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05.04.2007, 11:37 von ChinchokProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Rückstand Mieterhöhung
Hallo Zusammen,

da ich recht "neu" als Vermieter bin - kann mir vielleicht jemand einen guten Tip geben. Das Problem:

Im Oktober 06 habe ich eine Mieterhöhung ab Februar 07 ausgesprochen. Alle Mieter haben dieser Erhöhung zugstimmt und auch ab 02/07 die neue Miete gezahlt, bis auf eine Partei. Als ich das feststellte, habe ich den Mieter ein freundliches Schreiben geschickt und ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er noch die "alte" Miete überwiesen hat. Ich bat ihn für März die "neue" Miete sowie die Differenz aus Februar zu überweisen. Im März hat er nur die neue Miete gezahlt, die Erhöhung von Februar nicht. Jetzt, im April ist wieder nur die neue Miete überwiesen, der Fehlbetrag aus Februar aber immer noch nicht auf meinem Konto.

Jetzt habe ich schon 2 mal sehr freundlich darauf hingewiesen und irgendwie ist es mir absolut nicht verständlich, warum der Mieter dies scheinbar total ignoriert.

Soll es jetzt so weiter gehen und ich ihn jeden Monat erneut darauf hinweisen, dass sein Mietkonto ein Fehlbetrag aufweist?

Ich möchte nicht unhöflich werden, aber habe auch keine Lust, immer dem Geld hinterher zu laufen.

Wie gehe ich denn jetzt am besten vor? Soll ich über einen Anwalt von Haus und Grund einen Brief aufsetzen lassen oder ihm erneut einen Brief, vielleicht per Einschreiben (die beiden anderen hatte ich persönlich eingeworfen) schicken?

Vielen Dank schon mal für eine Antwort.

LG.
Chinchok
Alle 6 Antworten
10.04.2007, 09:45 von Augenroll
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Zitat:
Wenn es bei der Differenz Februar verbleibt: z.B. Verrechnung bei der nächsten Betriebskostenabrechnung.

Es dürfen jedoch nur gleichwertige Ansprüche verrechnet werden. Der Mieter darf ja z.B. auch nicht einfach das Guthaben aus BK-Abrechnungen von der Miete abziehen.
07.04.2007, 10:40 von Rita
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Er hat schriftlich seine Einwilligung (zur Mieterhöhung) abgegeben.
Dann besteht derzeit kein zwingender Handlungsbedarf - Mieterhöhung zugestimmt = der Mieter schuldet die erhöhte Miete.
Die gesetzliche Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre.

Weiter sanft mahnen = m.E. vergeudete Mühe.
Eindringlicher mahnen = mit Mahnbescheid und/oder außerordentlicher Kündigung drohen, macht nur Sinn, wenn du soweit bist, das auch durchziehen zu wollen.

Ich hätte ihn schon als erstes persönlich angesprochen.
Ansonsten noch etwas zuwarten (3-12 Monate) - in jedem Fall aber vor Ablauf der Verjährungsfrist "härter" mahnen (beweisbare Zustellung), auf mögliche Folgen hinweisen und dann eben das gerichtl. Mahnverfahren einleiten.

Wenn es bei der Differenz Februar verbleibt: z.B. Verrechnung bei der nächsten Betriebskostenabrechnung.
06.04.2007, 10:42 von CMAX_65
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Hallo,

das Verhalten des Mieters ist grundsätzlich nicht in Ordnung, auch deswegen, weil er der ME ja zugestimmt hat.

Ob sich weitere Schreiberei und Mahnungen etc. lohnen hängt vom Betrag ab, den kenne ich nicht !

Ich würde mir das schriftlich vermerken und falls mal in der Zukunft irgendwelche Wünsche seitens des Mieters an Sie herangetragen werden ihn dann entsprechend erinnern an damals und äusserst pingelig alles prüfen.

Nach dem Motto: Er hat mit der Erbsenzählerei angefangen....

MFG
06.04.2007, 00:42 von Chinchok
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@augenroll

Er hat schriftlich seine Einwilligung abgegeben.
Nein, er hat in keinerlei Hinsicht reagiert.

Wie kann ich solch ein Verhalten einfach so hinnehmen, jetzt sind es xx Euro, das nächste mal mehr?

@cora

Also als ich noch Mieter war, habe ich die Schreiben meines Vermieters ernst genommen und nicht einfach ignoriert. Ich kann dem guten ja fast schon nicht mehr unvoreingenommen gegenüber treten. Er ist wohl sowieso ein schwieriger Mieter, was ich bis jetzt über ihn erfahren habe.

Aber vielen Dank für die Antworten, muß halt sehen, wie ich weiter vorgehen werden.

Gruß
Chinchok
05.04.2007, 19:41 von Cora
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Hallo

ich würde ihn einfach persönlich ansprechen, ist manchmal besser als hin und her zu schreiben. Bisschen ungewöhnlich finde ich es schon, denn in der Regel stellt man ja seinen Dauerauftrag auch um.

Gruß
05.04.2007, 15:40 von Augenroll
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Hatte dieser Mieter schriftlich seine Zustimmung geschickt oder einfach nur überwiesen (dabei 1 Monat ausgelassen)?

Hat er sich irgendwie mal geäußert, warum er den Monat ausgelassen hat?

Wenn 2 mal Nein, würde ich von einem Versehen oder Irrtum ausgehen.

Wegen höchstens 50 € kann man sich auch schonmal Sorgen machen.
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