> zur Übersicht Forum
14.01.2008, 00:28 von BillieProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Renovierungsverpflichtung
Mein Mieter hat einen Mietvertrag mit den sog. starren Fristen zur Schönheitsreparaturen und die zusätzliche Auflage: "endet das Mietverhältnis, so ist der Mieter verpflichtet, soweit die vorgenannten Fristen abgelaufen sind, die Wohnung ordnungsgemäß zu renovieren oder die Kosten einer ordnungsgemäßen Renovierung zu übernehmen. Soweit diese Fristen noch nicht abgelaufen sind, hat der Mieter entsprechend dem Grad der Abnutzung die Renovierungskosten zu übernehmen."
Der Mieter wohnt seit 11 Jahren in der Wohnung. Muß er die Renovierung übernehmen oder ich?
Freundliche Grüße
Billie
Alle 7 Antworten
14.01.2008, 15:13 von cavalier
Profil ansehen
Zitat:
Es könnte sich lohnen, die starren Fristen noch einmal fachkundig analysieren zu lassen, ob nicht ein vorgelagertes Adjektiv, oder i.d.R. die Starrheit aufweicht.

Richtig, hier muß man den genauen Wortlaut aus dem MV kennen.
14.01.2008, 13:59 von frischebrise
Profil ansehen
Hallo,

bis auf die vermeintlich starren Fristen, wären nachgelagerte Texte durchaus rechtswirksam. Eine Summierung von Benachteiligungen darf jedoch auch nicht sein.

Es könnte sich lohnen, die starren Fristen noch einmal fachkundig analysieren zu lassen, ob nicht ein vorgelagertes Adjektiv, oder i.d.R. die Starrheit aufweicht.

Deshalb äußere ich Zweifel, weil die nachgelagerten Textteile exakt den Grad der Abnutzung würdigen.

Viel Glück
14.01.2008, 13:45 von Cora
Profil ansehen
Deswegen vermiete ich Wohnung prinzipiell nur unrenoviert, es sei denn, es steht mal eine Grundsanierung an, die ich dann machen lasse, was aber relativ selten ist.

Und, Gott sei Dank, sind die Wohnungen in der Regel alle i.O. und neue Tapete machen sich die Leute gern selbst dran.
14.01.2008, 09:03 von Susanne
Profil ansehen
Zum Beitrag von Sommer würde ich dazu sagen, dass, falls es der Mieter auf Konfrontation anlegt und auf Kautionszahlung klagt, es teuer für den VM werden könnte.

Den Vertrag würde ich anwaltlich prüfen lassen, zu was der Mieter verpflichtet ist und was nicht.
Ggf. möchte der Nachmieter die Wohnung nach seinem Gusto renovieren (was meißt der Fall ist) und die Schönheitsreparaturen daher selbst machen.
14.01.2008, 08:56 von Lilibeth
Profil ansehen

besenrein und Tapete abmachen finde ich auch i.O. sei denn der Nachmieter möchte alles so übernehmen wie es ist.

ist die Wohnung / Haus ist so verhunzt würde ich mich an die Kaution bedienen . Aber vorher würde ich Fotos machen und nach Möglichkeit eine neutrale Person als Zeuge mit nehmen .

ein ordentlicher Mieter sorgt für einen ordentlichen Auszug und hinterläßt kein Armutszeugnis !!!
14.01.2008, 08:39 von Sommer
Profil ansehen
Also wenn die Fristen wirklich "starr" sind, d.h. immer Bezug auf die Zeit und nicht auf die tatsächliche Abnutzung Bezug nehmen, ist die Klausel nicht gültig.
Aber: Ich würde es zunächst gemäß des Vertrages einfordern (mit Fristsetzung) und dann die Kosten von der Kaution einbehalten - wenn der Typ wirklich auf Konfrontation gehen will und vor Gericht ziehen möchte, dann kannst Du immer noch die Sache abwenden. Es gibt aber auch noch anständige Mieter, die sich an das halten, was sie unterschrieben haben und die dann - sofern Du auch fair und transparent bleibst - auch ihren Anteil an diesen Kosten/Pflichten tragen. Ein Versuch ist es also wert!

S.
14.01.2008, 08:00 von Endu
Profil ansehen
Ihr Mieter kann ausziehen und die Wohnung besenrein an Sie übergeben. Ob Sie dann renovieren oder nicht bleibt Ihnen überlassen.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter