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29.12.2007, 14:41 von kenkoProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Raus werfen
Was kann passieren wenn ich meine Mietnormade auf die Strasse setze?

Was ich meine :

Wohnung sorgfältig ausräumen mit Photos und Inventarlisten.
Die Sachen ordentlich lagern im Keller.
Schlösser austauschen.

Wenn ich dieses tun würde, was kann mir als Vermieter passieren?
Alle 16 Antworten
03.01.2008, 11:23 von Dernie
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Zitat:
der Mieter kann ja auch nicht einfach so in die Vermieterwohnung einbrechen, bloß weil der Vermieter ihm Geld schuldet


Mal abgesehen davon, daß es eben i.d.R. andersherum ist -also der Mieter dem Vermieter Geld schuldet- ist der Vergleich doch recht merkwürdig.

Zumindest auf dem Papier ist der Vermieter immer noch Eigentümer der Mietwohnung des Mieters. Es währe mir neu, wenn der Mieter Eigentümer der Vermieterwohnung wäre... .
03.01.2008, 09:38 von Augenroll
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Hausfriedensbruch gilt für Mieter und Vermieter gleichermaßen.

der Mieter kann ja auch nicht einfach so in die Vermieterwohnung einbrechen, bloß weil der Vermieter ihm Geld schuldet (z.B. aus unterschlagenem BK-Guthaben oder unterschlagener Kaution).

31.12.2007, 09:53 von stefan_nuernberg
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@hecke

Ist schon klar, war aber auf Cavaliers-Beitrag "Verrechnung mit dem Mietrückstand" bezogen!

Guten Rutsch

Stefan
30.12.2007, 19:07 von hecke
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@ stefan,

wie soll man den was aufrechnen, wenn die mieterin alles selbst mitgenommen hat....................????

DA kann doch der vemieter nichts dafuer *g

ausserdem wuerde ich es nicht rauswerfen sondern lieber entmieten nennen *ggg
30.12.2007, 18:54 von stefan_nuernberg
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@cavalier

Sorry, Aufrechnung funktioniert leider nicht - gegen Schadensersatz aus unerlaubter Handlung ist keine Aufrechnung möglich. Sinn der Vorschrift ist ganz einfach: sonst könnte ich meinen Schuldner so lange die Autoreifen zerstechen, bis mit der Aufrechnerei meine Forderung beglichen ist. Das wäre zwar ganz praktisch und sehr befriedigend, ist aber vom Gesetzgeber leider ausgeschlossen worden - eigentlich schade!

30.12.2007, 18:15 von cavalier
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Zitat:
wenn deine mieterin nicht da ist, und laengere zeit die miete nicht zahlt, und du waehrend ihrer abwesenheit die wohnung räumst, wer will dir dann nachweisen das du es warst.....???

DU bist davon ausgegangen, dass wenn sie ihre sachen mitnimmt, die miete nicht zahlt, die tueren und fenster offen laesst, dass dort niemands mehr wohnt.....wer will dir das gegenteil beweisen.

aussage gegen aussage

ich habe dieses schon des oefteren so durchgefuehrt, ok die stressen wohl mal mit den sheriffs, aber wenn man hier cool bleibt klappt es .....

Richtig, soll er doch Forderungen stellen. Diese kannst du mit dem Mietrückstand (den du sicherlich nie bekommst) verrechnen.
30.12.2007, 17:40 von hecke
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bla bla,

wenn deine mieterin nicht da ist, und laengere zeit die miete nicht zahlt, und du waehrend ihrer abwesenheit die wohnung räumst, wer will dir dann nachweisen das du es warst.....???

DU bist davon ausgegangen, dass wenn sie ihre sachen mitnimmt, die miete nicht zahlt, die tueren und fenster offen laesst, dass dort niemands mehr wohnt.....wer will dir das gegenteil beweisen.

aussage gegen aussage

ich habe dieses schon des oefteren so durchgefuehrt, ok die stressen wohl mal mit den sheriffs, aber wenn man hier cool bleibt klappt es .....
30.12.2007, 17:08 von nass01
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Einfach ausräumen bei abwesendheit würde für dich bedeuten, dass Du in Zukunft Vorbestraft wärst.

Wegen:

1) Einbruch

2) Hausfriedensbruch

3) Diebstahl

Von den Schadensersatzansprüchen möcht ich erst gar nicht sprechen.

Die Krönung ist das den ruiniertem Vermieter keine Rechtsbeihilfe zusteht da er ja Gind und Boden besitzt, der Mietnomade aber jeder Zeit Gerichtskostenbeihilfe bekommt weil er ja nichts hat.
30.12.2007, 14:56 von Cora
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Gut gebrüllt, Rita, man braucht hin und wieder nur ein bisschen Fantasie und muss ganz einfach abwägen: kann mir die Mieterin noch mehr Schaden zufügen wenn ich die Wohnung räume oder nicht.
30.12.2007, 12:47 von Rita
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Zitat:
Ansonsten begehst du Hausfriedensbruch

Öffnung/Zutritt fällt in einem Notfall (z.B. Wasserrauschen, Gasgeruch) nicht unter Hausfriedensbruch. Wird dabei notgedrungen das Schloss zerstört, dann darf (muss!) es der VM sogar austauschen, um Unbefugten den Zutritt zu verwehren. Der abwesende Mieter muss dann aber auch informiert werden (z.B. Schild von aussen an die Tür sowie "unwegmachbar", von aussen lesbar von innen in die Nähe der Tür) UND um dem Mieter keine gerichtl. Massnahmen erforderlich zu machen Schlüsselaushändigung anbieten ... und z.B. die Übergabe (mündlich!) von der Bezahlung der Mietrückstände abhängig machen.
Das Spielchen habe ich ja leider auch schon durch und dafür im Nachhinein den richterlichen Segen gekriegt (weil der Mieter ohne Erforderlichkeit auf Wiederzurverfügungstellung, Herausgabe der nichtpfändbaren Sachen geklagt hatte)

Das Ausräumen der Mieterwohnung ist allerdings dadurch keineswegs gedeckt!
Ggfs. weiter > Vermieterpfandrecht, Berliner Räumung (suche hier im Forum, googlen ...)
Wenn einem das zuständige Gericht mitteilt, dass für die eigene Klage auf Zwangsräumung voraussichtlich frühestens in 6 Monaten ein Verhandlungstermin anberaumt werden würde, könnte man natürlich auch auf ganz andere Gedanken kommen ...
Hilfreich ist es sicher, wenn das kostenlose Wohnen ungemütlich wird - z.B. wenn ein böser Mensch die Scheibe einschmeisst oder aus unerfindlichen Gründen die Heizung nicht mehr funktioniert (oder das Fernsehen!), sich mit der Reparatur etwas Zeit lassen ...

Gibt's denn schon einen Nachfolgemieter, der dann auf der Strasse steht bzw. eine Ersatzunterkunft benötigt und Anspruch auf Schadensersatz hat?
Ggfs. muss dann der VM seine weiteren Schritte sogar im Rahmen seiner gesetzlichen Schadensminderungspflicht abwägen ... ggfs. ist dann das Gericht zu besonderer Eilbehandlung angehalten ...

Man weiss ja aus der Ferne nie, wie so ein Fall wirklich gelagert ist - ich finde, man sollte immer Nutzen/Risiko gut abwägen.
Wenn z.B. die eigenen Forderungen gegen den Mieter eine gewisse Höhe haben und voraussichtlich nicht realisiert werden können, geht man sicher lockerer damit um, ewa Schadensersatz-/Mietminderungsansprüche des zukünftigen Exmieters auszulösen, weil man die ggf. mit seinen eigenen Forderungen aufrechnen kann ...

29.12.2007, 15:38 von Musti1000
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... und falls Du schon den Weg gehst, Deine Mieterin einfach zu räumen und vor die Tür zu setzen, solltest Du gleichzeitig neue Mieter (möglichst noch mit kleinem Kind) in die Wohnung setzen - ansonsten kommt Deine Mieterin mit einer einstweiligen Verfügung sofort in die Wohnung wieder rein.

Aber rein rechtlich ist und bleibt das Hausfriedensbruch, Einbruch und eventuell sogar Diebstahl.
29.12.2007, 15:12 von CMAX_65
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Hi kenko,

was cora sagt, dass Du dann Hausfriedensbruch begehst, ist leider so. Beknacktes deutsches "Recht".

Ob sie Dich wirklich "anzeigt" ist eine andere Frage. Dies hängt davon ab wie dreist sie wirklich ist, oder ob sie "Mieterschutz" hat.

Dies lässt sich aus der Ferne schwer beurteilen. Ich würde dies (Räumung/Hausfriedensbruch) nicht machen.

Lieber der Mieterin richtig Druck machen.

Mehrfach mit Zeugen besuchen, sie auffordern sofort zu gehen und die Wohnung zu räumen, Mahnbescheid veranlassen, Arbeitgeber (wenn vorhanden) informieren, Behörde (wenn ALG`ler) informieren. Ihr buchstäblich keine Ruhe mehr lassen.

Wenn sie nicht total abgebrüht ist, wird sie dann ausziehen !

MFG
29.12.2007, 14:48 von kenko
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Sie ist oft bei einer Freundin übers Wochenende ca 150 km von mir. da hätte ich genug Zeit.
29.12.2007, 14:46 von Cora
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Ja, habe ich inzwischen mitbekommen.

Der normale Weg wäre die Räumungsklage.

Ansonsten begehst du Hausfriedensbruch und da sie so einfach nicht gehen wird, willst du sie raustragen?
29.12.2007, 14:44 von kenko
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ja die ist über meinen anwalt ausgesprochen worden
29.12.2007, 14:42 von Cora
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