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31.01.2007, 16:58 von fritziProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|rückwirkend Mietaufrechnung einklagen
hallo,

Fall: der VM hat mit dem Mieter im Mai 2004 mündlich abgesprochen, dass der Mieter mtl. 64 € von der Kaltmiete abzieht. Berechnet auf die Dauer von 4 Jahren, also bis 2008.
Grund: der Mieter hat an den Außenanlagen Eigenleistungen und div. Baumaterial mit Wissen des VM verbaut. Dieses will der Mieter mtl. verrechnet haben.

Da aber aus n.g. Gründen das Mietverhältnis sich stark verschlechtert hat, fordert der VM jetzt die Belege / Nachweise vom Mieter die die Höhe und Rechtmäßigkeit belegen. Bis jetzt hat der Mieter keine Nachweise vorgelegt.

Kann der VM nun rückwirkend die 64 € für jeden Monat nachfordern? Wenn ja; komplettt seit Mai 2004 ? oder nur für 6 Monate? wer weiß was hierzu?
Alle 9 Antworten
01.02.2007, 07:20 von pbsenn
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Hallo Fritzi,

ich sehe es auch wie Johanni.

Zumal meiner Meinung nach die formularmäßige Klausel:

Zitat:
Nicht umsonst heisst es das mündliche Nebenabreden der schriftform bedürfen.


nicht haltbar ist, da die Rechtsprechung im Rahmen eines langfristig angelegten Vertragsverhältnisses, wie es ein Mietverhältnis eben sein sollte, davon ausgeht, dass eine Vielzahl Absprachen mündlich getroffen werden und nicht schriftlich festgehalten werden. (So ähnlich stand es in den Bemerkungen zum Mietvertragsmuster von Haufe) Jedoch gilt diese Auffassung auch für beide Vertragspartner.

Dann haben wir da noch die widerspruchslose Hinnahme der reduzierten Miete seit Mai 2004.

In meinen Augen keine, aber auch absolut keine Möglichkeit auf regulärem Weg an das Geld zu kommen.

Ganz im Gegenteil kannst du dich meiner Meinung nach glücklich schätzen, wenn der Mieter absprachengemäß im Mai 2008 wieder die korrekte Miete überweist und sich nicht auf eine einvernehmliche Reduzierung des Mietpreises beruft.

Gruß

Torsten

31.01.2007, 18:40 von johanni
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Hallo Fritzi,

wie Du selber schreibst, sind die Arbeiten ausgeführt.

Ich denke jetzt mal laut: Vereinbart waren die Arbeiten, aber nicht der Nachweis über den Kaufbeleg der Materialien. Diese waren bei dem Mieter vorhanden und er hat diese dann verbaut.
Nach Fertigstellung wurde vom Vermieter nicht gemosert und daher die Bauleistung abgenommen. Beide Seiten freuten sich!

Nun kommt es zum zerwürfnis und der Vermieter will den Nachlassbetrag ab 2004 nachfordern. Es wurde aber zu keiner Zeit dem ermäßigten Mietzahlungsbetrag widersprochen!

Dann sehe ich ( nur meiner Meinung) keine Chanche, dass der Vermieter mit einer Klage Erfolg haben würde. Leider!!

LG Johanni
31.01.2007, 17:41 von Augenroll
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Zitat:
also sieht es gut aus für den VM ! ???
kann also der VM seit Mai 2004 rückwirkend alles verlangen?


Also mit so einer "offensiven" Fragestellung werden Sie wohl kaum eine brauchbare Antwort bekommen.

Die Frage der Beweislast und ob überhaupt etwas bewiesen werden kann ist hier entscheidend.

Es sind mehr Infos nötig!
31.01.2007, 17:35 von fritzi
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also sieht es gut aus für den VM ! ???
kann also der VM seit Mai 2004 rückwirkend alles verlangen?

@johanni
ja ich sehe, dass diverse Palisadensteine gesetzt wurden und 3 Fenster gegen die alten ausgetauscht wurden aber wie gesagt, Rechnungen / Belege fehlen mir!
31.01.2007, 17:23 von johanni
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Hallo Fritzi,

Zitat:
Grund: der Mieter hat an den Außenanlagen Eigenleistungen und div. Baumaterial mit Wissen des VM verbaut
.

Hat er denn die Aussenanlagen fertiggestellt? Wenn ja, hast Du doch den Nachweis für seine Leistungen, oder verstehe ich hier etwas nicht

LG Johanni
31.01.2007, 17:17 von cavalier
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Hallo fritzi,

wurde schon von kittyhawk beantwortet.
31.01.2007, 17:15 von kittyhawk
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Solange nichts schriftlich fixiert wurde;

kann eine Seite darauf klagen, dass das Geld gezahlt wird aufgrund einer angeblichen Vereinbarung
kann die andere Seite sich "dumm stellen" und behaupten, dass gar nichts vereinbart wurde.

Nicht umsonst heisst es das mündliche Nebenabreden der schriftform bedürfen.
31.01.2007, 17:10 von fritzi
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nix, ich sag ja, damals war die Welt noch in Ordnung und wir haben das mündlich vereinbart. seitdem habe ich die Kürzung akzeptiert. Nur jetzt halt nicht mehr und wenn auf meine Forderung keine Belege vorgelegt werden, wie weiter ?
31.01.2007, 17:07 von cavalier
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Hallo fritzi,

was wurde denn schriftlich vereinbart?
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