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01.08.2005, 12:25 von ChibiChibiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkostenabrechnung
Hallo.

Ein Mieter sagt, seine NK-Abre, HK, sei nicht korrekt. (er könne niemals soooo viel verbraucht haben)
Leider haben wir bei Wohnungsübergabe die Meßkapselwerte bei seiner Wohnung vergessen abzulesen, so dass sein Einspruch schon gerechtfertigt sein kann. Nur, was nun? Wir haben 110 von ihm zu bekommen.
Alle 7 Antworten
03.08.2005, 09:24 von Vermieterheini1
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Nachdem die Moderatoren nicht gewillt sind Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" zu löschen müssen ALLE meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos NICHT wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
02.08.2005, 17:52 von volker
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Hallo ChibiChibi,

wenn der Mieter die Daten vom Tag nach dem Einzug hat, ist doch das Problem schon fast gelöst.

Wenn die Differenz zwischen letztem Mieter und neuem Mieter noch einen für den Leerstand mit Heizung realistischen Wert ergibt, sollte dem Mieter gefolgt werden.

Selbst wenn dabei die Werte geschönt worden sind, ist jedoch dein guter Wille für den Mieter erkennbar. Alles andere ergibt nur unnötige Belastungen des Mietverhältnisses.

Eine Kontrollmöglichkeit bieten auch die von RMHV genannten Gradtagszahlen.

Ob die Abrechnungsfirma die Zusatzkosten übernimmt, kann ich nicht beurteilen. Wenn der Mieterwechsel und der Leerstand der Firma bekannt waren, hätte sie nach der Heizkostenverordnung (§ 9 b) bereits nach Gradtagszahlen oder zeitanteilig aufteilen müssen.
02.08.2005, 14:13 von FOC
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Wenn man dem Mieter nachweisen kann, was er verbraucht hat und der Abrechnungsmodus dem Mietvertrag entspricht, kann man ihn zu Kasse bitten.
Wenn man dem Mieter beim verbrauchsabhängigen Abrechnungssystem nicht nachweisen kann, was er verbraucht hat, braucht er nicht zu zahlen. Warum sollte jemand, der nichts verbraucht hat, zahlen, nur weil irgendwer vergessen hat, das festzustellen (das ist ja i.A. nicht Aufgabe des Mieters).

Bei kurzen Zeiträumen sind geeignete Schätzungen (z.B. Gradzahltabelle des VDI in Kombination mit Vorjahresverbrauch) zulässig. Aber darum geht es hier ja wohl nicht.

110 Euro hören sich nicht so viel an. Ggf. kann man ja eine 50/50-Lösung akzeptieren.
02.08.2005, 13:51 von ChibiChibi
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Zusatzinfo:

Der Ablesedienst hat uns erst im März 2005 mitgeteilt, dass die Meßkapseln nicht monatlich speichern. Da war es aber zu spät und wir hatten die Abrechnung bereits rausgeschickt.

Weiterhin verhält es sich so, dass bei der ersten Mieterin lediglich auf deren Wunsch die Meßkapseln abgelesen wurden. Wir haben in 2004 nicht gewusst, dass eben die Kapseln nicht speichern, wie in unseren anderen Häusern.

Könnte ich nicht eine neue Abrechnung für diesen einen Mieter erstellen lassen, mit den Werten die er einen Tag nach Übergabe abgelesen hat? Nätürlich würde die Kosten für die neue Abrechnung der Ablesedienst tragen, da wir uns nichts haben zu Schulden kommen lassen in Hinsicht auf Unterschlagung von Informationen.

Was meint Ihr? Gute Idee und rechtlich in Ordnung?
02.08.2005, 09:32 von ChibiChibi
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@ Volker

Doch, bei dem letzten Mieter haben wir die Meßkapseln abgelesen. Aber mein Chef will nicht nochmal eine Abrechnung machen lassen, da das zu teuer ist, nur für einen Mieter.

Sonst wäre die Sache ja erledigt. Aber was, wenn die Meßkapselwerte zwecks Leerstand und trotzdem heizen nicht stimmen? und der Mieter uns wieder auf die Pelle rückt?

Danke
01.08.2005, 13:20 von RMHV
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Wenn ein Mieter sagt, er könne nicht so viel verbraucht haben, soll er den Beweis antreten.
Zwischenablesungen sind zwar vorgeschrieben, eine Aufteilung nach Gradtagzahlen macht die Heizkostenabrechnung allerdings nicht fehlerhaft. Wenn eine verbrauchsabhängige Abrechnung erfolgt ist greift § 12 Heizkostenverordnung auch in den Fällen nicht, in denen geschätzt oder nach Gradtagzahlen aufgeteilt wurde.

Mölicherweise kann man den Mieter durch passende Hochrechnungen von einem beliebigen Ergebnis überzeuge. Sollte dies gelingen, ist das Problem erledigt. Gelingt es nicht, bleibt die Zahlungsklage. Der Mieter wird seinen Einwand dann mit mehr als nur "zu viel" begründen müssen.

01.08.2005, 12:48 von volker
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Hallo ChibiChibi,

nach der Heizkostenverordnung § 9 b sind bei Nutzerwechsel Zwischenablesungen durchzuführen. Gibt es denn auch keine Ablesung beim Auszug des letzten Mieters?

Nach Absatz 3 des § 9b sind, wenn die Zwischenablesung nicht möglich ist, die gesamten Kosten zeitanteilig auf Vor- und Nachnutzer aufzuteilen. Dieses betrifft aber nur Warmwasser.

Für Kaltwasser ist in der Heizkostenverordnung keine Regelung enthalten.

Nach § 12 der Heizkostenverordnung hat der Nutzer das Recht, die auf ihn entfallenden Kosten um 15 % zu kürzen, wenn die Kosten der Versorgung mit Wärme oder Warmwasser entgegen den Vorschriften der Verordnung nicht verbrauchsabhängig abgerechnet werden.

Ich würde mit dem Mieter das Problem in der Weise lösen, dass der Verbrauch seit der letzten Abrechnung bis heute als Vergleichswert hochgerechnet wird für den abgerechneten Zeitraum. Wenn dann eine größere Differenz erkennbar ist, sollte man für diese eine Lösung finden. Wenn jedoch nach dieser Hochrechnung der abgerechnete Verbrauch durchaus richtig sein kann, wird auch der Mieter ein Einsehen mit dem Fehler der Nichtablesung beim Einzug haben. Den hat er ja auch zur Hälfte mit verursacht.
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