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01.04.2008, 08:16 von Nixe_Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkostenpauschale
Hallo Fachleute,
3Monate nach Einzug in ein Gewerbeobjekt erhielt ich die Forderung einer Erhöhung der NK auf xx cent / qm Mietfläche.

Der Unterschied beträgt 13cent /qm zum Vorjahr u erscheint mir recht hoch.
Ist es legitim, exakte Angaben über die plötzliche und deutliche Erhöhung zu fordern und um die Aufschlüsselung zu erzwingen, die Zahlung der Diffenrenz zum alten Preis zurückzuhalten?

viele Grüße.
Rückfragen beantworte ich gern.
Alle 14 Antworten
01.04.2008, 11:48 von johanni
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Kann ich nach diesem Worlaut darauf bestehen, NK IMMER für 200qm zu bezahlen? Oder besser den Mietvertrag ändern und die korrekte Zahl eintragen lassen?

Natürlich, Vertrag ist Vertrag

Kannst ja mal die Fläche messen, wenns über 200 qm sind ist es Dein Vorteil, siehe hierzu die Formuierung im Mietvertrag.

Johanni
01.04.2008, 11:40 von Nixe_
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O.K. ich schreib gleich ein ganz sachliches Schreiben.

Vorher noch einige Zitate:
"Auf dem Grundstück werden folgende Räume vermietet: Haus "F" mit Anbau. Der xxxRaum (Zugang von aussen) bleibt vorbehalten.
...
Das Objekt ist vom Mieter wie besichtigt gemietet worden. Die Gesamtfläche der gemieteten Räumlichkeiten beträgt ca. 200qm. Der Vermieter übernimmt keine Gewähr für den angegebenen Fläacheninhalt, der nicht Kalkulationsgrundlage für den Mietpreis, sondern Objektbeschreibung ist.
...
Die Grundmiete beträgt monatlich xxx€.

Kann ich nach diesem Worlaut darauf bestehen, NK IMMER für 200qm zu bezahlen? Oder besser den Mietvertrag ändern und die korrekte Zahl eintragen lassen?

lg,Nixe
01.04.2008, 11:26 von johanni
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Hallo Nixe,

genau die Fragen, die Du hier reinstellst, mußt Du dem Vermieter schriftlich stellen.

Nur was Du schriftlich hast, kannst Du auch beweisen, wenns hart auf hart kommt!

Mein Rat: wähle einen neutralen Ton ohne Emotionen Weise auf die unterschiedlichen Quadratmeterangaben und die Angaben in Deinem Mietvertrag hin und bitte um Aufklärung bzw. Korrektur!! Immer daran denken, der Ton macht die Musik!!

Johanni
01.04.2008, 11:21 von Nixe_
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OK. Ich werde die "stichhaltige" Erklärung nun schriftlich verlangen. Wäre es gerechtfertigt, den Druck zu erhöhen und die Erhöhung so lange auszusetzen? Oder was wäre eine angemessene Frist, die ich setzen kann? Ein Monat?

Ich hatte folgende Idee: um die Disskussionen einfürallemal zu beenden, vermesse ich das Haus komplett (siehe anderer Thread ) und stelle mich auf den Standpunkt: OK - es sind 221qm (Bsp) und ab sofort zahle ich die Miete für 221qm und eben auch NK für 221qm. Bitte alte NK-Pauschale korrigieren und neue an die RICHTIGEN qm anpassen. Einfach, um das Gezeter zu beenden. Was meinen Sie dazu?

lg; Nixe
01.04.2008, 11:13 von stefan_nuernberg
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Laut Mietvertrag "ca.200qm" laut Anpassung NKpauschale plötzlich 240qm und mündlich: "Ihr Vormieter hat für 270qm NK bezahlt". Verwirrend, oder?

Also wenn Du 200 qm angemietet hast, dann würde ich auch nur Nebenkostenpauschale für 200 qm bezahlen und bei der Nebenkostenabrechnung auch nur Nebenkosten für 200 qm akzeptieren; die "ca."-Angabe rechtfertigt wohl kaum eine Zunahme um 20 %.

Gruß

Stefan
01.04.2008, 11:09 von stefan_nuernberg
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@cmax

Allein eine Hausmeister kann in einer Wohnanlage bis zu 70 cent pro m² ausmachen, was örtlich zulässig ist, ist eine andere Frage !


Wobei bei einem Gewerbehof natürlich meist entsprechend große Flächen bestehen (z.B. Lager etc.), so dass die Kosten sich auf entsprechend viele qm verteilen und dadurch natürlich pro qm niedriger werden.

Bei solchen Gewerbeobjekten trifft natürlich vor allem das "Niederschlagswasser" zu, den meist entstehen dort große Freiflächen, für die die Stadt dann eben entsprechend abkassiert.

Hier wurden in letzter Zeit bei meinen Objekten einige Satzungen geändert und das Niederschlagswasser neu berechnet oder die Kostenpflicht überhaupt erst eingeführt, vielleicht liegt ja auch da der Grund für die Erhöhung.

Ich würde hier vom Verwalter bzw. wenn der nicht reagiert direkt vom Vermieter eine stichhaltige Erklärung verlangen.

Gruß

Stefan

01.04.2008, 11:08 von Nixe_
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@johanni
genau das sorgt halt gerade für Empörung (die vielleicht verfrüht / ungerechtfertigt) ist. Das Schreiben nennt halt nur den neuen Betrag. Ohne dies zu untersetzen. Und ja, die Abrechnung meines Vormieters zu betrachten hilft mir nicht weiter.

Ich will keinen Krieg - bewahre! Ich möchte professionelle Antworten und es klingt zwischen den "Zeilen" der hier schon länger mietenden Parteien so, als müsste man sich diese Auskünfte erzwingen (Wie?) weil sonst nichts passiert.

Den einzige Hinweis darauf, dass dem so ist, habe ich für mich (!) in der Angelegenheit der noch immer fehlenden Kautionsbestätigung - siehe anderer Beitrag von mir. Und die seltsame Quadratmeterangabe. Laut Mietvertrag "ca.200qm" laut Anpassung NKpauschale plötzlich 240qm und mündlich: "Ihr Vormieter hat für 270qm NK bezahlt". Verwirrend, oder?

Also werde ich das Gefühl nicht los, ich muss mich mal konkret um die Dinge kümmern. Das ist HEUTE und mit Ihrer Hilfe. DANKE!

lg, Nixe
01.04.2008, 10:57 von Nixe_
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Danke schon mal für die Einschätzung. Hab´ wirklich keinen Schimmer, ob das eher viel oder wenig ist.

Inbegriffen: Grundsteuer der Stadt, Niederschlagswasser der Stadt, Allgemienstrom (Hoflicht/Objektpflege), Versicherungen Gebäude, Versicherung Haftpflicht, Objektpflege und -wartung. Zitat Ende.

Müll, Schornsteinfeger, Heizung, "mein" verbrauchter Strom etc. geht extra - dies meldete ich selber an und bekomme eigene Rechnung der Versorger.

Hilft Ihnen das?
lg, Nixe
01.04.2008, 10:51 von johanni
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Seltsam ist allenfalls, dass hier gleich Dummheit oder Hinterhältigkeit vermutet wird. Wie wäre es denn mit einer aktuellen Abrechnung eines Versorgers, einer Erhöhung der Grundsteuer, vielleicht höheren Versicherungsprämien oder einer möglichen Lohnerhöhung für den Hausmeister? Alles Dinge, die zu einem beliebigen Zeitpunkt eintreten können. Dass dieser Zeitpunkt sich nicht unbedingt am Einzugstermin eines Mieters orientiert, müsste eigenlich für jeden noch nachvollziehbar sein.

Bei einer ordnungsgemäßen Verwaltung ist es selbstverständlich, dass die Erhöhung auch belegt wird.

Natürlich habe ich schon gefragt Mir wurde vorgeschlagen, die alte Betriebskostenabrechnung des Vormieters einzusehen. Aber das erklärt noch nicht den Unterschied.

Wieso vom Vormieter? Warum legt sie der Verwalter nicht vor?

Johanni
01.04.2008, 10:47 von CMAX_65
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Hi,

Und um die erste Frage zu beantworten: alt: 22cent NK/qm, neu 35cent NK/qm. Ich habe leider kein Gefühl dafür, ob das vernünftige Erhöhungen sind oder unverhältnismässig. Soweit habe ich schon Erkundigungen: Grundsteuer der Stadt / Niederschlagswasserabgabe, Strompreis: unverändert.
Wahrscheinlich ist es die "Objektpflege und -wartung".

auch 35 cent pro m² finde ich ungewöhnlich niederig !

Was ist denn da alles drin ? Bitte aufzählen !

Allein eine Hausmeister kann in einer Wohnanlage bis zu 70 cent pro m² ausmachen, was örtlich zulässig ist, ist eine andere Frage !

MFG

01.04.2008, 10:13 von stefan_nuernberg
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Also bei einer Erhöhung um 50 % ganz kurz nach dem Einzugstermin würde ich auch nachfragen, insbesondere ob beim Einzug schon bekannt war, dass beim Vormieter die angesetzte Vorauszahlung schon nicht angemessen war und dann natürlich eine Nachzahlung droht.

Wobei natürlich 0,35 € pro qm auch nicht gerade hohe Nebenkosten sind!

Gruß

Stefan
01.04.2008, 09:44 von Nixe_
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Natürlich habe ich schon gefragt Mir wurde vorgeschlagen, die alte Betriebskostenabrechnung des Vormieters einzusehen. Aber das erklärt noch nicht den Unterschied.

Und um die erste Frage zu beantworten: alt: 22cent NK/qm, neu 35cent NK/qm. Ich habe leider kein Gefühl dafür, ob das vernünftige Erhöhungen sind oder unverhältnismässig. Soweit habe ich schon Erkundigungen: Grundsteuer der Stadt / Niederschlagswasserabgabe, Strompreis: unverändert.
Wahrscheinlich ist es die "Objektpflege und -wartung".

Das möchte ich herausfinden Bin ich zu vorschnell? Sind Sorgen unbegründet/übertrieben?
01.04.2008, 09:33 von RMHV
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CMAX_65 » 01.04.08 09:24 «
... 3 Monate nach Einzug eine Erhöhung zu fordern halte ich allerdings für seltsam. Enweder falsch kalkuliert oder ganz bewusst ?

Seltsam ist allenfalls, dass hier gleich Dummheit oder Hinterhältigkeit vermutet wird. Wie wäre es denn mit einer aktuellen Abrechnung eines Versorgers, einer Erhöhung der Grundsteuer, vielleicht höheren Versicherungsprämien oder einer möglichen Lohnerhöhung für den Hausmeister? Alles Dinge, die zu einem beliebigen Zeitpunkt eintreten können. Dass dieser Zeitpunkt sich nicht unbedingt am Einzugstermin eines Mieters orientiert, müsste eigenlich für jeden noch nachvollziehbar sein.
01.04.2008, 09:24 von CMAX_65
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Hi,

13 cent wovon, von einem Euro, von 10 Euro, von 100 E ???

3 Monate nach Einzug eine Erhöhung zu fordern halte ich allerdings für seltsam. Enweder falsch kalkuliert oder ganz bewusst ? Finde ich schon erklärungsbedürftig ! Wenn der VM Recht hat, kann er dies auch begründen. Schlicht fragen, wie wärs denn damit ???

MFG
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