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27.06.2007, 11:43 von TinaWProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|NK-Vorauszahlung von Kaution einbehalten
Hallo Zusammen,

ich habe erstmalig so richtig saftigen Ärger mit einem Mieter, der gerade ausgezogen ist (richtig böse unsachliche Briefe). Und zwar wegen der Einbehaltung von NK-Vorauszahlungen anteilig für 2007.

Vereinbart war, dass sowohl die NK-Nachzahlung für 2006 als auch für 2007 ein Betrag einbehalten wird, da die Vorauszahlungen nicht ausreichen werden.

Ich habe nun exakt auf Basis der Kosten von 2006 kalkuliert, aber die Mieter können anscheinend 1+1 nicht so recht zusammen zählen, weil Sie mir beim 1. Schreiben eine Kalkulation auf Basis der Nachzahlung aufmachen, was systematisch falsch ist. Das 2. Schreiben kam vom Anwalt und nun bezieht sich die Kalkulation zwar systematisch korrekt auf die Kosten 2006, berücksichtigt jedoch nicht die Heizkosten.

Jetzt verlangt man von mir eine Zahlung, welche jedoch vollkommen ungerechtfertigt ist. Ich habe nochmal alles schriftlich erläutert und Einsicht in die Belege angeboten - mehr kann ich jetzt auch nicht mehr tun, ohne dass wir uns im Kreis drehen...

Frage: sollte ich mir nun auch einen Anwalt nehmen, obwohl ich mir sicher bin, dass meine Berechnung richtig und gerechtfertigt ist oder kann ich mit das getrost sparen und weitere Schreiben ignorieren?

Ich möchte nicht am Ende dastehen und die einbehaltenen Vorauszahlungen zurückzahlen müssen und dann im nächsten Jahr meinem Geld hinterherlaufen müssen. Wenn die Einbehaltung von der Kaution schriftlich vereinbart wurde, müsste das bei korrekter Berechnung doch "wasserdicht" sein oder?

Oder hat hier schonmal jemand andere Erfahrungen diesbezüglich gemacht?

Danke für Eure Antworten
Tina
Alle 6 Antworten
28.06.2007, 17:30 von TinaW
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Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten

@Rita: der Mieter musste eine hohe Nachzahlung für 2006 leisten und da die Vorauszahlungen in 2007 genau so niedrig wie in 2006 waren, habe ich jetzt auf Basis der Kosten 2006 die voraussichtliche Nachzahlung für 2007 einbehalten.

Gruß
Tina
28.06.2007, 10:39 von maralena
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Hallo,

ich habe zur Zeit einen ganz ähnlichen Fall und auch hier ist es so, dass der Anwalt genau das macht, was ihm die Mieter sagen. H&G hat mir hier empfohlen, noch ein letztes Mal die Zusammensetzung der Nachzahlungen zu erläutern und Einsicht in die Belege anzubieten. Dann sollte man nicht mehr auf weitere Schreiben eingehen, sondern abwarten.

Wenn die Mieter wirklich Klage einreichen, kannst Du dann immer noch zum Anwalt gehen. Ich würde mich nur nochmal bspw. bei H&G versichern, dass mit der Abrechnung alles ok ist (Objekt, Zeitraum, Positionen abgrechnet lt. Mietvertrag usw.) und dann ist es aber auch wirklich gut.

Gruß
Mara
28.06.2007, 10:20 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist es in rechtlich eindeutigen Fällen und wenn Mieter/Mieterbund/Anwalt einfach nicht verstehen wollen (denn so blöde ist eigentlich keiner) der nerven- und zeitschonendste Weg, ganz gemütlich abzuwarten, bis die Anspruchsteller ggfs. Klage einreichen


....wenn NK/BK Abrechnung ok ist abwarten.

Leider gibt es auch dämliche Anwälte, die Ihre eigene Spielregeln nicht kennen, und darauf vetrauen, dass der VM dann kleinbei gibt.

Hatte auch mal ne Klage "am Hals" die hat der gegnerische Anwalt wegen eines Formfehlers komplett selbst zahlen durfte.
Immerhin ca. 500 €uronen.

Dieser Anwalt überlegt sich sicherlich zukünftige Klagen....gegen mich

MFG
28.06.2007, 10:04 von Rita
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Zitat:
owohl die NK-Nachzahlung für 2006 als auch für 2007 ein Betrag einbehalten wird

Musste der Mieter nun eine Nachzahlung für 2006 leisten - oder hatte er einen Erstattungsanspruch, den du einbehalten willst?

Jedenfalls bist du dir sicher, dass deine "Vorausberechnung zur Ermittlung des angemessenen Einbehalts" sachlich und rechnerisch korrekt ist - und die angemessene Höhe deines Einbehalts begründet - SCHÖN.

Zitat:
mehr kann ich jetzt auch nicht mehr tun, ohne dass wir uns im Kreis drehen...

Das kommt mir nur allzu bekannt vor. Was habe ich mir schon die Finger wund geschrieben, weil ich dachte, man müsste doch den Mieter vor unnützen Anwalts-/Gerichtskosten bewahren - und es müsste doch möglich sein etwas Vernunft/Einsicht herauszukitzeln.
Denkste - anscheinend ist die Devise: "mit Dreistigkeit/Dummstellen setzen wir uns schon durch, zermürben den Vermieter". Wenn Mieter/Mieterbund/Anwalt sich um unbegründete Ansprüche absolut streiten WOLLEN - dann ist jede weitere Zeile von dir einfach nur verschwendete Zeit.
Einmal hatte ich sogar mit dem "gegnerischen" Rechtsanwalt telefoniert, weil die Sach-/Rechtslage so absolut klar war. Seine Antwort "natürlich habe ich meinem Mandanten abgeraten, er bestand aber dennoch darauf, weiterzumachen". Was soll man dazu sagen ?!

Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist es in rechtlich eindeutigen Fällen und wenn Mieter/Mieterbund/Anwalt einfach nicht verstehen wollen (denn so blöde ist eigentlich keiner) der nerven- und zeitschonendste Weg, ganz gemütlich abzuwarten, bis die Anspruchsteller ggfs. Klage einreichen.
Auch wenn zuvor noch so viel Wind gemacht wurde - ich hab's jedenfalls noch nie erlebt, dass Mieter/Anwalt dann tatsächlich soweit gegangen wären, auf ein nichtvorhandenes Recht zu klagen - und den Gerichtskostenvorschuss zu zahlen (anscheinend ist das das einzige, was wirklich abschreckt/zur Vernunft bringt).

27.06.2007, 14:51 von TinaW
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Hallo Cora,

habe ich auch so gemacht.

Mir kamen nur Zweifel, dass es vielleicht nicht 100% wasserdicht ist, die NK inkl. Vorauszahlungen für 2007 einzubehalten.

Vereinbaren kann man ja vieles (s. Kaution), aber wenn dann hinterher prozessiert wird, geht es doch meist nicht mehr um das, was tatsächlich vereinbart war.

Und diesen Leuten im nächsten Jahr wegen einer voraussichtlich nicht unerheblichen Nachzahlung hinterherzulaufen, ist wahrscheinlich der Horror, wenn die schon wegen einer Abrechnung zum Anwalt laufen...

Danke für die Antwort
Gruß
Martina
27.06.2007, 14:30 von Cora
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Zitat:
Vereinbart war, dass sowohl die NK-Nachzahlung für 2006 als auch für 2007 ein Betrag einbehalten wird, da die Vorauszahlungen nicht ausreichen werden.




Wenn du das mit deinen Mietern schriftlich gemacht hast, sehe ich keinen Grund, jetzt vorzeitig irgendwelche Beträge auszuzahlen.

RA schreiben in der Regel nur das, was sie vom Mandanten gesagt bekommen. Ich würde erst mal abwarten und ggf. noch mitteilen, dass zu der NK leider auch die Heizkosten gehören

Gruß
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