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31.03.2007, 21:17 von BootshausProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Schadenersatzforderung
Hallo Leute,
ich habe die Absicht, von meinen ehemaligen Mieter Schadenersatz zu fordern und bei Ablehnung dafür Klage zu erheben. Unter anderem weil er es zu verantworten hat, dass Kaufinteressenten für mein an ihn vermietetes EFH inkl. Grundstück "absprangen", da er keine Besichtigungstermine zugelassen hat u.v.m. Aber diese Einzelheiten sollen jetzt nicht der Kern sein.
Ich habe gehört, dass es so sein soll und meine Frage an euch ist:
Gibt es eine Schadenersatzforderungsfrist nach BGB oder ZPO etc., d. h. wie lange nach dem Eintritt eines Schadens, sei er materiell oder ideell, habe ich Zeit meine Forderung an den Schadenverursacher zu stellen?
Dank euch im Voraus!
MfG
Bootshaus

01.04.2007
P.S.: Seht euch dazu bitte meine Konkretisierung an.
Alle 34 Antworten
12.04.2007, 13:20 von Augenroll
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Zitat:
wie bloß dieser Nickname zustande gekommen ist

Also ehrlich mal, ich hab mir was bei gedacht.
12.04.2007, 10:47 von Bootshaus
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Hallo Augenroll,
is' ja guuut!! Ich mach' ja schon! Dachte schon, ich bekomm' von Hobby-Googlern ein wenig Arbeit abgenommen. Wie kann ich nur...?! Das ist unser aller hochgeschätzter AUGENROLL (wie bloß dieser Nickname zustande gekommen ist?)!
MfG
Bootshaus
10.04.2007, 16:55 von Augenroll
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10.04.2007, 16:30 von Bootshaus
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Hallo Augenroll,
ich hoffe von Herzen, du hast Ostern gut überstanden. Ich habe jetzt wieder vier Wochen zu tun, die gegönnten Schlemmereien weg zu bekommen. Vielen dank für deinen Hinweis, aber hast du nicht "zufällig" dazu einen (oder auch zwei) Link (s) für mich?
MfG
Bootshaus
10.04.2007, 09:49 von Augenroll
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Zitat:
Probieren Sie es am besten auch in anderen Rechtsforen.

Damit meinte ich allerdings nicht v-f-c.de, denn dort treiben sich dieselben Nasen wie hier rum.

Ich meinte eher Vertrags-, Zivilprozess- und allgemeine Rechtsforen.
06.04.2007, 12:39 von prinzregent
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Zitat:
Anspruch auf Gerichtskostenbeihilfe


super, unbedingt ausnutzen !

Hallo Bootshaus, meiner Meinung nach ist es das Ziel der BERLINER Republik die Menschen zu enteignen.

Dein Mieter wollte billig an deinen Besitz kommen. Du kannst das mit der Klage mal probieren. VORHER must du dir mindestens 4 Wochen Zeit nehmen dir einen erfahrenen qualifizierten Anwalt zu suchen.

Und dein Urteil kannst du auswürfeln. Bekommst du nen Richter oder Schöffen der auf Miete wohnt und seinen Vermieter nicht leiden kann, ei dann kriegst du ein Urteil a la Augentroll.

Es ist schwer geworden ein Haus zu verkaufen. Und es wird immer schwerer zu vermieten, jedes Jahr wird schwieriger. Wir haben mindestens 5 Millionen Arbeitslose und viele denen ihr Nettolohn zu wenig ist. In den Fernsehsendungen wird geworben auszuwandern. Stell dir vor, 2 Millionen wandern einfach aus. Na, wieviele Wohnungen stehen als Folge leer ? Und wieviele davon wollen ihr nicht mehr benötigtes Haus verkaufen ?
05.04.2007, 08:38 von Augenroll
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@Bootshaus:

Tut mir leid, ich habe nachgeschaut und gegoogelt. Es reicht aber für Ihren Fall nicht für eine gesicherte Auskunft. Probieren Sie es am besten auch in anderen Rechtsforen.

@dedl:
Zitat:
BTW: Zum "Gigauser" wird man ausschließlich durch die Quantität der Beiträge.


Bitte verlieren Sie sich nicht in Andeutungen, sondern äußern Sie Kritik ausschließlich konkret, so dass man die Gelegenheit bekommt, sich vernünftig und sachlich rechtfertigen zu können.

Haben Sie denn eine Antwort auf die Hauptfrage???
04.04.2007, 23:29 von dedl
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Moin Bootshaus,

Zitat:
das mit dem Rechtsberatungsschein hab' ich schon verstanden - nur woher ich den bekomme, weiss ich noch nicht.


vom zuständigen Amtsgericht.

BTW: Zum "Gigauser" wird man ausschließlich durch die Quantität der Beiträge.
04.04.2007, 22:39 von Bootshaus
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Hallo Augenroll,
na siehst du! Jetzt verstehen wir uns langsam - wie du mit denen umgehst (zaunkoenig), die 'mal ähnlich "reden" wie du es mir gegenüber einmal getan hast, find' ich super!!
Wünsch' dir von Herzen Frohe Ostern!!
MfG
Bootshaus
P.S.: Denkst du bitte noch an deine "Hausarbeit"?!
(Humor ist, wenn man trotzdem lacht!)
04.04.2007, 22:33 von Bootshaus
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Hallo Sommer,
das mit dem Rechtsberatungsschein hab' ich schon verstanden - nur woher ich den bekomme, weiss ich noch nicht. Kannst du mir helfen?
MfG + Fröhliche Ostern!!
Bootshaus
04.04.2007, 22:23 von Bootshaus
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Hallo Zaunkoenig,
mein Gott! Wie kann man nur so "Scheiße" d'rauf sein. Eben, ich benötige doch nur einen Hinweis eines z. B. "Gigausers" in diesem Forum, der sich ein wenig mehr auskennt, als unsereiner. Nachsehen, ob es dann letztlich richtig ist, kann ich doch selbst - ich bin nämlich schon sooo groooß! Nur auf diesem Gebiet eben nicht so sehr, wie andere, gell. Ist dir das zu viel??
MfG
Bootshaus
04.04.2007, 21:47 von Sommer
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Also wenn Sie als Kläger nichts zu verlieren haben - warum nicht? Also holen Sie sich so einen Rechtsberatungsschein und stellen Sie dem Fall einfach mal einem Anwalt vor. Mir ist die Sache zu komplex und ich habe es nicht genug durchschaut um hier konkrete Tipps geben zu können.

S.
04.04.2007, 16:59 von Augenroll
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@Zaunkönig:
Zitat:
Wer garantiert denn, dass die hier in Anonymität gegebenen Hinweise überhaupt richtig sind?


das ist ja ein völlig falscher Denkansatz. Die Hinweise sind sehr wohl meist richtig (besonders meine ), aber alles sollte dann selbst verifiziert werden. Das fällt leichter, wenn man diese Hinweise bzw. Denkanstöße überhaupt erstmal hat.

Zitat:
Wenn es so wichtig ist, dann such einen Rechtsanwalt auf. Der darf wenigstens unbeschadet jegliche Art von Müll erzählen.

Ach und andere dürfen das nicht (unbeschadet) tun???

04.04.2007, 14:31 von zaunkoenig
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Hallo,

@bootshaus

Was bitte soll die Bettelei zur Aufforderung unerlaubter Rechtsberatung?

Dies ist ein Forum und kein verbindliches Rechtsauskunftsbüro.

Wenn es so wichtig ist, dann such einen Rechtsanwalt auf. Der darf wenigstens unbeschadet jegliche Art von Müll erzählen.

Wer garantiert denn, dass die hier in Anonymität gegebenen Hinweise überhaupt richtig sind?

04.04.2007, 12:09 von Bootshaus
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Hallo Augenroll,
na?! Wäre dies' keine Herausforderung? Ich wüsste nämlich gar nicht, wo ich ansetzen sollte. Oooch bitte! :-)
Würde mich riesig freuen, wieder von dir zu hören.
MfG
Bootshaus
04.04.2007, 11:35 von Augenroll
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Ich für meinen Teil, weiß leider ad hoc keine Antwort auf Ihre Frage, da müsste ich selbst erst googeln oder nachschlagen. Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass ich Ihren Fall irgendwie "komisch" finde, das ist mir dann einfach zu aufwendig.

Ich schätze mal ohne Gewähr 3 Jahre.
04.04.2007, 10:59 von Bootshaus
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Hallo Augenroll,
ich verstehe deine Argumente absolut und denke ähnlich (dies ist der Kapitalismus und was ist hier wichtiger als die Vergütung ?). Aber zum Anderen, ich dachte ernsthaft, ich bekäme hier unter "Leidensgenossen" einen Hinweis oder Rat/Tip. Hier geht doch niemand ein Risiko ein! Wozu gibt es denn geschützte "Nicknames". Es steht immernoch meine Hauptfrage: Gibt es eine Frist zur Stellung einer Schadenersatzforderung nach Schadeneintritt? (Nicht Mietrecht, sondern Zivilrecht nach §§ 248-253 BGB und 858 BGB)
MfG
Bootshaus
04.04.2007, 08:48 von Augenroll
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Hallo Bootshaus,
Zitat:
ich wäre sehr dankbar darüber, wenn es etwas genauer ginge, weil ich hier im Forum bis dato keine korrekte (evtl. mit §§-Angabe) Antwort auf meine Hauptfrage bekam.

Sie erwarten zu viel von diesem Forum, unsere Ratschläge begründen sich aber ausschließlich auf gutem Willen. Ich z.B. halte auch konkretere und genauere Beratungen ab, aber eben nur gegen angemessene Vergütung, im Gegenzug hafte ich dann für meine Beratung. Da brauche ich auch kein schlechtes Gewissen zu haben, denn ich habe mir die Gesellschaftsordnung, in der ich lebe nicht ausgesucht, ich gestalte sie lediglich mit.

Weiterhin gibt Ihr Fall erheblich zu denken. Das sieht irgendwie nach Privatfehde oder Racheakt aus. Das ist dem eigentlichen rechtlichen Problem überhaupt nicht dienlich.

Grüße AR
03.04.2007, 15:32 von frischebrise
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Hallo,

der von Ihnen geschilderte Fall bietet zu viele unsichere Punkte um überhaupt eine Aussage zu machen.

§ 548 BGB bezieht sich auf Veränderung und Verschlechterung der Mietsache.
Hiervon bin ich zunächste einmal ausgegangen.

Die weiteren von Ihnen vorgebrachten Punkte gründen meiner Meinung nach kein Schuldverhältnis.

Kein Schuldverhältnis - kein Schadenersatzanspruch.
Zu einem Antrag zu einem Rechtsgeschäft gehört eine Annahme.

Die gemachten Angaben sind keine Rechtsberatung, diese erhalten Sie außerhalb dieses Forums.

03.04.2007, 14:56 von Bootshaus
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Hallo Frischebrise,
ich wäre sehr dankbar darüber, wenn es etwas genauer ginge, weil ich hier im Forum bis dato keine korrekte (evtl. mit §§-Angabe) Antwort auf meine Hauptfrage bekam.
MfG
Bootshaus
02.04.2007, 20:00 von Bootshaus
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Hallo Frankyboy,
es war ein reines Mietverhältnis. Ich hatte die Gelegenheit das Grundstück kostengünstig zu teilen und er hätte sein Teilstück "einfach" kaufen können.
MfG
Bootshaus
02.04.2007, 19:57 von Bootshaus
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Hallo Augenroll,
wie bist du denn d'auf? Das hab' ich schon in anderen Beiträgen von dir gemerkt: Egal was du einnimmst, du musst weniger nehmen!!
Letztlich hat doch der erwachsene Mann von damaligen 37 Lebensjahren selbst entschieden, was er tut. Und übrigens - kann doch niemand etwas dafür, dass du mit deiner Lebens- und Umfeldsituation unzufrieden bist. Ich dachte, wir helfen uns hier! Habe ich nun von dir eine rechtlich korrekte Antwort auf meine erste Frage: Gibt es eine Frist.....(siehe oben)?
MfG
Bootshaus
02.04.2007, 19:08 von Ulrich
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Bootshaus schrieb:

Zitat:
Zum anderen habe ich inzwischen Anspruch auf Gerichtskostenbeihilfe, wäre also Kostenfrage nicht so wichtig


Na, da wär ich mir nicht so sicher. Zu unterscheiden ist zwischen

- einer einfachen, kostenlosen Rechtsberatung mit einem sog. "Beratungsschein", den man unterhalb eines gewissen Einkommens erhält

und

- Prozesskostenhilfe, die auf Antrag und auf den jeweiligen Einzelfall bezogen vom Gericht bewilligt werden kann. Das macht das Gericht aber nur, wenn es nach einer Vorprüfung zu dem Ergebnis kommt, dass eine hinreichende Erfolgsaussicht für einen Rechtsstreit besteht.

Wenn man also nur den Beratungsschein hat, ist damit lange noch nicht sichergestellt, dass auch die Prozesskosten aus der Staatskasse finanziert werden.
02.04.2007, 17:22 von Augenroll
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Hallo Franceska,

na Sie kennen ja mich und meine Wohnsituation auch ganz gut. Schon vergessen, dass Sie mir gerade Unkenntnis der genauen Verhältnisse vorgeworfen hatten?

Wäre schön, wenn Sie mal wieder von der persönlichen Schiene auf die Sachliche kommen würden. Da Sie hier fachlich nichts beizutragen haben, greifen Sie mich einfach persönlich an, nur um mal was zu schreiben? Was soll das bezwecken?

Jedenfalls kratzt mich Ihre Wut oder Hass (oder was auch immer) auf mich herzlich wenig, da ich die Gründe nicht kenne.
02.04.2007, 14:10 von Franceska
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Zitat:
Interessant, da hat er dann endlich gemerkt, wie er über den Tisch gezogen wurde.


Augenrolli, nicht jeder wohnt wie Sie in einer Schabracke oder erlaubt sich seinem Vermieter ein "Mietzins freies Wohnverhältnis bis zur Räumungsklage" aufzuzwingen.

Ihre Antworten werden immer amüsanter. Ohne die Menschen hier zu kennen, freuen Sie sich doch über jeden, der von seinem Mieter übern Tisch gezogen wird ohne auch nur 2% der Fakten zu kennen. Ich würde das was Sie von sich geben nicht naiv sondern nur ungebildet nennen, aber wat weiß isch naive und brave Mietzahlende schon...fg

Es kommt erstens immer auf die Wohnlage und die Immobilie an und bevor man das nicht weiß (Okay, sorry, Sie wissen ja alles), sollte man vielleicht nicht urteilen außer, man hat ein Pensum von 150 nutzlose Beiträge pro Tag zu schreiben. Dann machen Ihre zu 99% (will ja mal gütig sein) mit Schwachsinn gefüllte Beiträge halben Sinn.

Bei uns in guter Wohnlage, zahlen Sie für eine 110qm große Wohnung, locker 1100 Euro kalt. Mit Umlagen können Sie locker auf 1500 Euro warm kommen, aber da Sie ja eher zum erzwungenen kostenlosen Wohnen neigen, spricht Sie das ja nicht an.
02.04.2007, 13:38 von frankyboy
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Moin Bootshaus
Sie sagten:
Zitat:
(Miete war je Monat für 110m² Wfl.-EFH 1335,- € warm, ging über drei Jahre gut).
Er hat direkt ab darauf folgenden Monat aufgehört zu zahlen, als ich seinen Vorschlag des Mietkaufes für sein genutztes EFH abgelehnt habe.


War das jetzt ein reines Mietverhältnis? Oder der Mietkauf eine Option oder vertraglich vereinbart?
MfG. Frankyboy
02.04.2007, 13:19 von Augenroll
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Zitat:
Miete war je Monat für 110m² Wfl.-EFH 1335,- € warm, ging über drei Jahre gut). ....
Er hat direkt ab darauf folgenden Monat aufgehört zu zahlen, als ich seinen Vorschlag des Mietkaufes für sein genutztes EFH abgelehnt habe.

Interessant, da hat er dann endlich gemerkt, wie er über den Tisch gezogen wurde.

Übrigens, nichts ist für ewig, nichtmal Immobilien.
02.04.2007, 13:01 von Bootshaus
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Hallo Sommer,
vor AG Zahlungsklage wegen Mietrückstand zugelassen, Räumungsklage auf Grund eines jurist. Winkelzuges (Miete mit einem Monat Verspätung, nicht 3. Werktag sondern 18. des Mon. + auf Ü-Trägerschein "Miete Monat 10/05" d'rauf - musste Monat 10 zugeordnet werden, somit keine zwei Monate Rückstand) abgewiesen. Bin in Berufung gegangen + habe in 12/06 Recht bekommen. Mieter ist jedoch am Ende 04/06 selbst ausgezogen. Somit ist Erledigung eingetreten. Zugesprochen hat man mir nur Miete plus aufgelauf. Zinsen. Zu a): Bei dem ist was zu holen (Miete war je Monat für 110m² Wfl.-EFH 1335,- € warm, ging über drei Jahre gut).
Er hat direkt ab darauf folgenden Monat aufgehört zu zahlen, als ich seinen Vorschlag des Mietkaufes für sein genutztes EFH abgelehnt habe. Und dass ist nachweislich.
Zum anderen habe ich inzwischen Anspruch auf Gerichtskostenbeihilfe, wäre also Kostenfrage nicht so wichtig und letztlich (wie schon erwähnt im ungünstigsten Fall) soll Gericht entscheiden, ob er ein "böser Junge" war (ist) oder nicht und was oder ob er zu zahlen hat.
Zu b): Mit den ehem. Kaufinteressenten habe ich nichts zu tun, sondern es lief alles über einen Makler und der hat es mir schriftlich gegeben, dass der Mieter boykottiert hat. Quasi respective - Es ist so, wie du sagst: Recht haben und Recht bekommen, sind zweierlei Dinge!!
MfG
Bootshaus
02.04.2007, 08:22 von Augenroll
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Hallo Bootshaus,

mit dem geschilderten Vorhaben werden Sie nur auf Granit beißen und alle Folgekosten (Verfahrenskosten, Anwaltskosten) selber tragen müssen. die Sache können Sie wohl abhaken.

Grüße AR
01.04.2007, 21:48 von Sommer
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Hallo, Bootshaus,
kurze Frage: Gibt es nun ein Urteil des LG und worum geht es da? Räumungsklage? Aber warum denn Langdericht? Das wäre doch was fürs AMtsgericht oder ist das schon die 2. Instanz? Und wenn darin Schadensersatzansprüche zugesprochen wurden, warum noch mal klagen? Verstehe ich nicht so ganz...

Ansonsten wäre ich mir mit der Verjährung unsicher und würde zunächst in Richtung Mahnbescheid gehen. Dazu musst Du Deine Forderung aufstellen und genau beziffern - das machst Du ja quasi mit Deinem Schreiben.

Nur würde ich mich da zurückhalten was die genauen Paragraphen und Gründe angeht - letztlich spielst Du dann nur Infos in die Hände eines möglichen, gegnerischen Anwaltes. Es genügt, wenn Du die Forderung erhebst, sie genau beschreibst und bezifferst.

Der Mahnbescheid, denn Du dann aufgrund des Zahlungsverzuges benatragen kannst, hemmt schon mal die Verjährung.

Aber prüfe bitte genau:
a) Ist bei dem überhaupt was zu holen?
Denke dran, daß Dich das viel Geld kosten wird und zwar umso mehr je mehr Du forderst! Wenn der nix hat (so hört sich das nämlich an) dann ist das ziemlich sinnlos. Außerdem rechne damit, daß es zu Vergleichen kommt, kann sein, daß der Betrag dann genau Deine Kosten deckt - Nullsummenspiel.

b) Prüfe bitte auch den Erfolg Deiner Klage - Du lastest Deinem Ex-Mieter da viel an was vermutlich schwer zu beweisen ist. Du wolltest das EFH verkaufen und das hat nicht geklappt - aber ist das eben wirklich beweisbar, daß dies dem Mieter und seinem Verhalten anzulasten? Womöglich hatten die Kaufinteressenten gar kein Geld (mehr) und erzählten etwas anderes...m.E. ziemlich schwer nachzuweisen. Und würden die da wirklich zu Deinen Gunsten aussagen?

Ich frage so kritisch weil ich einfach erleben musste, daß selbst eindeutige Indizien im Prozeß nicht annähernd ausreichten, um Leute zu verurteilen. Es ist interessant, daß man wegen Mordes aufgrund von Indizien verurteilt werden kann...aber nicht z.B. wegen Sachbeschädigung im Rahmen einer Privatklage.

S.
01.04.2007, 13:02 von Bootshaus
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Hallo Leute,
zum Anfang tausend Dank für eure ersten Antworten. Zur Konkretisierung könnte meine Forderung wie folgt aussehen:

Herr
Albert Mustermann
Musterstraße 1

00000 Berlin

Berlin, 00.00.2007

Mietvertrag vom 00.00.2001 zum Objekt: 00000 Berlin, Adresse
Urteil des Landgerichtes Berlin Az.: 00 S 000/06
Schadenersatzforderung

Sehr geehrter Herr Mustermann,

auf Grund des nun in Ausfertigung vorliegenden Urteils des Landgerichtes Berlin, Az.: 00 S 000/06, fordere ich Sie nach §§ 249-253 BGB auf, mir Schadenersatz für die durch Sie verursachten Besitzstörungen an meinem Eigentum nach § 858 BGB, hervorgerufen durch die Nichtzahlung Ihrer von mir am 00.00.2004 an die Sparkasse Soundso abgetretenen Miete der Monate September, November, Dezember 2005 und Januar bis einschl. April 2006 aus o. g. Mietvertrag, in Höhe von 0000,00 € zu leisten.

Begründung: Sie äußerten bei unserem Verkaufsverhandlungstreffen zu dem von Ihnen genutzten EFH am 00.00.2005 im Restaurant „Herkules“ in 00000 Berlin, Adresse, dass Sie „zur Not auch ohne Kündigung (z. B. durch Mietschulden) aus dem Mietverhältnis heraus kommen würden“. (siehe Anlage K 1: Protokoll vom Treffen am 00.00.2005)

Sie haben damit durch die dann folgende Umsetzung Ihrer Drohung, trotz des Wissens um meine damalige finanzielle Situation, zu verantworten, dass meine Geschäftsverbindung zur Sparkasse Soundso durch diese am 00.00.2006 gekündigt wurde. Somit befinde ich mich durch Ihre Handlungsweise seither in der Insolvenzbetreuung der Sparkasse Soundso. (siehe Anlage K 2: Kündigung der Spark. Soundso vom 00.00.2006)

Des weiteren traten Kaufinteressenten nachweislich von Ihrer Absicht zurück, das von Ihnen bis zum 00.00.2006 genutzte EFH zu erwerben, weil Sie als Mieter jegliche Besichtigungen vereitelt und boykottiert haben. (siehe Anlage K 3: Sachstandsmeldung Maklerbüro der LBS-I vom 00.00.2006)

Wären Sie im Oktober 2005 auf meine Kündigung, die im Übrigen von Ihnen vorgeschlagen wurde, zum 00.00.2005 eingegangen, hätte ich bis Ende März 2006 das von Ihnen genutzte Teilstück 2 o. g. Objektes veräußert.

Ferner mache ich vorsorglich und ersatzweise diese Schadenersatzforderung nach § 287 ZPO geltend, bei der das Gericht die Schadenersatzsumme festlegt.

Ich fordere Sie deshalb auf, den Entschädigungsbetrag in Höhe von 0000,00 € bis zum 00.00.2007 auf das Konto: 0000000000 bei der Sparkasse Soundso, Blz.: 00000000 zu überweisen.

Sollte eine Zahlung Ihrerseits bis zum genannten Termin ausbleiben, gehe ich davon aus, dass Sie nicht gewillt sind Schadenersatz zu leisten und werde deshalb eine Schadenersatzklage anstreben.

Mit freundlichem Gruß
01.04.2007, 10:40 von Ulrich
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Mal abgesehen von möglichen Zweifeln an der Rechtmäßigkeit einer solchen Forderung:

Ich würde hier von einer 3-jährigen Verjährungsfrist, gerechnet vom letzten Tag des Jahres, in dem der Schaden entstanden ist, ausgehen. Allerdings sollte eine Forderung unverzüglich schriftlich geltend gemacht werden, damit nicht möglicherweise "Verwirkung" (das ist etwas anderes als Verjährung) eingeredet werden kann.

Die von frischebrise genannte 6-Monats-Frist nach § 548 BGB betrifft nur Ansprüche wegen Veränderungen und Verschlechterungen der Mietsache; darum geht es ja hier nicht.
01.04.2007, 10:23 von paleocastro
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wie würden Sie denn Ihren Schaden in Zahlen ausdrücken ?
01.04.2007, 09:26 von frischebrise
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Hallo,

meines Wissens und Erkenntnisstand 6 Monate nach Auszug rechtsanhängig.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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