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17.04.2005, 00:01 von samira25Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkosten
Hallo Ihr Lieben,

ich stehe kurz vor der Krise mit meiner ehemaligen Mieterin. Sie ist letztes jahr im März ausgezogen. Im Dezember 2004 stellte ihr die hausverwaltung die NK-Abrechnung 2003 über einen nachzahlungsbetrag von 435 Euro zu und setzte wg. Weihnachten eine Frist bis zum 02.02.05. Jedenfalls habe ich das geld nicht erhalten und ie Hausverwaltung informiert. Daraufhin wurde Fr. S. angemahnt. Sie meldete sich bei der hausverwaltung und erklärte frech, sie habe die NK-Abrechnung nicht bekommen. Also wurde ihr die Abrechnung erneut zugestellt mit neuer Frist u.s.w. Leider reagierte sie nicht und auch nicht auf die Androhung eines mahnbescheids. Nein, die gute Frau S. ist zum Mieterbund gelaufen und hat sich wohl beschwert, weil sie die NK-Abrechnung erst soooo spät bekommen hätte. Ehrlichgesagt finde ich es eine Frechheit, dass sie versucht, sich auf diese Weise um die nachzahlung zu drücken. Ich habe so das gefühl, dass sie sich auf das neue gesetz der NK-Abrechnungen berufen will, dass die NK-Abrechnung längstens ein Jahr nach dem Abrechnungszeitraum dem Mieter zugestellt muss, wird sie später zugestellt muss der Mieter eine nachzahlung nicht mehr leisten. Ich musste das Geld immerhin schon im August 2004 auslegen. Können sich Mieter denn wirklich alles erlauben???????
Alle 28 Antworten
02.07.2005, 14:44 von volker
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Hallo Samira,

habe ich nun etwas verpasst?

Zitat:

Zitat:
Eigentuemer

Giga-User

Beiträge: 490

» 18.04.05 10:46 « Antworten · Empfehlen

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richtig @samira25,
manche können aber nicht anders - es muss wegen jeder Kleinigkeit gedroht, abgemahnt oder zum RA gerannt werden -
auch Verwaltungen sind nur Menschen
MfG





Ich hoffe, der Anwalt ist wirklich kompetent. Mich würde interessieren, auf welches Aktenzeichen des BGH der Anwalt seine Aussage zum Einschreiben als Zugangsnachweis stützt.

Für eine gelegentliche Nachricht bin ich dankbar.

Ansonsten viel Erfolg bei den beiden Klagen.
01.07.2005, 09:50 von samira25
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Hallo Ihr lieben,

vielleicht mögt ihr ja wissen, wie meine geschichte nun weitergeht. Also, ich bin beim Anwalt gewesen und es ist völlig klar dass die Hausverwaltung Schadensersatz leisten muss. Er hat der HV einen Brief geschrieben und eine Frist bis zm 06.07. gesetzt. Sollte die HV bis dahin nicht bezahlt haben, wird die Mieterin verklagt und in diesem Prozeß soll bewiesen werden, dass die rechtzeitige Zustellung der NK nicht nachgewiesen werden kann, d.h. wir werden diesen Prozess verlieren. Anschließend wird die HV verklagt und der Käse ist dann hoffentlich gegessen.

LB. Grüße

Samira
22.06.2005, 12:29 von Nachtfee
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Hallo Eigentümer,

klar im Osten ist es schwierig, da wird ja auch nichts
von der Industrie investiert wie erwartet wurde. Bei uns
wird jedes kleine Schlupfloch bebaut. Ein kleines Beispiel
bei uns im Ort. Die Bayerbahn läuft bei uns am Ortsanfang
durch. Das unmittelbare Grundstück davor gehört der
Stadt Köln. Bislang war es nicht erlaubt dort zu bauen, wegen der Bahn . Jetzt wurde höchstens in 2 m Entfernung
ein riesengroßer Edekamarkt gebaut. Das bringt Arbeitsplätze.
Grüße Nachtfee
22.06.2005, 09:01 von Eigentuemer
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Hallo Nachtfee,
klar bei diesen Städten - Ost-Berlin schon eher nicht -
nicht nur ländlich (war immer kostengünstiger) aber Rostock, Halle, Magdeburg, Leipzig, Dresden, Görlitz, Erfurt, ... ?
die EU-Erweiterung macht sich schon in Bayern in den Grenzgebieten bemerkbar - auch dort gehen die Firmen Pleite, werden einige Familien arbeitslos -
wer wird dann dort noch Grundbesitz erwerben ?
MfG

22.06.2005, 01:00 von samira25
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Hi,

jetzt hab' ich der Hausverwaltung dermaßen die Hölle heiß gemacht, dass sie mir angeboten hat, den Sonderverwaltungsvertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Würdet Ihr das Angebot annehmen?? ich hätte auch schon einen neuen Verwalter an der Hand. In dem heutigen Schreiben haben sie sich bestimmt 3 mal widersprochen und beharrren immer noch darauf, die fristgerechte Zustellung mit ..."der Brief kam nicht als nicht zustellbar zurück und gilt somit als zugestellt.."beweisen zu können. Also der Mieterbund zeigte sich schon mal völlig unbeeindruckt von diesem Argument und ich auch*g*

Ich habe dieses Schreiben auch meinem RA gezeigt und es wird nun doch zu einem Prozess kommen, falls die Hausverwaltung nicht klein beigibt.Sollten sie nicht klein beigeben kann die ganze Sache bis zum BGH gehen.

Ein gutes Nächtla

Samira
21.06.2005, 23:38 von Nachtfee
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Hallo Eigentümer,

sorry, kann nur von Köln reden. Total überzogen. Allerdings,
wenn ich mir im ImmoScout schon mal Objekte etwas ländlicher
anschaue, sehe ich schon preisliche Unterschiede. Allerdings
bin ich davon ausgegangen, dass diese Preise in anderen
Großstädten ebenso sind (Berlin, Stuttgart, Frankfurt usw.)
Grüße Nachtfee
21.06.2005, 09:13 von Eigentuemer
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@ Nachtfee,
die Preise sind im Keller, mehr als im Keller -
man kann Köln oder München nicht mit dem "Rest der Welt"
vergleichen
Gruß
20.06.2005, 23:19 von Nachtfee
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Hallo Samira,

ich sehe das nicht so, dass die Immobilienpreise im Keller
sind, ich finde sie total überzogen. Immobilien sind um
10% gestiegen, nur gerechtfertigt finde ich das für viele
Objekte, die ich mir angeschaut habe nicht. Übertriebene
Preise für Altbauten, wo noch Investitionen getätigt werden
müssen. Überlege dir mal, was du für die Wohnung bezahlt hast
und was du zusätzlich investiert hast. Wenn du deinen Kaufpreis und deine Investitionen und einen kleinen Gewinn
hast, ist das doch in Ordnung. Ich habe letztes Jahr ein
Haus verkauft und habe das daran orientiert und das Haus
war in gut 4 Monaten verkauft. Verluste hatte ich keine
aber auch keinen großen Gewinn. Meinen Gewinn habe ich durch
die Vermietung des Objektes erzielt, den man dazu rechnen
sollte.
Grüße Nachtfee
20.06.2005, 20:39 von samira25
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Hi@all,

also ich bin beim Anwalt gewesen und zwar bei einem Genie von Juristen. Er hat mir eindeutig bestätigt, dass die Hausverwaltung für den Schaden haften muss. Er meinte, wenn sie korrekt gearbeitet haben wie sie tun, stellt sich die Frage, weshalb sie das Geld nicht eingeklagt haben und weshalb sie sich vorm Mieterbund so fürchten.

Der Bundesgerichtshof erkennt nur den Nachweis über den Einschreibebeleg an. Das Problem der Hausverwaltung ist ja, dass sie die rechtzeitige Zustellung der NK nicht nachweisen kann. Ich glaube kaum, dass ich mich darum auch noch kümmern muss, wie die ihren Postausgang führen.

Gruß

Samira
13.06.2005, 20:30 von suedwestwind
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Samira .....

du wirst gutes Geld schlechtem nachwerfen.

Die Hausverwaltung hat gepennt und dir wird man vorwerfen, dass dich auch zu spät drum gekümmert hast.

Der Anwalt wird mehr kosten als den Schaden, den du bist jetzt schon hast.

13.06.2005, 19:03 von samira25
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Hi@all,

nun ist es leider doch so weit, dass die Hausverwaltung sich in keinster Weise für den Schaden verantwortlich fühlt. Naja, jetzt hab' ich halt am Mittwoch einen Termin beim Anwalt:-((( Super, echt!

Lb. Grüße

samira
15.05.2005, 11:39 von samira25
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Hi Nachtfee,

die Nebenkostenpauschale war für 1 Person ausgerichtet und der Vormieter hatte immer etwas Guthaben. Leider habe ich erst nach dem Auszug der Frau S. erfahren, dass in der Wohnung 4 Personen wohnten. Dadurch ist der hohe Nachzahlungsbetrag entstanden. Naja, das Verkaufen ist im Moment nicht ganz so einfach weil die Immobilienpreise im Keller sind und ich möchte die Wohnung halt auch nicht verschleudern. Allerdings würde ich die Wohnung zu einem angemessenen Preis lieber gestern als heute verkaufen.

Gruß

Samira
15.05.2005, 00:20 von Nachtfee
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Hallo Samira,

verkauf das Haus oder die Wohnung oder was es auch ist.
800 km Entfernung ist einfach zu weit. Übrigens ich wußte
noch nicht, dass es bei NK-Abrechnungen auch Ratenzahlungen
gibt. Meine NK-Abrechnungen liegen aber nicht so hoch über
dem Pegel (max. 100 Euro). Kann es sein, dass die Vorauszahlungen einfach
zu niedrig bemessen worden sind? Ich würde mich als Mieter
freiweilig melden meine monatliche NK zu erhöhen, wenn ich
einen Nachzahlungsbetrag von ca. 450.00 Euro hätte.
Grüße Nachtfee
14.05.2005, 12:43 von samira25
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Hi @ vermieterheini,

ich denke, du hast vollkommen Recht. Ich habe inzwischen auch schon den Chef der Hausverwaltung angeschrieben und ihm die Sachlage geschildert. Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass er für die Dinge, die die Hausverwaltung vergeigt hat, sofort die Verantwortung übernommen hat und auch sofort finanzielle Schäden ob WEG-Konto o.a. übernommen hat. Ich hoffe, dass er das nun auch beibehält.Ich habe auch kein Problem damit, dass der Hausverwaltung hin und wieder auch Fehler unterlaufen und ich fand es bisher super wie schnell er die Fehler korrigiert hat. Ich habe alle Unterlagen und hoffe dass ich nicht vor Gericht ziehen muss. Danke nochmal für den Hinweis, habe wohl vor lauter Bäume den Wald nicht mehr gesehen*g*

Gruß

Samira
06.05.2005, 01:00 von samira25
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Hi nochmal,

jetzt muß ich mich aber wirklich für die viele Mühe, die ihr euch gemacht habt ganz herzlich bedanken.

Leider habe ich inzwischen festgestellt, dass Frau S. den Mieterbund mit völlig falschen Daten gefüttert hat. Ja, und die Hausverwaltung hat einen Juristen eingeschaltet. Frau S. bestreitet nun auch klare, schriftliche Abmachnungen, behauptet, die seien alle fingiert:-((( Es geht hier gar nicht mehr um eine Verjährungsfrist sondern um pure Boshaftigkeit.

Ach ja, ich möchte die Wohnung eigentlich so schnell wie möglich verkaufen. Vielleicht hat jemand von euch eine Idee, wie das am schnellsten gehen kann. Habe sie zwar schon seit 3 jahren bei einem Immobilienmarkler eingestellt aber irgendwie klappt das nicht so recht

Gute Nacht
samira
04.05.2005, 20:09 von samira25
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Hi,

ich sag' ja, wenn man nicht alles selber macht. Ich habe die Abrechnungen in den letzten 10 Jahren immer selbst gemacht und es gab nie Probleme . Naja, und letztes Jahr hab' ich mir halt dann gedacht, wofür bezahl' ich die Hausverwaltung überhaupt und hab' die Abrechnung aus der Hand gegeben:-( Aber anscheinend konnte die Hausverwaltung die rechtzeitige Zustellung nachweisen, denn der Mieterbund hat der Ex-Mieterin
mitgeteilt, dass sie bezahlen muss, jedoch die Höhe sei noch unklar?!??? Naja mal sehen.

Gruß

Samira 25
04.05.2005, 13:32 von Vermieterheini1
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Nachdem die Moderatoren nicht gewillt sind Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" zu löschen müssen ALLE meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos NICHT wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
04.05.2005, 10:27 von Vermieterheini1
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03.05.2005, 18:36 von samira25
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Hallo,

habe mir soeben den Mietverwaltungsvertrag über Sondereigentum gesucht.
Also, §31. Einzug der Mieten und Nebenkosten vom Endmieter
3. Überwachung der Zahlungseingänge auf ein Treuhandkonto und Betreibung des Mahnwesens.....
4. Durchführung der jährlichen Neben-und Heizkostenabrechnung einschließlich der Überwachung hieraus resultierender Nachzahlungen. Anpassung der Neben und Heizkostenvorauszahlungen und deren Geltendmachung sowie Einzug bei dem Mieter.

Warum eine Hausverwaltung?? Weil die Wohnung 800 km weit entfernt von mir liegt. Deshalb würde ich die Wohnung gerne verkaufen.

Gruß

Samira 25
03.05.2005, 10:26 von Vermieterheini1
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29.04.2005, 20:59 von samira25
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Hallo nochmal,

ja klar hast du recht, Wut hilft auch nicht....aber ich möchte euch dennoch meine Geschichte weitererzählen. Also, ich habe von der Hausverwaltung erfahren, dass der Mieterbund meiner Ex-Mieterin klargemacht hat, dass sie die Nachzahlung leisten muss. So, und jetzt kommt der Obergipfel, Frau S. hat nun behauptet, die Abrechnung wäre um 150 Euro zu hoch und zwar mit der Begründung, sie hätte von Okt.-Dez. 2003 jeweils 50 Euro mehr bezahlt. Das stimmt auch, dass sie die 50 Euro mehr bezahlt hat allerdings waren das die Raten für die Abrechnung 2002. Sie hat jedoch die vereinbarten 50 Euro mehr für die NK-Pauschale nicht bezahlt. (vermutlich weil sie zu dieser Zeit schon das Ausziehen im Sinn hatte) Ich habe nun vorgeschlagen, sie solle die NK-Abr. 2003 einfach akzeptieren und bezahlen und im gegenzug werde ich ihr nach wie vor die 150 Euro auf die NK-Abrechnung 2002 anrechnen. Ansonsten muss sie ja die auch noch bezahlen und kommt statt auf 435 Euro auf 804 Euro. Ich denke, dass das ein faire Sache ist. Dennoch finde ich es nach wie vor ärgerlich, dass sie wirklich versucht, sich um die Zahlung herumzudrücken. Nun, ich werde jetzt wohl ihre Reaktion abwarten müssen.

Lb. Grüße

Samira
18.04.2005, 11:15 von marie
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hallo samira,
lass doch die "Wut" weg, das bringt dir nichts, sieh es gelassen und sachlich...es ist ein Geschäftsvorgang...aus solchen Sachen lernt man halt, es beim nächsten Mal besser zu machen..
18.04.2005, 10:47 von Eigentuemer
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richtig @samira25,
manche können aber nicht anders - es muss wegen jeder Kleinigkeit gedroht, abgemahnt oder zum RA gerannt werden -
auch Verwaltungen sind nur Menschen
MfG
18.04.2005, 00:19 von volker
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Hallo Samira,

der Hausverwaltung würde ich trotzdem "Beine machen". Wenn eine Abrechnung unter dem 30. November mit einem Zahlungsziel vom 02. Februar des Folgejahres versehen ist, ist das eindeutig zu lange. Da hilft auch nicht, dass in dieser Zeit Weihnachten gefeiert wird.
17.04.2005, 17:41 von samira25
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Hallo nochmal,

vielen Dank für Eure Anregungen. Ich habe die Abrechnung noch einmal angesehen und sie ist auf den 30.11.04 datiert. Ich selbst würde mich ja in Grund und Boden schämen, wenn ich meinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen würde. (Jahresfrist hin oder her). Die Hausverwaltung wird sich nun mit dem Mieterbund auseinandersetzen und ich hoffe, die können die Zustellung nachweisen. Ich habe die Abrechnung ja auch in Kopie bekommen. Demnach könnten ja alle Mieter behaupten, die Abrechnung nicht bekommen zu haben, in der Hoffnung auf Verjährung. Ich meine, man rennt ja sowieso nicht gleich zum Anwalt, sondern gibt den Mietern ja mehrere Chancen ihre Schulden zu begleichen.Mittlerweile habe ich schon so eine Wut im Bauch, dass ich ihr am liebsten die Typen von Moskau-Inkasso schicken würde.

Gruß

Samira
17.04.2005, 16:37 von Eigentuemer
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Hallo samira,
natürlich haben die beiden "Feen" recht - aber
über die anderen Mieter im Hause wird sich wohl beweisen lassen, dass die Abrechnung fristgerecht zugestellt worden ist.

Sollte die Mieterin die Widerspruchsfrist nicht eingehalten haben ...

Noch immer sind viele Vermieter verunsichert, wenn es um die Frist geht, innerhalb der ihr Mieter seine Betriebskosten-Nachzahlung leisten muss.

Grund ist die 1-jährige Einwendungsfrist, die der Mieter nach dem neuen Mietrecht hat. Die steht in § 556 Abs. 3 Satz 5 BGB und berechtigt den Mieter, noch 12 Monate lang ab dem Zeitpunkt, an dem ihm die Betriebskosten-Abrechnung zugegangen ist, Einwendungen dagegen vorzubringen.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass Ihr Mieter 1 Jahr lang warten darf, bis er Ihre Abrechnung bezahlt! Trotz dieser Einwendungsfrist muss er nämlich die Abrechnung innerhalb von 30 Tagen, gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem sie ihm zugegangen ist, bezahlen.
Schon nach 30 Tagen können Sie klagen, statt auf Ihr Geld zu warten
Bezahlt Ihr Mieter nicht nach 30 Tagen, gerät er in Zahlungsverzug. Das bedeutet, dass er Ihnen die Nachzahlung sogar plus Verzugszinsen erstatten muss. Wenn Sie wollen, können Sie die Betriebskosten-Nachzahlung also schon am 31. Tag nach Zugang der Abrechnung bei Ihrem Mieter einklagen (§ 286 Abs. 3 BGB).
MfG
17.04.2005, 12:02 von marie
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tja...kann ich nur sagen, Hausverwaltung für den finanziellen Schaden mitverantwortlich machen...
17.04.2005, 00:30 von Nachtfee
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Hallo Samira,

Deiner Hausverwaltung würde ich erstmal Beine machen, dass
sie so spät eine NK-Abrechnung tätigt (Dezember 04 für
Jahr 03). Kaum später geht es ja wohl nicht mehr.
Es ist sinnvoll eine NK-Abrechnung so früh wie möglich
zu erstellen, zumal es ja mal sein kann, dass Korrekturen
vorgenommen werden müssen, weil sie unter Umständen nicht
korrekt ist.
Ich nehme an, dass diese NK-Abrechnung nicht mit Einschreiben
versendet wurde. Die besagte Mieterin versucht tatsächlich
mit ihrem Verhalten das Gesetz auszunutzen. Die 2. NK-
Abrechnung kam dann zu spät und hat die vorgeschriebene
1-Jahresfrist überschritten. Schlaue Mieterin, lahme
Hausverwaltung. Deshalb in Zukunft frühere NK-Abrechnung.
Eventuell schriftliche Bestätigung der Hausverwaltung
an Mieterverein senden, dass die Zustellung termingerecht
erfolgte und mal schauen, wie darauf reagiert wird.
Allerdings muß die Zustellung bewiesen werden und dieses
ist mit normaler Post-Zustellung kaum möglich. Falls die
Hausverwaltung selbst in die Briefkästen einwirft, wäre es
besser in Zukunft den Empfang quittieren zu lassen.
Grüße Nachtfee
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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