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08.02.2007, 13:58 von HilliProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkostenabrechnung ohne Kaltwasseruhren?
Hallo,

ich brauche mal einen Rat von Fachleuten: In unserem Mehrfamilienhaus sind in 2 vermieteten Wohnungen noch vom Vorbesitzer Kaltwasseruhren innerhalb der Duschkabinen angebracht worden. In einer der Wohnungen gibt es jetzt einen Wasserschaden, der möglicherweise durch an der Messkapsel vorbei hinter die Fliesen laufendes Spritzwasser aus der Dusche verursacht wurde. Der Fliesenleger weigert sich nun aus Gewährleistungsgründen, die Wand zu sanieren, solange der Wasserzähler im Duschbereich bleibt. Da die Eichung eh seit mehreren Jahren abgelaufen ist, würde ich am liebsten statt eines aufwändigen Umbaus die Wasserzähler einfach komplett ausbauen lassen.

Frage: Wie rechne ich die Wasserkosten dann am gerechtesten ab? Es gibt 3 gleich große Wohnungen (106 m²) mit je zwei Erwachsenen sowie ein kleineres Büro (85 m²). Eine Wohnung und das Büro nutzen wir selbst. Für unsere private Gartenbewässerung möchte ich auch gerne einen entsprechenden Zuschlag zahlen, um die Mieter nicht zu benachteiligen. Ich denke an eine Abrechnung nach Personenzahl, wobei wir (Vermieter) z.B. als drei Personen zählen könnten, da ich mein Büro im Haus habe und in der Regel den ganzen Tag zu Hause bin.

Bisher haben wir übrigens die Nebenkosten der Mieter entsprechend den Zählerständen ihrer Wasseruhren berechnet und alles was womöglich an "Schwund" dazukam, selbst getragen.(Obwohl wir selbst damals nach dem Kauf des Hauses an allen unseren Verbrauchsstellen incl. Gartenwasser-Zapfstelle auch Uhren angebracht haben.)

Evtl. könnte ich ja jeweils zwei Abrechnungsmodi vergleichen, einmal indem der Rest nach Abzug unseres gezählten Verbrauchs 50:50 auf die Mieter verteilt wird und einmal die Abrechnung nach Personenzahl: 3:2:2 Personen. Und dann jeweils das anwenden, was für die Mieter günstiger ist?

Wie würdet ihr das machen?
Alle 10 Antworten
10.02.2007, 09:45 von ChristophL
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Ich würde dann bei der Versicherung einen anderen Gutachter anfordern. Wenn er Dir schon so kommt, nach dem Motto ich mach gerade eine Umschulung und bin mir noch nicht sicher was ich machen soll.

Aber erst einmal abwarten, evtl. wendet sich ja noch alles zum positiven.

Gruß Chrisotph
10.02.2007, 00:58 von Hilli
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Ja, ein Sachverständiger war da. Wegen der vielen Sturmschäden hat das nach der Meldung auch noch eine Woche gedauert. Der meinte zunächst "Bin doch kein Hellseher" als ich ihm nur das neu verflieste Bad zeigen konnte. Erst als ich ihm das Gutachten des Holzsachverständigen und mein besagtes Foto vorführte, taute er ein bisschen auf und meinte, ich könnte ihm die Rechnungen ja mal zuschicken, dann würde er sehen, was sich da machen ließe.

Auf meine Frage, was er zu der Wasseruhr in der Dusche meint, ob sich die wohl dort richtig abdichten ließe, meinte er er sei doch kein Bausachverständiger - ja was denn sonst als Gutachter?

Naja, ehrlich gesagt wirkte er vom Typ und Auftreten (wuchtig und mit Glatze) auf mich auch eher wie ein Türsteher oder Bodyguard - jedenfalls ziemlich einschüchternd. Egal, jedenfalls hat er mir dann am Schluss doch ein bisschen Hoffnung gemacht.

LG Hilli
09.02.2007, 19:58 von ChristophL
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Hat sich das denn schon einer von der Versicherung angesehen?

Gruß Christoph
09.02.2007, 11:35 von Hilli
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@ ChristophL
Weil wir es zuerst für einen Altschaden gehalten haben (die verfaulten Stellen waren schon wieder total durchgetrocknet). Irgendwie hat keiner mal die Wandfliesen untersucht. Deshalb haben wir es der Versicherung erst viel später gemeldet, als quasi alles schon wieder zu und repariert war (bis auf das marode Stück Wand mit den losen Fliesen rund um die Wasseruhr).

Zum Glück hatte ich während der Zimmermann da war ein unscharfes Foto gemacht, auf dem man die Spuren des runterlaufenden Wassers auf der Wand erahnen konnte (ist komischerweise weder dem Installateur oder Trockenbauer noch uns aufgefallen). Da hatte ich wenigstens ein bisschen in der Hand für den Sachverständigen der Versicherung.

LG Hilli
08.02.2007, 22:44 von ChristophL
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Warum sollte die Versicherung das denn nicht übernehmen?

Gruß Christoph
08.02.2007, 17:29 von Hilli
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@MarieP:
Genau das dachte ich, aber ich denke wenn wir uns mal mit den Mietern zusammensetzen, würden wir da schon eine Lösung finden.

Inzwischen habe ich jedenfalls mal den Installateurbetrieb von damals angerufen und mein Problem geschildert "...Versicherung hat nun nachgefragt, wieso die Wasseruhr in die Dusche gesetzt wurde ..." Ich hatte den Eindruck, da wurde die Dame doch etwas hellhörig und versprach, dass der Chef sich morgen mal bei mir meldet. Evtl. kann ich da ja noch etwas rausholen, wenigstens einen Sonderpreis für das Umsetzen der Uhren aushandeln.

Ob die Versicherung den Schaden übernimmt, steht leider auch noch in den Sternen.

LG Hilli
08.02.2007, 16:42 von MarieP
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Hallo

Zitat:
@ marieP

Also es ist so, dass alle Wohnungen (in unserer eigenen zwei Steigeleitungen), das Büro und die Gartenwasserstelle mit Uhren ausgestattet sind. Allerdings ist wohl inzwischen bei allen Uhren die Eichzeit abgelaufen bzw. läuft dieses Jahr ab. Mir kommt es vor allem auf eine gerechte Abrechnung an, da finde ich die Personenzahl irgendwie noch besser als die Quadratmeter, oder gibt es da irgendwelche gesetzlichen Vorgaben?




Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, soll hier von der verbrauchsabhängigen Abrechnung umgestellt werden auf die verbrauchsunabhängige Abrechnung.
Dies geht nur mit Zustimmung der Mieter und dieses schriftlich als Anhang zum Mietvertrag.
08.02.2007, 14:41 von Hilli
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@ sledge_hammer:

Gute Frage.
Das war ein örtlicher Sanitär-Meisterbetrieb vor 9 Jahren laut den uns vorliegenden Rechnungen des (verstorbenen) Vorbesitzers. Ich denke mal, das war damals die einfachste Lösung, der Bauherr schon sehr alt und dann macht man sowas halt mal als Firma mit besonderem "Seniorenservice".

Ich würde mich schon gerne um beide Uhren gleichzeitig kümmern; wer weiß was da in der anderen Wohnung schon durchgesickert ist und in den Deckenbalken rummodert? In der einen Wohnung fiel es auch nur auf, weil der Mieter sich selbst im angrenzenden WC Fliesen legen wollte (und wurde dann eine größere Sache mit Sachverständigem, Austausch von Deckenbalken etc.)

Was die möglichen Streitigkeiten betrifft: Unsere Mieter sind wirklich ok und das Mietverhältnis ist bisher sehr harmonisch (toitoitoi). Außerdem sind unsere NK eh schon sensationell niedrig, wenn man mal andere Mietangebote hier im Ort vergleicht. Was unsere Mieter inkl. Heizung zahlen (130 EUR für 106 m²), das wird woanders fast als kalte NK fällig.

@ marieP

Also es ist so, dass alle Wohnungen (in unserer eigenen zwei Steigeleitungen), das Büro und die Gartenwasserstelle mit Uhren ausgestattet sind. Allerdings ist wohl inzwischen bei allen Uhren die Eichzeit abgelaufen bzw. läuft dieses Jahr ab. Mir kommt es vor allem auf eine gerechte Abrechnung an, da finde ich die Personenzahl irgendwie noch besser als die Quadratmeter, oder gibt es da irgendwelche gesetzlichen Vorgaben?

LG Hilli
08.02.2007, 14:21 von MarieP
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Hallo

Bei der Abrechnung nach Verbrauch muss in allen Wohnungen der Verbrauch gemessen werden.
2 Wohnungen von 3 Wohnungen und ein Büro = BÜRO u. eine Whg kann nicht gemessen werden kannst du vergessen.

Abrechnung nach Qudaratmetern od. alle Nutzeinheiten mit Volumenzählern (Wasseruhren) ausstatten.
08.02.2007, 14:14 von Sledge_Hammer
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Hallo,

in der einen Wohnung würde ich den Zähler an eine andere Stelle setzen lassen, vor der Neuverfliesung.
In der anderen Wohnung irgendwann , anl. bsp. Badsanierung das gleiche.

Abrechnungen ohne Wasseruhren gibt immer Stress, vor allem wenn der " böse Vermieter der im Haus wohnt " dem armen Mieter Wasser klaut.....

Wer baut Wasser Uhren in Duschen ???

Mfg S. Hammer
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