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19.05.2007, 11:14 von Ramona22Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Schaden durch Mieter - Versicherungsleistung
Ein Mieter rief uns an um uns mitzuteilen, dass aus seiner Duschkabine Wasser unten ausliefe. Wir möchten doch bitte dafür sorgen, dass dies in Ordnung kommt. Als sich der Installateur die Sache ansah stellte er fest, dass in einer Wand der Duschkabine ein Loch war, durch welches mann bequem einen Kopf stecken konnte. Davor waren Handtücher gehängt, damit das Wasser beim Duschen nicht heraus spritzt. Von diesem Loch hatte er uns bei seinem Anruf nichts gesagt. Wie machten ihn darauf aufmerksam, dass er den Schadden seiner Haftpflichtversicherung melden solle, da wir von ihm Schadenersatz fordern. Nun bekommen wir von seiner Versicherung einen Brief, in dem wir als Vermieter aufgefordert werden, den Schadenshergang zu schildern (???? Mietswohnung???). Ausßerdem weist man uns darauf hin, dass wir bei einem Anschaffungsdatum in 1992 keine Entschädigung zu erwarten hätten, da das Objekt bereits abgeschrieben sei. Nun meine Fragen: Wie lang ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer einer Duschkabine? Kann es wirklich sein, dass unser Mieter "straffrei" ausgeht, wenn er unser Eigentum zerstört? Wer tauscht denn schon Sanitäranlagen aus, solange nichts kaputt ist (außer bei genereller Modernisierung). Laßt mich bitte wissen, wie Ihr das seht.
Alle 7 Antworten
20.05.2007, 19:45 von Erich
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Hallo, "beschissen" wirste von den meisten Versicherungen. Ich hatte den Fall bis zum Ombudsmann und BAFIN getragen und erhielt eine Zurückweisung meiner Forderung (einwandfreier Haftpflicht-Schaden des darüber wohnenden Verursachers und gleichzeitig ein Wasserschaden der bei einer anderen Versioherung gedeckt sein sollte (Gebäudeversicherung der Hausgemeinschaft)
Begründung Sachverständiger der Versicherung Sache nichts mehr wert, nach Ansicht Versicherung.
Gruß Erich
20.05.2007, 18:45 von Cora
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Hallo Fixfeier

Zitat:
... und das ist das Problem. Haftpflicht erstreckt sich nicht auf Neuwert.


na, dann macht meine Versicherung wohl was falsch.

Hatte in der letzten Zeit 2 Haftpflichtschäden:

1 Balkontür beim falschen öffnen kaputt gemacht (Alter ca. 30 Jahre), Kosten inkl. Einbau wurden problemlos ersetzt

Versehentlich auf eine Brille meiner Freundin gesetzt , diese war über 5 Jahre alt, da sie noch eine Quittung hatte wurden auch hier die Kosten - ohne Abzug - übernommen.

Gruß
20.05.2007, 18:21 von Fixfeier
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Hallo Cora,

Zitat:
dies ist m.E. eindeutig ein Haftpflichtschaden


... und das ist das Problem. Haftpflicht erstreckt sich nicht auf Neuwert.

Gruß
20.05.2007, 17:17 von Cora
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Zitat:
Nun bekommen wir von seiner Versicherung einen Brief, in dem wir als Vermieter aufgefordert werden, den Schadenshergang zu schildern (???? Mietswohnung???). Ausßerdem weist man uns darauf hin, dass wir bei einem Anschaffungsdatum in 1992 keine Entschädigung zu erwarten hätten, da das Objekt bereits abgeschrieben sei.


Den Fragebogen würde ich mit netten Grüßen zurückschicken und darauf verweisen, dass der Mieter als VN den Schaden verursacht hat und in der Regel der Neuwert ersetzt wird (lt. den meisten Versicherungsverträgen), dies ist m.E. eindeutig ein Haftpflichtschaden.
Nicht so schnell ins Bockshorn jagen lassen.

Gruß
19.05.2007, 12:28 von peter98
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Auch wenn die Nutzungsdauer der Duschwand keine Entschädigung mehr zulässt, sind zumindest die Montagekosten für das Anbringen einer neuen Duschwand vom Mieter oder der Versicherung zu zahlen.
19.05.2007, 12:00 von Fixfeier
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Hallo,

zunächst einmal würde ich auch sagen, dass eine 15 Jahre alte Duschkabine abgeschrieben ist.

Nur: Ich habe letztens bei einer eingedrückten Plexiglas-Duschabtrennung eine Reparatur vom Glaser ausgeführt bekommen. Eigentlich war ich zunächst selbst skeptisch. Aber es war tatsächlich eine einwandfreie Arbeit. Geht aber lt. Glaser nicht immer.

Ich denke die Reparatur des Schadens wird die Gesellschaft nicht ablehnen können.

Gruß
19.05.2007, 11:24 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Nun meine Fragen: Wie lang ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer einer Duschkabine?
Zitat:


das spielt m.E. keine Rolle, da Sachbeschädigung vorliegt.

Problem wird halt sein diese dem Mieter "nachzuweisen". Vielleicht behauptet er ja dies sei "kaputtgegangen". Dies wird allerdings ein Fachmann feststellen können !!!

Wenn der Mieter das absichtlich war, zahlt die Versicherung sicherlich nicht, da Vorsatz vorliegt.

Bleibt nur Schadenersatz vom Mieter zu fordern !!!

MFG
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