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09.05.2007, 16:55 von CMAX_65Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Privatinsolvenz
Hallo,

da das Thema gerade aktuell zu sein scheint, möchte ich dazu sagen, das nach Auskunft eines Bankers vergangenes Jahr seine Erfahrung ist bzw. war (Abteilung Forderungen), dass ca. 80-90 % aller Insolvenzen mit 0 (!) Tilgung ablaufen. So zumindest seine selbsverständlich nicht repräsentative Aussage.

Das heisst ja dann überwiegend, dass die Ex-Gläubiger angeschissen sind.

Der einzige Vorteil, so meine Meinung, ist anscheinend, dass in der sogenannten Wohlverhaltensphase keine neue Schulden hinzukommen dürfen und der ganze "Spass" nur einmal funktioniert (Entschuldung).

Wie seht Ihr das, Meinungen, Erfahrungen, Kommentare ????

MFG
Alle 44 Antworten
18.05.2007, 12:16 von zaunkoenig
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Hallo,

aber nur für Lohnzeiträume vor Insolvenzantrag.

Und der, ist nicht gleich jedem Arbeitnehmer bekannt. Und ist der Termin versäumt, dann schaut der Arbeitnehmer ziemlich blöd aus der Wäsche.

18.05.2007, 10:10 von Dernie
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Zitat:
Oder Arbeiter /Angestellte dessen Lohn seit Monaten offenstehen und vermutlich nicht oder nur teilweise bekommen ?


Das Arbeitsamt zahlt 3 Monate Insolvenzgeld in Höhe des normalen Netto-Gehaltes.
18.05.2007, 09:58 von Jutetuetchen
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Hallo,

Zaunkönig da warst Du schneller als ich Deinem Beitrag ist soweit nicht mehr hinzuzufügen.

Zitat:
Nach dem alten Recht war es doch so, dass man sich über den Weg Mahnbescheid, Klage, Vollstreckungsbescheid, eidesstattliche Versicherung, ein Recht eingeholt hat, dessen Verwirklichung (die Begleichung der Forderung) im Sande verlaufen ist.


Sehe ich genauso - da ist das PInso schon eine bessere alternative - entweder kriege ich was - oder nicht und kann/muss das Thema dann nach 7 Jahre abharken und auch mein Geld.

Es wurde über die PInsO und des Verfahren und dessen Verlauf schon viel hier geschrieben - aber man möge auch bedenken dass Firmen / Unternehmen auch in die Inslovenz gehen - was machen die ganzen Leute die z.B. Aktien der Unternehmen haben ? Oder Arbeiter /Angestellte dessen Lohn seit Monaten offenstehen und vermutlich nicht oder nur teilweise bekommen ?

Und die Gläubiger der Firmen ( wo teilweise auch kleine Firmen/Unternehmen drunter sind die ums Überlebn kämpfen müssen und ihre Rechnungen nicht bezahlt bekommen....)

LG

18.05.2007, 09:40 von zaunkoenig
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Hallo,

eine sehr eingeschränkte Betrachtungsweise.

Nach dem alten Recht war es doch so, dass man sich über den Weg Mahnbescheid, Klage, Vollstreckungsbescheid, eidesstattliche Versicherung, ein Recht eingeholt hat, dessen Verwirklichung (die Begleichung der Forderung) im Sande verlaufen ist.

Nun ist die Position doch ungleich besser.

Vor der Privatinsolvenz bedarf es eines Schuldentilgungsplans. Schon allein dadurch wird man anteilig bedacht.

Und um eine endgültige Restschuldbefreiung zu bekommen, bedarf es des Wohlverhaltens des Schuldners. Er muss alles tun, um Einnahmen zu erzielen. Dabei muss er jede Gelegenheit wahrnehmen, die ihm angeboten wird.

Aber nicht viele Schuldner halten sich an diese Regel, weil sie einfach nicht wollen.
Dummerweise prüfen die Gläubiger dies aber auch nicht, weil zu aufwendig, mit Kosten verbunden (man muss ja den Insoverwalter kontaktieren) oder einfach nur zu bequem. Denn schließlich ist dieses Risiko bereits eingepreist und wird von allen Verbrauchern gleichermaßen getragen.

Wenn nur ein Gläubiger halbwegs glaubhaft machen kann, dass sich der Schuldner nicht bemüht hat, ist die Restschuldbefreiung zeitlebens weg.

Naja, dann steht man wieder da, wo man früher auch gestanden hat, bei der EV und vermutlich dem Totalausfall der Forderung. Aber man hatte wenigstens eine Chance an einen Teil seines Geldes zu kommen.

Und der Schuldner hatte die Chance, irgendwann mal wieder ein halbwegs vernünftiges Leben führen zu können. Und genau diese Chance, sollte man all denjenigen Einräumen, die in eine Lage gekommen sind, auf die sie häufig keinen Einfluss hatten. Man denke mal an all die alleinstehenden Mütter, die 40 Prozent der offiziellen Armutsquote von 10% der Gesamtbevölkerung ausmachen (wobei ich davon überzeugt bin, dass es nicht nur rund 3 Mio sondern deutlich mehr sind).

Das schlimme ist, schimpfen kann jeder. Vorsorge treffen, sowohl im eigenen als auch Interesse derjenigen, die in eine solche Situation kommen können, mag derweil keiner.
Nur nicht über den eigenen Tellerrand hinausblicken. Aber das schaffen ja zunehmend schon viele Menschen gar nicht mehr - bis zum eigenen Tellerrand.

17.05.2007, 21:09 von Fragender
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@ cora

Wieso "Schlusswort"?

Kann man bei so einem Unrecht, wie es in Gestalt der Privatinsolvenz daherkommt, je einen Schlusspunkt setzen? Ich denke, das kann man vor allem als betroffener Gläubiger nicht.

Es kann doch nicht sein, dass man als Gläubiger vom Wohlwollen der Schuldner abhängt. Dass diese groteske Situation dazu führt, dass Schuldner spätestens seit Einführung der Privatinsolvenz nun gar nichts mehr zurückzahlen wollen ( und es auch nicht wirklich müssen ) ist ein Missstand unseres Rechtsstaates sondergleichen.

Man muss sich mal überlegen, dass sich dieses Unrecht ( das Schuldigbleiben, die Verweigerung einer Wiedergutmachung ) durch alle Lebensbereiche zieht. Vermieter kommen nicht zu ihrem Geld, Opfer von Staftaten kommen nicht zu ihrem Schmerzensgeld und der Staat muss Unterhaltsvorschüsse leisten, weil mancher Elternteil keinen Unterhalt leisten will. Sicher, Forderungen aus Straftaten fallen nicht unter die Privatinsolvenz, aber trotzdem werden die Schuldner, welche zuvor eine Straftat begangen haben, aus der sich Schadensersatzansprüche ergeben, nicht gezwungen für die finanziellen Konsequenzen einzustehen.
Hat der Staat Forderungen gegenüber einem Bürger, sieht die Sache ganz anders aus, da darf es auch mal eine Haftstrafe für nicht bezahltes Bussgeld sein. Warum aber sieht der Staat seelenlos dabei zu, wenn seine Bürger rechtmässige Forderungen untereinander nicht durchsetzen können, so muss man sich doch fragen. Im Gegenteil, er erleichtert es sogar noch, indem er solche Gesetze wie "Schuldmodernisierung" auf den Weg gebracht hat. Wie war das nochmal mit dem Werteverfall? Der Staat als Vorbild? Nein danke.

Wieso sind die Pfändungsfreigrenzen so hoch? Wieso ist es Schuldnern nicht zuzumuten, sich je nach Schuldenhöhe derart zu bescheiden, dass sie ihre Gläubiger befriedigen können? Wieso muss man als Gläubiger dem Schuldner ( meist kostenpflichtig ) hinterherlaufen? Warum muss man dem Schuldner, der einen vorher meist nur belogen hat, glauben, was er in der EV angibt? Warum bekommt man als Gläubiger nicht Einsicht in seine wirkliche Lohnabrechnung oder in seinen Steuerbescheid oder Konteneinsicht?
Die Situation sieht doch so aus, dass sich der Schuldner aussuchen kann, ob er bis zur Pfändungsfreigrenze arbeitet oder es lieber ganz sein lässt, dank dem Staat, der dem Charakterlumpen einen gewaltigen Schutzraum in Form der hohen Pfändungsfreigrenze geschaffen hat. Schuldnerberatungsstellen erpressen die Gläubiger ganz einfach:" Nehmen sie die paar Euros oder es gibt gar nichts". Apropos Beratung: Wo kann sich denn ein Gläubiger so kostengünstig oder gar kostenlos beraten lassen wie es der Schuldner für sich in Anspruch nimmt? Tja......Fehlanzeige.

Fakt ist, dass es dem Staat egal ist, dass die Mehrheit der Gläubiger entschädigungslos enteignet wird, wenn sie ihr Geld durch die Nullpäne der Schuldner nie mehr eintreiben können. Da hat der Gesetzgeber eine Menge Mist gebaut. So kann kein Rechtsfrieden entstehen.
16.05.2007, 18:51 von Stefanus
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Jetzt habe ich aber doch noch eine Frage:
Gute Freunde von uns sind auch unverschuldet in eine Schuldenfalle getappt. Sind beide Berufstätig, haben ein durchschnittliches Einkommen und eine 7 jähriges Kind.
Sie haben ein Haus und 2 Autos (eins Geleast und einen Kleinwagen für 5000€ gekauft)
Wenn jetzt die Insolvenz eröffnet wird, wie steht es dann um das Haus und die Autos ?
Werden die zwangsläufig unter den Hammer kommen ?
Die Autos würden eigentlich beide gebraucht (fahrten zur Arbeit, Kind zur Schule ect.)
(Das Haus kostet das Pärchen 500€ monatlich an Ratenzahlung)
Ein Umzug wäre für die 3 also nicht unbedingt eine Kostenersparnis.

10.05.2007, 19:24 von Cora
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Hallo

na, das ist doch ein gutes Schlußwort von Jutetuetchen

und wir sind uns einig: es gibt solche und solche, wie immer.

Gruß
10.05.2007, 16:47 von Jutetuetchen
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Hallo Kasperkopf

tut mir leid dass Du eine solche Erfahrung machen musstest und ich kann Deinen maßlosen Ärger und Deine Wut auch sehr gut nachvollziehen.

Mir sind (bedingt durch meine Arbeit die ich gemacht habe) viele, viele andere Fälle bekannt die im aussergerichtlichen Verfahren trotz nicht pfändbarem Einkommen bereits waren eine bestimmt Summe zur Verteilung an die Gläubiger zur Verfügung zu stellen. Es wurde auch darauf hingewiesen dass wenn die Einigung nicht stattfinden würde es auf einen Nullplan hinausführen würde und in vielen Fällen hat meist nur 1 Gläubiger seine Zustimmung verweigert und das war es dann. Einige Schuldner haben es dann tatsächlich auf den Nullplan kommen lassen - ander haben auch im gerichtlichen Verfahren freiwillig einen kleine Summe die noch vertretbar bei dem unpfändbarem EK zur Verteilung monatl. abgegeben. (Und so sollte es eigentlich auch in der Insolvenz festgelegt werden -das ist meine persönliche Meinung wie man auch schon in einigen Beiträgen lesen konnte.)

Auch sind mir Fälle bekannt wo die Schuldner ein recht gutes EK hatten und einige Euros zur Verteilung pfändbar waren und die auch dem aussergerichtlichen Verfahren zu Grunde lagen - selbst hier haben Gläubiger nicht zugestimmt und im gerichtlichen Verfahren haben sie trotzdem nur die Summe bekommen.

Die Schuldner müssen übrigens nachweisen dass sie alles tun werden um ihre finanzielle Situation zu verbessern (sich bewerben etc., Bewerbungsunterlagen und Absagen dem Gericht bzw. dem Insolvenzverwalter einreichen, mtl. Abrechnungen einreichen etc., etc. - selbst die Post der Antragsteller wird für bestimmte Zeit nicht an diese überreicht sondern per Gerichtsbeschluss direkt an den Verwalter gesandt bis die Postsperre aufgehoben wird usw., usw.)

Ich möchte eins klar stellen - weder die Schuldner noch die Insolvenzberater und Verwalter und auch die Leute von der Schuldnerberatung nehme ich in Schutz (letztere machen auch nur ihre Arbeit ) ich wollte iegntlich nur mal aufzeigend ass eben genauso wie in vielen anderen alltäglichen Situationen nicht nur die eine sondern auch die andere Seite zu sehen ist und man nicht vorschnell urteilen oder alle in einen Topf werfen sollte....auch wenn man selbst als Gläubiger betroffen ist.

Abschliessend möchte ich nur noch sagen dass ich selbst hoffe dass es niemanden hier jeweils treffen wird (aus welchem Grund auch immer) und dass niemand hier einer Nullplanlösung zum Opfer fällt.

LG
10.05.2007, 15:54 von Kasperkopf
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Hallo Jutetutchen,

Zitat:
Kasperkopf dass wird in dem aussergerichtlichen Verfahren gemacht - stimmt nur ein Gläubiger nicht zu ist das aussergerichtliche Verfahren gescheitert und die nächste Instanz sprich gerichtliche Verfahren muss beantragt werden.

Ich weiss nicht ob Du Dich mit dem Thema schon einmal auseinandersetzen musstest und die Schreiben kennst die die Gläubiger erhalten wenn der aussergerichtliche Einigungsversuch gestartet wird.

Ich weiß sehr wohl, wie so was abgeht, da wir - wie bereits erwähnt - selbst Betroffene sind.

Außergerichtlicher Einigungsversuch? Dass ich nicht lache! Die Schuldnerberater machen doch nur eines: Eine Zusammenstellung aller Schulden, Ermittlung des pfändbaren Einkommens unter Berücksichtigung der unterhaltbsberechtigten Familienangehörigen, darunter ein Strich und meistens ergibt es NULL EURO für die Gläubiger.

Wir bekamen einen Wisch (mehr war es wirklich nicht!) zugesandt, wo drin stand, dass wir sechs Jahre lang NULL EURO erhalten werden und doch bitteschön zustimmen sollen. Also rief ich den Insolvenzverwalter an und fragte ihn, ob das sein Ernst sei. Jawohl, meinte er und sang Lobeshymnen auf das private Insolvenzverfahren. Ich nehme an, dass keiner seiner Gläubiger zugestimmt hat und daher ging es in die nächste Runde. Nochmals zur Situation unseres Schuldners:

- 35-Stunden-Woche, kein Nebenjob,
- die Ehefrau arbeitet nicht, obwohl die Kinder im Teenie-Alter sind,
- eine mündliche Vereinbarung, dass er seine Schulden bei uns abarbeiten würde, hielt er nicht ein, obwohl er gesundheitlich dazu in der Lage gewesen wäre.

DAS stelle ich mir nicht unter einem ernsthaften Einigungsversuch vor. Ich hätte erwartet, dass seine Frau eine Halbtagsbeschäftigung aufnimmt, er sich noch einen Nebenjob sucht oder tatsälich die Vereinbarung mit dem Abarbeiten einhält. Wenn er dann gekommen wäre und gesagt hätte: "Hey Leute, ich kann nur Raten von xx Euro jeden Monat abzahlen, verzichtet Ihr bitte auf Zinsen oder Betrag x" wären wir die letzten gewesen, die nein gesagt hätten! Unsere Versuche, wirklich mit dem Schuldnerberater zu verhandeln wurden einfach abgebügelt!!! "Bitte rufen Sie uns nicht mehr an, das läuft halt so, dass Sie leer ausgehen und damit basta!"

Aus meinem Verwaltungsbereich hatte ich einen ähnlichen Fall. Ein Wisch mit null Euro für sechs Jahre und jegliche Versuche, zumindest ein paar Euro locker zu machen, wurden sofort abgeblockt. Wundert es Dich da wirklich, wenn man nein sagt???

Gruss Kasperkopf
10.05.2007, 14:57 von Melanie
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Zitat:
Wenn ich "3." vorgegeben hätte, würden das alle nehmen. Ist klar.



Rolli, es gibt halt nicht nur schwarz und weiß......
10.05.2007, 14:54 von Augenroll
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Wenn ich "3." vorgegeben hätte, würden das alle nehmen. Ist klar.

Ich betone nochmal: war nicht provokant oder verletzend gemeint!
10.05.2007, 14:51 von Jutetuetchen
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Zitat:
Ich nehme Antwort 3
einen Mieter der seine Rechte kennt aber auch seine Pflichten, und auch Letzteres ernst nimmt!


Dito und wenn das klappt ist auch alles in bester Ordnung

LG
10.05.2007, 14:48 von Jutetuetchen
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Zitat:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich nicht mit den meisten Banken, Versanhäusern etc. nicht auch ohne Privatinsolvenz auf eine Ratenzahlung und vielleicht auch auf einen Teilverzicht einigen kann. Aber es ist halt bequemer, alles einem Schuldnerberater zu überlassen!


Kasperkopf dass wird in dem aussergerichtlichen Verfahren gemacht - stimmt nur ein Gläubiger nicht zu ist das aussergerichtliche Verfahren gescheitert und die nächste Instanz sprich gerichtliche Verfahren muss beantragt werden.

Ich weiss nicht ob Du Dich mit dem Thema schon einmal auseinandersetzen musstest und die Schreiben kennst die die Gläubiger erhalten wenn der aussergerichtliche Einigungsversuch gestartet wird.

LG
10.05.2007, 14:12 von Melanie
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Zitat:
Machen Sie den Selbsttest! Welchen Mieter würden Sie bevorzugen?

1.Einen Mieter der nicht nachfragt, still hält und brav alles überweist?

oder

2.Einen Mieter der selbstbewusst ist, die BK-Abrechnung hinterfragt und mit den Grundzügen des Mietrechts vertraut ist?




Ich nehme Antwort 3
einen Mieter der seine Rechte kennt aber auch seine Pflichten, und auch Letzteres ernst nimmt!
10.05.2007, 14:08 von Kasperkopf
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Hallo zusammen,

ich will ja gar nicht bestreiten, dass es Situationen gibt, in denen man schlagartig in finanzielle Not geraten kann.

Aber muss ich deswegen Privatinsolvenz machen und meine Gläubiger auf ihren Forderungen sitzen lassen?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich nicht mit den meisten Banken, Versanhäusern etc. nicht auch ohne Privatinsolvenz auf eine Ratenzahlung und vielleicht auch auf einen Teilverzicht einigen kann. Aber es ist halt bequemer, alles einem Schuldnerberater zu überlassen!

Gruss Kasperkopf
10.05.2007, 13:58 von Augenroll
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Zitat:
Klar sind die Eltern in erster Linie für zuständig, aber wenn die Eltern das nicht können und -da scheint es ja eine Menge zu geben- warum sollen dann die Kinder die Leitragenden sein.
Was wäre so schlimm wenn die Führung eines Haushaltsbuches, das lesen von Verträgen in der Schule gelehrt werden würde ?

...
Da muß man aber auch wissen, dass man Kunde und nicht Bittsteller bei einer Bank ist. Doch wie soll man das lernen, wenn man sieht wie die Eltern wegen Kredite bei der Bank bitteln und betteln.
Jobo

ich möchte besonders Jobos Aussagen unterstreichen und noch folgendes ausführen:

Der Staat, besonders als Vertretung der Wirtschaft und der Kapitalmacht ist gar nicht daran interessiert, mündige schlaue selbstbewusste Bürger zu haben und zu erziehen. Die könnten sich nämlich bewusst gegen Misstände wie teure Trends, Abzocke und fehlende Wertschätzung der eigenen Person wehren.

Welche Bank möchte Kunden, die die Zinseszinsrechnung beherrschen? Welche Firma möchte Mitarbeiter, bewandert im Arbeitsrecht?

Machen Sie den Selbsttest! Welchen Mieter würden Sie bevorzugen?

1.Einen Mieter der nicht nachfragt, still hält und brav alles überweist?

oder

2.Einen Mieter der selbstbewusst ist, die BK-Abrechnung hinterfragt und mit den Grundzügen des Mietrechts vertraut ist?

(Dieser Beitrag ist keineswegs provokant gemeint, sondern soll lediglich zum Nachdenken anregen.)
10.05.2007, 13:28 von Jutetuetchen
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Hallo Zaunkoenig,

sehr treffend und gut beschrieben !

Bei einigen Themen ist es meiner Meinung so dass man sich selbst schnell ein "einfaches eigenes Bild macht" weil man selbst die Situation nicht kennt oder niemanden in seinem Umfeld hat der sich mit einer bestimmten Situation auseinander zu setzen hat bzw. muss.

Ist man selbst oder gute Freunde, Verwandte oder Bekannte betroffen sieht man die Situation von der ganz anderen Seite weil man einen deutlichen Einblick bekommt und sich auch mit der Angelegenheit auseinandersetzt und somit einen besseren Einblick erhält.

Zitat:
Es gibt Insolvenzen, da sind die Leute ganz bewusst reingegangen oder legen es darauf an. Im Vorfeld wird geprellt, betrogen und unterschlagen - so, wie die absolut Arbeitsunwilligen.
Es gibt aber auch reichlich Insolvenzen, da können die Leute einfach nicht mehr. Da war alles geplant und abgesichert und plötzlich macht es einfach peng. Und wenn das Gesamtumfeld nicht mehr stimmt, dann bleibt Dir nur noch der Weg den Notschalter zu drücken.

genauso ist es ja auch und da sollte man sich auch mal Gedanken drüber machen.

Mir sind auch Fälle bekannt die wegen einer Selbständigkeit in die Insolvenz gehen mussten und warum ??

Weil die Auftraggeber die Rechnungen nicht bezahlt haben - aber die laufenden Kosten (Finanzamt, Materiallieferanten, Gehälter, Krankenkassenbeiträge etc.)weiter liefen und irgendwann wenn kein Geld mehr reinkommt dann war es das - aus der Traum.

Mir ist mal zu Ohren gekommen dass es nicht einfach ist eine eine Arbeitsstelle zu bekommen wenn Lohnpfändungen zu erwarten sind wenn man bei der Arbeitssuche seinem zukünftigen Arbeitgeber erklären muss dass mit Lohnpfändungen zu rechnen ist - na da sind viele Arbeitgeber nicht wirklich begeistert und der Job hat sich oft erledigt.

Dies ist umgekehrt auch bei normalen Arbeitnehmern da kann es schwierig werden wenn wenn sie auf Jobsuche sind einen zu bekommen wenn Lohnpfändungen zu erwarten sind. Auch ein Grund das manche in die Arbeitslosigkeit zu rutschen oder zu bleiben wenn es an dem ist.

Wenn z.B. der Arbeitgeber mit seiner Firma in die Insolvenz rutscht - der Arbeitnehmer bekommt Monate kein Gehalt mehr (seine finanziellen Verpflichtungen (Miete, Strom, Gas, Versicherungen , Lebenshaltungskosten bleiben) da kann z.B. auch der Arbeitnehmer schneller als im lieb ist in die PInso rutschen ....

Schulden die in Folge einer Straftat entstanden sind werden übriegens nicht mit in ein Insolvenzverfahren genommen

Grüsse
10.05.2007, 13:17 von Jobo
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@zaunkoenig

dein Beitrag gefällt mir sehr gut !

Jobo
10.05.2007, 13:17 von johanni
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Hallo Kasperkopf,

Zitat:
Übrigens wird der Junge demnächst 18 Jahre alt und er hat sein Girokonto bei der Bank, wo auch der Betrieb Konten hat. Die Bank weiß also Bescheid über die Situation seines Arbeitgebers. Daher bin ich hochneugierig, ob sie dem Jungen trotzdem mit seinem 18ten Geburtstag - wie ja mittlerweile allgemein üblich - einen Dispokredit einräumen.


Gebe Dir heute schon die Antwort: Dispo wird nicht gewährt!

Der Junge sollte sich schnellstens ein anderes Kreditinstitut suchen.

LG Johanni
10.05.2007, 13:14 von Jobo
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Zitat:
In erster Linie sind immer noch die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder zu verantwortungsbewussten Erwachsenen zuständig und erst in zweiter Linie die Schulen. Wie soll bitteschön ein Lehrer die Versäumnisse von dreißig Familien nachholen können????



Klar sind die Eltern in erster Linie für zuständig, aber wenn die Eltern das nicht können und -da scheint es ja eine Menge zu geben- warum sollen dann die Kinder die Leitragenden sein.
Was wäre so schlimm wenn die Führung eines Haushaltsbuches, das lesen von Verträgen in der Schule gelehrt werden würde ?

Als ich mit arbeiten begann, bin ich zu meiner Bank und habe gefragt ob das Geld auch auf das Sparbuch überwiesen werden kann. Zuerst sollte es nicht gehen, als ich dann die Möglichkeit eines Bankwechsels angesprochen hatte ging es plötzlich doch.
Da muß man aber auch wissen, dass man Kunde und nicht Bittsteller bei einer Bank ist. Doch wie soll man das lernen, wenn man sieht wie die Eltern wegen Kredite bei der Bank bitteln und betteln.
Jobo
10.05.2007, 12:56 von zaunkoenig
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Hallo,

Absicherung hin oder her, vorsorgliche Lebensplanung hin oder her, es gibt genug Gründe, weshalb jemand unverschuldet Insolvenz anmelden muss.

Wer unter anderem einer der größten Insolvenztreiber ist, das sind Bund, Länder und Gemeinden, mit einer Zahlungsmoral von kürzestens 6 Monaten und bis zu 24 Monaten. Das verkraftet so mancher Selbständige nicht.

Weitere Insolvenztreiber sind Banken und Großunternehmen. Banken sind, Basel II sei dank, so gut wie gar nicht mehr bereit Investitionen von Unternehmen mitzutragen. Du willst 100 Euro, dann bring mir 100 und bürge für 100 und Du kriegst 100, so das Motto.
Großfirmen sind in aller Regel nicht in der Lage ihre Aufträge alleine durchzuführen und bedienen sich Subunternehmer. Meist sind die Verträge juristisch so verklausuliert, dass der normale Handwerker nicht mehr in der Lage ist diese zu verstehen und am Ende alleine für Störungen und Leistungsentgeltkürzungen gerade stehen muss.
Oder Beispiel Knebelverträge nach Aldi, Lidl und Co. Man ist gerade noch in der Lage halbwegs wirtschaftlich zu arbeiten, kann es aber dank und über die Masse nur für diesen Einen. Und dann sagt der plötzlich "Adieu".

Mal eine Statistik, die ich von den verschiedenen statistischen Landesämtern zusammengesucht habe, da es keine entsprechende Statistik für den privaten Bereich gibt:

Von 100 Insolvenzen sind:

18 Jugendliche bis 20 Jahre
30 Ehemals Selbständige (private Folgeinsolvenz)
3 Nachlässe (verschuldetes Erbe)
11 Trennung / Tod des Partners
40 Arbeitslose

Die Diskussion um Schuld oder Nichtschuld der Verbraucherinsolvenz ist ungefähr genauso aufregend wie die der Arbeitslosigkeit.
Es gibt Insolvenzen, da sind die Leute ganz bewusst reingegangen oder legen es darauf an. Im Vorfeld wird geprellt, betrogen und unterschlagen - so, wie die absolut Arbeitsunwilligen.
Es gibt aber auch reichlich Insolvenzen, da können die Leute einfach nicht mehr. Da war alles geplant und abgesichert und plötzlich macht es einfach peng. Und wenn das Gesamtumfeld nicht mehr stimmt, dann bleibt Dir nur noch der Weg den Notschalter zu drücken.

Das viele Insolvenzen im Sand verlaufen und die Gläubiger dann kein Geld mehr sehen, ist eine Seite. Unbestritten ist aber auch die Zahl derer, die versuchen reinen Tisch zu machen und sich nach Leibeskräften bemühen.

Wie gesagt, ein kontroverses Thema wie die Thematik der Arbeitslosigkeit auch. Man mag sich ein wenig mehr Gedanken um den grundsätzlichen Werteverfall der Gesellschaft machen. Ausdruck dieser zunehmenden Wertlosigkeit ist die hohe Anzahl an insolventen Jugendlichen. Da versagen auch diejenigen, die persönlich von einer Insolvenz nicht betroffen sind und abgesichert ihr bürgerliches Dasein fristen.

10.05.2007, 12:55 von Jutetuetchen
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Zitat:
Auch ich habe eine Mieterfamilie, die diesen Weg gehen musste. Aber auf die Miete habe ich keinen Tag warten müssen.Erst wenn man die Leidengeschichte kennt, die hinter so einem Verfahren liegt, meine ich, kann man sich auch eine Meinung bilden.


Das ist es ja man sollte en Leidensweg schon kennen und über den Tellerrand hinausschauen.

LG
10.05.2007, 12:28 von Jutetuetchen
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Zitat:
Auch wer am überlegen ist, sich Immobilien zuzulegen, sollte ganz genau durchkalkulieren, ob sich das rechnet. insbesondere, wenn man durch die Mieteinnahmen Geld verdienen möchte!


Das sollte jeder vernünftige Mensch tun und wenn die Leute von der Bank die die Entscheidung für oder gegen eine Kredtibewilligung bzw. Darlehen geben prüfen hier bei uns auf jeden Fall sehr genau was Sache ist und "Luftschlösser" werden einem gleich aus den Segeln genommen ohne vernünftiges und nachvollziehbares Konzept geht gar nichts und auch "Löcher" durch Leerstand oder "Mietnomaden" müssen durchdacht und geplant werden - sprich was wäre wenn Rechnung.

Ich habe selber ein paar Jahre für einen bekannten RA die PInsolvenzen aussergerichtlich und dann die Anträge für das gerichtliche Verfahren fertig gemacht und bearbeitet und die Schuldner die dort Mandanten waren hatten auch überwiegend Schulden bei Warenhäusern (Otto und Co) gefolgt von Krediten bei Banken, Finanzierungen für Autos, Kreditkarten, Handys etc. - und viele waren dabei wo ich mich gefragt habe wieso da Warenhäuser z.B. überhaupt noch geliefert haben... (diesbezgl. wird es den Leuten immer noch sehr leicht gemacht und da kann ich nur sagen: Ihr Lieben Versandhäuser(z.B. - selbst Schuld (die Angebot wie z.B. Zahlpausen über 100 Tage, Ratenzahlungen über viele, viele Monate und trotz laufender Ratenzahlungen immer wieder fleissig Belieferungen etc.)

Da kann man jetzt beliebig weiter aufzählen.

Was die Jugend betrifft - da gebe ich Kasperkopf Recht - es liegt wirklich auch an der Erziehung und wie es den Kindern vorgelebt wird (hat man gestern ja auch gesehen wo die 15 Jaährige sagte dass sie sich ja gut vorstellen könne auch irgendwann mal einen Krdeit aufzunehmen um "alles bezahlen" zu können ....... hmmmmm - Halloooo ?!?!? Wie wäre es erstmal mit einer Ausbildung oder Arbeit um Gedl zu verdienen ? - Da fass ich mich am Kopf bei solchen Aussagen - wirklich. Aber sie bekommt es ja nicht anders "vorgelebt"

LG
10.05.2007, 12:15 von Kasperkopf
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Hallo zusammen,

Zitat:
Das heißt die Verführer arbeiten hochprofessionel, die Verführten sind in der Mehrzahl nicht oder schlecht zur kritischen Betrachtung der Werbung ausgebildet, zumindest nicht in unseren Schulen. Ich würde das als einen wichtigen Bildungsaufgabe des Staats sehen.

In erster Linie sind immer noch die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder zu verantwortungsbewussten Erwachsenen zuständig und erst in zweiter Linie die Schulen. Wie soll bitteschön ein Lehrer die Versäumnisse von dreißig Familien nachholen können????

Natürlich haben auch Banken, Handybetreiber, etc. eine gewisse Teilschuld an der hohen Verschuldung gerade junger Leute. Aber nur weil es Dispokredite und Handys gibt, wird kein Mensch dazu gewzungen, diese Dinge auch über Gebühr zu nutzen.

Was Firmenpleiten anbelangt, so gibt es hier viele Gründe. Oftmals spielt natürlich die schlechte Zahlungsmoral sowie Missmangament eine Rolle. Auch wir sind davon gerade betroffen. Der Betrieb, wo unser Sohn eine Ausbildung macht, hat Insolvenzantrag gestellt.

Übrigens wird der Junge demnächst 18 Jahre alt und er hat sein Girokonto bei der Bank, wo auch der Betrieb Konten hat. Die Bank weiß also Bescheid über die Situation seines Arbeitgebers. Daher bin ich hochneugierig, ob sie dem Jungen trotzdem mit seinem 18ten Geburtstag - wie ja mittlerweile allgemein üblich - einen Dispokredit einräumen. Wenn ja, können die sich auf einen ziemlich unangenehmen Besuch von mir gefasst machen. Zwar wird es dann wieder heißen: "Der Bub ist jetzt volljährig, das geht Sie nichts an!" aber versuchen werde ich es trotzdem.

Gruss Kasperkopf

10.05.2007, 11:42 von johanni
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Hallo,

bevor hier auf die Privatinsolvenzen gedroschen wird, sollte man zunächst auf die Firmenpleiten schauen. Diese haben es doch vorgemacht!

Wie sonst läßt es sich denn erklären, dass nach Firmeninsolvenz ganz schnell sogn. Auffanggesellschaften greifen. Diese dann ohne Verbindundlichkeiten neu und u.U. ohne die hohen Personalkosten Ihren Gewinn einstreichen!!
Hier scheint das Arbeitsrecht gar nicht mehr zu greifen. Die Diskussion über Mindestlöhne ist gredezu zum totlachen. Fragt mal die Mitarbeiter, die zu einem Stundenlohn von 5 Euro brutto arbeiten müssen!!

Ich kenne einige Familien, die in die Privatinsolvenz gehen mussten. Das ist kein Honigschlecken, wie z. B. in 6 Jahren sind sie schuldenfrei!! Denn in den 6 Jahren sind diese Menschen "vogelfrei". Sie bekommen gar kein Bein mehr auf die Erde, sondern im Regelfall wird ihre Sutuation auch noch ausgenutzt.Und meine Erfahrung ist die, dass auf diesem Markt sich ungeheuer viele sogn. Helfer anbieten, die die Leute noch mehr in Schwierigkeiten bringen.
Es hat immer schon Menschen gegeben, die nicht gewillt waren, ihre Schulden zu bezahlen. Dieses sind jedoch aber immer noch die Ausnahme. Und diese Ausnahme wird durch die Medien regelrecht ausgeschlachtet.

Auch ich habe eine Mieterfamilie, die diesen Weg gehen musste. Aber auf die Miete habe ich keinen Tag warten müssen.Erst wenn man die Leidengeschichte kennt, die hinter so einem Verfahren liegt, meine ich, kann man sich auch eine Meinung bilden.

Johanni

10.05.2007, 11:22 von Jobo
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@kasperkopf
Zitat:
Genauso läuft es. Aber das ist nicht unverschuldet sondern grob vorsätzlich herbei geführt!


@dontpanic
Zitat:
Wenn das unverschuldet sein soll, was nennst du dann selbst verschuldet?



Eigentlich wollte ich auf Firmenpleiten hinaus, die nicht selbst verschuldet sind und dann die Arbeitslosigkeit nach sich zieht, gepaart mit der "falschen Lebensplanung" die man wiederum selbst verschuldet sind.

Allerdings eine Lebensplanung die vor Jahren noch gut ging, muß jetzt nicht mehr gut gehen. Natürlich ist dafür auch jeder selbst verantwortlich. Denkt man diesen Ansatz weiter, gibt es nur selbst verschuldet !
.
.

Doch ein paar Überlegungen möchte ich dazu noch loswerden.

Die Frage nach den Ursachen für PI so stark ansteigen, sollte doch auch gestellt werden.
Mag zwar in der Überzahl selbst verschuldet sein, aber wenn man alleine die Branche der mobilen Kommunikation betrachtet, sieht man in welcher kurzen Zeit aus einer Gesellschaft ein riesen Umsatz generiert werden kann, das muß ja auch irgendwo her kommen. Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden und dieser Branche irgendwelche Schuld zu schreiben.

Es wird ja auch eine Menge Geld an Werbung ausgegeben, um die Bevölkerung zu beeinflussen, mit Erfolg wie man sieht. Allerdings auch kein Wunder, denn die Werbebranche arbeitet doch sehr professionell.
Das heißt die Verführer arbeiten hochprofessionel, die Verführten sind in der Mehrzahl nicht oder schlecht zur kritischen Betrachtung der Werbung ausgebildet, zumindest nicht in unseren Schulen. Ich würde das als einen wichtigen Bildungsaufgabe des Staats sehen.

@cora
Zitat:
Und hier gebe ich den Banken eine Mitschuld: es muss nicht sein, dass sofort ein Dispo eingeräumt wird -

das sehe ich auch so.

Jobo

10.05.2007, 10:12 von Augenroll
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Anfügen möchte ich noch, dass die Verbraucherschutzgesetze viel zu lasch sind und es den Leuten zu leicht gemacht wird, Schulden anzuhäufen. Allerdings leben gerade die Banken von solch einem Verhalten und den Umständen.

Auch wer am überlegen ist, sich Immobilien zuzulegen, sollte ganz genau durchkalkulieren, ob sich das rechnet. insbesondere, wenn man durch die Mieteinnahmen Geld verdienen möchte!

Was da so alles schiefgehen kann steht z.B. hier:
http://www.webring-immobetrug.de/grund.shtm
Zitat:
Und trotzdem finde ich eine 0 Tilgung völlig unangemessen, weil es geradezu einlädt Schulden zu machen. Auch wenn man wenig Geld hat, sollte immer eine Mindestabzahlung vorgeschrieben sein !!!



Da muss unbedingt was überarbeitet werden im Insolvenzverfahren das ist auch meine Meinung. Und eine Mindestabzahlung müsste vorgeschrieben werden. So wie ich oben in meinen Beiträgen bereits angesprochen habe.

LG
10.05.2007, 09:59 von CMAX_65
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Hallo,

dies ist immer das Problem von solchen Sendungen. Es erscheint manchmal so, dass eine Privatinsolvenz mal eben zwischen zwei Vesperterminen abgewickelt wird.

Dem ist sicher nicht so, ich möchte es nicht erleben.

Und trotzdem finde ich eine 0 Tilgung völlig unangemessen, weil es geradezu einlädt Schulden zu machen. Auch wenn man wenig Geld hat, sollte immer eine Mindestabzahlung vorgeschrieben sein !!!

MFG
10.05.2007, 09:42 von Jutetuetchen
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Löli,

ja die Sendungen habe ich bereits 2-3 mal verfolgt und gestern die habe ich auch gesehen und denke genauso darüber wie Du - da bekomme ich auch das Brechen wenn ich sowas höre.

Den Schuldnerberater hätte ich hier auch treten können eine Entscheidung die irgendwie daneben ist - auch wenn die Mutter jetzt wenigstens ein Jahr das EZG bekommt ab Juni/Juli um einen Teil der Schulden zu begleichen dann hat sie nächstes Jahr immer noch gut 30.000 Euro an der Backe die dann mit ins Inso fliessen .... na wenn dass die Gläubiger mitbekommen dass das so geregelt wurde.

Das sind übrigens Leute wo ich auch sage dass sie selbst verschuldet in die Situation gekommen sind (genauso wie in Sendungen davor einieg Kandiaten)

Allerdings versetzen diese Sendungen eigentlich die Leute in den Glauben dass das InsO mal eben so nebenher läuft (so kam das gestern mal wieder rüber wie der Schuldnerberater es erklärte) und mit Links abzusitzen ist - ws ja nun mal wirklich nicht der Fall ist und sowas ärgert mich auch wahnsinnig.

LG
10.05.2007, 09:30 von Melanie
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Hallo,
passend zum Thema gibt es ja die RTL-Sendung "raus aus den Schulden"!
Kommt immer Mittwoch abends.
Hat das jemand gestern gesehen???
Ich hätte kotzen können!
Haben die 3 Karnickel verhungern lassen weil se net in der Lage waren nen Nachbarn für ne Woche um Verpflegung zu bitten
Sind der Meinung sie bekommen viel zu wenig Geld (sie allein bekommt schon 2000€ pro Monat!!!
Zusammen 130000€ Schulden, und nur damit ihre eigene Mutter noch 1 Jahr das Erziehungsgeld kassieren kann ohne das es zur Insolvenzmasse wird, schleift der Zwegat die noch 1 Jahr durch bis es in die Inso geht
Der Fall von letzter(?) Woche mit der Frau wo der Mann se in die Schulden getrieben hat (sie als Bürge) und der dann abgehauen ist.....DIE FRAU TAT MIR LEID!!!
Wirklich! Die war unschuldig!
Aber die von gestern...
10.05.2007, 09:20 von Jutetuetchen
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Hallo Kapserkopf,

Zitat:
Gegen die Folgen dieser Wechselfälle des Lebens kann man sich versichern! Auch mir wird jeden Monat schlecht, wenn ich sehe, wieviel Geld für unsere Risikovorsorge (Kranken-, Lebens-, Unfall- Dread-Disease-Versicherungen) drauf geht und mit diesem Geld wüssten wir auch wesentlich nettere Dinge anzufangen! Aber wir investieren es für den Fall X, der hoffentlich nie eintritt, damit das Leben eben weitergeht und wir niemandem Geld schuldig bleiben müssen!



Das ist ja auch richtig und ich sehe das selber auch jeden Monat-das spricht Dir sicherlich auch keiner ab aber es gibt Leute die sich selbst nur die nötigsten Versicherungen leisten können wie z.B. Hausrat-und Privathaftpflicht vielleicht noch eine Risikolebensversicherung.

Allerdings gibt es auch zu bedenken dass Leute wg. Erkrankungen keinerlei Lebensversicherungen etc. mehr bekommen. Natürlich für die Leute die Gesund sind absolut kein Problem nur haben diese Glück auch nicht alle Menschen.

Natürlich ist es auch so dass die Banken teilweise nur so mit Dispos um sich werfen und es den Leuten verdammt leicht gemacht wir an Geld zu kommen hier und da noch Kredite aufgenommen werden können - aber zur heutigen Zeit wird das auch nicht mehr ganz so einfach sein und die Banken werden auch hier vorsichtiger.

Was noch mal den Nullplan einer Entschuldung angeht - dagegen sträube ich mich auch - auch wenn der Schuldner wie schon einmal erähnt kein pfändbares EK hat und dadurch ein "O-Plan" steht und nicht ein Cent zur Verteilung steht dann sollte wirklich auch in solchen Fällen dem Schuldner auferlegt werden mtl. eine wenigstens kleine Summe in den Topf fliessen zu lassen ohne wenn und aber und wenn dass nicht regelmässig funktioniert dann sollt es denn dann gewesen sein mit dem InsO Verfahren.

Gerichtskosten z.B. fliessen ja auch nicht mit ins InsO - die müssen gezahlt werden ansonsten geht es ab ....die müssen ohne wenn und aber gezahlt werden - auch wenn es in Raten ist.

Bei "einigen Schuldnern" ist vermutlich ein Leben lang nichts mehr zu holen, ob man einen Titel als Gläubiger hat oder auch nicht, diese werden vermutlich nichteinmal darüber nachdenken eine InsO anzustreben....

Ich selber bin bisher in keinem InsO als Gläubiger "vertreten" - kenne nur einige Fälle die selbst das InsO verfahren anstreben mussten und diese Leute haben verdammt an der Situation zu knacken - auch vom psychischen her.

LG
10.05.2007, 08:53 von dunkelROOT
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Soderle hier ist mein Senf zu diesem Thema:

Also eines muss man auch mal klar sagen, in 99% Prozent der Fälle sind immer die Anderen Schuld!!! Das ist halt so.

Gerade dann, wenn Leute selbstständig sind und von den kaufm. Dingen keine Ahnung haben. Immer die Anderen. Leider kenne ich selber einige Fälle wo das so ist. Und wenn ich dann die GmbH sehe, welche sich bei mir eingepachtet hat, bzw. den "Geschäftsführer" hmm na ja, also da ist nicht viel kaufm Substanz. Gut im Moment laufen seine Geschäfte und die Pacht kommt, nur ich gebe ihm pers. keine 5 Jahre mehr.

dunkelROOT
10.05.2007, 08:48 von Augenroll
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Ich meine Menschen in Privatinsolvenz sollten nicht vorverurteilt werden. Denn wirklich jeden kann es treffen.

In der Bau- und Immobilienbranche ist Insolvenzbetrug teilweise an der Tagesordnung.

Auch Vermieter/Verwalter gehen schonmal in die Insolvenz und sagen es den Mietern nicht. Zuvor wurden in solchen Fällen die Kosten für Heizung, Strom, Fernwärme, Versicherung oder Wasser nicht bezahlt, oftmals die Kautionen und Vorauszahlungen der Mieter veruntreut. Das Ende ist: der Mieter sieht gar nichts von seinem Geld wieder und sitzt auf dem Trockenen und im Kalten.

Sollte man niemals vergessen, dass es solche Fälle auch gibt!!!

@CMAX,
Zitat:
Hallo,

dankeschön an Kasperkopf, cora, Jobo, Jutetuetchen und maralena1970 für alle Diskussionsbeiträge.

Hätte schon fast nicht mehr gedacht, dass eine sachliche und trotzdem sehr gründliche Analyse aller Beteiligten noch möglich ist (trotz oder gerade wegen augenkranken Typen).

Ich finde dies verdient ein grosses Kompliment an alle, dieses Forum ist absolut werthaltig und hilfreich aktuelle Probleme im VM-Geschäft zu erkennen und adäquat zu bewältigen.

Einen schönen Abend bzw. Guten Morgen wünsche ich, je nach dem, wann Ihr es anclickt !!!

MFG

Ihre Aussagen leisten keinen signifikanten Beitrag zum Sachthema. Bitte beschränken Sie sich auf die von Ihnen selbst bereits zahlreich eröffneten "Laber"threads.
09.05.2007, 22:08 von dontpanic
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Hallo Jobo,

Zitat:
Falsche Lebensplanung, laufende Kosten bei gutem Job sehr hoch (Auto geleast, Wohnung gemietet, Möbel auf Kredit finanziert, Girokonto immer am limit, hohe Handyrechung usw.)
Wenn das unverschuldet sein soll, was nennst du dann selbst verschuldet?

Gruß,
dp
09.05.2007, 20:43 von CMAX_65
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Hallo,

dankeschön an Kasperkopf, cora, Jobo, Jutetuetchen und maralena1970 für alle Diskussionsbeiträge.

Hätte schon fast nicht mehr gedacht, dass eine sachliche und trotzdem sehr gründliche Analyse aller Beteiligten noch möglich ist (trotz oder gerade wegen augenkranken Typen).

Ich finde dies verdient ein grosses Kompliment an alle, dieses Forum ist absolut werthaltig und hilfreich aktuelle Probleme im VM-Geschäft zu erkennen und adäquat zu bewältigen.

Einen schönen Abend bzw. Guten Morgen wünsche ich, je nach dem, wann Ihr es anclickt !!!

MFG
09.05.2007, 19:23 von Kasperkopf
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@Jobo:

Zitat:
Falsche Lebensplanung, laufende Kosten bei gutem Job sehr hoch (Auto geleast, Wohnung gemietet, Möbel auf Kredit finanziert, Girokonto immer am limit, hohe Handyrechung usw.) und dann arbeitslos (warum auch immer) und plötzlich geht das ganz schnell abwärts. Um Löcher zu stopfen Kredite ohne Prüfung von dubiosen Anbietern aufgenommen und ab geht die Fahrt in die Tiefe.

Genauso läuft es. Aber das ist nicht unverschuldet sondern grob vorsätzlich herbei geführt!

@Jutetutchen:

Zitat:
Schnell ist man in die Insolvenz gerutscht, z.B. durch einen Unfall und man kann nicht mehr arbeiten gehen (die Rente die man dann vielleicht irgendwann mal nach Jahren zugesprochen bekommt reicht dann auch nicht mehr), der Ehepartner o.ä. verstirbt, die Verpflichtungen laufen aber weiter.

Gegen die Folgen dieser Wechselfälle des Lebens kann man sich versichern! Auch mir wird jeden Monat schlecht, wenn ich sehe, wieviel Geld für unsere Risikovorsorge (Kranken-, Lebens-, Unfall- Dread-Disease-Versicherungen) drauf geht und mit diesem Geld wüssten wir auch wesentlich nettere Dinge anzufangen! Aber wir investieren es für den Fall X, der hoffentlich nie eintritt, damit das Leben eben weitergeht und wir niemandem Geld schuldig bleiben müssen!

@cora:

Zitat:
Früher hat man sich einen Nebenjob gesucht, Frau und Kinder haben dazu verdient...heute ist man froh wenn einer in der Familie einen Job hat. Und das allgemeine Konsumverhalten, jeder muss alles haben und zwar jetzt gleich und sofort, trägt auch zum Großteil mit bei.

Das werfe ich auch meinem aktuellen Fall vor! 35-Stunden-Woche, die Frau geht selbstverständlich nicht arbeiten, obwohl die zwei Kinder schon im Teenageralter sind und an einen Nebenjob ist natürlich nicht zu denken! Hier kann keine Rede davon sein, dass jemand alles gibt, um seine Gläubiger zu befriedigen!

Gruss Kasperkopf

09.05.2007, 19:17 von maralena1970
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Hallo,

ich denke auch, dass eine Vielzahl von diesen Fällen selbst-"verschuldet" in diese Situation gerät.

Es gibt aber gerade auch bei Selbständigen oft die Situation, dass ein Kunde mit höherem Auftragsvolumen nicht zahlt und dann macht man nicht sofort seinen Laden zu, sondern macht weiter, um dies mit neuen Aufträgen aufzufangen. Dann brauchen nur noch 1-2 weitere Kunden nicht zu zahlen und schon steckt man voll drin.

Die echte Privatinsolvenz hervorgerufen durch unangemessenes Konsumverhalten ist wirklich nicht zu entschuldigen.

Aber bei Selbständigen - guckt Euch doch hier die ganzen Fälle an, wo der Kunde - nämlich in unserem Falle der Mieter - einfach nicht zahlt oder unberechtigt mindert und man diesen nichtmal aus der Wohnung bekommt. Da ist man bei einer knappen Finanzierung ganz schnell in der Insolvenz. Wer will nicht alles versuchen, die Zwangsversteigerung von einem vielleicht ewig schon im Familienbesitz stehenden Haus, aufzuhalten?!?

Ich denke sogar, dass bei der heutigen Zahlungsmoral der Leute, sowas jedem von uns als VM ganz schnell treffen kann.

Siehe all die Opfer von Herrn Schneider aus Frankfurt - da sind Dutzende von redlichen Unternehmern dran kaputt gegangen...

Ich hoffe, mir passiert sowas nie und wenn mir bspw ein potenzieller Mieter die Gründe dafür erklären kann und diese NICHT im unangepassten Konsumverhalten lagen, will ich auch jedem eine Chance geben.

Wenn ich allerdings sehe, dass jemand, der gerade von der Restschuld befreit wurde, schon mit seinem neuen TT Cabrio gesponsort von Papi durch die Gegend fährt, kriege ich das Kotzen. Und die Handwerker und Zulieferer warten noch heute auf ihr Geld!!

Da kann man nicht alle über einen Kamm scheren, aber es gibt natürlich unmögliche Exemplare, bei denen nichts mehr zu entschuldigen ist!

Mara
09.05.2007, 19:01 von Cora
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Hallo

ich denke schon, dass die meisten Leute selbst Schuld sind, sie verlieren ganz einfach den Überblick und scheuen sich wahrscheinlich rechtzeitig Rat zu holen (Schuldnerberatung) - aber das mit der Schuld ist eben so eine Sache.

Wie heißt es so schön: es gibt immer einen Ausweg, nur - den muss man suchen und auch wollen und sich am eigenen Kragen aus dem Dreck zu ziehen, liegt nicht jedem.

Früher hat man sich einen Nebenjob gesucht, Frau und Kinder haben dazu verdient...heute ist man froh wenn einer in der Familie einen Job hat. Und das allgemeine Konsumverhalten, jeder muss alles haben und zwar jetzt gleich und sofort, trägt auch zum Großteil mit bei.

Ich erinnere mich als unser Sohn seine Ausbildung begann und vom 1. Tag an einen Dispo in Höhe 1 Monatslohns eingeräumt bekam und wie junge Leute meistens sind, es wurde auch fleissig Geld abgeholt und nicht darüber nachgedacht, dass man fast das doppelte abholte als das, was auf dem Konto war.

Und bei der 2. Gehaltszahlung war dann 0 auf dem Konto.
Ja, wieso das denn??? Habe dann ein ernstes Wort gesprochen und wir sind zusammen zur Bank und haben den Dispo löschen lassen.

Und hier gebe ich den Banken eine Mitschuld: es muss nicht sein, dass sofort ein Dispo eingeräumt wird - das gab es früher nicht. Kenne einige Kumpels von unserem Sohn, die mit 22, 25 Jahren schon 10.000 - 30.000 € Schulden bei der Bank haben.
Wenn da etwas dazwischen kommt, ist es soweit, da hast du mit jungen Jahren schon die 1. Pleite hingelegt.

Gruß

09.05.2007, 18:44 von Jutetuetchen
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Hallo Ihr Lieben,

schön dass CMAX dieses Thema eröffnet hat da ja in einigen Beiträgen bereits Diskussionen darüber stattfanden und jetzt ein Platz für weitere Diskussionen hier gefunden bzw. gestartet wurde.

Zitat:
Ansonsten finde ich es ok, dass es solche Möglichkeiten gibt, denn viele Leute geraten unverschuldet in Not und denen ist damit geholfen.


Dass unterschreibe ich auch !

Natürlich gibt es auch viele, viele Leute die "Mistbock" gebaut haben und von vorneherein wusste niemals nie ihre Bestellungen bei Warenhäusern z.B., Mieten, hohe Handyrechnungen etc. bezahlen konnten oder jemals bezahlen können bzw. merh Geld ausgegeben haben als sie jemals zur Verfügung hatten. Auch ist hier nicht allen ein "Vorsatz" zu unterstellen. Aber es gibt eben solche und solche Leute da sollte wirklich auch einmal über den Tellerand hinaus geschaut werden.

Schnell ist man in die Insolvenz gerutscht, z.B. durch einen Unfall und man kann nicht mehr arbeiten gehen (die Rente die man dann vielleicht irgendwann mal nach Jahren zugesprochen bekommt reicht dann auch nicht mehr), der Ehepartner o.ä. verstirbt, die Verpflichtungen laufen aber weiter. Ich kenne Leute in meinem privaten Umfeld die wirklich unverschuldet in die InsO gerutscht sind und vorher alles getan haben um den Weg zu umgehen und sie haben es leider trotzdem nicht geschafft.

Zu bedenken bei einer PInsO ist auch dass die Schuldner auch einen langen Atem haben müssen um die Jahre der laufenden InsO zu überstehen - sprich es dürfen keinerlei weiteres Schulden gemacht werden ansonsten ist es aus und vorbei und die Restschuldbefreiiung wird versagt und das war es da.

Leute die überhaupt ein wirkliches Interesse an der ganzen Geschichte haben müssen schon in den Jahren des Verfahrens "Wohlverhalten zeigen" und diejenigen die keinerlei Interesse daran haben oder meinen :"Dann reiche ich eben InsO ein und Pustekuchen und nach 7 Jahren ist alles vorbei".... meint ihr wirklich die haben den langen Atem sich in der Zeit diesbzgl. nichts mehr zu Schulde kommen zu lassen ??? Die Auflagen die da vorgegeben sind sind auch nicht ohne und ich habe schon einige Fälle gehört wo es ganz schnell vorbei war und alles verwirkt war.

Natürlich kommen auch Kosten auf die Schuldner zu - sprich die Verfahrenskosten müssen gezahlt werden - meist in Raten nach dem Verfahren ?!?!? (Muss ich nochmal nachsehen) Auch das aussergerichtliche Verafhren sowie das gerichtliche Verfahren kostet Geld was der Schuldner aufbringen muss (ist also nicht alles für "lau") -Rechtsanwälte machen z.B. auch die "Vorarbeit" und der nimmt auch Geld dafür, bestimmte Schuldnerberatungsstellen auch so und wenn das nicht bezahlt ist geht der Antrag auch soviel ich weiss auch nicht vor Gericht ... lasse mich diesbzgl. aber gerne eines besseren belehren

Richtig finde ich allerdings dass "dieser Spass" auch wirklich nur einmal im Leben "durchgeführt" werden darf - wer sich nach einer solchen Möglichkeit wieder in Schulden wälzt dem ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen.

Auch wird das Leben nach der Insolvenz nicht wirklich einfach sein denn ich kann mir vorstellen dass es dann weiterhin schewr sein wird Handyverträge, ein Konto etc. zu bekommen. Soviel mir bekannt ist werden bei der Schufa die einträge der Insolvenz dann nach 3 Jahren gelöscht - aber die Firmen z.B. wo Schulden bestanden da werden entsprechende Vermerke bei dem bestimmten Namen aufblinken. (ist irgendwo auch richtig)

Diese Möglichkeit des "Nullplanes" kann ich natürlich auch nicht für richtig erklären - hier sollte eigentlich überlegt werden ob der Schuldner nicht doch ein paar Euros aufbringen muss monatlich zur Aufteilung an die Gläubiger (ich weiss es sind da wirklich dann Cents je nach Gläubigeranzahl, deren Prozentualen Anteils etc.) aber der Schuldner muss auch merken und wissen dass es nicht so einfach geht - hab nichts pfändbares kriegt auch keiner was, juckt mich nicht.

Ich kann auch den Ärger von denen nachvollziehen die als Gläubiger in einem InsO auftauchen und nur einen winzigen Anteil ihrer Forderungen erhalten - oder bei Nullplan eben auch nichts.

Trotzdem sollte man wie gesagt einmal über den Tellerrand hinaus schauen ....

LG

Ich hoffe nur dass ich mein Leben lang niemals nie diesen Weg wählen bzw. gehen muss - aber man weiss ja nie was passiert - aber ich hoffe dass nichts passiert.
09.05.2007, 18:42 von Jobo
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@Kasperkopf
Zitat:
wie kann man bitte in diesem unserem Lande unverschuldet derart in Not geraten


ich denke das kann ganz schnell gehen. Es gibt ja auch genug Firmen die Pleite gehen.
Falsche Lebensplanung, laufende Kosten bei gutem Job sehr hoch (Auto geleast, Wohnung gemietet, Möbel auf Kredit finanziert, Girokonto immer am limit, hohe Handyrechung usw.) und dann arbeitslos (warum auch immer) und plötzlich geht das ganz schnell abwärts. Um Löcher zu stopfen Kredite ohne Prüfung von dubiosen Anbietern aufgenommen und ab geht die Fahrt in die Tiefe.

Jobo
09.05.2007, 18:18 von Kasperkopf
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Hallo Cora,

wie kann man bitte in diesem unserem Lande unverschuldet derart in Not geraten, dass man anderen Leuten Zeit seines Lebens Geld schuldig bleibt?

Alle PI'ler die ich kenne, haben ganz alleine selbst Schuld an ihrer Situation!

Gruss Kasperkopf
09.05.2007, 18:12 von Cora
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Hallo

hatte auch einen Mieter mit PI, hatte noch Rückstände (NK und 2 nicht gezahlte Mieten). Der "Vorteil" für mich lag darin, dass er zahlen musste bzw. muss, da ich ansonsten dem Insolvenzverwalter Mitteilung mache. Dann kriege ich zwar kein Geld mehr - aber ihm ist dadurch mehr geschadet.

Ist eigentlich nicht meine Art, aber das Hemd ist mir näher als die Hose und schenken tut mir auch keiner was.

Ansonsten finde ich es ok, dass es solche Möglichkeiten gibt, denn viele Leute geraten unverschuldet in Not und denen ist damit geholfen.

Gruß
09.05.2007, 17:26 von Kasperkopf
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Hallo CMAX,

genau so und nicht anders isses!!!

Gruss Kasperkopf
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
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