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26.02.2007, 22:10 von CharlieProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Schönheitsreparaturn
Hallo, vielleicht kann mir ja jemand weiter helfen?
Unsere Mieter haben alle Räume BUNT gestrichen.
Sie haben die Wohnung gekündigt und glauben sie brauchen keine Schönheitsreparaturen machen, da sie ja das letzte Zimmer erst vor 6 Monaten neu Tapeziert haben (Buntestreifen)!!
Wir sind der Meinung, dass sie die Wohnung in Vermietbaren Zustand hinterlassen müssen??
Sprich Weißeraufaser oder änliches.


Freue mich über alle guten Ratschläge.

Danke !!!!

Charlie
Alle 2 Antworten
27.02.2007, 08:15 von Augenroll
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Zitat:
Sprich Weißeraufaser oder änliches.

Sie haben keinen rechtlichen Anspruch auf weiße Farbe oder Rauhfaser.

Zitat:
Freue mich über alle guten Ratschläge.

Es bleibt Ihnen unbenommen die nicht genehmen Ratschläge zu überlesen, verhindern werden Sie sie nicht können.

26.02.2007, 22:50 von buba
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hi,
ich kopiere dir mal eine anleitung hier rein
Zitat:
Fachhandwerkerklausel
Schönheitsreparaturen müssen fachmännisch in mittlerer Art und Güte ausgeführt werden (BGH, RE vom 06.07.1988). Das heißt aber nicht, dass Fachbetriebe zu beauftragen sind. Soweit die Klausel eines Formularmietvertrags die Ausführung der Schönheitsreparaturen durch einen "Fachhandwerker" (bzw. "Fachbetrieb" oder "Fachfirma") vorschreibt, benachteiligt diese die Mieter/innen unangemessen und ist unwirksam. Die Unwirksamkeit der Fachhandwerkerklausel führt jedoch nicht zur Unwirksamkeit der Abwälzung der Schönheitsreparaturen auf die Mieter/innen. Auch Mieter/innen haben daher die für das Malerhandwerk geltenden DIN-Normen zu berücksichtigen und die Arbeiten sorgfältig und fachgerecht auszuführen. Unwesentliche Abweichungen von den Normen führen nicht unbedingt zur Verletzung der mietvertraglichen Verpflichtung, aber eine "Hobby-Qualität" ist nicht ausreichend. Die Mieter/innen machen sich schadensersatzpflichtig, wenn die Malerarbeiten nicht fachgerecht ausgeführt sind. Das kann teurer werden als gar nicht zu malern, wenn dadurch der Aufwand zur Herstellung des ordnungsgemäßen Zustands vergrößert wird.

Farbgestaltung
Dass die Wohnung komplett weiß zu hinterlassen ist, darf nicht im Mietvertrag vorgeschrieben werden. Jedoch sollten helle und neutrale Farbtöne gewählt werden. Selbst bei einer in erstklassiger Qualität aufgetragenen ungewöhnlichen Farbgestaltung ist nicht auszuschließen, dass der Vermieter als Schadensersatz (s. u.) einen neuen Anstrich zugesprochen bekommt (LG Hamburg).

Das Überstreichen von normalen Mustertapeten ist keine fachgerechte Ausführung der Schönheitsreparaturen. Vertragsgemäß ist aber bei Raufaser (und bei manchen Präge- oder Vliestapeten) der Anstrich. Wenn die Struktur der Raufasertapete nach mehrmaligem Überstreichen nicht mehr erkennbar ist oder nach mehrfachem Lackauftrag Risse auftreten, ist eine Grundrenovierung fällig. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie sich in einer unserer Beratungsstellen beraten lassen (und natürlich auch zu dieser Frage unbedingt Ihren Mietvertrag mitbringen).

Fachgerecht sind Schönheitsreparaturen ausgeführt, wenn:
Tapeten auf Muster und auf Stoß geklebt sind (Hinweise auf der Tapetenrolle beachten)
Tapeten blasen- und faltenfrei verklebt sind und sich nicht ablösen
Anstriche und Lackierungen deckend und gleichmäßig sind
Beschichtungen fest haften
Anschlüsse an Türen, Fenstern, Fußleisten u. ä. scharf und gradlinig sind
Beschichtungen gleichmäßig, ohne Ansatz und streifenfrei aufgebracht sind
Nicht fachgerecht sind Schönheitsreparaturen ausgeführt, wenn:
Unebenheiten des Untergrunds verbleiben
alte Tapeten vor einer Neutapezierung nicht entfernt wurden
Tapeten überlappend geklebt werden
offene Nähte zwischen den Tapetenbahnen bestehen
Mustertapeten überstrichen wurden
nach dem Anstrich die Struktur der Raufasertapete nicht mehr erkennbar ist
Farbläufer und -nasen sowie Pinselhaare oder Schmutzpartikel zu sehen sind
Anstriche wolkig oder fleckig sind
Lichtschalter, Steckdosen oder Fenster- und Türbeschläge übermalt sind
Farbe auf den Fußboden getropft ist



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