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31.10.2006, 17:30 von BibiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkostenabrechnung
Hallo zusammen.
Heute spricht mich ein Mieter auf die letzte Nebenkostenabrechnung an.

Fakten: Ein 6 Fam Haus, keine eigenen Wasserzähler.
Abrechnung über Aufteilungsschlüssel. So weit so gut.
Es sind 3 Wohnungen mit je 2 Mieter und 3 mit nur einem Mieter.
Beim Verteilerschlüssel wurde bis dato immer jede Wohnung mit 2 Personen gerechnet. (Besuch usw. )

Jetzt kommt nach Jahren der Erste auf die Idee, da er ja alleine lebt, bräuche er nur für 1 Pers. zahlen.
Das wird Kreise ziehen, denn der nächste hat schon signalisiert das, wenn seine Frau mal nicht mehr da ist, er das auch nicht akzeptiert.
Ein weiterer Mieter ( 2 Personenhaushalt) hat sehr viel Besuch aus den neuen Bundesländern, hab es auch schon mitbekommen, das die kleine Wohnung mit vielen Leuten belagert wird.
Warscheinlich ist das auch der Grund für die schlechte Stimmung.

Jetzt meine Frage:
Kann ich den Abrechnungsschlüssel einfach so ändern, oder muß ich das sogar machen, oder ist das sogar ko so?????????
Gruß Bibi
Alle 10 Antworten
07.11.2006, 12:26 von carsone
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Na mit dem Besuch aus der Zone ist natürlich ein Problem... haha, war nur ein kleiner Scherz, bitte nicht falsch verstehen.

Aber zu den Fakten:

Kaltwasserzähler müssen nicht (!) eingebaut werden, also würde ich davon auch absehen! Ich würde sie allerdings nie nach Personen, sondern immer nach qm umlegen, dieser Grundsatz ist so auch gesetzlich normiert!

Zu dem Warmwasser: Beauftrage einfach eine Abrechnungsfirma, da wäre z.B. Brunata oder Techem... Heizung muss ja sowieso über Einzelverbrauch abgerechnet werden, Warmwasser auch. Aber: Der Ableser wird selbst, oder durch Dich, einen Wasserinstallationsfirma mit dem Einbau beauftrage, sind die Kosten aber unangemessen hoch, so ist ein Einbau nicht zwingend erforderlich und es darf auch nach qm umgelegt werden. Hier kommt es jedoch auf den Einzelfall an...

Wenn es nicht unverhältnismäßig sein sollte, so kannst Du die Zähler von der Firma entweder mieten (Kosten zahlen die Mieter) oder kaufen und als Modernisierungsmaßnahme mit 11% pro Jahr auf die Mieter umlegen... Sprich mit Ihnen und mache einen neuen Schlüssel nach qm, denn die Modernisierungsmaßnahme von 11% wollen die bestimmt nicht tragen... Und Du bist fein raus!!!
07.11.2006, 10:56 von Jobo
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also nach Personenzahl abzurechnen gibt auf jeden Fall Ärger.
Denn dann geht das bespitzeln los, wie oft war der Freund oder die Freundin über Nacht da ? Wer hat oft "Ost" Besuch ? wer hat vieviele Pflanzen ? Wer duscht wie oft ? Wer war wie lange im Urlaub oder auf Dienstreise ?
Wer hat einen Wasserspülsparkasten ? Wer badet viel und wie oft ? ........
Da ist doch der Ärger vorprogrammiert.
Also entweder nach Verbrauch und zwar mit Uhr bzw Uhren oder nach m² bzw. Wohnungsanteile abrechnen, siehe auch Teilungserklärung (wenn vorhanden).
Das mit den Uhren kann wirklich teuer werden wenn, einzelnen Entnahmestellen nicht über eine Leitung in die Wohnung kommen, sondern Küche, Toiletten, Badezimmer jeweils mit seperatem Kaltwasserzulauf versehen sind. Die Umrüstung auf Uhren und nicht zu vergessen der regelmäßige Austausch der geeichten Uhren, steht nicht im Verhältnis zu den Verbrauchsunterschieden.
MfG
Jobo
06.11.2006, 19:12 von Bibi
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@ frischebrise.@ Rita

Habe mich nicht klar ausgedrückt.
Das Haus ist in 2 Hälften geteilt. links und rechts.
Links und rechts sind je 3 Wohnungen übereinander.
Die Kaltwasserleitung geht wie beschrieben zu jedem Gebäudeteil separat hoch, doch die Warmwasserleitung ist durch die Zirkulation eine Ringleitung. Ich dachte evtl. nur in die 2 Kaltwasserleitungen einen Zähler zu setzen um die kalt-Wasserkosten vom linken und rechten Teil schon einmal separat zu erfassen.Aber das ist wohl dann richtig aufwendig mit der Abrechnung.
In erster Linie geht es einigen Mietern darum die Kaltwassermengen zu erfassen ( Viel Besuch, also viel Toilettenspülungen ) Das Warmwasser kann so nicht erfasst werden.
Ich werde mir jetzt die Mietverträge geneuer durchlesen um dann
mit Rita´s BGB Link abgleichen.
ggf. melde ich mich nomals, bzw. ich gebe dann meine Erfahrungen wieder.
Bibi
Hallo @ Bibi
jede Wohnung hat eine Kaltwasserzuleitung. Diese geht an mehrere Zapfstellen. Den Strang suchen und nur dort - vor der Verteilung - einen Kaltwasserzähler einbauen.
Damit sind alle Verbrauchstellen erfasst.
05.11.2006, 19:58 von Bibi
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Danke ersteinmal.
Doch was genau steht in 556?
Was haltet Ihr den davon einfach weiterhin auf den Verteilerschlüssel zu beharren. Ist Jahrelang gut gegangen.
Eine Zählermontage heißt 4 Zähler pro Whg und das mal 6.
Wenn ich 200€ für einen UP Wasserzähler rechne, bin ich bei 4800€. Ganz schön viel Geld.
Ich könnte auch 2 Kaltwasserzähler in die Zuleitung rechts und links einbauen, dann wird zumindest das Kaltwasser schon einmal aufgeteilt. Wie gesagt (rechts) hat ein Mieter sehr oft Besuch und deshalb meckern die anderen.
Gruß Bibi
31.10.2006, 20:20 von frischebrise
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Hallo,
sofern die Installation von Wasserzähler kurzfristig nicht umsetzbar ist und im MV nichts näheres über den Verteilungsschlüssel fixiert wurde, kann doch § 556a Abs. 1 und besonders Abs. 2 angewendet werden.
Mittelfristig wäre es in jedem Fall empfehlenswert auf eine verbrauchsabhängige Wassererfassung hinzuarbeiten.

31.10.2006, 20:04 von Mieterliebe
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dann rechne doch einfach nach den tatsächlichen personen ab - ist zwar etwas stressig, wenn in der abrechnungsperiode ein mieterzuwachs bzw. abgang ist - geht aber - und schon ist ordnung, ruhe und frieden.

sonst, wie vorredner - uhren einbauen und ruhe - tja, kosten sind kosten - mache können sie gebrauchen und von nix kommt nix

grüße
31.10.2006, 18:16 von CMAX_65
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Hi,

sehe ich wie ChristophL ohne Wasseruhren kriegen Sie da nie Ruhe rein. Ist ein Problem in alten Häusern Uhren zu installieren (technisch+Kosten), ist allerdings nicht zu umgehen.

MFG
31.10.2006, 17:44 von ChristophL
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Für zukünftige Abrechnungen rate ich zum nachträglichen einbau von Wasseruhren.

Gruß Christoph
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