGB.
- Abs. 1 verlangt Schriftform und Ausweis der geänderten Miete oder der Erhöhung als Betrag. Die Angabe einer Prozentzahl reicht - auch wenn man das vielleicht als lächerlich empfinden mag - nicht aus.
- Abs. 2 schreibt vor, dass die jeweilige Miethöhe mindestens ein Jahr unverändert bleiben muss und dass während der Laufzeit der Staffelmietvereinbarung andere Mieterhöhungen ausgeschlossen sind.
- Abs. 3 regelt die max. Laufzeit eines Kündigungsausschlusses. Die Laufzeit der Staffelmietvereinbarung selbst ist nicht beschränkt.
- Abs. 4 regelt, dass abweichende Vereibnarungen zum Nachteil des Mieters unwirksam sind. Die gesetzlichen Regelungen können also auch durch Individualvereinbarung nicht unterlaufen werden.
04.01.2006, 12:27 von birke
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Hallo Georg11,

wir haben 2002 unser Elternhaus vermietet und eine Staffelmiete von 3% jährlich vereinbart. Soweit ich informiert bin, kann eine Staffelmiete neuerdings nicht länger als 5 Jahre so durchgeführt werden. Da Du ja die Haus-u-Grund- Mietverträge benutzt, würde ich mich auch noch mal dort im Verein genauer dazu erkundigen. Ich meine auch, dass bei Staffelmieterhöhungen keine Modernisierungsmaßnahmen von 11% jährlich mehr auf den Mieter abgewälzt werden können. Bin mir aber nicht ganz sicher. Ein Vorteil ist jedoch, dass von Anfang an klar geregelt ist, dass jährlich erhöht wird, und Du Dich nicht jedesmal neu mit Deinem Mieter bzgl. der Miete auseinander setzen mußt.

Gruß Birke
04.01.2006, 12:19 von Vermieterheini1
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Nachdem die Forenbetreiber bzw. Moderatoren nicht gewillt sind Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" zu löschen müssen alle meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos nicht wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
04.01.2006, 09:44 von Meiner_einer
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Unabhängig von der rechtlichen Beurteilung gefällt mir das Modell (und der Bekannte der so was äußert) überhaupt nicht.

Begründung:

1. bei stärker steigenden Mieten bist Du der Angeschmierte, da Du nicht erhöhen kannst

2. bei fallenden oder stagnierenden Mieten wird der Mieter nach einigen Jahren mit Sicherheit kündigen, da Du einfach zu teuer bist.

3. im unwahrscheinlichen Fall, das die Mieten sich exakt in Deinem 25,-/Raster bewegen könntest Du genauso gut alle 15 Monate eine ganz normale Mieterhöhung vornehmen und wärst damit trotzdem flexibler.

Also kann ich nur Nachteile in dem Modell finden.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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