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05.04.2007, 17:09 von bassMausProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Neues Bad in Eigenleistung
Wie seht Ihr das?

Meine Mieter sind auf die Idee gekommen, das Bad renovieren zu wollen. Der Schwager ist vom Fach, hat auch schon den damals gewünschten Umbau der Küche vorgenommen und die Arbeitsweise ist von meinem Monteur für gut und korrekt befunden worden. Also vom Prinzip her alles ok.. Sssso, nun wollen sie aber die Materialkosten von mir erstattet bekommen! Ich habe mir eine Aufstellung mit den jeweiligen Kosten geben lassen und feststellen müssen, daß an "Goldenen Wasserhähnen" nur kurz vorbeigeschrammt wurde.. Also Klartext: alles vom Feinsten und sehr kostenintensiv! Am Bad im IST-Zustand wäre nach meinem Verständnis nix auszusetzen! Alles ist iO, heil, funktionstüchtig, aber eben nicht wie aus dem neusten Badezimmer-Katalog.. Sie argumentieren mit "Wertverbesserung" und ER will seinem schwangeren Mäuschen halt jeden Wunsch von den Augen ablesen! Menschlich zu verstehen, aber doch nicht komplett auf MEINE Kosten, oder? So hochwertige Einbauten würde ich in meinem von MIR selbst bewohnten Haus NICHT vornehmen..
In wie weit soll ich ihnen entgegen kommen und wie schütze ich mich KORREKT im Hinblick auf einen evtl. Auszug?

NEIN, Augen-Dings, ich erwarte NICHT von meinen Mietern, daß sie mir ein Traumbad ins Mietshaus bauen und ich mir hinterher die Hände reiben kann..
Die Idee kam NICHT von mir..
Alle 28 Antworten
15.04.2007, 19:42 von dedl
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Moin Rita,

ja, genau die Teile meinte ich.

Zitat:
Von diesem CONRAD-Kram halte ich nichts - auch wenn's vielleicht bei nachträglichem Einbau als einfache Lösung erscheint.
Vielleicht verstehe ich die Technik aber auch nur falsch?!


Wenn Du da was falsch verstehen würdest, wären wir schon zwei. Mir leuchtet der Ablauf auch nicht so richtig ein, deshalb meine Frage, ob jemand bereits Erfahrung mit den Dingern hätte.

Ich denke, ich werde meine Zirkulation auch weiterhin per Zeitschaltung betreiben.
14.04.2007, 11:56 von Michelle
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Hab auch ein neues Bad eingebaut, allerdings ist der Mieter mein Bruder und hat mir, da er Heizung-Sanitär gelernt hat, zu Grohe-Amaturen geraten, die wirklich schweineteuer waren. Mich hat es auch erst umgehauen

Wir haben zusammen Fliesen ausgesucht etc.

Während seinersteits noch nie eine Amatur gefreckt ist, hab ich schon öfter mal meine Billig- oder Standartamaturen getauscht, da das Zeugs nichts taugt.

Vor allem, wenn man es richtig macht und Toilettenspülung oder Wannenbefüllung "Unter Putz" legt, wie es heute so üblich ist. Das kostet halt etwas, aber ist zuverlässig in der Wand.

Und wenn ich einen Fremdmieter hätte, der mir renovieren will ( wo findet man sowas schon ) wäre ich voller Elan dabei.

Da gilt es einfach Kompromisse zu finden und vor allem abzuschätzen, wie zuverlässig die Mieter bisher waren.

14.04.2007, 11:34 von Rita
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@dedl
UMWÄLZPUMPEN-STEUERUNG 49,95€ bis 223,64 EUR
Conrad Suche Zirkulations-Controller
DAS meinst du doch - oder?
... schaltet die Pumpe ein "wenn während einer Messung ein Warmwasserbedarf festgestellt wird. Dazu wird mit zwei Sensoren die Vor- und Rücklauftemperatur direkt an den Rohren erfasst und ausgewertet."
"Im Öko-Mode beträgt die Pause zwischen zwei Messungen 25, im Standard-Mode 18,5 und im Komfort-Mode 10,5 Minuten."

Ich bin ein techn. Laie - trotzdem/deswegen (?) denke ich, dass die Chancen, dass gerade zum Zeitpunkt einer Messungdann eine WW-Entnahme stattfindet (stattfinden wird?) wohl Richtung "6er im Lotto" gehen.

Das Ding schaltet also erst dann schalten, wenn bereits wer den WW-Hahn aufgedreht hat. Wie soll das funktionieren - überholt das gepumpte WW dann das abgekühlte Wasser in der Leitung?
Oder soll das so ablaufen? WW ein = Pumpe an, WW aus ... warten - Pumpe arbeitet, paar Minuten später: WW wieder an - Pumpe hat's WW dann (hoffentlich) durchs Haus bis an die Entnahmestelle gepumpt.

"Schon steht Ihnen Ihr Warmwasser in gewohnter Weise zur Verfügung, als würde die Pumpe dauernd laufen. "
DAS halte ich für ein Versprechen, das nicht haltbar ist.

Wir haben das in einem 3-Fam.-Haus so gelöst:
Pumpe läuft über Zeitschaltrelais, schaltet nach 5 Minuten automatisch ab
Pumpe muss durch User mittels Ein-Schalter (jeweils in der Wohnung in Bad + Küche) per Hand eingeschaltet werden - das geht im Vorbeigehen - z.B. morgens: Pumpe einschalten - morgendlicher Klogang - bis man am Waschbecken steht ist das WW schon da.
Zudem sagen die Nutzer/Mieter, dass es kaum mal wirklich erforderlich ist, den Schalter zu betätigen, weil eben schon in einem nur 3-Parteien-Haus eigentlich immer jemand WW benötigt hat bzw. auch ohne Schalter-Ein das WW sofort da ist.
> Wir haben allerdings auch kurze Leitungswege, gut isolierte Leitungen.

Von diesem CONRAD-Kram halte ich nichts - auch wenn's vielleicht bei nachträglichem Einbau als einfache Lösung erscheint.
Vielleicht verstehe ich die Technik aber auch nur falsch?!
Na dann ist doch gut, daß ihr das im Vorhinein geklärt habt. Letztlich kann ich nur sagen, daß ich das so noch nie erlebt habe - aber das waren bisher auch echt patente Leute mit Eigenleistung und wenig Luxusvorstellung. Wir standen vor den selben Fliesen und fanden sie gut und es waren eher meine Luxusvorstellungen wie eben die Entkopplungsmatte unter den Fliesen die die Sache teuer machte.

Na prima, dann eben nicht - ist doch auch gut!

S.
13.04.2007, 20:49 von bassMaus
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Adele hat soo Recht! Und ich bin wieder eines Besseren belehrt worden! Oh Gott oh Gott - muß ich denn IMMER noch an meiner Menschenkenntnis zweifeln? JAAA!
Also ich habe ein produktives Gespräch mit meinen Mietern gesucht, um Punkt für Punkt die Materialliste mit ihnen durch zu arbeiten und um dieses leidige Thema endlich zum Abschluß bringen zu können! Vorher habe ich mir von meiner Versicherung bestätigen lassen, daß EIGENLEISTUNG kein Ausschluß der Haftung bedeutet! Die würden also für JEDEN Schaden erstmal aufkommen, evtl. den Mieter bei Pfusch in Regress nehmen..
Sssso, schon bei meinen ersten Versuchen, ihnen klar zu machen, daß ihre Vorstellungen den Rahmen wohl etwas sprengen, schaltete der entzückende junge Mann (immerhin Mitte 30) auf STUR! War BOCKIG wie ein Kind, dem man an der Kasse nicht erlaubt, massenhaft Süßigkeiten mit aufs Band zu packen! So´n Verhalten habe ich das letzte mal bei der 14jährigen Tochter unseres Freundes erlebt, ehrlich jetzt.. Der werdenden Mama war das ganze sichtlich PEINLICH.. OK, dann eben NICHT! ICH habe ja kein neues Bad haben wollen! Hat sich das Thema wohl ERLEDIGT Er meinte nur, daß der Schwager sicherlich DAZU keine Lust hätte, SOWAS da einzubauen.. Hää? - Tschuldigung, versteh ich nicht.. Der tut doch DENEN einen Gefallen und es kann IHM doch WURSCHT sein, ob er Fliesen für 10,- oder 30,- verarbeitet, oder? Oder war bei den hochwertigen Preisen vielleicht DOCH der ARBEITSLOHN des guten Mannes mit eingerechnet? ...mir ist´s jetzt EGAL! Bin zwar MENSCHLICH mal wieder enttäuscht, aber wenigstens, ohne MATERIELL mal wieder für meine GUTHEIT/DUMMHEIT draufgezahlt zu haben.. SIE tut mit jedenfall nur LEID! DEN möchte ich NICHT GESCHENKT haben, wenn er jedesmal so pubertär reagiert, wenn er seinen WILLEN nicht kriegt
13.04.2007, 12:04 von ADele
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so gut kann überhaupt kein Mieter sein, dass er in meinem Haus, mit meiner Zustimmung ein Badezimmer ganz nach seinen Wünschen und Bedürfnissen umbauen kann, das dann auch noch von mir finanziert wird.
Mieter kommen und gehen, die Fluktuation ist hoch. Was mache ich beim nächsten, dem das Bad vom Vorgänger nicht gefällt?

Viele Grüße Adele
13.04.2007, 11:33 von dedl
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Moin zusammen,

Zitat:
Wenn Umlaufpumpe, dann immer mit zeitschaltuhrgesteuertem Bedarfsschalter!



oder vielleicht mit einem sog. "Zirkulations-Controller", wie er z.B. bei http://www.conrad.de angeboten wird, hat jemand Erfahrung damit?

Das Problem geht mir nicht aus dem Kopf.

Hauptfrage ist m.E.: Ist das Bad noch völlig in Ordnung, gar nicht sanierungsbedürftig? Wollen die Mieter lediglich ein Luxusbad nach ihrem ganz persönlichen Geschmack? ... und der Vermieter soll für das Luxusmaterial die Kkosten tragen?

Bisher wurde (noch) nichts davon erwähnt, dass die Vermieterleistung (Materialkosten) sich in Form einer entsprechenden Mieterhöhung > § 558 BGB (11% der Kosten jährlich : 12 Monate) "auszahlen" wird ?!

Möchte der Mieter also ein Geschenk, das er nach vielleicht 10 Jahren Mietzeit entsprechend abgenutzt zurückgibt und das dann evtl. unmodern ist und/oder anderen Mietern überhaupt nicht gefällt, weil es so dem persönlichen Geschmack des einen Mieters entspricht?!

Dazu verzichtet der VM in diesem Zusammenhang noch auf sein Rückbaurecht und er hat keinen direkten Ansprechpartner, wenn Pfusch "geliefert" wurde.

"Ich bin doch nicht so blöde, mich darauf einzulassen" - das muss einem doch da als erstes durch den Sinn gehen ...
Klar - dabei ist immer noch zu bedenken "wieviel ist es mir wert genau diesen Mieter zu behalten?"

Der Vermieter sollte sich überlegen, ob die Bad-Modernisierung für ihn wirtschaftlich und langfristig Sinn macht .. ob bzw. in welcher Form der Vermieter die tatsächlich will.

Ich könnte mir folgende Kombination vorstellen:
Der Vermieter bezahlt das, was er für sinnvoll hält und sucht sich natürlich auch den Handwerker selbst aus >Gewährleistung!.
Natürlich kann auch ein Handwerker/eine Firma Pleite gehen, aber gerade bei Installationsgeschichten würde ich doch nicht gleich vorweg auf Gewährleistung verzichten.
Die Kosten werden über die Mieterhöhung nach § 558 BGB amortisiert.

Zugestanden wird dem Mieter die Erfüllung besonderer Ausstattungswünsche - soweit er die dafür entstehenden Mehrkosten übernimmt.
Eigentlich macht man's ja, um den (guten) Mieter möglichst lange zu halten ... damit sollten sich Überlegungen im Vorfeld erübrigen, was bei einem wieder Erwarten baldigen Auszug des Mieters mit seinen Investitionen zur Erfüllung seiner ganz persönlichen Wünsche geschieht.
Leider werden Erwartungen aber oft nicht erfüllt ...
Genau aus dem Grund würde ich keine "Auszugsprämie" vereinbaren, sondern diese sogar vorzugsweise ausschliessen.

Aber wie gesagt: das hängt sehr von den tatsächlichen Sachgegebenheiten ab.

Übrigens: Umlaufpumpen für Warmwasser bringen zwar Komfort, erhöhen aber auch die Betriebskosten.
Energetisch ist das jedenfalls völliger Unsinn, da das ständig durchs Haus gepumpte Wasser auch im Sommer das Gebäude miterwärmt.
M.E. werden derartige Ausstattungen zukünftig immer mehr zu Negativmerkmalen!
Wenn Umlaufpumpe, dann immer mit zeitschaltuhrgesteuertem Bedarfsschalter!
11.04.2007, 12:18 von Sommer
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Das Problem der Gewährleistung hast Du leider immer - selbst jede Klempnerfachfirma kann Pleite gehen und dann bleibst DU darauf sitzen.
Mein Vorschlag wäre: Bestehe darauf, daß die kritischen Arbeiten durch einen von Dir akzeptierten und am besten langjährige bekannten Handwerker gemacht werden - alles "unkritische" können sie dann ja selber machen.
Und vor allem: wenn sie den Grundriß aufwendig verändern wollen, dann sind diese Mehrkosten auch von ihnen zu zahlen - überlege Dir eine Obergrenze für die Maßnahme und mache klar, daß darüber nichts geht...und das auch schriftlich festhalten.
Aber auch Gedanken machen für den Fall des Auszuges - wenn Du einen Rückbau ausschließen willst und Material eingebaut wurde, das Du nicht bezahlt hast, dann musst Du ev. mit einer Zeitwertkompensation rechnen...oder der Mieter darf & muß vollständig zurückbauen.

100% Sicherheit gibt es leider nie...

S.
11.04.2007, 10:28 von peter98
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@bassMaus

ich würde all deine Bedenken dem Mieter vortragen, damit er sich vielleicht auch einmal Gedanken machen kann, warum du nicht gerade freudestrahlend auf sein Angebot eingehen willst.

Auf jeden Fall würde ich die Renovierung nur machen lassen, wenn eine Gewährleistung auf die umfangreichen Arbeiten gegeben werden kann.

Evtl. hat er ja für all die verschiedenen Arbeiten eine Fachfirma zur Hand .
11.04.2007, 08:07 von Kasperkopf
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Hallo Bassmaus,

genau das ist der Punkt! Wie ich ja schon in einem meiner Beiträge zu diesem Thema schrieb: Von welchem Fach ist denn der Schwager? Für eine anständige Badsanierung brauchst Du mindestens einen Installateur und einen Fliesenleger und meistens auch noch einen Elektriker. Ich wage zu bezweifeln, dass dieser Schwager alle drei Bereiche perfekt behrrscht! Und in ein paar Jahren ziehen Deine Mieter aus und lassen Dich mit dem Bad und allen eventuellen Problemen alleine!!

Wenn Deine Mieter ein Luxusbad wollen, sollen sie sich eine eigene Wohnung kaufen!

Gruss Kasperkopf
11.04.2007, 00:17 von bassMaus
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Hmm.. Das Thema ist leider doch noch lange nicht rum.. Habe mich heut brav in div. Fach- und Baumärkten mal nach den Preisen umgeschaut und hab mir VIEL erklären lassen, um zu einem angemessenen Standardpreis zu kommen! Das allein wär also kein Problem, und man würde sicherlich zu einer Einigung kommen! Mühe mich ja immer, ein FAIRER Vermieter zu sein..
Sorgen bereitet mir momentan noch die Tatsache, daß ja eigentlich ALLES an Leitungen neu verlegt werden soll, was man sich so vorstellen kann Statt normalem Stand-WC soll ein Hängeklo installiert werden, das Waschbecken muß weichen, weil sonst das Handtuchhalter-Dings nich dahin paßt, wo sie es hinhaben will, ein Durchbruch ins darunter liegende Gästeklo soll auch dorthin WARMwasser transportieren und dann haben sie noch was von einer sog. Umlaufpumpe erzählt, damit im Bad oben auch SOFORT das warme Wasser ankommt, ohne Vorlauf! Ach ja, und dann noch die FUSSBODENHEIZUNG, die mich aber nix kosten würde Das sind doch eigentlich KEINE Arbeiten, die man sich SCHWARZ machen lassen sollte, oder? Versicherungstechnisch könnte sich das für mich zum SUPERGAU auswachsen, wenn in vielleicht 3Jahren plötzlich ein Wasserrohrbruch ist, die Mieter bis dahin längst ausgezogen sind und ich durch dies sicherlich gut gemeinte Wunschkonzert meinen VERSICHERUNGSSCHUTZ verloren habe.. Das alles macht mir echt´n RIESEN KLOß in Bauch!! Würde das bei mir daheim auch IMMER nur von einer Fachfirma machen lassen, damit ich Gewährleistung habe! Wie auch immer ich mich verhalte, ÄRGER ist doch erstmal vorprogrammiert
10.04.2007, 11:38 von Sommer
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Zitat:
Daher gilt bei Badezimmern für mich die Devise: Möglichst zeitlos ist Trumpf!


Korrekt, sehe ich auch so. Daher gehe ich mit dem Mieter zusammen zum Baumarkt und wir suchen zusammen was aus - ohne Bordüren, Zierde und Schnickschnack...momentan stehe ich auf die Combo Bodenfliesen in anthrazit (matt granit) und weiße (res. leicht marmorierte weiße) Fliesen an den Wänden...sieht sehr gut aus (finde ich und bisher auch alle Mieter ;-))

S.
10.04.2007, 09:57 von Augenroll
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Hallo Kasperkopf,

ein Bad kann natürlich 25 Jahre oder länger halten. Oft sind dann auch nicht die Fliesen kaputt, sondern einfach unmodern. Deshalb stimme ich Ihnen komplett zu.

Die Fälle sind doch so unterschiedlich, dass man gar keine allgemeingültige Regel angeben kann, deshalb habe ich auch sehr allgemein formuliert.

Wie der genaue Zustand vor Ort aussieht, kann bassMaus daher sowieso nur allein entscheiden.
10.04.2007, 09:38 von Kasperkopf
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@ Augenroll:

Zitat:
Da der Vermieter in der Pflicht ist, das Haus in einem vertragsgemäß bewohnbaren Zustand zu halten, ist ab und zu ja auch mal eine Badsanierung notwendig. Denn wofür bezahlt der Mieter monatlich seine Grundmiete?


Mich würde mal brennend interessieren, was Du unter "ab und zu" verstehst. Eine gut gemachte Badsanierung kostet mal locker 10.000 Euro. Das ist also nichts, was ein Vermieter mal ebenso aus der Portokasse bezahlen kann, zumal ja im Laufe der Jahre und Jahrzehnte noch viele andere Instandsetzungen an einem Haus und in den Wohnungen fällig werden. Daher sollte ein Badezimmer schon 25 Jahre "halten".

Ich bei bei diesen Eigenleistungsgeschichten auch deshalb immer sehr skeptisch, da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind. Es nutzt nichts, wenn man seinen derzeitigen Mieter glücklich machen will und ihm eine Badsanierung mit ausgefallenen Fliesen genehmigt, dieser Mieter dann - aus welchen Gründen auch immer - nach ein paar Jahren auszieht und kein neuer Mieter gewonnen werden kann, weil es jedem Interessenten beim Anblick des Badezimmers die Zehennägel aufrollt und somit der Eigentümer nach kurzer Zeit erneut eine Badezimmersanierung finanzieren muss. Daher gilt bei Badezimmern für mich die Devise: Möglichst zeitlos ist Trumpf!

Gruss Kasperkopf
10.04.2007, 08:51 von Augenroll
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Da der Vermieter in der Pflicht ist, das Haus in einem vertragsgemäß bewohnbaren Zustand zu halten, ist ab und zu ja auch mal eine Badsanierung notwendig. Denn wofür bezahlt der Mieter monatlich seine Grundmiete?

Allerdings braucht der Vermieter nicht auf unortsübliche Luxuswünsche einzugehen.

In diesem Fall kann ich daher nur empfehlen: Den Anteil für eine Standardausstattung bezahlt der Vermieter und nimmt dafür das Geld aus der bereits monatlich fließenden Grundmiete. Die Mehrkosten für Luxus werden direkt vom Mieter als Einmalzahlung oder über eine dauerhafte Mieterhöhung (Mod-umlage) abgedeckt.

Es wäre doch äußerst ungewöhnlich, wenn man sich hier nicht einigen könnte.
09.04.2007, 21:09 von Sommer
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Also Badsanierung auf Eigenleistung ist so eine Sache - da werden dann edle Materialien verlegt aber das wirklich wichtige Elemente (Wassersperre, Entkopplungsmatte z.B), die zudem teuer und später "unsichtbar" sind, nicht bezahlt.

Daher sofern das Bad noch nicht eingebaut ist:
Zusammen setzen und planen.
Zusammen einkaufen (die Rechnungen stimmen dann und sind für Dich absetzbar).
Beim Einbau sollen die Digitalfotos machen und sie Dir geben damit Du auch später noch nachvollziehen kannst was da passiert ist.
Und eine Vereinbarung treffen nach der die für die sach- und fachgerechte Verlegung verantwortlich sind und für ev. Folgeschäden haften. Dafür bleibt der Kram am Ende drinnen.

Wenn die Leute einen fachkundigen Eindruck machen (merkt man im Gespräch) ist gegen Eigenleistung nichts einzuwenden - im Gegenteil: wer selber baut pflegt den Einbau besser und weiß, wieviel Geld und Mühe das kostet. Solche Mieter bleiben auch länger Mieter - daher durchaus empfehlenswert...sofern die Sachkunde stimmt!

S.
08.04.2007, 17:57 von Kasperkopf
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Hallo BassMaus,

bei Bäderrenovierungen in Eigenleistung wäre ich sehr vorsichtig.

Zitat:
Der Schwager ist vom Fach,

Von welchem Fach? Installateur? Fliesenleger?

Ich habe schon Bäder gesehen, die von vermeintlichen Fachleuten in Eigenleistung "saniert" wurden und hinterher schlimmer aussahen wie vorher.

Bevor Du also Dein gutes Geld für das Material beisteuertst, solltest Du dem Schwager genau auf den Zahn fühlen. Denn ein guter Installateur muss noch lange nicht gut fliesen legen können und umgekehrt. Was nutzt es Dir, wenn teures Material schief an die Wand geklebt wird?

Wenn das Bad wirklich noch in Ordnung ist, würde ich daher "NEIN" sagen. Oder die Mieter sollen eine Fachfirmen mit den Arbeiten beauftragen, die man notfalls auch schadensersatzpflichtig machen kann, wenn eine schlechte Arbeit abgeliefert wird.

Gruss Kasperkopf
06.04.2007, 17:18 von bassMaus
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Ok, erstmal vielen vielen Dank für die Hilfe! Werde mich also mit den LIEBEN mal zusammen setzen und versuchen, eine Einigung zu erzielen, mit der BEIDE Seiten gut leben können, gell? Es beruhigt mich jedenfalls, daß ich mit meiner Meinung nicht alleine stehe und eigentlich schon den richtigen Ansatz gedacht habe..
06.04.2007, 12:50 von prinzregent
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Ich will mal so sagen: Wer die Musik bestellt, der bezahlt sie auch.

Wenn du deinem Mieter ein neues Bad genehmigst und ihm die (teuren) Fliesen und Materialien bezahlen willst, dann kannst du das jetzt nicht verweigern.

Aber wenn der Mieter ohne Genehmigung an den Badeinbau gegangen ist, kannst du die Wiederherstellung des alten Zustandes verlangen.

Wertverbesserung ? Das ist ein gutes Argument, sicherlich zahlt dir der Mieter jetzt mehr Miete ? Wenn nicht, dann sehe ich da keine Wertverbesserung. Am besten kannst du das beim Mietspiegel von Berlin nachschauen. Ist unter www.berlin.de bestens beschrieben.

Missverständnisse und Streit werden vermieden, indem du eine "Modernisierungsvereinbarung" schriftlich vereinbarst. (vgl. Beitrag Mortinghale) Mit allen ! Unterschriften, insbesondere die Frau nicht vergessen !

05.04.2007, 23:54 von ChristophL
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Solche Wasserhähne würde ich meinen Mietern auch nicht finanzieren wollen.

Gruß Christoph
05.04.2007, 23:40 von peter98
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Zitat:
Für vernünftige Wasserhähne ist man schnell 100 Euro bis 125 Euro los.


Was ja noch zu akzeptieren ist, wenn es sich um gute Qualität handelt.

Wenn der Mieter dann allerdings welche für 300 Euro einbauen lassen möchte, hört eben irgendwo der Spaß auf. Dann kann er dies zwar gerne machen, aber eben auf seine Kosten - zumindest eben den Aufpreis zu normaler qualitativ hochwertiger Ware.
05.04.2007, 19:57 von ChristophL
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Ich habe letztens auch Wasserhähne gekauft und muss dagen, dass die relativ teuer geworden sind. Für vernünftige Wasserhähne ist man schnell 100 Euro bis 125 Euro los.

Gruß Christoph
05.04.2007, 19:37 von Fixfeier
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Hallo,

vermietet wurde der IST-Zustand.

Wie wär es denn mit einer Modernisierungsmieterhöhung bei Beachtung der gesetzlichen Vorschriften und unter Anrechnung des Wertes der Eigenleistung?

Klare schriftliche Vertragsabsprachen verhindern hinterher Unzufriedenheiten.

Gruß
05.04.2007, 19:32 von Cora
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Hallo

schön, wenn Mieter ihre Wohnung verbessern wollen.

Ich würde auch von dem normalen Standard ausgehen und davon insgesamt eine Beteiligung für das Material ableiten.
Alles was darüber hinaus geht muss der Mieter selbst tragen.

Die Vereinbarung finde ich übrigens sehr gut.

Gruß
05.04.2007, 18:16 von peter98
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Ich meine auch, dass dies eine reine Verhandlungssache ist.

Gegen Qualität ist nichts einzuwenden, aber Luxus muss man da nicht unbedingt finanzieren (auch wenn die Montage nichts kosten soll).

Ich würde die Materialkosten für einen guten Qualitätsstandard übernehmen und mich am Aufpreis für das gewünschte Luxusbad - je nach Preislage (und vor allen Dingen, ob es mir gefällt) - nur zu einem bestimmten Teil beteiligen.
05.04.2007, 18:14 von Mortinghale
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Hallo BassMaus,

Du könntest das Material gleich selbst besorgen, gehst dann aber das Risiko ein, daß die Mieter plötzlich die Lust verlieren und Du auf dem Material sitzenbleibst.

Für Eigenleistungen des Mieters hat das Bundesjustizministerium mal folgendes Vereinbarungsmuster entworfen:

Modernisierungsvereinbarung

...

Zwischen

......

......

......

- im Folgenden "Vermieter" genannt -

und

......

- im Folgenden "Mieter" genannt -

wird folgende Vereinbarung über Modernisierung durch den Mieter getroffen:

§ 1 Gegenstand der Vereinbarung

1.1Mit Mietvertrag vom …… hat der Vermieter an den Mieter die im zweiten Obergeschoss des Anwesens X-Straße, Y-Stadt gelegene Wohnung bestehend aus 4 Zimmer, Küche, Bad, WC auf unbestimmte Zeit vermietet. Die Grundmiete beträgt derzeit Euro ……. Diese Vereinbarung ergänzt den Mietvertrag vom…… und wird dessen Bestandteil.

1.2Der Mieter hat die Absicht, in der gesamten Wohnung, mit Ausnahme des Badezimmers und des WC, den vorhanden PVC-Bodenbelag zu entfernen und stattdessen Schiffsbodenparkett zu verlegen. In den beiden bisher als Kinderzimmer benutzten, von der Eingangstür aus gesehen links gelegenen Räumen mit je 11 qm wird die sie trennende Zwischenwand entfernt, sodass ein einziges Zimmer mit ca. 22 qm Wohnfläche entsteht. Schließlich sollen in der gesamten Wohnung die vorhandenen einfach verglasten Fenster durch Isolierglasfenster in Kunststoffrahmen ersetzt werden.

§ 2 Leistungen des Mieters

2.1Der Mieter führt die Maßnahmen im eigenen Namen sowie auf eigene Kosten und auf eigene Rechnung aus. Er ist dem Vermieter gegenüber verpflichtet, die Arbeiten ordnungsgemäß durchzuführen. Die Entfernung des PVC-Fußbodens, die Verlegung des Parkettbodens sowie die Beseitigung der Zwischenwand werden vom Mieter selbst fachgerecht ausgeführt. Der Austausch der Fenster wird von einem Fachunternehmen durchgeführt.

2.2Die Anlagen und Einrichtungen, mit denen die Wohnung aufgrund dieser Vereinbarung ausgestattet wird, gehen in das Eigentum des Vermieters über, auch soweit sie nicht wesentliche Bestandteile des Grundstücks werden. Der Mieter verzichtet auf das Recht nach §§ 539, 552 BGB, solche Anlagen und Einrichtungen wegzunehmen.

2.3Die Arbeiten sollen in der Zeit vom ... bis ... durchgeführt werden.

2.4Die Kosten für die gesamten Maßnahmen einschließlich der hierdurch verursachten Instandsetzungsarbeiten werden voraussichtlich ... EUR betragen. Dieser Betrag setzt sich wie folgt zusammen:

- Handwerkerleistungen nach beigefügten Kostenvoranschlägen: ca. ... EUR;

- Kosten des von dem Mieter zu beschaffenden Materials: ca. ... EUR;

- Arbeitsaufwand des Mieters (pauschal bewertet): ... EUR.

Nach Abschluss der Maßnahmen sind die Arbeiten von dem Vermieter abzunehmen und die endgültigen Kosten des Mieters festzustellen. Zur Feststellung der endgültigen Kosten hat der Mieter Belege beizubringen. Wenn der Endbetrag die oben genannten Kosten um mehr als 20 % übersteigt, wird der überschießende Betrag für die Abwohndauer und den Restwert nicht berücksichtigt.

§ 3 Leistungen des Vermieters

3.1Der Vermieter stimmt den in § 1 genannten Arbeiten zu. Die Zustimmung kann widerrufen werden, falls der Mieter nicht innerhalb von ... Monaten nach Abschluss dieses Vertrags mit den Arbeiten beginnt oder falls diese nicht spätestens ... Monate nach Abschluss dieses Vertrags fertig gestellt sind.

3.2Der Vermieter verzichtet für die in Abs. 4 genannte Abwohndauer auf das ordentliche Kündigungsrecht (§ 573 BGB), außer für den Fall einer schuldhaften, nicht unerheblichen Verletzung der vertraglichen Verpflichtungen des Mieters (§ 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB).

3.3Das gesetzliche Recht des Vermieters auf Erhöhung der Miete nach § 557 BGB bleibt von dieser Vereinbarung unberührt. Die Parteien sind sich aber dahingehend einig, dass die Maßnahmen nach § 2 dieser Vereinbarung während der Abwohndauer bei Mieterhöhungen außer Betracht bleiben. Der Vermieter ist für die Dauer des Mietverhältnisses verpflichtet, für die Instandhaltung, Wartung und gegebenenfalls Erneuerung der Einrichtungen zu sorgen. Soweit nach dem Mietvertrag der Parteien Kleinreparaturen und Schönheitsreparaturen von dem Mieter übernommen sind, gilt dies auch für die neuen Einrichtungen.

3.4Die Abwohndauer beträgt jeweils vier Jahre für Aufwendungen in Höhe einer Jahresmiete, insgesamt jedoch mindestens fünf Jahre und höchstens fünfzehn Jahre. Sie beginnt mit der Abnahme der Arbeiten. Als Jahresmiete gilt das Zwölffache der monatlichen Miete bei Abschluss dieser Vereinbarung. Nebenkosten, über die gesondert abzurechnen ist, bleiben unberücksichtigt.

§ 4 Beendigung des Mietverhältnisses

4.1Bei Beendigung des Mietverhältnisses hat der Mieter Anspruch auf Rückzahlung des Restwerts der durchgeführten Maßnahmen. Der Anspruch auf Rückzahlung des Restwerts besteht auch dann, wenn die Maßnahmen des Mieters durch nachfolgende Maßnahmen des Vermieters zerstört oder wertlos gemacht werden.

4.2Für die Berechnung des Restwerts werden von den tatsächlichen Aufwendungen des Mieters bis zum Ablauf eines Jahrs nach der Abnahme 20 % und in den folgenden Jahren jeweils weitere 10 % abgezogen.

..., den ...

________________

Unterschriften des Vermieters

________________

Unterschriften des Mieters


§ 2.4 müßte natürlich dahingehend modifiziert werden, daß Du die Materialkosten trägst, die dann natürlich bei den weiteren Berechnungen außen vor bleiben.

Hier würde ich dann einen Maximalwert nennen, bis zu dem Du Dich beteiligst.

Und natürlich erst nach Abschluß der Arbeiten zahlen (um sicherzustellen, daß die Arbeiten auch abgeschlossen werden).
05.04.2007, 17:56 von jaegermeister
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Zitat:
NEIN, Augen-Dings, ich erwarte NICHT von meinen Mietern, daß sie mir ein Traumbad ins Mietshaus bauen und ich mir hinterher die Hände reiben kann..


3. Betrag und hat schon Augen-Dings durchschaut!!

Vieleicht sollte man verhandeln fifty fifty oder so.
Schließlich will er seiner Frau ja ein schöneres Bad stellen.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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