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27.05.2008, 10:55 von TitaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Probleme mit Mieter
Hallo, ich bin neu hier und echt dankbar, dass es so eine Seite gibt. Da mein Mann und ich erst seit geraumer Zeit Vermieter sind, haben wir nun einen Fall, bei dem wir nicht weiter wissen. Unsere Mieter sind am 01.12. mit Kind in unser 2-Familienhaus eingezogen (wir bewohnen das EG). Nun ist es schon zum 3. mal passiert, dass, wenn meine Tochter im Garten ist und die Mieterstochter in der Wohnung mit Freundinnen, dass erst am gekippten Fenster gelästert wird, dann das Fenster aufgerissen wird und laut Musik gemacht wird und weitergelästert wird. Nach dem letzten mal ist mein Mann geplatzt und hat die Mieterin heruntergebeten und ihr gesagt, dass das so nicht in Ordnung wäre. Meine Tochter könnte noch nicht einmal Freunde mitbringen, wenn ständig diese Schikanen der Tochter und der Freundinnen kämen. Als Antwort bekamen wir, dass sie dieses Problem schon in der vorherigen Wohnung hatte und wir nichts dagegen machen könnten, sie könnte das Fenster aufmachen, wann sie möchte und dann Musik anmachen (das wissen wir auch). Wir müssten das so akzeptieren, sonst könnten sie ja gleich kündigen.

Mein Mann sagte dann, dass sie das dann wohl tun müssen. Müssen wir denn Beleidigung der Kinder ertragen? Sind denn Eltern nicht mitverantwortlich für ein gemeinsames Wohl im Haus? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wenn doch das Mädchen Freundinnen da hat, hat ja keiner von uns ein Problem damit, wenn oben getobt wird, Musik angemacht wird etc. Aber die Lästereien (die ich selbst mitbekommen habe), gehen auch mir an die Nerven. Meine Tochter hat es auch schon mit ignorieren versucht, da das aber auch nichts nutzt (lenkt ja auch immer vom Spielen ab), kommt sie meist freiwillig ins Haus (bevor die Zickereien ausarten, wie schon einmal). Am liebsten wäre uns natürlich, wenn sie ausziehen, denn ich habe nicht das Gefühl, dass sich das in Zukunft bessern wird und die Eltern auch nichts unternehmen werden. Diese Situationen sind für uns natürlich auch sehr unangenehm, wenn wir mit Gästen auf der Terasse sitzen, was man von oben nicht sehen kann, da die Terasse von einer Markise überdacht wird.

Mein Mann hat dann noch versucht, mit dem Mieter zu reden aber der war der Meinung, dass ja schon alles von seiner Frau gesagt wurde. Daraufhin sagte mein Mann, dass er dann gern die Kündigung hätte. Darauf kam keine Antwort.

Für Euren Rat (oder Eure Erfahrungen, sofern Euch so etwas schon mal passiert ist) wäre ich Euch sehr dankbar.
Alle 8 Antworten
11.06.2008, 16:34 von morthingale
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Tita, UNS brauchst Du nicht überzeugen.

Die Mieter und Richter soll es überzeugen.
11.06.2008, 16:30 von Tita
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Nach wie vor, es ist ein Zweifamilienhaus, die Großmutter hat den Vermieter immer "geimpft", dass hier nicht vermietet werden darf, da kein angemeldeter Wohnraum. Zum Eigenzweck darf dies genutzt werden (von Eigentümer) allerdings nicht zur Vermietung als Wohnraum an Fremde. Diese Räumlichkeiten stehen übrigens auch leer. Hoffe, konnte dies nun richtig stellen. Gruß, Tita
11.06.2008, 12:01 von morthingale
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Zitat:
Original geschrieben von Tita
Ach ja, vergessen habe ich zu erwähnen, dass das Haus ein Zweifamilienhaus mit ausgebautem Dachboden (aber nicht angemeldeter Wohnraum) ist, wo bis Juni letzten Jahres die Oma des VM bis zum Tode gewohnt hat. Dies ist dann aber doch trotzdem ein Zweifamilienhaus, das sehe ich doch so richtig, oder?

Oh! Oh!

Wie kann das denn ein 2FH, sein wenn dort 3 Wohnungen sind? Wenn die Mieter von diesem Umstand Kenntnis haben, kannst Du die erleichterte Kündigung gleich in die Tonne hauen.

Da kann man Dir nur noch viel Glück (im Sinne von Schwein haben) wünschen.
10.06.2008, 23:41 von Tita
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Hallo Gico11, ich wäre immer noch an der Kündigung interessiert :-)

Desweiteren stellen sich mir noch folgende Fragen: Die Kündigungsfrist beträgt 6 Monate, die Frage die sich mir stellt ist, zum Monatsende?

Lt. H+G ist eine mündliche Kündigung wirksam, sofern sie vom VM angenommen wird, (ich denke, in unserem Fall ist das Auslegungssache), allerding haben wir das so verstanden. Sollte dann nicht trotzdem nochwas schriftlich vom Mieter kommen?

Gehört in die Kündigung des VM, dass die Wohnung in den Zustand des Einzuges versetzt werden muss (hier geht es hauptsächlich um die Türen, die vor Einzug vom VM mühevoll abgeschliffen und weiß gestrichen wurden, wollten die Mieter wieder in den Naturzustand versetzen, dies ist nur zum Teil geschehen, also ein Teil ist noch gestrichen, ein Teil auf Naturholzbasis - sieht nicht wirklich schön aus :-( ).

Auf eine Angabe von Gründen in der Kündigung darf von VM-Seite her verzichtet werden? Oder muss hier ein entsprechender Passus herein?

Ach ja, vergessen habe ich zu erwähnen, dass das Haus ein Zweifamilienhaus mit ausgebautem Dachboden (aber nicht angemeldeter Wohnraum) ist, wo bis Juni letzten Jahres die Oma des VM bis zum Tode gewohnt hat. Dies ist dann aber doch trotzdem ein Zweifamilienhaus, das sehe ich doch so richtig, oder?

Für Antworten wäre ich sehr dankbar, vielen Dank und einen schönen Abend noch an alle. Tita
29.05.2008, 21:50 von Tita
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Hallo und vielen Dank an alle für die Antworten. Tja, ich hatte gedacht, man könnte es vielleicht doch noch anders regeln (mit Schiedsmann oder so) aber ich denke, auch damit werde ich nicht viel Erfolg haben. Es macht mich schon traurig, da wir uns die ganze Zeit eigentlich sehr gut verstanden haben (leider bin ich eine Frau mit Herz). Gico11, vielen Dank für das Angebot, das ich gerne annehmen möchte. Wie möchtest Du mir die Kündigung zukommen lassen? Vielen Dank für die Antwort

LG Tita
28.05.2008, 18:57 von Gico11
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Ich schließe mich der Meinung meiner Vorredner an. Wenn Du einen rechtssicheren Kündigungstext benötigst, kann ich Dir weiterhelfen.
Mein Anwalt meint, er hätte es nicht besser schreiben können.

LG Gico
28.05.2008, 11:46 von CMAX_65
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Kann da MarieP nur zustimmen. Die Situation hört sich verfahren an, "Besserung" ist wohl eher unwahrscheinlich.

Fazit: Kündigung nach 573a ist das sinnvollste !

MFG
27.05.2008, 22:49 von MarieP
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Hallo

Wenn ihr weiteren Stress vermeiden möchtet und ein berechtigtes Vermieterinteresse nicht wahrnehmen wollt, dann ihr die die erleichterte Kündigungsmöglichkeit des § 573a BGB wahrnehmen. Der VM eines 2 Familienhauses, indem er eine Wohnung selbst bewohnt darf hier ohne Angabe von Gründen kündigen. Das bedeutet jedoch, dass sich die gewöhnliche Frist des § 573c BGB um drei Monate verlängert.

Also 6 Monate Kündigungsfrist und der Alptraum ist vorbei.

Gruss
Marie
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