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11.05.2007, 15:24 von TraudlProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Renovierung bei Auszug
Unsere Mieter haben zum 31.05.07 gekündigt. Die Schönheitsreparaturen müssen (und werden) sie laut Mietvertrag (gekippte Klausel)nicht ausführen, obwohl sie vor 2 1/2 Jahren alles frisch renoviert übernommen haben. Sie haben jedoch in 3 Räumen je 2 Wände mit knalligen Farben gestrichen, diese haben sie nun wieder weiß gemacht, die verbliebenen Wände wurden nicht gestichen, den Farbunterschied in den Zimmern sieht man natürlich. Muß ich das nun so hinnehmen?

Es handelt sich um das Exemplar Mieter das nur seine Rechte aber keine Pflichten kennt. In der Zeit ,nicht ein einziges mal die Hausordnung gemacht(sie putzt doch nicht den Dreck von anderen Leuten weg), den Rasen gemäht, Schnee geräumt, das mußten immer die anderen mitmachen. Wir haben am Samstag Abnahme und ich werde etwas pingelig sein.

Freue mich schon auf euere Antworten
Traudl
Alle 5 Antworten
11.05.2007, 21:36 von Mortinghale
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Hallo Traudl,

ich will Dich jetzt hier nicht aufhetzen, aber das mit den Farbtönen sehe ich etwas anders als meine Vorredner.

Der vom BGH anerkannte Sinn der ganzen Sache soll doch sein, daß der durchschnittliche Nachmieter den Zustand problemlos annehmen kann.

Dem wurde Rechnung getragen, in dem auch zarte Pastelltöne zugelassen wurden. Wenn aber jede Wand eines Zimmers in einem anderen Pastellton gestrichen worden wäre, hätte dies der BGH wohl auf keinen Fall abgesegnet.

Das Ganze muß eben ein einheitliches harmonisches Bild ergeben; und da können auch unterschiedliche Weißtöne schaden.

11.05.2007, 21:14 von Sommer
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Ah so, wer lesen kann, ist da natürlich im Vorteil.

Ist das Streichen denn sach- und fachgerecht gemacht worden? Sauber abgeklebt, usw.?

Wenn ja, würde ich auch sagen, daß das kaum rügbar ist - schließlich können solche Abweichungen im Farbton auch durch Lichteinsatrahlung, Nutzungsart, usw. verursacht werden.

Prüf genau nach, ob da nicht irgendwo Schäden laueren, alle Türen öffnen und schließen, alle Schalter und Steckdosen testen usw....

S.
11.05.2007, 16:31 von Gartenfan
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Hallö,

da den Mietern aber doch schon klar ist, dass sie NICHT
verpflichtet sind, Schönheitsreparaturen durchzuführen,
werden sie kaum darauf eingehen...es bleibt eigentlich nur,
echte Schäden aufzunehmen, denn die müssen natürlich behoben
werden. Da der BGH mittlerweile auch ein Urteil bezüglich
der Gestaltung einer Renovierung (insbesondere Farbauswahl)
gefällt hat (Quelle kann man leicht raussuchen), ist eine
Abweichung im Weiß kaum rügbar. Denk ich zumindest.
Wenn nun Fristen gesetzt werden, vergeht doch nur wieder Zeit
für den VM, die Wohnung schnell wieder zu vermieten.
Muß man abwägen, aber der Erfolg für den VM ist eher mit
geringen Chancen zu bewerten.

Gartenfan
11.05.2007, 15:57 von Traudl
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Hallo Sommer, die knalligen Farben sind weiß übermalen worden, die anderen Wände des Zimmers sind auch weiß, doch eben ein 2,5 Jahre altes weiß und ein etwas anderer Farbton.
MfG Traudl
11.05.2007, 15:52 von Sommer
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Die Mieter müssen die Wohnung so zurückgeben wie sie sie übernommen haben - gedämpfte Farben (zartes Gelb, zartes Blau) sind zulässig; alles andere ("knallige" Farben eben, Neon) ist schadensersatzpflichtig.

Also: Brief schreiben und mit GV zustellen lassen (das wirkt besser...billiger ist die bezeugte Zustellung). Frist setzen zur Selbsterledigung (weise darauf hin, daß der Neuanstrich sach- und fachgerecht gemacht werden muss). Drohe ansonsten an, es selber auf Kosten ihrer Kaution zu machen. Dann machen lassen, abrechnen und dann lass sich mal klagen...ach ja, und Fotos/Zeúgen nicht vergessen!!!

S.
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