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08.10.2007, 15:30 von leasmomProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Rückgabe der Mietsache
Hallo!

Bin neu hier, bräuchte mal dringend Rat und hoffe, jemand ist so nett und antwortet mir.
Habe vor knapp 4 Jahren meine Eigentumswohnung an eine "nette ältere Dame" (wie ich damals dachte) vermietet.
Nun hat sie fristgerecht gekündigt und verlangt Geld für die "Aufwertung" der Wohnung. Zum einen hat sie bei Einzug die Malerarbeiten auf IHREN WUNSCH auf ihre Kosten ausführen lassen. Wir hätten es ja selber gemacht, aber sie wollte unbedingt so schnell wie möglich die Wohnung in Besitz nehmen.
Hat sie dann auch und zwar 2 Wochen vor Beginn des Mietverhältnisses, mietfrei. Sie wollte auch damals keine Kostenbeteiligung oder ähnliches unsererseits (haben wir aber leider nicht schriftlich. Im Mietvertrag ist bezüglich der Schönheitsreparaturen auch nichts geregelt. Nur daß die Wohnung im sauberen Zustand zurückgegeben werden muß)
Dann hat sie auch noch ein Waschbecken in die Toilette und eine 2. Toilette ins Bad einbauen lassen. War uns zwar nicht so recht, aber da sie uns den Kauf der Wohnung in Aussicht gestellt hat, haben wir nachgegeben.
Außerdem hat sie noch in einem Zimmer (Kinderzimmer) Fliesen verlegen lassen, weil der vorhandene Teppich ihrer Meinung nach "unansehnlich" war. Der war jedoch grade mal 3 Jahre alt, weder verschmutzt noch verschlissen, da das Zimmer kaum genutzt wurde.
So, und nun will sie dafür Geld. Sie hat auch die letzte Miete noch nicht bezahlt, weil sie diese mit ihrer "Entschädigung" verrechnet haben will. Hat sie nun irgendwelche Ansprüche uns gegenüber? Die Malerarbeiten wollte sie ja unbedingt selber machen lassen. Außerdem hat sie ja dann auch 4 Jahren darin gewohnt. Mittlerweile ist eh ein neuer Anstrich fällig, da sie starke Raucherin ist.
Und noch etwas: sie hatte das Türschloß auswechseln lassen, weil sie statt einer Klinke einen Türknauf haben wollte. Können wir hier den Rückbau verlangen und falls das alte Türschloß nicht mehr vorhanden ist den Einbau eines bauartgleichen Schlosses?
Wäre wirklich sehr sehr dankbar für eine Antwort. Hab schon stundenlang recherchiert aber keine eindeutigen Antworten gefunden. Wäre auch schön wenn eine Info dabei wäre, wo ich die entsprechenden Regelungen nachschlagen könnte, damit ich ihr was vorweisen kann.
Vielen lieben Dank.
Gruß
Moni
Alle 14 Antworten
10.10.2007, 17:41 von Augenroll
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@Gicoba,

mit der vollständigen Wiedergabe des Textes verletzen Sie Urheberechte!
08.10.2007, 21:37 von kathi2007
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Jippieh, ich kanns jetzt auch :-)))
[URL][/URL]http://www.ruge-mydlak.de/Bauliche_Veraenderungen_an_der_Mietwohnung.pdf
test
08.10.2007, 21:09 von Gicoba
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Hab den Link nur kopiert und eingefügt:

RA Ralf Mydlak
Grundsätzlich sind bauliche Veränderungen der Mietsache dem Mieter nur bei
Zustimmung des Vermieters erlaubt. Andernfalls sind diese vertragswidrig. Selbst
wenn der Vermieter mit den baulichen Veränderungen zunächst einverstanden war,
muss der Mieter alle derartigen Umbauten bei Vertragende als Teil der
Rückgabepflicht beseitigen und den vormaligen Zustand wiederherstellen.
Das Anbringen einer aus einer Bretterkonstruktion gefertigten Zwischendecke im Flur
der Wohnung stellt nach Auffassung des Landgerichts Berlin jedoch keine bauliche
Veränderung dar, die der Genehmigung des Vermieters bedarf. Allerdings hat der
Vermieter bei Ende des Mietverhältnisses einen Anspruch auf Entfernung der
Zwischendecke (LG Berlin, MM 2001,441). Auch für den Einbau von
Leichtbauwänden und das Verkleben eines Plattenbelages bedarf der Mieter
grundsätzlich keine schriftliche Erlaubnis des Vermieters, denn sie stellen nach
Auffassung des Landgerichts Essen (LG Essen, WuM 1987,257) ebenfalls keine
bauliche Veränderung dar. Auch die Verlegung eines Laminat-Fußbodens ist vom
vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache gedeckt (AG Hamburg, WuM 1998, 723).
Dies gilt jedenfalls dann, wenn der ursprüngliche Zustand ohne besonderen Aufwand
wieder hergestellt werden kann.
Sofern es sich nur um eine geringfügige und nicht schwer behebbare bauliche
Veränderung handelt, hat der Mieter auch einen Anspruch auf Einbau und Anschluss
einer eigenen Dunstabzugshaube an einem vorhandenen Notschornstein (AG
Hamburg, WuM 1983,235). Auch das fachgerechte Aufstellen einer transportablen
Duschkabine in der Küche ist vom vertragsgemäßen Gebrauch gedeckt (LG Berlin,
WuM 1990,421). Ebenso gehört der Einbau einer Einbauküche noch zum
vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung (LG Konstanz, WuM 1989,67).
Gleiches gilt für den Einbau eines Hochbettes, so dass eine Zustimmung des
Vermieters nicht erforderlich ist (AG Köln, WuM 1987,51). Der Vermieter kann dem
Mieter grundsätzlich auch weder den Einbau einer Gasetagenheizung, von
Sanitärobjekten oder die Verfliesung des Badezimmers untersagen. Dies gilt
jedenfalls dann, wenn diese Änderungen sich in den Grenzen des Verkehrsüblichen
halten und keine sachbezogenen, triftigen Gründe gegen diese Maßnahme durch
den Mieter sprechen (LG Berlin, MM 2002,331).
Das Anbringen eines Rauhputzes statt einer Tapete oder einer Raufaser
überschreitet aber den Rahmen des vertragsgemäßen Gebrauchs (AG Kerpen, WuM
1990, 198). Aufgrund der damit verbundenen Brandgefahr ist der Mieter auch nicht
berechtigt, die Decken seiner Wohnung mit Styroporplatten zu verkleiden (LG
Braunschweig, WuM 1986,248). Andererseits hat aber das Amtsgericht Berlin
Tempelhof-Kreuzberg (AG Tempelhof-Kreuzberg, NZM 2002,734) entschieden, dass
der Vermieter gegenüber dem Mieter während des Mietverhältnisses keinen
Anspruch auf Entfernung von vom Mieter angebrachten Styroporplatten an der
Decke sowie von Plastikfolien an den Türen hat.
Die Grenze des Erlaubten ist sicherlich bei einem eigenmächtigen Ausbau eines
Dachbodens zu Wohnzwecken durch den Mieter erreicht. Ein solcher Ausbau
rechtfertigt nach vorheriger Abmahnung die fristlose Kündigung (LG Hamburg, WuM
1992,190). Der Vermieter muss auch den Einbau eines Treppenliftes im
Treppenhaus vom Erdgeschoss zur Wohnung eines gehbehinderten Mieters im II.
OG nicht dulden (LG Köln, NZM 1998,750). Dies schon allein wegen der damit
verbundenen erheblichen Eingriffe in die Bausubstanz und der Unsicherheit,
inwieweit der Mieter den Vermieter von Ansprüchen Dritter freistellen und bei
Mietvertragsende den vormaligen Zustand wiederherstellen kann.
Stand: 8.Februar 2005
08.10.2007, 20:28 von Lilibeth
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der Link funzt nicht

habe gerade mal ausprobiert

warscheinlich existiert die Seite nicht mehr



wenn ich den Link direkt in die Browserleiste einfüge , klappt es

http://www.ruge-mydlak.de/Bauliche_Veraenderungen_an_der_Mietwohnung.pdf

probiere den mal !!!
08.10.2007, 20:23 von kathi2007
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der link geht auch bei dir nicht. Farbe ändert sich zwar aber anklicken und ich bin auf der seite geht nicht
08.10.2007, 19:52 von Lilibeth
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auf ( URL ) klicken und ´den Link dazwischen einfügen

http://
www.ruge-mydlak.de/Bauliche_Veraenderungen_an_der_Mietwohnung.pdf
So hab ich das gemacht, aber dann wird nur die Adresse kopiert aber es gibt keinen direkten link zu der Adresse
Hallo hab das dazu gefunden:

http://
www.ruge-mydlak.de/Bauliche_Veraenderungen_an_der_Mietwohnung.pdf

Ähm wie kopiert man eigentlich einen Link bei Firefox?
08.10.2007, 16:44 von Bernd
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Das sehe ich anders.
Da die Dame Umbauten in Eigenregie vornehmen ließ, ich hoffe ihr habt ihr nicht schriftlich gegeben das ihr die Einbauten haben wollt, ergo muss sie diese Einbauten bei der Rückgabe der Mietsache auch wieder entfernen.
Da würde ich nicht groß diskutieren.

Mit der ausstehenden Mietzahlung der Dame eine Frist setzen und auf die Konsequenzen hinweisen die nach dem verstreichen derselben folgen würde, der nette Mahnbescheid!

08.10.2007, 15:37 von johanni
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Hallo Moni,

was steht denn im Wohnungsübergabeprotokoll?

Wenn nichts schriftlich vereinbart wurde, kannst du auch den Rückbau nicht fordern. Sie hat die Wohnung dann so zu übergeben, wie im Mietvertrag vereinbart.

Ich würde ihr die fristgerechte Kündigung bestätigen und gleichzeitig die ausstehende Miete mit Fristsetzung anmahnen.

Johanni
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