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20.03.2008, 21:03 von baroloProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Pfandkehr - was nun?
8 Monate nach der Kündigung hat meine Made letztes Wochenende die Wohnung geräumt - unter Hinterlassung von 23 blauen Müllsäcken, beschmierten Wänden, kaputter Elektrik und 7300,- Euro Schulden für Miete, Anwalts- und Gerichtskosten.

Die Wohnung kann ich richten, aber was mich ärgert, daß er sämtliche seit Oktober letzten Jahres meinem Vermieterpfandrecht unterliegenden Sachen mitgenommen hat. Da hätte ich wenigstens ein paar Euro noch zur Verwertung gehabt (Computer, Laptop, 2 Drucker, Flat-TV, Trockner, Tiefkühltruhe, Playstation usw.). Jetzt ist alles 400 km weit weg.

Lohnt es sich Strafanzeige zu erstatten? Ich meine, er wird natürlich sagen, daß das alles nicht ihm gehört.

Der Insolvenzverwalter will sich dazu nicht äußern (ich habe ihn auf der ersten Gläubigerversammlung kennengelernt). Er hatte nur ein müdes Lächeln für mich übrig...

Soll ich oder soll ich nicht? Mein RA ist mir im Moment zu teuer, aber vielleicht weiß ja jemand von Euch einen Rat
Alle 5 Antworten
22.03.2008, 12:13 von CMAX_65
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Hi,

Ostern und das Vermieterpfandrecht......

19.März 2008 18:03
Die Ostergeschichte - z.B. nach Johannes, Kap. 20 ff. (www.ostern-mit-dem-osterhasen.de) - berichtet von der Verwunderung der Maria Magdalena, als sie am ersten Tag der Woche an das Grab kommt, in dem Jesus vor dem Sabbat beerdigt worden war. Ähnlich geht es Vermietern nicht nur am Sabbat, die ihre Mieter besuchen wollen, um nach der ausgebliebenen Miete zu fragen. Sie finden nicht selten verlassene Wohnungen, in denen Möbel o.ä. zurückgeblieben sind. Wer jetzt zur Selbsthilfe greift, macht sich nicht nur strafbar (z.B. Unterschlagung, Sachbeschädigung), sondern läuft auch Gefahr, Schadensersatz in erheblichem Umfang hervorzurufen. So wurde kürzlich ein Vermieter zum Schadensersatz verurteilt, weil er die als wertlos eingeschätzten in der verlassenen Wohnung zurückgebliebenen Utensilien entsorgt hatte. Dem Mieter, der seinen Auszug einräumte, gelang mit Prozesskostenhilfe der Beweis, dass er ein Bild im Wert von über € 10.000 zurückgelassen hatte.

http://www.blog.beck.de/?p=543

Bild maximieren, sonst erscheint kein Text !

MFG
Strafanzeige würde ich auf jeden Fall erstatten. Mach es der Made nicht einfach.
Ich habe das damals auch gemacht und im Mai ist endlich Verhandlung. Außerdem läuft noch das Mahnverfahren wegen Mietrückständen und Schadensersatz.

Also, mach der Made das Leben schwer - sie hat Dir deines auch nicht leicht gemach!
21.03.2008, 00:27 von tommytulpe
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Mach es der Made nicht einfach. Es muss sich in Madenkreisen rumsprechen, dass das Madenleben schwieriger wird weil Vermieter sich wehren.
20.03.2008, 23:55 von Cora
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Lohnt es sich Strafanzeige zu erstatten?

Ich würde es machen, egal ob es sich für mich lohnt oder nicht, rein aus Vergnügen
20.03.2008, 21:04 von stefan_nuernberg
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Warum nicht, kostet doch nichts außer einen Brief.

Und ich finde solchen Leuten muss man zeigen, dass es so eben nicht geht.

Gruß

Stefan

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