> zur Übersicht Forum
12.02.2007, 13:43 von max251198Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|schornsteinfeger/Warmwasser
Hallo, habe mal wiede rein Problem mit den Abrechnungen.
Habe heir einen Mieter, der sein Warmwasser sowohl über Durchlauferhitzer als auch übe rdie heizung bezieht. Da er wohl angeblich das meiste Wasser über den Durchlauferhitzer holt, weigert er sich nun, den Schornsteinfeger und die Heizungswartung zu bezahlen, weil er sagt, aufgrund seiner Stormheizung und dem durchlauferhitzer hat er damit nichts zu tun. Da er aber Warmwasser gebraucht hat, sehe ich das etwas anders. Das dumme ist nur, dass Schornsteinfeger und Heizungswartung über die Wohnfläche berechnet werden und nicht über dne Verbrauch. Von daher steht er sich naütrlich schlecht. Besser wäre es natürlich für ihn, wenn man das über den Verbrauch berechnen würde. Wie seht ihr das auch was kann man da machen?
Danke für Info.
Alle 20 Antworten
12.02.2007, 20:36 von MarieP
Profil ansehen


Zu den mietvertraglichen Vereinbarungen

ist ihm Mietvertrag kein Verweis auf die Anlage 3 zu § 27 der II.BV?
Sind Betriebskostenvorauszahlungen oder ist eine Pauschale vereinbart?

Zitat:
Das Haus wurde vor 4 Jahren übernommen und da war er schon drin.



Wie wurde in diesen 4 Jahren abgerechnet?
12.02.2007, 20:20 von MarieP
Profil ansehen
Hallo

Ganz einfach diese Kosten gehören eigentlich in die Heizkostenabrechnung.
Über die Heizanlage wird das Warmwasser erwärmt
Über die Heizungkostenabrechnung wird erstmal nur die Ewärmung des verbrauchten Warmwasser errechnet.
Da teilweise Warmwasser über die Heizung entnommen wird, ist anteilig zu beteiligen. Dies geht aber, wenn es gerecht sein soll - nur wenn diese Kosten mit in die Heizkosten fließen und darüber abrechnet werden.

Die Abrechnung sollte sein

Auszug aus der BetriebkostenV
4.
die Kosten

a)
des Betriebs der zentralen Heizungsanlage einschließlich der Abgasanlage,

hierzu gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten des Betriebsstroms, die Kosten der Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft, der Reinigung der Anlage und des Betriebsraums, die Kosten der Messungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der Gebrauchsüberlassung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung sowie die Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung einschließlich der Kosten der Eichung sowie der Kosten der Berechnung und Aufteilung

oder

b)
des Betriebs der zentralen Brennstoffversorgungsanlage,

hierzu gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten des Betriebsstroms und die Kosten der Überwachung sowie die Kosten der Reinigung der Anlage und des Betriebsraums

oder

c)
der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme, auch aus Anlagen im Sinne des Buchstabens a,

hierzu gehören das Entgelt für die Wärmelieferung und die Kosten des Betriebs der zugehörigen Hausanlagen entsprechend Buchstabe a

oder

d)
der Reinigung und Wartung von Etagenheizungen und Gaseinzelfeuerstätten,

hierzu gehören die Kosten der Beseitigung von Wasserablagerungen und Verbrennungsrückständen in der Anlage, die Kosten der regelmäßigen Prüfung der Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit und der damit zusammenhängenden Einstellung durch eine Fachkraft sowie die Kosten der Messungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz;

Auszug aus der HeizkostenV§ 9 HeizkostenV
Verteilung der Kosten der Versorgung mit Wärme und Warmwasser bei verbundenen Anlagen

[ § 9 Abs. 1 HeizkostenV ](1) Ist die zentrale Anlage zur Versorgung mit Wärme mit der zentralen Warmwasserversorgungsanlage verbunden, so sind die einheitlich entstandenen Kosten des Betriebs aufzuteilen. Die Anteile an den einheitlich entstandenen Kosten sind nach den Anteilen am Energieverbrauch (Brennstoff- oder Wärmeverbrauch) zu bestimmen. Kosten, die nicht einheitlich entstanden sind, sind dem Anteil an den einheitlich entstandenen Kosten hinzuzurechnen. Der Anteil der zentralen Anlage zur Versorgung mit Wärme ergibt sich aus dem gesamten Verbrauch nach Abzug des Verbrauchs der zentralen Warmwasserversorgungsanlage. Der Anteil der zentralen Warmwasserversorgungsanlage am Brennstoffverbrauch ist nach Absatz 2, der Anteil am Wärmeverbrauch nach Absatz 3 zu ermitteln.
******************
Bei Heizanlagen, die sowohl Heizwärme liefern als auch Wasser erwärmen (verbundene Anlagen) müssen die einheitlich entstandenen Kosten aufgeteilt werden. Und zwar in die Kosten für Wärme (Heizung) und die Kosten für Warmwasser. Wie die Berechnung dieser Aufteilung erfolgen muss, regeln die Absätze 2 und 3.

Kosten, die sich direkt zu den Heizkosten oder direkt zu den Warmwasserkosten zuordnen lassen, werden abgetrennt und direkt zugeordnet. Dies kann zum Beispiel die Miete für Wasserzähler sein - diese Kosten werden direkt den Warmwasserkosten zugeordnet.

****************************

[ § 9 Abs. 2 HeizkostenV ](2) Der Brennstoffverbrauch der zentralen Warmwasserversorgungsanlage (B) ist in Litern, Kubikmetern oder Kilogramm nach der Formel
B = 2,5 · V · (tw – 10)
————————————
Hu

zu errechnen.
Dabei sind zugrunde zu legen 1. das gemessene Volumen des verbrauchten Warmwassers (V) in Kubikmetern;
2. die gemessene oder geschätzte mittlere Temperatur des Warmwassers (tw) in Grad Celsius;
3. der Heizwert des verbrauchten Brennstoffes (Hu) in Kilowattstunden (kWh) je Liter (l), Kubikmeter (m3 oder Kilogramm (kg). Als Hu-Werte können verwendet werden für
Heizöl 10 kWh/l
Stadtgas 4,5 kWh/m3
Erdgas L 9 kWh/m3
Erdgas H 10,5 kWh/m3
Brechkoks 8 kWh/kg

Enthalten die Abrechnungsunterlagen des Energieversorgungsunternehmens Hu-Werte, so sind diese zu verwenden.
************************
Dieser Absatz regelt, wie die Berechnung des Anteils des Brennstoffverbrauchs (z. B. für Öl, Gas oder Kohle/Koks) für Warmwasser erfolgen muss. Dazu gibt es drei Möglichkeiten: Nach der Formel, nach den anerkannten Regeln der Technik oder pauschal mit 18%

***************************


Der Brennstoffverbrauch der zentralen Warmwasserversorgungsanlage kann auch nach den anerkannten Regeln der Technik errechnet werden. Kann das Volumen des verbrauchten Warmwassers nicht gemessen werden, ist als Brennstoffverbrauch der zentralen Warmwasserversorgungsanlage ein Anteil von 18 vom Hundert der insgesamt verbrauchten Brennstoffe zugrunde zu legen.

[ § 9 Abs. 3 HeizkostenV ](3) Die auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage entfallende Wärmemenge (Q) ist mit einem Wärmezähler zu messen. Sie kann auch in Kilowattstunden nach der Formel
Q = 2,0 · V · (tw – 10)

errechnet werden. Dabei sind zugrunde zu legen 1. das gemessene Volumen des verbrauchten Warmwassers (V) in Kubikmetern;
2. die gemessene oder geschätzte mittlere Temperatur des Warmwassers (tw) in Grad Celsius.
Die auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage entfallende Wärmemenge kann auch nach den anerkannten Regeln der Technik errechnet werden. Kann sie weder nach Satz 1 gemessen noch nach den Sätzen 2 bis 4 errechnet werden, ist dafür ein Anteil von 18 vom Hundert der insgesamt verbrauchten Wärmemenge zugrunde zu legen.


[ § 9 Abs. 4 HeizkostenV ](4) Der Anteil an den Kosten der Versorgung mit Wärme ist nach § 7 Abs. 1, der Anteil an den Kosten der Versorgung mit Warmwasser nach § 8 Abs. 1 zu verteilen, soweit diese Verordnung nichts anderes bestimmt oder zuläßt.


12.02.2007, 20:05 von max251198
Profil ansehen
Der Mieter ist mal mindestens 5 jahre in der Wohnung. Das Haus wurde vor 4 Jahren übernommen und da war er schon drin.
Was meinst Du damit, die kosten mit in die Heizung aufnehmen? Denke daran, er hat ja Stromheizung und diese Abrechnung läuft ja über ihn selber!
12.02.2007, 19:58 von MarieP
Profil ansehen
Hallo

Zitat:
Angbelich braucht eine Stromheizung keinen Schornsteinfeger? Ist das richtig?


korrekt

Zitat:
Im Mietvertrag ist leider gerade beim ihm nichts vereinbart. Es ist am längsten im haus. Alle anderen haben neuere Mietverträge, wo alles genau aufgelistet ist.



Wie alt der Mietvertrag? Steht nirgendwo etwas von der Anlage 3 zu § 27 der II.BV?

Zitat:
An der Ölheizung sind Wasseruhren für den Warmwasserverbrauch und dann für die entsprechendne Parteien für die Ölheizung, angebracht. Im gleichen Raum gibt es dann separat noch den Verbrauch von Kaltwasser erfaßt



Warum nimmst du dann nicht die Kosten für Schornsteinfeger und Wartung mit in die Heizkosten auf?
12.02.2007, 18:36 von max251198
Profil ansehen
Im Mietvertrag ist leider gerade beim ihm nichts vereinbart. Es ist am längsten im haus. Alle anderen haben neuere Mietverträge, wo alles genau aufgelistet ist.
12.02.2007, 18:34 von max251198
Profil ansehen
Angbelich braucht eine Stromheizung keinen Schornsteinfeger? Ist das richtig?
12.02.2007, 18:33 von prinzregent
Profil ansehen
... au weia wie kompliziert !

frag doch mal deinen Schornsteinfeger ...

in der Regel wird das nach qm abgerechnet. Das ist standartmässig im Mietvertrag unter Betriebskosten so festgelegt. Ein Haus welches keinen Schornsteinfeger braucht ist mir neu.

Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung wird m.E. der Schonsteinfegermeister vorgeladen. Schau das du den auf deiner Seite hast. ( anrufen, fragen und vielleicht sollte der vorbei kommen und sich die Details anschauen )

Du als Vermieter must ja nur die Umlagen korrekt verteilen.
12.02.2007, 18:28 von Cora
Profil ansehen
Ist immer noch die Frage offen:

welche Kosten sind im Mietvertrag vereinbart?
Stehen da Schornsteinfeger und Wartung drin?

Wenn ja, kannst du die doch auch umlegen.

Und wenn er wirklich den kleinsten Teil davon beansprucht, berechne ihm die Kosten doch nur für die Hälfte der Wohnung.

Oder - technische Frage - benötigt eine Elektroheizung keinen Schornstein?

Wie lange wohnt der Miete schon?

Gruß
12.02.2007, 18:19 von max251198
Profil ansehen
An der Ölheizung sind Wasseruhren für den Warmwasserverbrauch und dann für die entsprechendne Parteien für die Ölheizung, angebracht. Im gleichen Raum gibt es dann separat noch den Verbrauch von Kaltwasser erfaßt
12.02.2007, 17:56 von MarieP
Profil ansehen
Hallo

Zitat:
Oder läßt man aus Kulanz diesen Mieter in dieser Position unter den Tisch fallen und teilt auf die anderren auf? Wäre das richtiger?



Korrekt wäre erst mal eine vernünftige tranzparente Lösung für alle Mieter.

Zitat:
Nein, leide rnicht. Im Haus gibt es Mieter, die haben Stromheizung, andere haben Ölheizung, einige beziehen das Warmwasser komplett über die Ölheizung, wieder andere haben Durchlauferhitzer dazwischen. von daher kann man nicht alles über einen Kamm scheren


Wird die Erwärmung des Warmwasser von der Heizung gemessen od. besitzen die dazu gehörenden Zapfstellen Wasseruhren?
12.02.2007, 17:40 von frischebrise
Profil ansehen
Hallo,

d.h. es besteht auch ein Heizungskreislauf zentral.
Dann könnte man doch zur Verbrauchserfassung Erfassungsgeräte an den Heizkörper installieren.
Wenn diese schon vorhanden sind, dürfte die Umlage doch kein Problem sein.
12.02.2007, 17:36 von ChristophL
Profil ansehen
Was steht denn im Mietvertrag genau unter den Berechnungsgrundlagen?

Gruß Christoph
12.02.2007, 17:27 von max251198
Profil ansehen
So habe ich das auch gedacht. Aber kann ich dann wirklich nach qm umlegen, obwohl das vom Verhältnis her, er hat 180 qm Wohnfläche, die anderen Mieter ca. 80 qm, total ungerecht wäre, oder? Kann ich das irgendwo vom Gesetz her so absichern?
12.02.2007, 17:20 von ChristophL
Profil ansehen
Wenn der Mieter die Heizungsanlage nutzt, dann sind die Kosten umlegbar. Auch wenn er nicht viel verbraucht.

Gruß Christoph
12.02.2007, 17:15 von max251198
Profil ansehen
Als Info vielleicht noch: Ich habe die Kosten nach qm umgelegt, wie man es normalerweise auch sollte. Unglücklicherweise hab eich jetzt gesehen, hat er natürlich auch noch die größte Wohnung.
12.02.2007, 16:33 von max251198
Profil ansehen
Nein, leide rnicht. Im Haus gibt es Mieter, die haben Stromheizung, andere haben Ölheizung, einige beziehen das Warmwasser komplett über die Ölheizung, wieder andere haben Durchlauferhitzer dazwischen. von daher kann man nicht alles über einen Kamm scheren. Bei diesem Mieter ist es nun einmal leider so, dass er ein Teil WW über die Heizung holt und ein Teil über Durchlauferhitzer. Das ist ja leider das Dilemma. Ich sehe es so, dass die Heizungswartung und der Schornsteinfeger im Warmwasserbereich auch ihn betrifft, wenn auch nur zu einem kleinen Anteil. Aber wie macht man es richtig? Oder läßt man aus Kulanz diesen Mieter in dieser Position unter den Tisch fallen und teilt auf die anderren auf? Wäre das richtiger?
12.02.2007, 14:59 von Cora
Profil ansehen
Hallo

man kann ja wohl davon ausgehen, dass alle Mieter die gleiche Heizungsart haben, wobei Strom = Elektroheizung ist?
Welche Heizung wird denn gewartet und was für Nebenkosten sind
im Mietvertrag aufgeführt?

12.02.2007, 14:54 von frischebrise
Profil ansehen
Hallo,
wenn er sein WW über den Durchlauferhitzer erlangt, seine Heizkörper ebenfalls über Strom, muß die Frage erlaubt sein, wieso er für Heizungswartung und Schornsteinfeger bezahlen soll?

Wurde dieses so im MV festgelegt?
12.02.2007, 14:31 von max251198
Profil ansehen
In der Wohnung hat er nur einen Durchlauferhitzer für Warmwasser und Stromheizung
12.02.2007, 13:52 von cavalier
Profil ansehen
Hallo max251198

was für eine Heizung hat er denn in der Wohnung? Sind Heizkörper in der Wohnung?
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter