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15.01.2008, 01:57 von BlinkyProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Schlüssel stecken gelassen, Mieter tritt Tür ein!
Hallo, ich bin neu hier und habe ein Problem:
Eine Mieterin und deren Tochter haben letzten Sonntag in meinem 2005 geerbten Mietshaus Ihre Wohnungseingangstür ins Schloss gezogen und dabei innen den Schlüssel stecken gelassen. Nachdem mein Mann eine halbe Stunde lang erfolglos versucht hat, die Wohnungstür ohne Beschädigung zu öffnen und zum Werkzeug holen in unserer Wohnung bzw. im Keller war, haben sie die Tür eingetreten und Türblatt, Zarge und Schloss erheblich beschädigt. Um die Tür überhaupt schließen zu können, haben sie das Schloss wieder zurückgeschlagen. Die Tür ist nun nicht mehr abzuschließen. Das ist Sachbeschädigung. Es wäre sicherlich mit erheblich weniger Kosten verbunden gewesen, unserem anfänglichen Rat zu folgen, den Schlüsseldienst zu holen, um die Tür ohne Beschädigung zu öffnen. Das war der Mieterin zu teuer, da sie Hartz 4 erhält. Wir werden nun einen Kostenvoranschlag über die Reparatur einholen.
Obwohl ich nicht davon ausgehe, dass die Mieterin uns den entstandenen Schaden ersetzen wird, bot ich ihr heute schriftlich an, die Kosten, die sich aus dem Schaden ergeben werden, bei mir abzuzahlen. Unter Fristsetzung kündigte ich ansonsten rechtliche Maßnahmen an.
Ich habe mir eine Schilderung des Geschehens von der Mieterin durch Unterschrift bestätigen lassen.
Vorsorglich habe ich mir bei Vermietung der Wohnung im letzten September von der Arge neben der direkten Mietüberweisung eine Bescheinigung über die Übernahme von drei Monatsmieten Kaution ausstellen lassen. Damit – schätze ich – werde ich die Eichentür wohl auch nicht ersetzen können. Ich könnte mir evtl. noch vorstellen, einen Titel per Mahnbescheid über den Betrag im Kostenvoranschlag zu erwirken.

Kann mir jemand eine vernünftige Lösung vorschlagen? Ich wäre dafür sehr dankbar. Ich möchte nur nicht schon wieder viel Geld für Rechtsanwalts- und Gerichtskosten zuschießen.

Gruß von einer ratlosen Blinky
Alle 28 Antworten
20.01.2008, 05:49 von Blinky
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Also, ich werde die Tür von dem Bekannten der Mieterin nicht einbauen lassen. Ich habe ihr schriftlich untersagt, in meiner Abwesenheit (bei der Arbeit) eine Tür einzusetzen, die ich nicht wenigstens gesehen und mit Hilfe meines Schreiners für geeignet erklärt habe. Dieses Schreiben hat sie offenbar als Kündigung aufgefasst – jedenfalls beschwerte sie sich deshalb bei ihrer Nachbarin und wollte ihr mein Schreiben zeigen, worauf diese keinen Wert legte. Auf diesen Schreck müsse sie sich „erst mal eine Flasche holen...“. Lesen kann sie also auch nicht! Gekündigt habe ich ihr (noch) nicht, habe sie aber wissen lassen, dass ich sie liebend gern gehen lassen würde, je eher desto besser. Ich bin mir auch nicht ganz über die Konsequenzen klar, wenn ich ihr offiziell kündige. Dann habe ich wieder den Fall, dass die Arge nur noch zahlt, bis der Kündigungstermin abgelaufen ist. Dann wohnt die Mieterin halt noch ein paar Monate lang die (nicht vorhandene) Kaution ab, bevor sie auszieht. Wenn sie mir selbst kündigt, kann das natürlich auch so ablaufen. Ich weiß nicht so recht, was ich machen soll. Ist Sachbeschädigung ein Kündigungsgrund? Ich habe sie ja schon mündlich abgemahnt wegen Ruhestörung. Ich glaube, das muss mehrmals schriftlich geschehen, bevor es einen Kündigungsgrund darstellt?

Ich habe mir für nächste Woche erst mal meinen Schreiner bestellt, der mir sagt, was überhaupt zu machen ist und mit welchem Aufwand. Ich lasse mir direkt einen Kostenvoranschlag machen und feststellen, wie sicher die Tür in ihrem momentanen Zustand ist. Es ist ja nicht so, dass jemand unbemerkt in die Wohnung gelangen und diese genau so wieder verlassen kann. Sollte es noch ausreichen, werde ich die Tür wohl erst ersetzen, wenn die Mieterin ausgezogen ist. Angedroht hatte sie es ja leider - Gott sei dank - schon mehrfach. Reisende soll man nicht aufhalten! Wird wohl eh eine leere Drohung sein... Und ich habe einfach kein Interesse daran, es meiner Mieterin allzu gemütlich zu machen. Nachher habe ich sie noch länger am Hals als nötig. Der Zustand verspricht offensichtlich keine Besserung.

Kann ich wohl aufgrund des Kostenvoranschlages schon Forderungen auf Abzahlung bei ihr stellen? Ich fürchte, die Kaution reicht nicht – auch nicht für den Zeitwert. Ich bin mir sowieso nicht sicher, ob das mit der Kaution reibungslos über die Bühne geht. Ich weiß nicht, ob die zahlen, wenn ich die Tür nicht zeitnah ersetze. Ich habe von der Arge nur eine schriftliche Bestätigung über drei Grundmieten, das ist nicht viel. Meine Mieterin geht jedoch tatsächlich davon aus, ich hätte die Kaution, die mir ja nur auf dem Papier zugesichert wird, bereits cash auf die Hand bekommen und sie mir eingesteckt! *an den Kopf fass* Auf meine Ankündigung, sie wegen Sachbeschädigung anzuzeigen, hat sie nur gelacht. Als ich ihr sagte, ich werde mich an die Arge wenden, lachte sie mich wieder nur aus und meinte schnippisch, was ich meinte, wer da wohl „gewinnen“ würde. (?)

Übrigens regelt § 535 BGB Absatz 1 m.E. nur den vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung und nicht den vorsätzlich herbeigeführten Zustand deren Unsicherheit. Dann könnte ja jeder seine Tür eintreten – auf meine Kosten.

Zitat § 535 BGB Absatz 1:
„Durch den Mietvertrag wird der Vermieter verpflichtet, dem Mieter den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit zu gewähren. Der Vermieter hat die Mietsache dem Mieter in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten. Er hat die auf der Mietsache ruhenden Lasten zu tragen.“

Ich habe nichts Vergleichbares in puncto vorsätzlicher Sachbeschädigung gefunden.

Grüßchen von der Blinky
18.01.2008, 13:47 von frischebrise
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Hi Cmax,

Zitat:
Nach der gesetzlichen Regelung ist nämlich der Vermieter verpflichtet, die Mietsache in einem Zustand zu erhalten, der dem vertragsgemäßen Gebrauch entspricht.

die Rechtsgrundlage ist: § 535 BGB Absatz 1 Satz 2

Zitat:
Der Vermieter hat die Mietsache dem Mieter in einem vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten[/quote]

Wenn VM also verpflichtet ist - den vom M. selbst herbeigeführten Schaden erst einmal zu beheben - steht es ihm selbstredend zu, sein Eigentum gegen solche Mieter zu schützen.
Z.B. Mit einer Strafanzeige, einer Abmahnung und die Erstattung des Schadens.
Wie schon ausgeführt. Die Anzeige muß zeitnah zum Geschehen erfolgen.

18.01.2008, 11:33 von CMAX_65
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Hi frischebrise,

Zitat:
Für die Beseitigung des Schadens ist nach BGB der VM verantwortlich


.......ich lasse mich gerne überzeugen, bitte mit Quelle, wenn möglich !

Möglicherweise deswegen, weil die Gebrauchstauglichkeit der Mietwohnung gegeben sein muss, die der VM schuldet ?

Wie auch immer, wenn das so ist wie frischebrise sagt, dann würde ich eine simple Bautüre aus Stahlblech (wie auf Baustellen) einbauen lassen. Damit speziell die Mieterin sieht, was passiert, wenn sie so handelt, wie sie handelt und dass sich der VM nicht verar***** lässt !.

......d.H. eine klare Konsequenz erfolgt. Ich denke das versteht im Zweifel auch ein Richter !

MFG
18.01.2008, 10:48 von frischebrise
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Hallo,

es nützt alles Nichts - trotz Magengrummeln -
@ Cmax schrieb:

Zitat:
3. Bis auf weiteres nicht reparieren. Sehe ich so wie JJ, wenn Schaden von M selbst verursacht, dann würde ich als VM vorläufig nichts machen. Ich vertrete da nicht die Auffassung von frischebrise.



Stellungnahme von Frischebrise:

Zitat:
Für die Beseitigung des Schadens ist nach BGB der VM verantwortlich. VM hat also die Mietsache wieder herzustellen, den Schaden zu bezahlen und seiner Verkehrssicherheitspflicht zu erfüllen.
Wird dem M. ein Teil seines Hausrates entwendet, weil die Türe nicht zu verschließen ist, haftet VM, da er unmittelbar Kenntnis vom Geschehen hat


Er kann jedoch - um seinen Schaden durch den Zeitwert - reduzieren indem er eine vergleichbare Tür (Erhaltungszustand) wie die Beschädigte einbauen läßt.

Die Federführung zur Beseitigung verbleibt bei Ihm als Entscheidungsträger. Eine Beseitigung durch den M. ist einfach mit zu vielen Unbekannten verbunden, zumal er letztlich dann auch noch die Haftung für Fehler zu tragen hat.

Weiter erschwerend die finanzielle Lage des M.

Dieser Fall:
Ein klassisches Beispiel von Bauchgefühl und Recht.
17.01.2008, 13:10 von Sledge_Hammer
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Zitat:
[Hat die Gute denn keine Haftpflichtversicherung?

/quote]

Ich vermute mal die wird nicht zahlen bei Vorsatz!

"Mein Bekannter ist aus versehen vor die Tür gestolpert"
ist vermutlich keine gute Ausrede.

Gruß S. Hammer
17.01.2008, 13:03 von Cora
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Zitat:
Schlosser und Mann vom Fach, wie er sich selbst bezeichnete – der mir nun eine neue Wohnungstür samt Zarge einsetzen wolle. Das solle dann in der nächsten Woche geschehen, wie er mir sagte. Er sagte zu, dass es sich um das gleiche Material wie die anderen Wohnungseingangstüren im Hause handeln würde.


Ein Schlosser ist kein Schreiner, und eine Tür fachgerecht einzusetzen ist manchmal nicht so einfach.

Auf jeden Fall würde ich mir die Tür vorher ansehen und ggf. ein Schreiben aufsetzen, dass die Tür - aus ...Material fachgerecht eingebaut wird. Sollte dies nicht der Fall sein, hast du das Recht, die Tür selbst durch einen Fachbetrieb einbauen zu lassen.

Klar, das ist eine blöde Situation und ich weiß auch nicht 100%-ig was ich machen würde. Notfalls kannst du immer noch die Kaution einbehalten und nach ggf. Auszug deiner Mieterin eine andere Tür einbauen lassen.

Hat die Gute denn keine Haftpflichtversicherung?
17.01.2008, 12:08 von CMAX_65
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Hi,

Zitat:
Besser wäre es jedenfalls, auf einer wirklich fachgerechten Reparatur durch eine mir bekannte Firma zu bestehen


sehe ich auch so. Wer weiss, was das für ein Bekannter ist, bei der "Bekannten". V. a. die Reparatur muss fachgerecht und gleichwertig sein sonst zwecklos und der Streit geht weiter.

Unter den geschilderten Umständen allerdings ist das sehr unwahrscheinlich, dass eine fachgerechte Reparatur erfolgt. Ergo : wenn kein nachweiss fachgerechter Reparatur, dann verbieten !

1. Arge über den Vorfall Informieren
2. Strafanzeige Sachbeschädigung
3. Bis auf weiteres nicht reparieren. Sehe ich so wie JJ, wenn Schaden von M selbst verursacht, dann würde ich als VM vorläufig nichts machen. Ich vertrete da nicht die Auffassung von frischebrise.

Mal schaun was dann passiert.........

MFG
17.01.2008, 12:02 von Jutetuetchen
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Hallo,

schwierige Situation ....... ich würde mir die Türe auf jeden Fall vorher mal ansehen - vielleicht passt es ja.

Und dann steht ja noch die Frage aus ob der Bekannte wirklich eine Türe vernünftig einbauen kann und dass der Zustand dann wieder so ist wie er vorher war ..... echt shit Situation ....

Wie schon geschriebnw urde es kann u.U. passieren dass Du dann die Türe wieder raubauen lassen kannst und nochmal von vorne anfängts und entsprechend mehr Kosten hast.

Mittlerweile ist man ja wirklich soweit das man versucht die kosten so gering wie möglich zu halten weil eben die Gefahr besteht auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Scheinbar scheint bei der M. einiges im Argen zu sein was nicht heisst dass sie einfach die Türe eintreten darf und somit jetzt höhere Kosten entstehen als der Schlüsseldienst genommen hätte (ich selbst habe mich die Woche auch ausgesperrt - und auch noch den herd an ..... ja super) zum Nachbarn runter Schlüsseldienst geholt - der kam 15 Min. später und die Türe war nach 3 Minuten wieder auf - hat 50 Euro gekostet)

Wenn Du Dir ganz sciher sin willst dann bleibt wohl nichts anderes übrig als das Geld zu investieren und es auf deine Kosten fertig machen lassen und versuchen das Geld wieder zu bekommen - vielleicht zahlt sie ja doch in Raten (oder nimm wneigstens die Kaution bzw. die hast Du ja schon mal ..... falls sie nicht zahlt)

Thema Anzeige ..... ich weiss nicht, das würde ich wohl nicht machen ...... vielleicht dann wenn sie nicht Zahlungsbereit ist.(wenigstens andeuten dass Du sie anzeigst - ob Du es hinterher machst steht auf einem anderen Blatt)

Wie siehst Du das MV denn auf längere Zeit ?!?!?

LG und viel Glück
17.01.2008, 01:49 von Blinky
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Ich war heute bei der Mieterin, um zu fragen, was nun mit der Tür passieren würde. Nach einer ziemlich heftigen Diskussion holte sie mir ihren Bekannten ans Telefon – angeblich ein Schlosser und Mann vom Fach, wie er sich selbst bezeichnete – der mir nun eine neue Wohnungstür samt Zarge einsetzen wolle. Das solle dann in der nächsten Woche geschehen, wie er mir sagte. Er sagte zu, dass es sich um das gleiche Material wie die anderen Wohnungseingangstüren im Hause handeln würde.

Jetzt hoffe ich nur, dass ich keinen Fehler gemacht habe, das zu erlauben. Nicht, dass ich im Endeffekt die Tür wieder herausreißen muss, weil sie nicht meinen Vorstellungen entspricht oder nicht ordnungsgemäß eingebaut wird. Falls die Tür eingebaut wird, während ich zur Arbeit bin, bekomme ich nicht mit was passiert. Ich bin ja nicht verpflichtet, mir eine „Stalltür“ einbauen zu lassen. Besser wäre es jedenfalls, auf einer wirklich fachgerechten Reparatur durch eine mir bekannte Firma zu bestehen. Ich kann nachvollziehen, dass man versucht, es so günstig wie möglich über die Bühne zu bekommen, aber bitte nicht auf meine Kosten. Anschauen würde ich mir das Teil ganz gern im Vorfeld.

Grüßchen von einer leicht verunsicherten Blinky
16.01.2008, 16:44 von frischebrise
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Hallo @ JJ

es bleibt dabei. Der VM ist in der Pflicht und der M. kann und darf den Schaden nicht ohne Einwilligung des VM beheben.

Zitat:
Für die Beseitigung des Schadens ist nach BGB der VM verantwortlich. VM hat also die Mietsache mängelfrei wieder herzustellen, den Schaden zu bezahlen und seiner Verkehrssicherheitspflicht zu erfüllen.



Nach Wiederherstellung kann VM natürlich den Schaden vom M. ersetzt verlangen, natürlich nur den Zeitwert der Türe.

16.01.2008, 14:21 von JollyJumper
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Zitat:
Für die Beseitigung des Schadens ist nach BGB der VM verantwortlich. VM hat also die Mietsache mängelfrei wieder herzustellen, den Schaden zu bezahlen und seiner Verkehrssicherheitspflicht zu erfüllen.

Das wage ich im geschilderten Fall ernstlich anzuzweifeln.

Die Verkehrssicherungspflicht gilt zwar im allgem. immer für den Vermieter, auch für Ereignisse die ereigentlich nicht zu vertreten hat, z.B. Einbruch, etc.
Dass er aber bei vorsätlicher Sachbeschädigund zur Widerherstellung und Kostenvorlage verpflichtet sein soll halte ich für schlicht abwegig.
Da könnte ich als mitteloser Mieter bei dem nichts zu holen ist den VM laufend auf trab halten, indem ich immer etwas beschädige, Wiederherstellung verlang und wohlmöglich gleich noch die Miete mindere!

Gruß JJ
16.01.2008, 12:42 von frischebrise
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Hallo,

nun wurde sehr viel mit dem Bauch geschrieben.
Was ist denn nun gängiges Recht.

Der Sachverhalt von Blinky war doch; die Mieterin wartete nicht die Hilfsbereitschaft ab und beschädigte die Mietsache.

Die Art und Weise wie M. mit dem Eigentum des VM umging, läßt doch schon einige Rückschlüsse zu.

Die ohnehin problematische Zahlungsfähigkeit der M. gleich noch mit einer Stundung durch den VM zu tolerieren, erscheint mir zu schwach.

Wer derart rüde mit dem Eigentum anderer umgeht, kann nur mit harten Rechtsmittel begegnet werden.

Eine Anzeige kann fruchten, diese sollte in zeitlicher Nähe zum Geschehen gemacht werden.

Für die Beseitigung des Schadens ist nach BGB der VM verantwortlich. VM hat also die Mietsache mängelfrei wieder herzustellen, den Schaden zu bezahlen und seiner Verkehrssicherheitspflicht zu erfüllen.
Wird dem M. ein Teil seines Hausrates entwendet, weil die Türe nicht zu verschließen ist, haftet VM.

Soweit nur zum Recht, laßt mal schnell den Bauch beiseite, ehe der Schaden noch größer wird.

Aus meiner Sicht: Anzeige wegen Sachbeschädigung, Mangel beseitigen, Rechnung an Mieterin. Auch eine Abmahnung wäre angeraten.
Wie diese den Schaden reguliert ist deren Sache. Evtl. Mahnbescheid und Vollstrecken lassen.

15.01.2008, 23:35 von Blinky
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Ich hatte auch schon überlegt, mich an die Arge zu wenden und dort anzukündigen, dass die Kaution wohl schon für den Ersatz der Wohnungseingangstür verwendet werden kann. Das scheint mir sehr vernünftig zu sein. Das Geld können die dann ja direkt einbehalten. Ich weiß nur nicht, ob ich das nun schnellstens machen oder Strafanzeige stellen oder erst mal meine bis Ende des Monats gesetzte Frist abwarten sollte um festzustellen, wie die Dame reagieren wird.
Haftpflicht? Das Thema kann man wohl getrost abhaken. Vorerst wird die Tür jedenfalls noch nicht repariert. Ihr Bekannter bräuchte ihrer Meinung nach nur die geborstene Tür zu kitten und die Zarge abzuschleifen. Ah ja! Soso! Dann ist ja alles wieder gut!
(Nun weiß ich wenigstens, wie ich in die Wohnung komme, wenn sie mal nicht auf macht, hihi! )

Ich habe mein Schreiben mit der Fristsetzung gestern Abend unter Zeugen – auf der Abschrift mit Uhrzeit und Unterschriften vermerkt – persönlich in den Briefkasten eingelegt, also zugestellt. Möglicherweise hat sie den Briefkasten vor noch nicht allzu langer Zeit heute Abend geleert. Jetzt warte ich auf ein Echo. Das wird wohl nicht so schnell – wenn überhaupt - bei mir eintreffen, wie ich die Dame seit ihrem Einzug im September letzten Jahres einschätze. Sie hat sich schon sehr gut eingeführt. In der kurzen Zeit gab es schon einige Vorfälle wegen Ruhestörung, weil sie sich u.a. nachts handgreiflich mit ihrer 13Jährigen streitet und einiges zu Bruch gegangen zu sein scheint. Danach hätte sie sich normalerweise zumindest mit einer Entschuldigung an mich wenden müssen, weil ich sie auf Bitte der Mieter zurechtweisen musste. Aber es scheint ein gravierendes Alkoholproblem vorzuliegen, wie meine Mieter und ich mittlerweile aus den Bergen von Vodkaflaschen im Hausmüll schließen. Von daher ist nicht unbedingt damit zu rechnen, einen zeitlichen Glückstreffer zu landen, die Dame zurechnungsfähig anzutreffen. Das alles wird ihr daher recht Wurst sein. Wenn sie allein das Geld für den Alk und für ihre Kippen an mich zahlen würde, wäre der Fall ein ein paar Monaten erledigt. Vielleicht sollte ich auch die Wohnung gewerblich vermieten. Es könnte auch etwas für mich abfallen bei dem Nebenverdienst, den ich vermute. Was mich stutzig macht, ist die in seltsamer Weise angestiegene Frequentierung meines Hauses durch fremde Männer in letzter Zeit, die alle zu ihr wollen, aber nur ihren Vornamen vom Telefon (?!?) her kennen! Mancher schleicht sich – wie man mir erzählte - morgens aus dem Haus und oben hört man sie leise fluchen, dass das wieder mal nicht unbemerkt von meiner Verwandtschaft gelungen ist. Rentner bekommen mehr mit, als man denkt...!

Ich habe in letzter Zeit viel Pech und schon mehrfach Bekanntschaft mit Mietern gemacht, die zuerst einen guten Eindruck machten und dann bestenfalls einfach keine Miete mehr zahlten. Ich könnte ein Buch schreiben. „Meine höllischen Mieter“ oder so... Den krassesten Fall erlebte ich vor einem Jahr. Den habe ich immer noch nicht verdaut. Vielleicht erzähle ich bei Gelegenheit mal davon. Es tut manchmal schon gut, einfach nur mal loszuwerden, warum man sich auf keinen Fall mit einem Mietshaus belasten sollte. Wer Langeweile, keine Sorgen oder Probleme hat, sollte Vermieter werden.
Sorry für den Roman...

Grüßchen von der immer noch ratlosen Blinky
15.01.2008, 15:55 von Musti1000
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... und da die Anzeige mangels öffentlichen Interesses eingestellt wird, wird der Mieter in seinem Tun noch bestärkt und wird dann noch dreister.

Also lieber keine Anzeige, die sowieso im Sande verläuft.
15.01.2008, 15:54 von nass01
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Zitat:
Ich habe leider inzwischen die Erfahrung gemacht, dass bei solchen Leuten (damit meine ich nicht Hartz IVler - da kann jeder hinkommen, sondern Leute die eine Türe eintreten, weil von Innen der Schlüssel steckt während sie wissen, dass weder gefahr im Verzug ist und der VM auch noch Werkzeug holen ist!!!) keine Einsicht zu erzielen ist.


Auf den Punkt gebracht, hier ist nicht mit geistiger Normalität zu rechnen.
Ich würde mich an die Arge wenden und denen mitteilen, das die Kaution für eine von dem Mieter vorsätzlich beschädigte Türe verwendet wird.
Du wirst sehen das wirkt Wunder.
Was ist mit der Haftpflicht des Mieters?
15.01.2008, 15:46 von Cora
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Zitat:
Der Mieter hat hier offensichtlich vorsätzlich gahandelt. In sofern gehe ich davon aus, dass der Vermieter ihm hier keine Wiederherstellung/Reparatir schuldet.
Daher sollte hieraus auch kein Minderungsanspruch infolge Nichtwiederherstellung entstehen


das ist natürlich auch eine Möglichkeit, der Mieter soll selbst dafür sorgen, dass seine Tür wieder funktioniert. Da muss man als VM natürlich starke Nerven haben, aber wenn das Gesetz es her gibt, dass der VM für vorsätzliche Sachbeschädigung nicht gerade stehen muss, würde ich diese Lösung vorziehen und eine neue Tür erst nach Auszug dieser rabiaten Mieterin einbauen.
15.01.2008, 14:50 von JollyJumper
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Ich denke das Hauptproblem ist, dass Blinky natürlich daran interessiert ist eine ordnungsgemäß reparierte/widerhergestellte Tür zu bekommen.
Diese wird er nur erhalten wenn er selbst einen fachkündigen Tischler damit beauftragt!
Wenn er ihn beauftragt muss er ihn aber auch bezahlen.
Diese Geld wird er aber wohl von seinem Hartz IV Mieter nie wieder sehen
und ich gehe mal davon aus dass dies auch mehr kosten wird als ein vernünftiger Schlüsseldienst gekostet hätte!
Also was tun!
Der Mieter hat hier offensichtlich vorsätzlich gahandelt. In sofern gehe ich davon aus, dass der Vermieter ihm hier keine Wiederherstellung/Reparatir schuldet.
Daher sollte hieraus auch kein Minderungsanspruch infolge Nichtwiederherstellung entstehen. (Was nicht heißt, dass der Mieter dies versuchen könnte!!! )
Spätestens, wenn der Hartz IV Mieter aber entdeckt, dass sein Premiere Decoder oder sein Plasma TV, durch die nicht verschließbare Tür in Gefahr sind wird er zwangsläufig die Tür in irgenteiner Form sichern.
Das wird zwar nicht die vom Vermieter angestrebte ordnunggemäße Reparatur sein aber wass solls... Allein die Optik leidet etwas darunter, so weiß aber wenigsten jeder, der das Haus betritt, was dort wohnt.
Diese kann gut und gerne immer noch dann durchgeführt werden, wenn die Mieter irgentwann mal ausziehen sollten.

Zitat:
Kein geistig normaler Mensch tritt eine Tür ein, nur weil der Schlüssel von innen steckt. Deshalb nehme ich auch keine Hartz Leute, solchen Leuten ist einfach alles egal, die haben nichts eigenes und werden auch nie etwas besitzen; außer Schulden!
Genau!
In dem Zusammenhang grübel ich die ganze Zeit ob man hier das Verhalten des Mieter für die Zukunft als Zustimmung zu Betreten seiner Wohnung aus die gleiche Weise (sozusagen konkludent ) werten kann, wenn er die Tür nicht öffnen sollte!!!

Gruß JJ

15.01.2008, 14:46 von Lilibeth
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Zitat:
Ich schließ mich euch ja an, nur bezweifle ich ob eine Anzeige was bringt


kommt drauf an ob öffentliches Interesse besteht.

ich würde auch wie Cora schreibt,wenigstens als erzieherische Maßnahmen eine Anzeige machen !!!

Wenn du nichts unternimmst, wird vielleicht die Dreistigkeit weiter aktiviert !!
15.01.2008, 14:38 von maralena
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Ich habe leider inzwischen die Erfahrung gemacht, dass bei solchen Leuten (damit meine ich nicht Hartz IVler - da kann jeder hinkommen, sondern Leute die eine Türe eintreten, weil von Innen der Schlüssel steckt während sie wissen, dass weder gefahr im Verzug ist und der VM auch noch Werkzeug holen ist!!!) keine Einsicht zu erzielen ist.

Solche Menschen verstehen nur ganz ganz klare Ansagen im Sinne von "wenn Sie sowas nochmal machen haben sie es sich vollkommen mit mir verscherzt und am besten ziehen sie gleich aus, damit das nicht wieder vorkommt!"

Da kann man sich vorstellen, wie so einer reagiert, wenn man mal in Streit gerät - dann gibt's gleich einen auf die Fresse oder wie?

Manche Leute sind echt einfach nicht normal und reagieren in jeder Situation vollkommen unangemessen.

Wenn Du nicht jetzt sofort klar machst, dass Du sowas nicht duldest, kommt es immer dicker (weiß ich leider aus Erfahrung - man will nett sein und keinen Streit, doch glaub mir, irgendwann musst Du dich wehren und dann ist der Streit umso größer).

Viel Glück!!
gruß
Mara
15.01.2008, 14:09 von Cora
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Ich schließ mich euch ja an, nur bezweifle ich ob eine Anzeige was bringt. Wenn natürlich das Verhalten der Mieterin auch allgemein "negativ" ist, kann man ja - rein aus "erzieherischer" Maßnahme eine Anzeige machen.
15.01.2008, 13:57 von Susanne
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Drastisch ausgedrückt, aber genau so habe ich es auch empfunden.

Daher würde ich auch Strafantrag stellen, selbst, wenn es nichts bringt. Manchen Leuten kann man einfach nicht anders beibringen, dass sie das Eigentum anderer zu respektieren haben. Und daher sollte man auch ein Entgegenkommen über Ratenzahlung nur im äußersten Fall anbieten!
15.01.2008, 13:22 von dunkelROOT
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Auch auf die Gefahr hin, dass es wieder gelöscht wird!

Kein geistig normaler Mensch tritt eine Tür ein, nur weil der Schlüssel von innen steckt. Deshalb nehme ich auch keine Hartz Leute, solchen Leuten ist einfach alles egal, die haben nichts eigenes und werden auch nie etwas besitzen; außer Schulden!

dROOT

15.01.2008, 13:02 von Cora
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Hallo

ich würde auch erst mal alle Kosten in Rechnung stellen und die Reaktion der Mieterin abwarten. Ratenzahlung kann man immer noch anbieten und einen MB auch.

Anzeige wegen Sachbeschädigung würde ich mir sparen, bringt eh nichts.
15.01.2008, 11:27 von Musti1000
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Um eine ins Schloss gefallene Tür zu öffnen braucht man im Prinzip nur eine Scheckkarte - wer jedoch dieses noch nie gemacht hat, wird scheitern da dazu doch etwas Fingerfertigkeit und kleinere Tricks notwendig sind...

Also als Vermieter erst mal Finger weg, wenn man es nicht schon mal gemacht hat.

Wenn der Mieter dann die Tür eintritt, weil es ihm nicht schnell genug geht, ist das seine Sache und er hat den Schaden zu bezahlen.

Allerdings ist bei Hartz4 Empfängern eh nichts zu holen - also wirklich versuchen, eine ratenzahlung "während" der Mietzeit zu vereinbaren - wenn die Mieter erst mal ausgezogen sind, ist nichts mehr zu holen.
15.01.2008, 08:05 von JollyJumper
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Da der Vermieter die Tür nicht eingetreten hat sondern der Mieter ist der Mieter ist er nicht in der Verpflichtung den Schaden zu beseitigen.

Mieter unter Fristsetzung zur Schadenbeseitigung auffordern und erst mal gar nichts machen.
Wenn der Mieter sein Eigentum in der Wohnung gesichert haben möchte muss er halt reagieren.
Das mit der Strafanzeige ist sicher auch eine Möglichkeit.

Gruß JJ
15.01.2008, 07:41 von Bilbo
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Auf jeden Fall Strafanzeige wegen Sachbeschädigung stellen !!

Sowas erhöht normalerweise die Bereitschaft, Schulden/Kosten auch aus unpfändbaren Bezügen zu begleichen.
15.01.2008, 07:29 von Susanne
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Zitat:
Da sich Vermieter hilfsbereit gezeigt hat, muss Vermieter alle Kosten bezahlen


Das halte ich aber für völligen Unsinn!

Ich find das allerdings auch zu nett, von vornherein direkt Ratenzahlung anzubieten. Grundsätzlich hat der Mieter den Schaden, den er verursacht hat, auch zu ersetzen. Um das zu unterstreichen ggf. Strafanzeige wg. vorsätzlicher Sachbeschädigung stellen. Soviel ich weiß, ist das ein Straftatbestand. Bei Schlössern, die lediglich "zu gezogen" wurden, braucht ein vernünftiger Fachmann vom Schlüsseldienst keine 2 Minuten!
15.01.2008, 03:48 von prinzregent
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1. Welcher Vermieter macht seinem Mieter ein Schloss auf ? Das ist gar nicht Vermietersache. Wer seinen Schluessel vergisst oder stecken laesst, muss den Schluesseldienst holen.

Da sich Vermieter hilfsbereit gezeigt hat, muss Vermieter alle Kosten bezahlen. Der hilfsbereite Vermieter muss eine neue Tuer einsetzen lassen. Alles auf Kosten des Vermieters, denn ein hilfsbereiter Vermieter ist ein dummer Vermieter.

... und wer mir nicht glauben will: Bei Harz IV ist nichts zu holen ausser einem nicht vollstreckbaren Titel.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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