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09.03.2007, 19:38 von CWMProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkosten unglaublich hoch !!!
Hallo,

ich habe schon im Forum gestöbert, aber nicht wirklich eine Antwort zu meinem Problem gefunden.

Ich habe von der Hausverwaltung die Abrechnung der Heizkosten 2006 für meine vermietete Eigentumswohnung erhalten. Diese ist unglaublich hoch. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie meine Mieter soviel verbraucht haben sollen. Unter anderem waren mehrere Ableseröhrchen total verdunstet und der Wasserverbrauch für 3 Personen liegt bei über 400 Kubikmeter.
Da die Mieter erst seit November 2005 in der Wohnung sind habe ich keine Erfahrungswerte mit Ihnen, aber vorher wurde niemals in der Wohnung annähernd so viel verbraucht.

Ich weiss nicht was ich tun soll? Wenn ich diese Heizkostenabrechung des Verwalters bzw. der Firma Brunata weiterleite bdeutet das für die Mieter eine Nachzahlung von 2500 Euro plus Erhöhung der Abschlagszahlung. Ich bin mir sicher, dass die Mieter das nicht akzeptieren werden. Wie kann ich überprüfen bzw. sicherstellen, dass von Seiten Brunata bzw. Hausverwalter kein Fehler vorliegt. Möchte ungern in einen Rechtsstreit gehen, aber irgendwer muss ja die hohen Kosten bezahlen und ich habe 2006 nicht in der Wohnung gewohnt, sondern die Mieter.

Ich habe übrigens bei einem Anruf bei der Brunata herausgefunden, dass die Wasseruhren in den Wohnungen seit 1992 nie ausgetauscht (geeicht) wurden, aber das normalerwise alle 6 Jahr gemacht werden sollte. Allerdings wurde das im ganzen Haus nicht gemacht. Was passiert, wenn meine Mieter die Richtigkeit der Ablesewerte deshalb anzweifeln. Muss ich dann zahlen? oder habe ich irgendwelche Möglichkeiten die Abrechnung der Brunata bzw. Hausverwaltung anzufechten?

Fragen über Fragen...ich danke schon mal für Eure Hilfe!

Christoph

Alle 9 Antworten
10.03.2007, 20:33 von MarieP
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Hallo

Deine Miteigentümer werden sich an dich halten, ganz klar.
Deine Mieter haben mit der WEGem. so nichts zu tun.
Wenn aber seit der letzten Ablesung erneut ein hoher Verbrauch festgestellt wurde, warum sprichst du nicht mit den Mieter.

Bei den Wasseruhren, die aus dem Eichdatum sind, wird es sehrwahrscheinlich Probleme geben. Diese sollte die WEGem. schnellstens austauschen lassen.

Und noch eins - Verdunster nach der Ablesung drei Monate aufbewahren und sich dann über fast leere Röhrchen wundern - ist eigentlich völlg daneben. Die verdunsten locker weiter.
Kopfschüttel

Vorbeugen eigentlich nur durch den Schritt nach vorn.

Sie dürfen in dem Fall weder gekipp noch liegend aufbewahrt werden.
10.03.2007, 20:11 von CWM
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Hallo,

danke für Eure Antworten. Dass der Verbrauch hoch ist habe ich dem Hausverwalter auch schon gesagt. Er hat daraufhin nochmal die Wasseruhren abgelesen und festgestellt, dass es tatsächlich so ist. Auch die Verdunsterröhrcheen (die Alten wurden aufbewahrt) waren tatsächlich teilweise leer und nicht beschädigt. Da die Ablesung schon drei Monate her ist konnte man auch schon bei den neuen Röhrchen (2007) einen hohen Verbrauch sehen. Wie das ganze in die Gesamtabrechnung passt, bzw, ob die Summer des Wasservebrauchs aller Wohnungen dem Gesamtverbrauch des Hauses entspricht habe ich noch nicht prüfen lassen, werde das aber nachholen.

Gehen wir aber mal davon aus die Abrechnung ist richtig und meine Mieter akzeptieren das nicht. Dann muss ich der Hausverwaltung bzw. WEG die Nachzahlung geben, aber meine Mieter bezahlen mich nicht. Wie soll ich dann weitermachen. Oder besser gesagt wie kann ich vorsorgen, dass genau das nicht passiert.

Vielen Dank für Eure Antworten und Unterstützung!

CWM
10.03.2007, 10:38 von villaporta
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Hallo,

ein so hoher Wasserbrauch kann zB. durch eine laufende Toilette verursacht werden. Oder vielleicht waschen die Leute sehr viel? Wie ist denn das Verhältnis vom Warmwasser zum Kaltwasserverbrauch? Vielleicht könnte das ein Indiz sein?

Viele Grüsse

Villaporta
10.03.2007, 10:35 von frischebrise
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Hallo,

in der Tat, eine derartige Abweichung im Wasserverbrauch kann nur durch einen Übertragungsfehler verursacht sein.

Eine Abweichung - selbst durch abgelaufene Eichstempel - an den Uhren können keine derartige Abweichung induzieren.

Hierbei habe ich etwas Grundsätzliches anzumerken:

Bei der vielfach so hoch eingeschätzten Eichzeitdauer von 5 Jahren ist eine zuverlässige Anzeige auch nach Ablauf der Eichfrist durchaus gegeben.
Natürlich haben VM sich an gängige Vorschriften zu halten.

Die Abweichungen entstehen meiner Meinung nach mehr an der Hauptwasseruhr.

Hier darf vor der Uhr keine Minderung, Filterung erfolgen.
Mit der Folge:
Das Kalk, Schmutz zuerst in die Hauptwasseruhr gelangt und dort zu Unregelmäßigkeiten führen kann.

Da die überwiegende Zahl der Häuser heute Druckminderer und Feinfilter nach der Uhr zum Schutze der Leitungen und Zwischenzähler hat, darf ruhig unterstellt werden, dass die Zwischenzähler besser arbeiten, als eine Hauptwasseruhr.

Dieses ist jedoch leider nicht dem Versorger zu vermitteln.
Letztlich muß auch eine Stammdate als Richtgröße bleiben.

Ich mußte auch schon feststellen, dass Mieter in Wohnungen die Zwischenzähler ausbauten.

10.03.2007, 10:27 von RMHV
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Zitat:
cora » 09.03.07 22:46 «
Hallo

ohne jetzt ins Detail zu gehen: diese Abrechnung muss einfach falsch sein. 400 cm³ Wasserverbrauch? Das haben wir in 3 Jahren!!!

Da kannwas nicht stimmen.


Sorry, aber aus einem Ergebnis zu folgern, dass ein Fehler vorliegt, ist der größte denkbare Unsinn. Noch dazu wenn es angeblich um die gigantische Menge von 0,4 l (in Worten: nullkommavier Liter) geht...

Ein Verbrauch von 400 m³ für 3 Personen wäre sicher sehr hoch und sollte daher Anlass zur Prüfung der Ablesewerte sein. Findert man allerdings keine Hinweise auf Ablesefehler oder erhebliche Mengendifferenzen, wird der Wert einfach durch Verbrauch entstanden sein.

In aller Regel werden Zähler durch Alter schwergängiger und zeigen damit tendenziel zu wenig an. Dass der hohe Verbrauchswert sein Ursache in der abgelaufenen Eichgültigkeit hat, ist daher eher unwahrscheinlich.
Zähler dürfen nach Ablauf der Eichgültigkeit nicht mehr zur Abrechnung verwendet werden. Die Kosten wären also nach einem festen Schlüssel, bei Eignetumswohnungen vermutlich Miteigentumsanteile, zu verteilen. Weder der Eigentümer noch der Mieter wäre dadurch von der Verpflichtung zur Kostentragung befreit.

09.03.2007, 23:51 von MarieP
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Hallo

1. Die Hausverwaltung mit Mithilfe bei der Aufklärung bitten.
freundlich Einspruch erheben.
2. Die Wasserabrechnung für die gesamte Liegenschaft anfordern von der HV oder Einsicht nehmen
3. Gesamtaufstellung der Heizkosten-, Warm- und Kaltwasserabrechnung der Gesamten Liegenschaft anfordern. Hier sind alle anteiligen Kosten und Werte der einzelnen Nutzer aufgeführt.

Wenn das alles vorliegt vergleichen, ob irgendwo ein Fehler ist. Notfalls die Wasseruhren auslitern, um zu prüfen ob diese richtig zählen.
Bei den Heizkostenverteilern, handelt es wirklich um Heizkostenverteiler nach dem Verdunsterprinzip?
09.03.2007, 22:46 von Cora
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Hallo

ohne jetzt ins Detail zu gehen: diese Abrechnung muss einfach falsch sein. 400 cm³ Wasserverbrauch? Das haben wir in 3 Jahren!!!

Da kannwas nicht stimmen.

Bei mir hat die Techem mal die Einheiten vom Vormieter auf den Nachmieter aufgeschlagen... Fehler passieren, da würde ich sofort nachhaken.

Gruß
09.03.2007, 21:02 von CWM
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Danke für die Fragen, hier die Antworten:

Sind die Wohnungen mit Zwischenwasserzählern ausgerüstet?
- Ja, in jedem Bad und Küche gibt es jeweils Warm- und Kaltwasser Zwischenzähler, allerdings seit 1992 nicht getauscht / geeicht

Welche Landsleute sind deine Mieter?
- 3 Deutsche

Wurde 2005 in der Wohnung abgelesen und die Verdunsterröhrchen getauscht - oder wurde geschätzt?
- Ja, es wurde Ende 2005 / Anfang 2006 abgelesen und die Röhrchen wurden getauscht.

Liegt ihnen die Gesamtabrechnung (Aufstellung jede Whg) vor?
- Nein, leider nicht. Kenne nur die Zahlen meiner Wohnung.

09.03.2007, 20:04 von MarieP
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Hallo

Vorab einige Fragen

Sind die Wohnungen mit Zwischenwasserzählern ausgerüstet?
Welche Landsleute sind deine Mieter?
Wurde 2005 in der Wohnung abgelesen und die Verdunsterröhrchen getauscht - oder wurde geschätzt?
Liegt ihnen die Gesamtabrechnung (Aufstellung jede Whg) vor?
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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