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24.11.2006, 13:55 von ManoliProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|realistische Höhe Heizkostenvorauszahlung
Hallo Vermieter-Forum,
um es gleich vorwegzunehmen: ich bin eine verzweifelte Mieterin, die im Forum nach objektiven Antworten auf verschiedene Fragen ist:

Mein Mann und ich bewohnen seit zwei Jahren eine EG-Wohnung (85qm)in einem 3-Parteienhaus (Baujahr 1970, neue, doppeltverglaste FEnster). Bei Abschluß des Mietvertrages wurde eine Vorauszahlung der Heizkosten von 75 EUR vereinbart (Ölzentralheizung). Nach der ersten Abrechnung mußten wir 750 EUR nachzahlen und haben sofort die Pauschale auf 105 EUR erhöht. Jetzt liegt uns die aktuelle Abrechnung vor: wir müssen schon wieder 950 EUR nachzahlen, so dass die neue Vorauszahlung sich auf 166 EUR belaufen würde. Wir haben Zweifel an der Richtigkeit der Abrechnung und haben dies unserem Vermieter auch kundgetan und um Prüfung gebeten. Meine Fragen an Euch:

1.) Bei Wohnungsanmietung wurde uns gesagt, dass wir mit der Vorauszahlung gut hinkommen würden. Wir sind bewußte und vernünftige "Heizer und Lüfter", und haben uns auf die Aussagen des Vermieters verlassen. Wie geht ihr mit dem Thema Vorauszahlungen um?

2.) Wir sollen für unsere 3-Zimmer-Wohnung (85qm) alleine ca. 3.700 Liter Öl verbraucht haben (die Warmwasserversorgung läuft nicht über die Heizanlage).

Wir haben erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Abrechnung und hätten gerne ein paar "fachmännische" Einschätzungen zu unseren Fragen.

Vielen lieben Dank!
Alle 23 Antworten
06.12.2006, 18:47 von Pfaelzer
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Hallo Christoph,
kann Dir in diesem Punkt nur zustimmen. Nachdem die Kalorimeta 4 mal nachbessern musste u. danach immer noch etwas falsch war, mache ich alles selber.
06.12.2006, 18:43 von Pfaelzer
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Sollten die Kosten nur für die Heizung mehr als 1,50/m² belaufen, wurde etwas falsch gemacht.
Habe selber ein Jahrhundertwendehaus Baujahr 1894 beidseitig angebaut, das Dach u. die neue Fenster BJ1998, u. benötige für die rund 550qm Wohnfläche (10WE) incl. 350cbm Warmwasser jährlich zwischen 95.000 u. 100.000kwh. Und das seit 1998 kontinuierlich. Wenn ich die Wassererwärmungskosten herausrechne komme ich auf < €0,60/qm. Damit kann ich leben.

Ein Tip noch zur Überprüfung der Rechnungen. Lass Dir die Lieferscheine zeigen u. vergleiche die Ölmenge mit der Größe der Tanks im Keller (wenn nur 2000 Liter rein passen u. 4000Liter geliefert wurde). Aus Erfahrung einiger Kollegen, werden die Privaten Ölmengen im Einfamilienhaus, auf die der Mieter anderer Häuser dazugerechnet o. Öl als Dieselersatz zweckentfremdet.
06.12.2006, 15:46 von ChristophL
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Ja die Schwarzen Schaafe unter den Abrechnungsfirmen. Die gibt es leider häufig, aus diesem Grund mache ich das wiegesagt alleine.

Gruß Christoph
06.12.2006, 14:29 von villaporta
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Hallo zusammen,

leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Abrg.-Fa die Zahlen, die ich denen gebe, ohne Prüfung übernehmen. D. h., man muss schon sehr genau aufpassen.

Viele Gruesse

Villaporta
06.12.2006, 12:12 von ChristophL
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Da müsste dann ja eigentlich die Abrechnungsfirma drüber fallen.

Gruß Christoph
05.12.2006, 17:07 von villaporta
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Hallo Manoli,

Du solltest auf jeden Fall nochmal die Rechnungen überprüfen und ebenfalls feststellen lassen, wieviel Öl bei Beginn und nach Ablauf der Abrgsperiode (meistens 01.09.-30.04.) noch im Tank war, das muss nämlich eigentlich verrechnet werden.

Es kann sonst leicht passieren, dass etwas doppelt abgerechnet wird. Gerade wenn ein nicht so versierter Eigentümer die Zahlen an die Abrechnungsfirma weitergibt...

Viele Grüsse

Villaporta
30.11.2006, 17:37 von ChristophL
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Kann es sein das einige Zähler evtl. defekt sind?

Gruß Christoph
29.11.2006, 23:45 von frischebrise
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Hallo,
wenn die angegebenen Verbräuche den Istwerten entsprechen, handelt es sich in der Tat um gravierende Abweichungen.
Selbst unterstellt, dass ein Haus der 70 er Jahre keine 12 Liter/Öl/qm/a erreicht, sind die angegebenen Werte vollkommen unplausibel.
Es kann sich mithihn nur um ein Zuordnungsfehler handeln.
Selbst bei einen sehr ungünstigen Wert von 22 l/qm/a wären Ihnen 1.870 l zuzuordnen.
Zu prüfen wäre: bei allen der gleiche Umlageparameter? 60/40
Sind einige Verbraucher überhaupt aufgenommen und erfasst?
29.11.2006, 20:28 von ChristophL
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Jeder Mieter das Recht auf eine korrekte und nachvollziehbare Abrechnung.

Dies ist doch heute ein normaler Vorgang und nichts verwerfliches.

Gruß Christoph
28.11.2006, 11:18 von omaundopa
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denke auch mal das mit der Abrechnung etwas nicht stimmt.
vorgehen ist richtig erst mal nach den Unterlagen fragen und sich mit den Vermietern austauschen.
Heizkosten liegen bei mir Bj 53 Doppelverglast nur bei ca 1,50 Euro/qm da euer Haus 70er Jahre ist sollte man davon ausgehen das die Heizhosten dort geringer ausfallen müßten.
Opa
27.11.2006, 17:35 von Cora
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Hallo

euer Vorgehen ist vollkommen korrekt.
Meines Erachtens ist der Verbrauch von ca. 8000 L viel zu hoch, für ein 4 FH mit rund 338 qm Wohnfläche werden im Durchschnitt ca. 5-5800 L verbraucht, das Haus ist Bj. 1974 und entspricht mit Sicherheit auch nicht den neuesten Wärmeschutzbestimmungen, alss 3-fach Verglasung etc.

Irgend etwas stimmt hier nicht
27.11.2006, 17:17 von fw68
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Hallo Manoli,

ich halte Eure Vorgehensweise für nachvollziehbar und auch korrekt.

Soviel ich weiß, liegt der Bundesdurchschnitt bei ca. 16 Liter Öl/qm im Jahr. Werte von mehr als 25 Liter/qm gelten als extremst schlecht.

Es drängt sich mir der Verdacht auf, dass nicht alle Räume der beheizten Fläche (285 qm) mit Verbrauchserfassungsgeräten ausgestattet sind (fehlender Innenausbau, Lager...) bzw. verbrauchsorientiert abgerechnet werden (Leerstand). Das sollte aber aus den Abrechnungsbelegen klar ersichtlich sein.

Auch halte ich Euer "massvolles" Vorgehen für richtig, da der Vermieter auch Euer Nachbar ist und man ihm nicht unbedingt Vorsatz vorwerfen muss.

Gruß
Frank
27.11.2006, 16:42 von Manoli
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Zunächst einmal vielen Dank für die vielfältigen Antworten.
Nachstehend die konkreten Abrechnungsdaten für den Zeitraum 10.06.05 - 31.06.06:

Brennstoffkosten gesamt 4.514,89 für 8023 Liter Ölverbrauch
Heiznebenkosten gesamt 521,35
Gesamtkosten der
Liegenschaft 5.036,24 EUR

Dieser Betrag wurde aufgeteilt:

40%Grundkosten = 2.014,50, Gesamteinheit=285qm, unser Anteil = 85 qm, unsere Kosten = 600,82

60%Verbrauch = 3.021,74, Gesamtverbrauch = 123,53HKV, unser Anteil = 57 HKV, unsere Kosten = 1.394,31
Unsere Kosten gesamt = 1.995,13
./. gezahlte Abschläge = 1.050,00
Nachzahlung = 945,13

Die von uns bewohnte Erdgeschosswohnung befindet sich in einem 3-Parteienhaus, das max. eine Wohnfläche von 165 qm (1 x 85 und 2 x ca. 40 qm) haben kann. Unser Vermieter hat uns irgendwann mal ganz beiläufig darauf hingewiesen, dass das Erdgeschoss (rest unbewohnt, weil Innenausbau noch nicht fertig) eines ca. 10 m gegenüberliegenden Neubaus, das von ihm als Büro/Lager genutzt wird, von der Heizungsanlage mitversorgt wird, was für uns ja im Hinblick auf die Aufteilung 40/60 nur günstig sein könnte. Dieser Erdgeschossbereich kann aber unserer Schätzung nach niemals 120 qm haben. Direkt neben uns (auch ca. 10 m Abstand) befindet sich das "Stammhaus" des Vermieters und wir haben mittlerweile den Eindruck, dass auch dieses Haus (sehr alt, schlechte Substanz) evtl. mit in die Gesamt-qm der Liegenschaft von 285 qm einfließt.

Fakt ist, dass wir bei einer Gesamtmenge an Öl von 8023 Litern hieran einen Anteil von 46,1% (123,53 HKV = 100%. 57 HKV = 46,1%), haben = 3698 Liter/85 qm = 43,51 liter Öl/qm/Jahr.

Wir haben dem Vermieter schriftlich mitgeteilt, dass wir die Abrechnung so nicht nachvollziehen/akzeptieren können und ihn um eine Aufschlüsselung der qm sowie um Überlassung sämtlicher Belege gebeten. Außerdem haben wir gegen die Heizkostenabrechnung vom 29.11.05 aus der vorigen Periode, die ähnliche Relationen aufweist, für die wir allerdings die Nachzahlung in Höhe von 791,13 prompt bezahlt haben, Einspruch eingelegt.

Wir (50+) hatten bisher niemals Probleme mit Vermietern oder Nebenkostenabrechnungen. Umso frustrierter/verunsicherter sind wir jetzt.

Da unsere Vermieterin (73 J.) und ihr Sohn (40 J.) direkt neben uns wohnen, sitzen wir jetzt auf heißen Kohlen, da wir beide mit so einer Situation gar nicht gut umgehen können.

Wir haben die Vermieter auf anraten des Mieterschutzes (der sicher für einige von Euch ein rotes Tuch ist), um Überlassung von Kopien gebeten, damit wir die Abrechnung prüfen können.

Um meine Fragen auf den Punkt zu bringen:

1.)Könnt Ihr unsere Zweifel an der Richtigkeit der Heizkostenabrechnung nachvollziehen?

2.) Haben wir uns bisher richtig verhalten?

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Manoli
27.11.2006, 08:03 von gaby1958
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Hallo,

in meinem 6 Familienhaus aus BJ 1971 hatten meine EG Mieter im Jahr 2003(danach Umstellung auf Gas)folgende Heizkosten (inklusive Warmwasser).
76,5 qm 654,08 € (Mieterin mag es sehr warm)
76 qm 500,79 €
Nach Umstellung auf Gas gleiche Wonhnungen,gleiche Mieter (Preisanstieg für Gas /Heizöl berücksichtigen))
Heizkosten 2005
76,5 qm 820,25 €
76,5 qm 703,78 €

Die Preise beinhalten jeweils Warmwasser, Wartung und Schornsteinfegerkosten.

MfG

gaby
27.11.2006, 07:17 von pbsenn
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Hallo,

die bislang gemachten Vergleiche (die ein Baujahr nennen) hinken leider ein wenig. Da werden Neubauten mit 70´er Jahre Bauten verglichen. Das geht nun wirklich nicht, sofern das Haus nicht nach modernem Standard rundum wärmegedämmt ist. Lediglich die doppelverglasten Fenster sind nicht geeignet eine Wohnung in ein 3-Liter-Haus zu verwandeln

Wenn ich mir jedoch unsere Bestandsimmoblien aus den 70´er Jahren ohne Wärmedämmung und mit Doppelverglasung ansehe, so variieren die Vorauszahlung je m² um 1,00 € herum. Mal 0,10 € mehr, mal weniger. Dabei sind dann bei uns auch lediglich die Brennstoffkosten (in aller Regel Erdgas), der Heizungsstrom und die Abrechnungsgebühren inklusive Gerätemiete enthalten.

Da ich jedoch, sofern wir hier von gemessenem Verbrauch sprechen, auch von einem Fehler innerhalb der Abrechnung ausgehe, würde ich an deiner Stelle den Vermieter darum bitten, dir den Rechenweg zum Verbrauch auseinanderzutüfteln. Auch Einsicht in die Rechnung des Heizöllieferanten sollte aufschlussreich sein.

Gruß

Torsten
26.11.2006, 19:49 von Vermieterheini1
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Nachdem die Moderatoren nicht gewillt sind User, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" (Beiträge) zu löschen müssen ALLE meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos NICHT wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
24.11.2006, 23:08 von buba
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Manoli schrieb:
Bei den 166 EUR geht es nur um die reinen Heizkosten (wohlgemerkt ohne Wasser).

ein abrechnungsperiode dauert 12 monate
105 euro x 12 = 1260,- euro im jahr für öl vorauszahlung
950 euro nachzahlung dazu- 2210,- geteilt durch 12 komme ich auf 184,16 die angeblich verbraucht worden sind.
wie willst du dann mit 166,- vorrauszahlung auskommen?
oder hab ich einen denkfehler *grübel*
24.11.2006, 23:00 von Cora
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Nur mal so als Vergleich: für ein 1FH Haus, 150 qm, verbrauchen wir zwischen 3000-4000 L Heizöl/Jahr inkl. Warmwasser.

Diese Heizkosten sind definitiv zu viel, da interessiert der Abrechnungsschlüssel etc. Wieviel Liter Heizöl werden denn da getankt? Ein 4 Familienhaus mit rund 340 qm Wohnfläche hat einen Verbrauch von rund 5-6000 L.
24.11.2006, 22:42 von MarieP
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Hallo

Wie wird der Verbrauch gemessen - Geräte.
Wie alt ist die Heizanlage?
Wo liegt die Wohnung - EG - OG - DG?

Wie setzen sich die Heizkosten zusammen?
24.11.2006, 17:54 von Manoli
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Habe mich in meinem vorigen Beitrag vertan.
Es muss heißen, für die restlichen Betriebskosten zahlen wir nochmals 70 EUR
24.11.2006, 17:51 von Manoli
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Bei den 166 EUR geht es nur um die reinen Heizkosten (wohlgemerkt ohne Wasser). Für die restlichen Heizkosten bezahlen wir nochmal 70 EUR pro Monat. Müll wird zusätzlich separat abgerechnet.

Mfg
Manoli
24.11.2006, 17:47 von Ich
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Bei uns (Gasheizung) werden zwischen 1,50€ und 1,65€ Betriebskosten je qm berechnet. Es kommt natürlich auch drauf an, was in euren Betriebskosten alles enthalten ist... Bei uns ist enthalten: Grundsteuer, Müll, Wasser, Abwasser, Wärme (Gas), Hauslicht, Gebäudeversicherung, Schornsteinfeger, Wartung Heizungsanlage und die Hausmeisterkosten.
24.11.2006, 17:04 von ChristophL
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Also 166 Euro ist definitiv zuviel. Da kann etwas nicht stimmen!!

Ich denke mal 90 bis 120 Euro dürften angemessen sein.

Ich vermiete eine Doppelhaushälfte aus 2003 und da habe ich Abschlagszahlungen von 85 Euro für 125m² vereinbart.

Gruß Christoph
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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