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13.12.2006, 10:20 von Esther12Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkostenabrechnung
Hallo, in unserer Anlage (39 Wohnungen) haben wir 2 Hausmeister, die auf 400 Euro Basis dieses Job erledigen. Die beiden haben je 100 Euro pauschal für Telefon erhalten. Auf unseren Mieter entfallen im Jahr 3,52 Euro an. Der Mieterverein schreibt uns nun, daß Telefonkosten nicht pauschal abgerechnet werden dürfen, sondern nur mit Nachweis.
Meine Frage: Gibt es einen Pauschalbetrag, den er anerkennen muß? Denn bei Handys ist ein Nachweis ja fast unmöglich.
Außerdem haben wir beiden Hausmeistern letztes Jahr ein kleines Weihnachtsgeschenk gegeben, ist in Bayern so üblich, diese 0,77 Cent werden wir unserem Mieter natürlich erlassen. Mit soetwas beschäftigt sich der Mieterverein in Nürnberg.
Danke.
Alle 8 Antworten
13.12.2006, 16:02 von johanni
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Hallo,

hier geht es doch wohl grundsätzlich um die Prüfung der letzten Betriebskostenabrechnung durch den Verein.
Und die monierte Position ist gerechtfertigt. Damit hat der Verein wieder einmal einen Pluspunkt bei seinen Mitgliedern.

Wenn jedoch diese Abrechnung eine Verwaltung gefertigt hat, hätte diese es besser wissen müssen.

LG Johanni
13.12.2006, 15:30 von cavalier
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Hallo,

die Mieter sollen doch froh sein, dass Sie immer einen Hausmeister erreichen können.

Den Meiter mitteilen, dass ein separartes Handy angeschafft wird, auf dem die Hausmeister nur noch zu festgelegten Zeiten erreichbar sind, da diese nach Feierabend das ihnen nicht gehörende Handy ausschalten.

Das eigene Handy der Hausmeister war immer (weil auch privat) immer eingeschaltet.

Die Kosten werden voraussichtlich höher ausfallen als die jetzigen von 3,45 € p.a. = 0,89 Cent p. Tag/pro WE.

Reaktion abwarten und denn handeln.
13.12.2006, 13:10 von frischebrise
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Hallo,
folgende Überlegung sei noch anzustellen.
Kosten eines Telefonanschlusses ( Diensttelefon der Hausmeister )
Bei einer Flatrate in Höhe 9,90 Euro/Monat entstünden 118,80 Euro. Eine entsprechende Nummer als Nachweis und volle Absetzung als Kosten und als umlagefaehige BK.
Hierbei ist unterstellt, dass dies im Anhang eines DSL Gesamtpaketes möglich ist.
13.12.2006, 13:05 von Susanne
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Ich kann das nicht nachvollziehen, da man doch gerade bei Handyrechnungen einen Einzelnachweis bekommt und die HM damit ihre Gebühren nachweisen können. Dazu ist es jetzt wahrscheinlich zu spät, aber die Möglichkeit hat jedenfalls bestanden.
13.12.2006, 12:57 von Uzzi
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Ich würde kein Schreiben des Mietervereins akzeptieren, sondern denen zurückschreiben das eine separate Rechnung nicht möglich wäre; es sei denn es wird ein gesondertes Hausmeistertelefon neu bei der Telekom angemeldet, welches natürlich wesentlich höhrere Kosten mit sich bringt (u.a. Neuer Analog-Telefonanschluss der Telekom - monatliche Anschlusskosten + Einheiten, abschliessbarer Sicherungskasten damit kein unbefugter das Telefon nutzen kann bzw. anderweitig am Telefon manipulieren kann, evtl. Reparaturen am Telefon/ Sicherungseinrichtung....WAS IHNEN SONST EINFÄLLT). Es kann nur ein separater Telefonanschluss in Betracht kommen, da andernfalls a) das Privattelefon des Hausmeister umgerüstet werden muss mit Druckereinheit (falls möglich) b) Prepaid-Handy für Hausmeister kommt nicht in Frage, da Sie befürchte dass die Mieter die höheren Telefongebühren nicht ohne weiteres Akzeptieren, falls die Mieter mal die Hausmeister anrufen müssen.
Weiterhin würde ich im Schreiben erwähnen, dass Sie als Vermieter/ Verwaltung es als Ihre Pflicht ansehen den Mietern zustätzliche Kosten zu sparen und die bisherige Lösung - die von fast allen Mietern akzeptiert wird - auch nicht abweichen.

Sie können im Schreiben auch anführen;
Sollte der Mieterverein weiterhin auf die - unlogische da mit wesentlichen Mehrkosten verbundene - Forderung bestehen, werde Sie in den Hausfluren einen entsprechenden Aushang machen in denen den Mietern erklärt wird, dass es zu einer wesentlichen Kostensteigerung kommen wird, da der Mieterbund die bisherige Lösung nicht mehr haben möchte Sie beim Mieterbund (telf + Ansprechpartner angeben) diesen Sachverhalt ausdisktieren können.
..........................
Mal sehen was der Mieter-für-Dummverkaufer darauf zu sagen haben, sollte die Herrschaften kein Brett vorm Kopf haben würden sie mal nachrechnen und evtl. gehen mal ein paar Lampen auf.

Die Idee mit dem Aushang ist zwar etwas "verspielt", die Angabe soll aber nur noch mal verdeutlichen welche naive Forderung der Mieterbund von sich gibt.
..........................
Auf alle Fälle sollten Sie nicht gleich springen, wenn Sie ein Schreiben vom Mieterbund erhalten.
13.12.2006, 11:54 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Der Mieterverein schreibt uns nun, daß Telefonkosten nicht pauschal abgerechnet werden dürfen, sondern nur mit Nachweis
.

Das ist doch nun nichts Neues. Unabhängig von der geshcilderten Höhe, ist es immer der Einzelnachweis nötig.
Der Missbrauch, der mit Telegebühren stattfinden kann, ist gewaltig. Diese Kosten sind nicht anders zu behandeln, als alle anderen Betriebskosten.Und dazu ist nun mal auch der Nachweiss erforderlich.

Wie Vorredner schon geschrieben, würde ich diese paar Euro selber zahlen und künftig auf der nächsten Versammlung den Einzelnachweis forern. Bin mir sicher, dass sich dann die Gebühren auch reduzieren.

Nur mal so nebenbei, ich hatte früher auch Hausmeister mit dieser Technik ohne Einzelnachweis ausgestattet. Dann kamen mir die Gebühren aber so hoch vor, dass ich einen Einzelnachweis beantragte. Es stellte sich dann heraus, dass diverse Gespräche mit dem Ausland geführt wurden etc. Diese Positionen habe ich dann von der Lohnabrechnung in Abzug gebracht und danach hörten diese " Privatgespräche" sofort auf.

LG Johanni
13.12.2006, 11:37 von dontpanic
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Hallo,

da kocht meine Galle über...

Separates Handy für den HM und schönen Gruß an den Mieterverein. Da würde ich gar nicht lange fackeln.

Gruß,
dp
13.12.2006, 10:49 von CMAX_65
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Hallo esther12,

es ist vollkommen klar dass der Mieterverein Nürnberg sich auf eine solche Pauschale "einschießt".

Und zwar unabhängig letztlich vom Betrag, liefert eine Pauschale immer einen Angriffspunkt dem Mieterverein unkorrekte Abrechnung seitens des VM zu unterstellen.

Es handelt sich hierbei um weniger als 1 cent pro Tag für den Mieter.

Es gibt demnach nur 2 Lösungswege:

entweder korrekte Abrechnung u.U. durch ein separates Diensttelefon oder Diensthandy mit Einzelverbindungsnachweis.

In der Summe kann dies durchaus teuerer sein und dem Mieter insgesamt höhere Kosten verursachen, aber Korrekt abgerechnet sein.

Oder, zahlen Sie einfach die € 3,52 bzw 0,77 € pro Jahr selbst und die Diskussion ist beendet.
Ich halte die Kosten des Hausmeistertelefons zwar für umlagefähig, wie soll denn ein Hausmeister ohne ein Telfon überhaupt seinen Job korrekt machen (...mein lieber "Herr" Mieterverein, vielleicht macht Ihrs ja mit Buschtrommeln !)
aber allein die Diskussion und der Zeitaufwand bzw. Schreiberei ist dies letztendlich nicht wert.

Ist jedenfalls meine Meinung. Ich würde es selbst bezahlen!

MFG
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