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20.04.2005, 11:21 von WaltraudProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Rechtsanwalt
Wer weiß Rat ?

Suche eine Stelle, wo ich mich über die Machenschaften des Rechtanwaltes beschweren kann.

Wäre da die Anwaltskammer die richtige Stelle ?
Alle 14 Antworten
06.05.2005, 20:02 von motzi01
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richtig Tanja, hatte ich ja auch gemacht. Und weil er eben entgegen meinem Auftrag und auch entgegen der Anordnungen des Gerichts nichts gemacht hat, habe ich ihn bereits auf Schadenersatz verklagen lassen. Aber Schadenersatz in Deutschland ist auch so eine Sache ...
Mal sehen, was dabei herauskommt.
06.05.2005, 19:59 von motzi01
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Hallo Waltraud,
allenfalls ein anderer Rechtsanwalt. Mach ich mit meinem Fall genauso. Kostet natürlich erst mal wieder neues Geld. Aber wenn du wirklich Erfolgsaussichten siehst ...
Die Frage ist nur, ob sich so etwas bei deinem geringen Betrag lohnt.
Zu deiner Frage: eigene anwälte schicken immer Rechnungen. Bei Anwälten der Gegenseite werden - je nach Prozeßausgang - die Kosten vom Gericht festgesetzt. Und nur die sind dann zu zahlen.
O.K.?
06.05.2005, 19:06 von Waltraud
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Vielen Dank für Eure Mühe, dachte schon, ich wäre in der Versenkung verschwunden.
Habe die 60 Euro erstmal überwiesen,es ärget mich aber dennoch, das Anwälte machen können was sie wollen.
Gesetzmäßig kenn ich mich leider gar nicht aus, weiß nun gar nicht, wie ich mich gegen diese Art und Weise wehren soll.
Ein junger aufstrebender Anwalt wär natürlich super, aber wo find ich den?
Müssen Anwälte keine Rechnungen schicken ? GV sagt wir wären nie Zuhause gewesen, er kennt jedoch meine Telefonnummer und meinen Arbeitsplatz, er hat auch keine Nachricht mit Termin in den Briefkasten geworfen.
Wo kann ich mich hinwenden ? Wer nimmt die RW unter die Lupe ?

Liebe Grüße Waltraud

06.05.2005, 18:09 von Tanja
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Hallo Motzi01,

das ist mehr als dumm gelaufen,ob Vorsatz dahinter steckt?
Und darum immer dem Anwalt deutlich sagen was er zu machen hat, das allein bestimmst nur Du, das wie wiederum ist seine Sache.

Tanja
05.05.2005, 00:09 von Nachtfee
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Hallo Waltraud,

RA wollen schnell Geld verdienen und sind z.Zt. sehr
überlastet und können sich teilweise um Fälle
nur grobflächig kümmern. Es ist von Vorteil einen
RA zu finden, der gerade eine Praxis eröffnet hat und
noch nicht den Zulauf so hat. Allerdings hat er dann
auch noch nicht die Praxis, die langjährige RA haben,
allerdings muß dieses ja nicht bedeuten, dass er von
seinem Fach nichts versteht.
Grüße Nachtfee
04.05.2005, 22:41 von motzi01
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Hallo alle,
hab hier so einen ähnlichen Fall. Allerdings war das vor dem Verw. Gericht.
Ich erteile dem Anwalt Anfang 04 den Auftrag, Klage einzureichen. Er macht das auch, begründet die Klage aber nicht.
Ich frage in regelmäßigen Abständen tel. den Stand der Dinge ab, werde aber regelmäßig vertröstet, da Anwalt angeblich mit Gegenseite telefoniert hätte und noch auf Rückruf warte.
Im Herbst fordere ich Anwalt schriftlich auf, der Angelegenheit Fortgang zu geben. Im Frühjahr diesen Jahres erhalte ich einen Beschluß des Gerichts, wonach das Verfahren eingestellt und als Klagerücknahme gewertet wurde, da keine Schriftsätze eingegangen seien. Ich habe demnach die Kosten zu tragen.
Daraufhin mache ich meinen Anwalt schriftlich schadenersatzpflichtig für die Hauptforderung und die Kosten. Nun "zaubert" dieser ein Schreiben hervor, was ich angeblich im März d.J. erhalten haben soll (immerhin schon 1 Jahr nach Einreichung der Klage und Erteilung des Klageauftrages), wonach er keine Erfolgsaussichten sieht, deshalb die Klage nicht begründet, und davon ausgeht, soweit er nichts gegenteiliges von mir höre, daß ich mit seiner Vorgehensweise einverstanden sei.
Nur, daß ein solches Schreiben mich niemals erreicht hat.

Na, dem werde ich es jetzt aber mal zeigen.
Wenn ich keine Klage will, brauche ich auch nicht zum Anwalt zu gehen.
Soviel zum Thema Rechtsanwälte.

03.05.2005, 11:00 von volker
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Hallo Waltraud,

war lange ausgefallen, deshalb erst heute eine Antwort. Ich wundere mich jedoch, dass kein anderer "Profi" geantwortet hat.

Wie bereits gepostet, mit den Anwälten der Gegenseite das direkte Gespräch suchen und dabei abklären, was genau passiert ist.

Die Anwälte werden auf die Forderung vermutlich jedoch nicht verzichten. Deshalb parallel beim Amtsgericht die Rechtsberatungsstelle aufsuchen und dort nach der rechtlichen Beurteilung (allgemein) fragen. Eine auf den konkreten Fall bezogene Auskunft wird vermutlich nicht zu erhalten sein, hängt vom Rechtspfleger ab.

Wenn die Anwälte die Forderung von derzeit 60 € bereits gestellt haben, solltest du nicht abwarten, bis der GV kommt, sondern umgehend zahlen. Spart die Kosten des GV.
21.04.2005, 07:52 von Waltraud
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Vielen Dank für die Antworten.

Ich habe eine Kündigungsklagegegen meine Mieter verloren, bekam dann das Urteilschreiben, sonst nix.
Meine Anwältin, rief mich dann an und sagte ich solle doch die Kosten des Gegenanwalts bezahlen, da ich keine Rechnung hatte, fragte ich: ja wieviel denn und wohin, daraufhin bekam ich die Kopien von meiner Anwältin.

Kann es sein, das diese schlampt? Sie bekommt ja ihr Geld auf jeden Fall.
Wie soll ich mich jetzt weiter verhalten ?

Gruß Waltraud
21.04.2005, 00:06 von volker
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Hallo Waltraud,

wenn die Rechnung des Rechtsanwalts der Gegenseite an Ihren Rechtsanwalt gegangen ist, gilt sie auch als Ihnen zugegangen.

Ein guter Anwalt fragt dann bei seinem Auftraggeber, ob er die Rechnung auch erhalten hat und weisst auf die Folgen der verspäteten Zahlung hin.

Da Ihr Anwalt die Rechnung erhalten hat, ist die Angabe des Rechtsanwaltes der Gegenseite richtig. Er wird sie vermutlich auch nur an Ihren Anwalt geschickt haben, dass ist bei den Anwälten so üblich bzw. Teil der Vollmacht.

Wenn Sie diese Frage mit den Anwälten der Gegenseite klären können, können Sie nach meiner Meinung mit den weiteren Kosten gegen Ihren eigenen Anwalt vorgehen.
20.04.2005, 21:23 von motzi01
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Hallo Waltraud,
wenn du die Rechnung tatsächlich bezahlt hast (Nachweis!) und die Beauftragung des Gerichtsvollziehers nach dem Geldeingang auf dem Konto des Gegners lag, würde ich in eine Vollstreckungsgegenklage gehen. Hast du aber erst gezahlt, nachdem der Ger.Vollz. beauftragt war, unbedingt die Kosten bezahlen, sonst pfändet der u.U.
Die wichtigere Frage ist: Wieso hat der Anwalt einen Titel gegen dich? Hast du einen Prozeß verloren? Dann gibt es aber einen Kostenfestsetzungsbeschluß, der dir vorliegen müßte.
Auch auf den mußt du zahlen.
Irgendwas ist hier noch unklar. Bitte genauer erklären.
20.04.2005, 17:57 von Waltraud
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Vielen Dank mal.

Es frustet unheimlich, wenn die RW. tun und machen können was sie wollen.
Mein Problem: der RW, der Gegenseite, behauptet er hätte die Rechnung rausgeschickt, habe nix erhalten, meine RW kopierte alles und schickte mir zu. " Rechnung bezahlt."
Nach einem viertel Jahr, stand der Gerichtsvollzieher vor meiner Türe und wollte 30 Euro pfänden für zu spät überwiesene Rechnung. Ich weigerte mich und gab die Angelegenheit meiner RW. punktum Schluss, hab nichts mehr gehört.

Nun die Unverschämtheit:sollen wir das nächstemal auch nicht da sein, wenn GVZ erscheint wird meine Wohnung zwangsweise geöffnet. Jetzige Forderung 60 Euro.

Und das soll ich mir nun alles bieten lassen, als arbeitender, brav steuerzahlender, deutscher Bürger.
20.04.2005, 17:40 von marie
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wenn der RA zB einen Straftatbestand, wie Betrug etc. begangen hat und du Beweise hast, kannst du eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten.
20.04.2005, 16:45 von Nachtfee
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Hallo Eigentümer,

eine Krähe hackt der anderen Krähe kein Auge aus, mußte doch
wissen!
Grüße Nachtfee
20.04.2005, 11:47 von Eigentuemer
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Die Anwaltskammer ist Aufsichtbehörde über die Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen

...erreichte uns heute die Antwort seitens der Anwaltskammer Köln (Briefdatum: 23.06.2000):

"ER III 739/00
Ihr Schreiben vom 31.05.2000
betr. RAe Prof. Dr. Konrad Redeker pp., Bonn
Sehr geehrter Herr L., in vorbezeichneter Angelegenheit kann ich nur mitteilen, dass der Vorstand der Rechtsanwaltskammer keine Möglichkeit hat, gegen die Rechtsanwälte Prof. Dr. Redeker pp. ein berufsrechtliches Aufsichtsverfahren einzuleiten. Nach § 3 Abs. 1 der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) ist der Rechtsanwalt der berufene unabhängige Berater und Vertreter in allen Rechtsangelegenheiten. Die Rechtsanwaltskammern sind nicht befugt, ihren Mitgliedern vorzuschreiben, welche Mandate sie führen dürfen, wie sie ihre Mandate zu führen haben und welche Rechtsauffassungen sie vertreten müssen. Wenn Sie die von den Rechtsanwälten Prof. Dr. Redeker pp. vertretene Rechtsauffassung für falsch halten und glauben, die genannten Anwälte hätten ihrer Mandantschaft zu einer nicht mit der verfassungsmäßigen Ordnung in Einklang stehenden Rechtsposition verhelfen, müssten Sie sich mit den vom Gesetz bereitgestellten Mitteln hiergegen zur Wehr setzen. Sie sollten sich insofern von einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens beraten lassen. Mit freundlichen Grüßen
Vorstand der Rechtsanwaltskammer - Abteilung III -
Dr. Thümmel, Vorsitzender"

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