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18.01.2011, 10:16 von Bulli2010Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Rechtliche Grundlage einer selbstverwalteten WEG?
Hallo,

ich hoffe ich bin mit meinem Anliegen hier richtig.
Ich sammle gerade fachliche Punkte, um unsere WEG bestehend aus 4 Wohnungen mit 3 Eigentümern vom Verwalter zu lösen, da mich seine Arbeit nicht befriedigt.
Kann mir vielleicht jemand ein paar Tipps geben, was ich fachlich bedenken muß, um nicht bei nächster Gelegenheit in ein behördliches, offenes Messer zu laufen.
p.s. es besteht ein sehr gutes Verhältnis zwischen den Eigentümern

Vielen Dank im voraus
Alle 4 Antworten
18.01.2011, 22:39 von Bulli2010
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Zitat:
Original geschrieben von Helene
Vorsicht ist aber geboten bei dem Argument "es besteht ein sehr gutes Verhältnis zwischen den Eigentümern". Das bleibt nur solange gut, wie nichts gravierend Negatives passiert. Daher ist der hier erfolgte Hinweis auf mögliche Schadensersatzsprüche wichtig. Jeder Hausverwalter hat eine Haftpflichtversicherung. Auf eine solche würde ich im Falle der Verwaltung durch einen Eigentümer niemals verzichten - wenn sie auch teuer ist.
Hallo Helene, ich komme aus dem Grinsen garnicht wieder heraus. Es ist so wahr und ich bin total dankbar für diesen momentan für mich leicht verdrängten Hinweis. Es ist eine wunderbare Basis für meine weiteren Nachforschungen und meine Argumentation gegenüber den "Anderen".
Also, nochmals vielen Dank :-)
18.01.2011, 22:07 von Helene
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Ich finde es erschreckend, wie wenig professionelle Hausverwaltungen das Recht kennen und sich gerne auf das Erstellen von Jahresabrechnungen beschränken. Dies ist umso schlimmer, da alles und jedes über die HV geschehen muß. Der einzelne Eigentümer erhält nicht einmal eine banale Auskunft z.B. zu Müllgebühren bzw. angemeldeter Personen eines Hauses. Auskunftsanspruch hat nur die HV.
Setzt sich eine Eigentümergemeinschaft aus "normal gepolten" Eigentümern zusammen, halte ich die Verwaltung durch die Eigentümer gar nicht für so schlecht. Natürlich den Willen des sich kundig machens vorausgesetzt.
Vorsicht ist aber geboten bei dem Argument "es besteht ein sehr gutes Verhältnis zwischen den Eigentümern". Das bleibt nur solange gut, wie nichts gravierend Negatives passiert. Daher ist der hier erfolgte Hinweis auf mögliche Schadensersatzsprüche wichtig. Jeder Hausverwalter hat eine Haftpflichtversicherung. Auf eine solche würde ich im Falle der Verwaltung durch einen Eigentümer niemals verzichten - wenn sie auch teuer ist.
18.01.2011, 11:51 von Bulli2010
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Zitat:
Original geschrieben von Gilhorn
Sehr oft wird der Verwalter mit einem Hausmeister verwechselt und das ist er eben nicht.

Vielen Dank für die rechtliche Grundlage und den Hinweis auf die "Klippen". Zu den Problemen mit dem Verwalter möchte ich nicht detailliert eingehen sondern nur der Hinweis, dass es sich um rechtliches (versehentlich) und versicherungsrelevantes Fehlverhalten, sowie praktische Fehlberatung und zähes Umsetzen von Eigentümerbeschlüssen handelt.
18.01.2011, 11:26 von Gilhorn
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Das Wohnungseigentum einer Eigentümergemeinschaft, wie in Ihrem Falle, muss grundsätzlich verwaltet werden. Entweder verwalten die Eigentümer selbst oder bestellen einen Verwalter.
Wie eine Verwaltung gestaltet werden muss, steht zwingend verbindlich im Wohnungseigentumgesetz.
Bevor eine Eigentümergemeinschaft selbst verwalten will, sollte sie sich ganz dringend mit den Gesetzesvorgaben auseinandersetzen. Die Sache ist nicht einfach und es besteht die Gefahr, dass sich schnell Schadenersatzansprüche aus einer nicht ordnungsgemäßen Verwaltung ergeben.
Deshalb ist es sinnvoll, die Verwaltung einem Profi (Verwalter) zu übertragen.
Hier reicht der Platz leider nicht aus, um alle Punkte aufzulisten, die beachtet werden müssen. Das behördliche Messer ist da noch das geringste Problem. Vielmehr ist es wichtig, den Ablauf der Verwaltung, im Sinne des Wohnungseigentumgesetzes, innerhalb der Eigentümergemeinschaft zu beachten.
Hierzu empfiehlt sich das Lesen von Fachliteratur.
Leider sind Sie nicht darauf eingegangen, warum Sie mit der Verwaltung unzufrieden sind. Einen Hinweis möchte ich dennoch machen. Sehr oft wird der Verwalter mit einem Hausmeister verwechselt und das ist er eben nicht.
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