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04.01.2005, 16:15 von IrmiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Schimmel
Da kam doch heut ein Brief vom Mieterverein ,dass in einer meiner Wohnungen Schimmel aufgetreten sei. Juli 03 Schimmel über Fenster im Bad.Gipser schließt Baumängel aus,auf mangelhafte Lüftung zurückzuführen.Beseitige mit Mieter den Schimmel.Lüften tut er trotzdem nicht.Fensterladen immer geschlossen.Es herrschen trotzdem weiterhin Saunaverhältnisse.
Anfang 04 war ich mit einem Fensterbauer in der Wohnung da ich irrtümlich annahm die Wohnung hätte nur einfache Fenster.Der bekam die Krise bezüglich des tropischen Raumklimas und riet mir vom Einbau neuer Fenster wegen Schimmelbildung.ab. Gott sei dank. Juni 04 bauen wir eine Zentralheizung ein, beim Abrücken der Möbel finden wir noch mehr Schimmel.Kein Luftabstand.Der Dreck von 6 Jahren drunter.Ich habe den Schaden fotographiert.Den Mieter mehrmals aufgefordert zu lüften.Seine Frau fing den totalen Zoff an.Die Fenster sind trozdem ständig zu. Zwischenzeitlich ist Mieter auf Eigenbedarf gekündigt.Im Brief vom Mieterverein stand trotz Lüftens sei jetzt mehr Schimmel aufgetreten.Daher sei von Baumängeln auszugehen. Bravo.Ich hätte den Schaden bis Ende Januar zu beheben.Tatsache ist dass in der Wohnung vorher nie Schimmel war.Wie verhalte ich mich jetzt? Am liebsten würde ich dem Mieterverein schreiben,daß ich am besten die Wohnung 2x täglich lüfte.Ansonsten scheint der Mieter auch kaum zu heizen,das ergibt sich aus den Wärmeeinheiten im Vergleich zu den anderen Wohnungen.Wie ist denn das mit der Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht?
Alle 2 Antworten
05.01.2005, 00:34 von Rita
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Leider ist es tatsächlich so (ggfs. mit GOOGLEN nachzulesen):
- Zuerst trägt der Vermieter die Beweislast, dass es KEIN baul. Mangel ist (also NICHT, dass der Mieter nicht lüftet!);
- erst danach wäre es am Mieter ggfs. zu beweisen, dass er ausreichend & angemessen lüftet + heizt bzw. möbliert. Allerdings glaube ich, viele Richter kennen sich da selbst nicht so richtig aus :-(

Abgesehen davon, dass normaler Gips in Feuchträumen eh' kritisch ist (-> "Gisper"), überzeugt ein "Parteien-Gutachten" also ein Gutachten, dass eine der Streitparteien beibringt, im Streitfall den Richter sowieso nicht.
Die Kosten für einen gerichtl. beauftragten Sachverständigen fallen also immer zusätzlich an, wenn ein Richter "Recht sprechen" soll.

Zwar muss der Mieter SÄMTLICHE Auslagen (= auch die Gutachterkosten) erstatten, wenn er unterliegt.
Letztendlich ist aber jeder Gerichtsentscheid mit hohem(Kosten-)Risiko verbunden ... für den, der sein Recht will = klagt und in Vorlage treten muss.

Wenn M. sein EIGENES Kostenrisiko nicht kapiert (z.B. mit Hilfe von Gipser/Glaser), bleibt dir leider nichts weiter, als
- zu hoffen, dass er schnellstens auszieht ohne dein Eigentum weiter zu beschädigen, oder
- das Risiko Gerichtsentscheid einzugehen.

Praktische Variante:
Du läßt auf deine Kosten eine Zwangsentlüftung einbauen - z.B. gekoppelt mit dem Lichtschalter oder vom-Mieter-nicht-verstellbar-ZEITGESTEUERT

Meine Vermutung bestärkt sich immer mehr:
Für Mieter muss tatsächlich alles absolut IDIOTENSICHER sein ....

Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht?
Wenn nach Sachverständigen-/Richter-Meinung kein Baumangel die Ursache ist und der Mieter nicht beweisen kann, dass er angemessen lüftet/heizt/möbliert , dann muss der Mieter (nach Gesetz+Recht) für alle Schäden, die er angerichtet hat -> Schadensersatz leisten.
Ich glaub' aber im wahren Leben, wird das wohl eher selten dabei rauskommen ...
04.01.2005, 17:33 von Irmi
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Weiß übrigends daß Vermieter das mit dem Baumängeln beweisen muß.Geht das mit den Aussagen des Gipsers und dem Glaser oder braucht das einen Gutachter.Mieter sucht wie ich aus Insiderkreisen erfahren habe nach Wohnung .Hoffe es erwischt keinen von Euch.
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