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10.01.2007, 19:02 von gutervermieterProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Pfändungs- und Überweisungsbeschluss
Hallo,
eine Frage an die Fachleute.
Aus einer älteren Geschichte heraus habe ich gegen einen Mieter einen Titel erwirkt. Daraus ging dann ein Erlaß auf einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluß hervor.
Heute kommt nun vom Amtsgericht ein Schreiben mit Anhang zur Kenntnisnahme. Formlos.
In diesem Anhang schreibt der Arbeitgeber des Exmieters etwa sinngemäß:

"Unser Mitarbeiter hat Kinder, ist Unterhaltspflichtig, daher Lohn nicht pfändbar"

Super oder. Keine Lohnbescheinigung aus der irgendetwas hervorgeht, kein Nachweis, nichts.
Fragt da das Amtsgericht beim AG nicht nach? Da kann doch mein Kumpel, der AG schnell Mal so ein Schreiben aufsetzen, oder wie.

Vielen Dank im voraus für eine Antwort
Alle 6 Antworten
10.01.2007, 20:42 von Kopfverdreher
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Du hast einen Pfändungs und Überweisungsbeschluss,
na da hast Du schon mal die besseren Karten.

Ich rate dir, präsentiere das Ding der Hausbank deines Mieters ( müsstest du irgendwie rauskriegen ) und du wirst sehen, wie schnell und unkompliziert Banken helfen können !

In meinem Job habe ich täglich damit zu tun !

Nur mal so als Tipp....

LG Kopfi
10.01.2007, 20:13 von gutervermieter
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Hall Anita,
danke für die Antwort.
So sehe ich das auch. Mittlerweile habe ich bei wikipedia etwas dazu gelernt. Es gibt anscheinend Pfändungsfreigrenzen für die Unterhaltsverpflichtungen.
Normalerweise erscheint aber der GV beim Arbeitgeber des Schuldners und hält Einblick in die Lohnverhältnisse. Diese teilt er dem Amtsgericht mit.

Ich denke, ich muß doch nochmal aufs Amtsgericht in die Warteschlange

10.01.2007, 19:54 von Anita
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@gutervermieter
Zitat:
"Unser Mitarbeiter hat Kinder, ist Unterhaltspflichtig, daher Lohn nicht pfändbar"


Das ist m. E. keine Lohnbescheinigung. Degen würde ich widersprechen.

10.01.2007, 19:47 von gutervermieter
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Augenroll Schrieb:

"Vielleicht denken Sie aber wirklich mal an die Kinder!? Nur falls es möglich ist, und es nicht schlimm ist, sich einen Zacken aus der Krone zu brechen."

Mit verlaub mein Herr, aber was soll der Schmarrn.

Wer dachte an meine drei Kinder, als der Ex stolz mit seinem neuen Handy spielte, seine Miete nicht bezahlte und die Bank trotzdem die Hypothekenzinsen bei mir einforderte. Er fuhr im fetten Benz spazieren und winkte mir fröhlich zu, während ich die Werbung aus seinem Briefkasten fischte, damit mehr Platz für die Mahnbescheide war.

Und was soll die Anspielung mit dem Zacken aus der Krone brechen.

@ Cora
Danke für die Antwort. An Einspruch habe ich auch gedacht. Mich hat eigentlich nur schockiert, dass man da vom Amtsgericht keinerlei Mitteilung bekommt, wie hoch das Existenzminimum des Ex ist, und wieviel ihm noch wielange vom Lohn gepfändet wird. Mein Titel hat ja doch 30 Jahre Gültigkeit.

10.01.2007, 19:35 von Cora
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Hallo

man kann nicht immer nur an die anderen denken, so Leid mir das auch tut. Vielleicht hat der Vermieter auch Kinder?

Sollte dagegen Einspruch einzulegen sein, würde ich dies tun, es gibt die pfändbare Grenze und was darüber hinaus vorhanden ist kann auch gepfändet werden, wobei man ja hier seine soziale Ader sprechen lassen kann.

Sollte man nicht weiterkommen, es gibt beim AG bestimmt auch Menschen, die einem weiterhelfen.
10.01.2007, 19:12 von Augenroll
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Zitat:
zur Kenntnisnahme


Ist auch nur zur Kenntnisnahme gedacht, keinerlei Rechtsrelevanz.

Vielleicht denken Sie aber wirklich mal an die Kinder!? Nur falls es möglich ist, und es nicht schlimm ist, sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.
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