> zur Übersicht Forum
02.09.2007, 00:33 von BineProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Räumungsklage - Wie geht´s weiter?
Hallo,

ich bin heute daß erste Mal hier und versuche mich gerade ein wenig schlau zu lesen. Wir haben heute die Rechnung von unserem Anwalt erhalten, bei dem wir eine Räumungsklage in Auftrag gegeben haben. Ich bin bald lang hingeschlagen. 2.087,-- Euro!!! Bekomme ich davon was vom Mieter wieder?? Oder ist das mein Problem?? Wie komme ich an meine ausstehende Miete? Muß ich weiter klagen?? Kostet das dann nochmal soviel?? Wer weiß mehr????

Danke für Eure Antworten im voraus.

Grüße
Bine
Alle 12 Antworten
03.09.2007, 07:29 von prinzregent
Profil ansehen
Zitat:
Rechnung von unserem Anwalt ... 2.087,-- Euro!!! Bekomme ich davon was vom Mieter wieder?? Oder ist das mein Problem??


Ich habe mehr als 22.000 Euro an Aussenständen. Alles nicht bezahlte Mieten und die netten Folgekosten. Und da ist KEINE Räumungsklage dabei ...

Ich sehe das Problem bei den hohen Pfändungsgrenzen des oder der Gesetzgeber. Schau dir eine Pfändungstabelle an und rechne dir in Ruhe deine Chancen aus, von deinem Mieter was wieder zu bekommen.

Billiger ist es, dich mit dem Mieter SELBST zu einigen. Für 2.000 Euro kommen die dir gern entgegen.

Vielleicht kann dir ein anderer aus dem Forum einen besseren Ratschlag geben, aber so ne Räumungsklage wird dich sicherlich 8.000 Euro kosten.

und wenn
Zitat:
Widerspricht der Mieter, sprich die Forderung ist strittig gehts wieder vor Gericht! Noch mehr Kosten!


genau, mit einem Widerspruch musst du rechnen. ICH hab inzwischen die Geschichte rumgedreht und zahlte selbst nichts mehr. Funktionniert PRÄCHTIG. Habe gerade eine "Abmeldebescheinigung" unterschrieben und lass jetzt alle auflaufen.

Unglaublich wie einfach so was ist.
02.09.2007, 22:03 von JollyJumper
Profil ansehen
Zitat:
erhöhe doch einfach den druck

@hecke
Na Na Na Na Na! Solch hinterhältige Tips werden sonst doch nur per pn gegeben.
Ich sag nur "Der Prolet verachtet euch alle!
(oder hab ich da jetzt was falsch zittiert)
JJ
02.09.2007, 21:46 von Bine
Profil ansehen
Hallo,

du machst mir Mut! Am Besten ist wohl wirklich selber Druck auf den Mieter auszuüben wie??
Na dann...

Grüße
Bine
02.09.2007, 18:38 von hecke
Profil ansehen
hi, es gibt ja auch noch andere methoden...erhöhe doch einfach den druck.....
02.09.2007, 18:20 von Coba
Profil ansehen
Zitat:
danke, solche Beispiele können nicht oft genung genannt werden, was es für ein Risiko ist wenn des Kind in den Brunnen gefallen ist.


so wie es abgelaufen ist, hat es mein (ehemaliger) anwalt gemacht.
also vorsicht, auch da kann man dann (im glauben auf der sicheren seite) böse auf die nase fallen.

Zitat:

VM MÜSSEN, schon im Eigeninteresse, konsequent vor Vertragsabschluss den Mietinteressenten prüfen und bei Problemen im Mietverhältnis konsequent handeln, ohne wenn und aber !!!


klasse, die mieterin hat schon vorher hier gewohnt, die habe ich quasi "mitgekauft"

und das konsequente handeln ... siehe oben, vorsatz war bei mir da, aber an der umsetzung hat es bis jetzt gehapert
02.09.2007, 12:11 von nass01
Profil ansehen
Willkommen im Club!!!!

Schreibe das Geld ab und werfe nich noch schlechten Geld , gutes Geld hinterher und sei nur froh den Mieter soschnell und so günstig wie möglich raus zu bekommen.

Dasn bist auch der Grund warum die Politik nichts unternimmt und die Dunkelziffer sehr hoch ist, die meisten Vermieter lassen es auf sich beruhen sobald der Mieter raus ist.

Einfacher ausgedrückt, Du bekommst immer was in die Fresse, erstattes aber keine Anzeige und so ist Rate für Körperverletzungen sehr niedrig.
02.09.2007, 12:00 von CMAX_65
Profil ansehen
Hallo coba,

Zitat:
ich sehe allerdings auch probleme bei konzessionen / angeboten an den mieter, wenn vermieter sich dran hält und am ende mieter doch wieder alles ignoriert.


...deswegen Aufhebungsvertrag, wenn überhaupt, nur sehr kurzfristig terminieren, z.B. 30.09.2007 oder 30.10.2007

Zitat:
wohnung ist immer noch nicht frei.


deswegen

Zitat:
Zahlung der Abfindung+Forderungsverzicht nach Auszug !


nur im Erfolgsfall Geld bezahlen !!!

Zitat:
warnendes beispiel geschildert habe.


danke, solche Beispiele können nicht oft genung genannt werden, was es für ein Risiko ist wenn des Kind in den Brunnen gefallen ist.

VM MÜSSEN, schon im Eigeninteresse, konsequent vor Vertragsabschluss den Mietinteressenten prüfen und bei Problemen im Mietverhältnis konsequent handeln, ohne wenn und aber !!!

MFG
02.09.2007, 11:50 von Coba
Profil ansehen
meine vorschreiber haben recht, es kostet enorm viel
geld
nerven
zeit


mein räumungsverfahren läuft inzwischen seit 04-2006
die kosten mag ich nicht mehr zusammenrechnen,
den mietausfall für die zeit auch nicht,
klage liegt bei gericht, die haben auch viel zeit,
und ein ende ist momentan immer noch nicht in sicht.

ich sehe allerdings auch probleme bei konzessionen / angeboten an den mieter, wenn vermieter sich dran hält und am ende mieter doch wieder alles ignoriert.

in meinem o.g. fall wurde die wohnung trotz vergleichsurteil (ag) nicht geräumt und nicht übergeben, die nutzungsfrist (mieterin wurde miete erlassen, lediglich nebenkosten wären zu zahlen gewesen) ist inzwischen abgelaufen, gezahlt wurden auch die nebenkosten nicht und wohnung ist immer noch nicht frei.

also helfen auch angebote nix, wenn ein mieter nicht gehen oder nur ärgern will.

und insolvenzen werden täglich mehr, da bleibt der vermieter immer häufiger auf der strecke mit den tatsächlich entstandenen kosten.

für solche fälle muss man dann wirklich eine extrem dicke kriegskasse haben
oder andere ideen, wobei mir meine langsam ausgehen und ich das ganze nur als warnendes beispiel geschildert habe.
02.09.2007, 11:23 von Sommer
Profil ansehen
Also wenn eine Räumungsklage eher ne Formsache ist (d.h. die Kündigung ist rechtswirksam, sicher zugestellt worden, usw.) dann macht man die Räumungsklage selber. Lies Dir die KLageschrift durch, hefte sie Dir ab und das nächste Mal änderst Du nur die ganzen Daten.

Der Anwalt frißt am meisten; dann die gerichtsgebüren (12fache Miete als Streitwert...das kann sehr teuer werden).

Faktisch kriegst Du nämlich nie wieder etwas wieder. Wer sich rausklagen läßt, hat schon nichts mehr zu verlieren...die Übersicht hat der schon lange nicht mehr.

Du verlierst also Bares, immer, grundsätzlich.

Den Titel kannst Du Dir an die Wand nageln und dreissig Jahre lang versuchen, über regelmäßige EVs an Geld ran zu kommen aber das kostet eben auch Zeit und Geld und wenn der zwischendurch einen auf insolvent macht, war es das denn...

S.
02.09.2007, 10:59 von CMAX_65
Profil ansehen
Hi,

wie JJ schon schreibt gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Kosten des Streits in ungeahnte Höhen zu treiben.

Räumungsklage/Räumungskosten(allein 3.000-5.000 €uros)/Gerichtskosten/Weitere Anwaltskosten etc. da kann eine 5 stellige Summe zusammenkommen !

Nun kennne ich die Vorgeschichte nicht, kann also den oder die Mieter nicht einschätzen, dennoch wäre es u.U. überlegenswert ein Einigungsversuch mit einem Aufhebungsvertrag zu probieren:

nach dem Motto, Verzicht des VM auf ausstehende Forderungen + Abfindung (Höhe je nach Situation)dafür schriftliche Zusicherung des Auszuges zum Termin X und Zahlung der Abfindung+Forderungsverzicht nach Auszug !

Klingt blöd, das Fehlverhalten des Mieters wird in gewisser Weise auch noch belohnt, aber kann eine praktikable und nervenschonende und v.a. günstigere Alternative sein !!!

Viel Glück !!!

MFG
02.09.2007, 09:40 von JollyJumper
Profil ansehen
Zitat:
2.087,-- Euro!!!

Das sind vermutlich die Gerichtskosten, die er bei Gericht leisten muss, wenn er die Klage einreicht, sowie sein Honorar für das Verfahren.
Zitat:
Bekomme ich davon was vom Mieter wieder?? Oder ist das mein Problem??
Theoretisch ja.
Der Verlierer vor Gericht zahlt alles, also Gerichtskosten, seine Anwaltskosten und Deine Anwaltskosten.
Wenn dort aber nichts zu holen ist bleibst Du (du gewinnst vorausgesetzt) auf den Gereichtskosten + Deinen Anwaltskosten sitzen, weil Du Dir diese nach dem Gewinn des Verfahrens von der Gegenseite selbst wiederholen musst.
Fals er die Wohnung nicht freiwillig räumt musst Du für die Kosten der Räumung übrigens Kostenvorschuss leisten. Da können auch schnell hohe Kosten auf Dich zukommen (>= 3000.- €), besser Berliner Räumung (-> Suchfunktion des Forums nutzen).

Ausstehende Miete -> Mahnverfahren. Widerspricht der Mieter nicht erhältst Du einen Titel aus dem Du vollstrecken kannst.
Aber wenn nichts zu holen ist....
Widerspricht der Mieter, sprich die Forderung ist strittig gehts wieder vor Gericht! Noch mehr Kosten!
Wer soetwas efektiv betreiben will braucht also immer eine gut gefüllte Kriegskasse und darf sich von den Kosten nicht schrecken lassen.

Schönen Sonntag JJ
02.09.2007, 02:37 von verzweifelter
Profil ansehen
Hallo,

Zitat:
Bekomme ich davon was vom Mieter wieder??

Wenn es sich um eine Räumungsklage handelt, dann ist es sehr fraglich, ob Du überhaupt noch etwas von Deinen Mieter bekommst!

verzweifelter
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter