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05.12.2007, 15:38 von flashProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkostenabrechnung
Folgender Sachverhalt:
ich habe ein Büro in einem Haus mit insges. 5 Parteien. Für das Jahr 2006, haben wir heute (05.12.2007) die Nebenkostenabrechnung erhalten. Wie jedes Jahr bekommen wir eine Erstattung. Nun konnte die Firma, die die Heizkörper abliest am angegebenen Tag nicht in jedes unserer Büros, zum Ablesen, hinein, da einige abgeschlossen hatten. So wurden wir auf den Vorjahresverbrauch geschätzt. Der Vermieter hat dies zum Anlass genommen, steigende Verbrauchskosten für das Jahr 2007 anzunehmen und von unserer Erstattung 500€ ein zu behalten. Kann das der Vermieter einfach so machen? Ich muss jedem in meinem Büro, der einen Raum hat und NK bezahlt, seine Erstattung geben. Kann ich da was tun? Ich gebe damit dem Vermieter ja ein Zinsloses Darlehen.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße

Alle 16 Antworten
06.12.2007, 12:03 von Betroffen07
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Alöso ixch sehe das etwas lockerer. Ich meine, dass die Rechnungslegung sich auf den Verbrauch von Energie auf das Jahr 2006 bezieht. Wenn nicht abgelesen werden konnte, ist zu schätzen. Das ist allgemein bekannt. Mit der Schätzung ist dann die Rechnungslegung begründet. Der VM erhält diese Rechnung und muss natürlich bezahlen. Der Mieter erhält daher logischerweise die Abrechnung der umlegbaren Kosten, die verrechnet sind mit den Voprauszahlungen Betriebskosten. Die Differenz ( plus oder Minus) ist dem Nieter mitzuteilen und von der Minusseite zu begleichen. Der Vermieter muss dem Mieter ja auich die Rechnung so aufbereiten, dass der Mieter die Kostenaufstellung auch nachvollziehen kann. Ein Vorausabzug für eine folgende Heizperiode ist nicht rechtlich geasichert. Aber es ist möglich, wenn die Heizkosten wesentlich gestiegen sind und eine wesentliche Erhöhung für die folgende Heizperiode abzusehen sind, die monatlichen Vorabzahlungen im Einverszändnis mit dem Mieter zu erhöhen. Wenn der Mioeter nicht einverstanden ist, dann geht es nicht. Der Mieter muss aber wissen, dass sich dann der Nachzahlbetrag wesentlich erhöhen kann. Zum Fall: Der mögliche Differenzbetrag aus 2006 wird mit der Rechnung 2006, bei exakter Ablesung 2007 zwangsläufig mit verrechmnet, sodass hier dann die Ausgleichszahlungen erfolgen müssen.
Grus
Betroffener 07
05.12.2007, 20:22 von flash
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Also vielen lieben Dank für die freundliche und kompetente Unterstützung hier in diesem Forum. Ich werde Euch im Auge behalten und versuchen, die Dinge die ich weis, ebenfalls nutzbringend weiter zu geben.
Danke nochmals an alle und besonderer Dank an "Cora", da ich mich hier extremst verstanden fühle.

Ich wünsche allen eine gesegnete und erholsame Weihnachtszeit

Liebe Grüße
Dirk
05.12.2007, 20:08 von Cora
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Was will er denn unternehmen und mit welcher Begründung?

Ihr habt - trotz Schätzung - ein Guthaben, d.h. er kann die NK nicht erhöhen und eine Einbehaltung von 500 € bedingt auf den Monat gesehen eine Erhöhung von rund 40 €.
Da fragt sich doch jeder normale Mensch: wenn ein Guthaben vorhanden ist - wozu dann eine Erhöhung, und das ist es in meinen Augen.

Also, nicht ins Bockshorn jagen lassen.
05.12.2007, 20:05 von flash
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Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie sich die Geschichte rechtlich verhält!?!
Kann der Vermieter rechtsverbindlich den Betrag einbehalten, oder besteht hier keine rechtliche Handhabe?
Ich meine, ich würde natürlich rechtlich nichts unternehmen wollen, aber interessieren würde mich das trotzdem.
05.12.2007, 20:00 von flash
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Das ist mal ein Beitrag, der meinen Vorstellungen entspricht
Ich sehe das ebenso. Durch die "Überdeckung" sind doch beinahe alle Eventualitäten abgedeckt. Und so hoch kann keine Erhöhung ausfallen, dass es sich dann gleich auf beinahe den doppelten Betrag beläuft. Ich werde, wie hier angedeutet, dem Vermieter einen freundlichen Brief schreiben. Ich denke, dass er sich lediglich um die Rückzahlung drücken möchte.
05.12.2007, 19:54 von Cora
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Hallo

ich sehe das ein wenig anders.
Wenn ein Guthaben von über 1100 € vorhanden ist, welches zurückgezahlt werden müsste, kann der VM m.E. nicht einfach ins Blaue hinein einen Betrag einbehalten? Warum auch?
Anscheinend decken die Vorauszahlungen doch die kompletten Nebenkosten, oder sehe ich das falsch?

Ist natürlich ärgerlich wenn nicht abgelesen werden kann, aber sooo schlimm ist das auch nicht und wenn trotz Schätzung wieder ein Guthaben da ist, sollte nichts einbehalten werden.

Dies würde ich dem VM schriftlich mitteilen und wenn er nicht bereit ist, das Guthaben komplett auszuzahlen, würde ich die einbehaltenen 500 € mit den anstehenden monatlichen Vorauszahlungen verrechnen.
05.12.2007, 19:45 von flash
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Ah ja. Davon wurde ich nicht unterrichtet. Ich hatte Rücksprache mit der ISTA genommen und nachgefragt, ob man da rückwirkend noch Ablesen kann. Die Antwort war, dass die Abrechnung bereits gemacht sei und da gar nichts geht.Nun gut, dachte ich, das wird sich dann bei der nächsten NK Abrechnung zeigen.
Also....ich entnehme dem Forum, dass ich quasi nur auf die nächste Abrechnung warten kann und solange dem Vermieter, sollte es bei ungefähr dem gleichen Verbrauch bleiben, über 1500€ zinsloses Darlehen gewähre. Nicht schlecht. Das muss ich nun nur noch meinen "Mitmietern" erklären.
05.12.2007, 19:27 von rrutz
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Wenn die ISTA nicht alle Heizkörper ablesen kann werden die Heizkosten gemäß Gradtagen errechnet - dafür gibt es Tabellen - ein pauschaler Einbehalt von 500.- Euro ist sicher nicht angemessen.

Dazu kommt das Problem, das auch bei der nächsten Heizungsablesung keine konkreten Zahlen ermittelt werden können, da ja die entsprechenden Heizkörper in den verschlossenen Räumen nicht abgelesen wurden und die Röhrchen nicht ausgetauscht wurden.

05.12.2007, 18:35 von flash
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Schon klar, dass die Sache mit "ISTA" auf unsre Kappe geht. Ich war ja da, jedoch waren zwei Büroräume abgeschlossen und wir kamen nicht hinein. Wenn wir in 2006 einen Verbrauch von 334 € hatten und bereits zuviel gezahlt hatten, dann ist doch bereits mit der monatl. Vorauszahlung ein dickes Polster geschaffen. So hoch kann der Aufschlag nicht sein. Wir zahlen für 120 qm NK in Höhe von 240€ mtl. Haben also auch im Jahr 2007 bereits 2880 € gezahlt + dann diese 500€. Das wären dann 3380€ NK. Auf den qm gerechnet ergäbe das NK pro qm in Höhe von 28€. Wohl doch ein wenig hoch, oder?
05.12.2007, 17:59 von Lilibeth
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Zitat:
Bei Heizkosten von 2006 in Höhe von 334€ sind 500€ zusätzlich doch ein wenig aus der Luft gegriffen, oder?




das muß sich ja erst noch bestätigen !!!

Wie ich schon schrieb, sollte man die Termine mit der Firma ISTA einhalten. Sie hätten ja einen Zettel an der Türe machen können für die Leute die das Büro mit benutzen oder halt eben selber da bleiben. Dann wäre der ganze Schlamassel jetzt nicht. Oder noch mal nett mit dem Vermieter reden . Vielleicht gibt er ihnen ja doch wenigstens einen Teil des Geldes .
05.12.2007, 17:29 von flash
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Wieso geht der Vermieter in Vorkasse?
Wir hatten, wie bereits geschildert, eine Rückerstattung von 1147€. D.h., dass wir das gesamte Jahr in Vorkasse gegangen sind, nicht der Vermieter.
Wir zahlen bereits das gesamte Jahr 2007 weiterhin brav unsere Nebenkosten, die garantiert wieder viel zu hoch angesetzt sind. So bekommen wir aller Vorraussicht nach auch für 2007 wieder eine Erstattung. Dennoch behält sich der Vermieter weitere 500€ ein???
Bei Heizkosten von 2006 in Höhe von 334€ sind 500€ zusätzlich doch ein wenig aus der Luft gegriffen, oder?
05.12.2007, 17:22 von Lilibeth
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Zitat:
Es ist daher zu erwarten, dass im Abrechnungszeitraum 2007 Ihre Verbrauchskosten wesentlich höher sind. Aus diesem Grunde erlaube ich mir, von dem Guthaben € 500.- als Vorauszahlung für den Abrechnungszeitraum 2007, einzubehalten.



ich würde sagen ja !!!

denn der tatsächliche Verbrauch könnte ja noch die 500 € übersteigen. Warum soll immer der Vermieter in Vorkasse treten??

Das müssen wir doch meistens und bekommen dafür auch keine Zinsen !!
05.12.2007, 17:16 von flash
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Ja, das bestreite ich ja überhaupt nicht. Es war unser Verschulden, dass die Heizungen nicht überall abgelesen werden konnten. Dafür wurden wir geschätzt. Die Frage ist nur, ob eine Vorauszahlung, die ienfach von der Erstattung einbehalten wird, in Art und Umfang gerechtfertigt und rechtens ist.
05.12.2007, 17:07 von Lilibeth
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Zitat:
Ich gebe damit dem Vermieter ja ein Zinsloses Darlehen.




anders herum würde der Vermieter Ihnen eins geben !!!

Zitat:
Nun konnte die Firma, die die Heizkörper abliest am angegebenen Tag nicht in jedes unserer Büros, zum Ablesen, hinein, da einige abgeschlossen hatten


man sollte Sorge tragen, das die Räume an diesem angegebenen Ablesetag zugänglich sind. Die Firma ISTA hätte auch das Recht falls sie noch mal wieder kommen muß eine Gebühr von Ihnen zu erheben.

In diesem Fall ist das Ihr eigenes Verschulden und nicht des Vermieters .
05.12.2007, 16:40 von flash
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Zuerst einmal vielen Dank für den Beitrag.
Unsere Heizkosten beliefen sich auf 334€ für die Heizperiode 2006. Wir hatten 2880€ Nebenkosten komplett für das Jahr 2006 und hätten eine Erstattung von 1147 € gehabt. Hiervon behält der Vermieter 500€ ein.

Genauer Wortlaut: Nach Aussage der "ISTA" konnte in Ihren Büroräumen keine Ablesung erfolgen. Die Werte wurden daraufhin geschätzt. Es ist daher zu erwarten, dass im Abrechnungszeitraum 2007 Ihre Verbrauchskosten wesentlich höher sind. Aus diesem Grunde erlaube ich mir, von dem Guthaben € 500.- als Vorauszahlung für den Abrechnungszeitraum 2007, einzubehalten.

Wie gesagt, reine Heizkosten beliefen sich auf 333,06€
05.12.2007, 16:22 von frischebrise
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Hallo,

@flash schrieb:
Zitat:
So wurden wir auf den Vorjahresverbrauch geschätzt. Der Vermieter hat dies zum Anlass genommen, steigende Verbrauchskosten für das Jahr 2007 anzunehmen und von unserer Erstattung 500€ ein zu behalten. Kann das der Vermieter einfach so machen?


Wenn er das Wirtschaftlichkeitsgebot beachtet hat und die 500 Euro den Steigerungskosten des Energieträgers entspricht. Ja.
D.h. Sie hätten an Heizkosten im Vorjahr ca. 2000 Euro zu zahlen gehabt.

In anderen Fall natürlich nein.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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