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13.06.2007, 16:19 von freecallProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkosten rückwirkend abrechnen ?
Hallo zusammen,

wir haben heute ein Gebührenbescheid der Stadt bekommen über angefallene und anfallende Kosten der Straßenreinigung. Aus dem Bescheid geht hervor das Straßenreinigungskosten rückwirkend ab dem Jahr 2003 berechnet werden !!!

Da wir als Vermieter ja bereits die Abrechnung der Nebenkosten für die vergangenen Jahre gemacht und erledigt haben, stellt sich nun für uns die Frage, ob die Kosten der Straßenreinigung für die Jahre 2003 - 2006 noch abrechenbar und umlegbar sind (bspw. über die Abrechnung für das Jahr 2007) oder ob wir auf den Kosten sitzen bleiben ??? Über die Kosten sind wir ja erst mit heutigem Bescheid unterrichtet worden und der trägt ja auch Datum aus 2007.

Was empfiehlt sich hier und wie kann man hier vorgehen ?

Danke für jede Antwort.
Alle 37 Antworten
18.06.2007, 17:09 von Augenroll
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Hallo Melanie, hallo Jutetütchen,

gute Frage:
Zitat:
Hast Du Deine "Problemvermieter" geerbt oder eigenverantwortlich einen Mietvertrag mit ihnen abgeschlossen???
Kommt Dir die Fragestellung bekannt vor?


Diese provokant rhetorische Frage gilt natürlich auch für mich.

Ich schreibe Sie immer dann, wenn ich meine, beim Beschwerdeführer ist eine Mitschuld anzunehmen, er erkennt diese aber nicht an oder sieht sie nicht.

Man kann doch nicht denken: Die Gesetzeslage, die Mieter, die Anderen sind Schuld. Das ist nämlich zu kurz gesprungen. Nein, man muß auch die eigene Mitschuld anerkennen und auch aus Fehlern lernen.

Ich möchte also lediglich ein kleinen Denkanstoß geben. Was haben Sie denn eigentlich gedacht, was ich mit dieser Frage meine?

Unser jetziger Vermieter hat uns als Mieter mitgekauft. Hatten wir keine Mitschuld. Aber in der Vergangenheit prüften wir unserer Vermieter auch zu wenig.

15.06.2007, 11:33 von Jutetuetchen
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Melanie ...... die selben Gedanken hatte ich auch

LG
15.06.2007, 10:35 von Melanie
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Zitat:
(...............) Meine nachfolgenden Vermieter waren letztendlich alle nicht besser

Hast Du Deine "Problemvermieter" geerbt oder eigenverantwortlich einen Mietvertrag mit ihnen abgeschlossen???
Kommt Dir die Fragestellung bekannt vor?
15.06.2007, 09:27 von Augenroll
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Hallo maralena,

momentan wohnen wir bei einem privaten Vermieter, der das Haus von einer Investorengruppe während unserer Mietzeit gekauft hat und seitdem "an den Knöpfen dreht".

Allerdings möchten wir nicht umziehen, bevor wir das Eigenkapital für unser EFH zusammenhaben. Denn Umziehen kostet auch Geld und wir wohnen sehr günstig (auch auf Grund meiner Mietrechtskenntnisse) in einem absoluten Vermietermarkt. habe ich ja schon mal erläutert. Wir werden also lieber keinen Kündigungsgrund liefern und würden natürlich auch eine wirksame Mieterhöhung bezahlen. Nun ist aber unser VM bisher nicht in der Lage gewesen, diese wirksam zu gestalten. Ich leiste ihm auf Grund diverser Vorkommnisse natürlich keine Rechtshilfe mehr!

Der "Kleinkrieg" ist also auf ein erträgliches Niveau reduziert. Außerdem habe ich ja auch das Ziel, einer weiteren Gentrifizierung unseres Kiezes entgegenzuwirken. Verhindern kann ich es eh nicht, aber meinen Protest ausdrücken schon!

Die Gabe einer Einzugsermächtigung war damals hier üblich, jetzt natürlich nicht mehr!

Zitat:
insbesondere, wenn Du bereit wärest, ein wenig ausserhalb zu wohnen.

Sind wir, allerdings nur im eigenen EFH, wenn ich schon lange Pendelzeiten und ausgedünnte Infrastruktur in Kauf nehmen muss, möchte ich eine Kompensation dafür (z.B. großer Garten), das wäre mit einer erneuten Mietwohnung nicht erfüllbar.
14.06.2007, 16:51 von maralena
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@Augenroll:

ich nehme mal an, bei den besagten VMs, die danach kamen, handelt es sich auch beinahe ausschließlich um Investorengruppen und nicht um Privatvermieter?

Und offensichtlich findet man in Berlin kaum privat vermietetes Eigentum?

So erging es mir vor 10 Jahren in Frankfurt und ich war schockiert, wie diese Wohnungen aussahen und wie wenige privat vermietete Wohnungen ohne Provision es überhaupt in FFM Mitte gab.

Ich bin dann 20-30 km weiter nach ausserhalb gezogen und da war die Situation vollkommen anders: Privat VM, schöne Wohnung, hat sich gekümmert, wenn was kaputt war --> weil es eben sein Eigentum war und nicht irgendein Investment, was ohnehin wieder zum Zeitpunkt X verscherbelt wird...

Ich werde heute bei fast jeder Wohnungsbesichtigung gefragt, ob es sich auch nicht um eine Wohnungsbaugesellschaft als Eigentümer handelt handelt und dann heißt es "ja dann ist ja gut, ansonsten kommt das nicht für uns in Frage"....

Mit Hausverwaltungen und Wohnungsgesellschaften machen die meisten Leute offensichtlich mehrheitlich schlechte Erfahrungen, weil es denen eben auch scheißegal ist, wer dort wohnt und was aus den Wohnungen wird - da wird sich wohl häufig um gar nix gekümmert...

Klar - auch mit Privatleuten kann es mal Ärger geben, aber das ist eher der Einzelfall - zum Glück.

Du hattest ja schon in der Vergangenheit erschöpfend erklärt, dass Du nicht ausziehen willst, aber ich glaube, die Suche und der Aufwand würde sich echt lohnen - insbesondere, wenn Du bereit wärest, ein wenig ausserhalb zu wohnen.

Alleine schon das mit der Einzugsermächtigung!!! Das kann doch nur in Extremfällen gerechtfertigt sein (wenn bspw. jemand über Jahre hinweg mehr als 2 Monate mit der Miete im Verzug ist).

Bevor ich mich mit einem solchen institutionellen VM anlegen würde, würde ich eher die Abstimmung mit den Füßen machen. Andernfalls unterstützt man das Verhalten ja noch, indem man bleibt.

Bei uns in der Gegend stehen diese Art von Wohnungen inzwischen mehrheitlich leer - solltest also vielleicht lieber die Energie dahingehend investieren, die Mieterschaft zur Abstimmung mit den Füßen zu mobilisieren anstatt Deine Zeit und Nerven in so einen aussichtslosen Kleinkrieg.

So einem institutionellen VM sind doch Briefchen von Mietern vom Anwalt vollkommen "Schnuppe" - das ist für so jemanden "business as usual" - das machen andere Leute. Ein privater VM kann sich sowas gar nicht leisten und hat weder Zeit noch Nerven für sowas und such deshalb eher die gütliche Einigung.

Ausserdem sind weiter draußen auch die Mieten entsprechend günstiger (vielleicht nicht gerade in Potsdam am Weißen See ).

Auch wenn's billig ist - zuviel ist zuviel!

Gruß
Mara
14.06.2007, 15:06 von johanni
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Hallo Augenroll,

jetzt ist ja alles aufgeklärt

und nachvollziehbar.

Vielleicht nun ein " Friedensangebot"

Nicht mehr auf Teilnehmer so pauschal schimpfen.

Sachlichlichkeit und Humor bringt viel mehr.

Und zu meiner Rätselaufgabe: keine Prozentzahlen sondern pauschal mindern.

Johanni
14.06.2007, 14:49 von Jutetuetchen
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Zitat:
Hallo Augenroll,

so wie Sie den Vorgang schildern, kann ich Ihre Wut nachvollziehen.

So darf es nicht ablaufen, aber je größer eine Anlage und der Eigentümer( zur Zeit einige Investorengruppen) wird diese " Masche durchgezogen. Leider

Hier gilt für alle betroffenen Mieter sich rechtzeitig Hilfe zu suchen.

Aber da Sie ja nun offenbar Ihre Rechte kennen, warum immer so polemisch? Und dann auch noch pauschal auf alle Vermieter, Verwalter?

Ich würde mich in keiner Wohnung als Mieter wohlfühlen, wenn es Streitigkeiten mit dem Vermieter gibt.

Ausziehen und Schluss mit dem " Kleinkrieg"!

Johanni


Zitat:
zudem könnte ich mir vorstellen, dass diese von Augenroll geschilderten Vermieter, ihre Zeit nicht in diesem Forum verbingen.
Jobo


Ich kann Euch beiden diesbzgl. nur zustimmen

LG
14.06.2007, 14:14 von Augenroll
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Ich habe ja geschrieben: es war Anfang der 90'er. Also noch ganz andere Zeiten und meine Erfahrungen sind ja auch gewachsen.

Die Mietminderung wurde vollständig abgebügelt für alle Mieter. es gab keinerlei Entschädigungen. Es war tatsächlich eine Investorengruppe. Alle Mieter haben anschließend sofort die Mod-erhöhung zahlen müssen, keine Verrechnungen.

Aber gut, ich bin dann ja noch 2 mal umgezogen, und die Vermieter wechselten noch häufiger. Es waren halt Boom- und "Konsolidierungs"zeiten, die halten irgendwie in Berlin noch an. Aber das tragische, was mich so erbittert gemacht hat: alle anderen Vermieter waren auch so gestrickt. Ich habe im laufe der letzten 10 Jahre zahllose andere Mieter mit solchen Schilderungen kennengelernt.

Diese Attitüde, Mieter nicht ernst zu nehmen existiert hier nahezu flächendeckend. Ich glaube ja auch mittlerweile, es ist ein stückweit ein Berlin-Mitte Problem. All die Neuvermieter stehen vielleicht auch unter einem hohen Erfolgsdruck, überzogene Kaufpreise und Sanierungskosten wieder rein zu bekommen.
14.06.2007, 13:25 von Jobo
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zudem könnte ich mir vorstellen, dass diese von Augenroll geschilderten Vermieter, ihre Zeit nicht in diesem Forum verbringen.
Jobo
14.06.2007, 12:17 von johanni
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Hallo Augenroll,

so wie Sie den Vorgang schildern, kann ich Ihre Wut nachvollziehen.

So darf es nicht ablaufen, aber je größer eine Anlage und der Eigentümer( zur Zeit einige Investorengruppen) wird diese " Masche durchgezogen. Leider

Hier gilt für alle betroffenen Mieter sich rechtzeitig Hilfe zu suchen.

Aber da Sie ja nun offenbar Ihre Rechte kennen, warum immer so polemisch? Und dann auch noch pauschal auf alle Vermieter, Verwalter?

Ich würde mich in keiner Wohnung als Mieter wohlfühlen, wenn es Streitigkeiten mit dem Vermieter gibt.

Ausziehen und Schluss mit dem " Kleinkrieg"!

Johanni

14.06.2007, 12:08 von maralena
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Zitat:
Einzugsermächtigung zurückzogen


Du hast Deinem VM eine Einzugsermächtigung gegeben??

Wo gibt's denn sowas?? Ich habe das mal beim sozialen Wohnungsbau gehört, aber dachte, es sei ein Märchen?

Unter den Umständen würde ich wohl meine Wohnungen kaum "an den Mann" bringen...

Zitat:
Dann würde ich gern ausziehen,haben Sie eine Ersatzwohnung? Antwort: Nein leider nicht, aber wer ausziehen möchte, braucht die Kündigungsfristen nicht beachten.



finde ich fair

Zitat:
Kein einziger Mieter erhielt irgendeine Entschädigung oder Mietminderung, die Modernisierungsmieterhöhung kam natürlich sofort!



Finde ich nicht fair

Wenn Sanierungsmaßnahmen stattgefunden haben, wurde doch sicherlich später auch die Miete erhöht? Um wieviel %? Oder wurde das mit den nicht gewährten Mietminderungen in irgedneiner Form "verrechnet"?

Gruß
Mara
14.06.2007, 11:57 von Augenroll
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Zitat:
Um Ihre Wut gegen Ihren Vermieter nachvollziehen zu können, schildern Sie doch mal ein entsprechendes Erlebnis

Erstmal sei gesagt, das ich jedem neuen Vermieter unvoreigenommen gegenübertrete und erstmal abwarte. Mein oberster Grundsatz bei allen "Streitereien": Ich fange nie an, ich reagiere nur.

Beispiel: Mein erster eigener Vermieter nach 4 problemlosen Jahren Anfang der 90'er. Ostberlin wurde gerade unter Glücksrittern mit viel Geld und wenig Ahnung aufgeteilt. Eine Komplettsanierung stand an.

Es gab eine Mieterversammlung für alle etwa 60 Mietparteien: 3 Monate Dauer, Bäder werden rausgerissen, ca 1 Monat Waschen, Duschen, Toilette im Container auf der Straße, lange Zeit auch kein Wasser in Küche, Elektroleitungen, Heizung. Mieterfrage: Dann würde ich gern ausziehen,haben Sie eine Ersatzwohnung? Antwort: Nein leider nicht, aber wer ausziehen möchte, braucht die Kündigungsfristen nicht beachten.

Weitere Mieterfrage: Wie sieht es denn aus mit Mietminderung? Nach einigem hin und her versprach Vermietervertreter 50% von Grundmiete für 3 Monate.

Sanierung kam, es war die Hölle, dauerte aber wirklich nur 3 Monate. Meines Wissens kürzte niemand die Miete von selbst. Nach der Sanierung fragten Mieter (auch ich in meiner Naivität) immer wieder nach Überweisung der versprochenen Mietminderung. Hinhaltetaktik, bis viele (auch ich) die Einzugsermächtigung zurückzogen und den Betrag selbst kürzten.

Folge: Alle die das taten erhielten Schreiben von einer Anwaltskanzlei den Betrag sofort+ Anwaltsgebühren zu zahlen ansonsten Mahnbescheid, Gericht, Kündigung. Mieterbung sagte: Sorry, Formfehler, Mietminderung nicht schriftlich angezeigt usw. Es musste alles zurückgezahlt werden, Vermieter bestritt Zusage über Mietminderung. man könne ja klagen.

Kein einziger Mieter erhielt irgendeine Entschädigung oder Mietminderung, die Modernisierungsmieterhöhung kam natürlich sofort!

Bei mir ging es um ca. 550,- DM (incl. Anwalt), zu verschmerzen aber ich war angefressen. Meine nachfolgenden Vermieter waren letztendlich alle nicht besser. Das mag aber auch an der besonderen Situation hier in Ostberlins Mitte liegen, dass so dermaßen hart mit allen Mitteln gekämpft wird.
14.06.2007, 11:45 von Mortinghale
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Zitat:
Glauben Sie mir, ich würde auch gern besser mit meinem Vermieter auskommen.


Dann zieh doch zu mir (bist Du auch weiter von dem ganzen "Elend" entfernt).

14.06.2007, 11:34 von Jobo
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@augenroll
Zitat:
Glauben Sie mir, ich würde auch gern besser mit meinem Vermieter auskommen. Aber seine Gier war ihm wichtiger und ich wurde danach pedantisch....


Das glaube ich ihnen sogar, und ich glaube ihnen auch, dass der VM mit angefangen hat. Aber diese Verbitterung sollte nicht dazu führen nur zu polarisieren.

Jobo
14.06.2007, 11:23 von maralena
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Zitat:
Um Ihre Wut gegen Ihren Vermieter nachvollziehen zu können, schildern Sie doch mal ein entsprechendes Erlebnis


Und vor allen Dingen bitte neutral unter Berücksichtigung BEIDER Seiten, damit wir uns endlich mal ein Bild machen können, warum Deine Messerspitzen derart in diese Richtung stehen!!!

Gespannt
Mara
14.06.2007, 11:17 von johanni
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Hallo Augenroll,

Zitat:
War harsch von mir formuliert, so ist es in der Realität selbst bei mir und meinem Vermieter früher auch nicht gewesen. Allerdings jetzt schon, aber daran bin ich nicht Schuld. ich habe das Verhältnis nicht vergiftet, ich reagiere lediglich stets "angemessen".


Um Ihre Wut gegen Ihren Vermieter nachvollziehen zu können, schildern Sie doch mal ein entsprechendes Erlebnis

Johanni
14.06.2007, 11:11 von Jutetuetchen
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Zitat:
War harsch von mir formuliert, so ist es in der Realität selbst bei mir und meinem Vermieter früher auch nicht gewesen. Allerdings jetzt schon, aber daran bin ich nicht Schuld. ich habe das Verhältnis nicht vergiftet, ich reagiere lediglich stets "angemessen".



".... aber daran bin ich nicht Schuld "

Sorry für mich gehören IMMER 2 dazu !
14.06.2007, 11:07 von Augenroll
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Zitat:
Das würde ich Ihnen postwendend um die Ohren hauen.

War harsch von mir formuliert, so ist es in der Realität selbst bei mir und meinem Vermieter früher auch nicht gewesen. Allerdings jetzt schon, aber daran bin ich nicht Schuld. ich habe das Verhältnis nicht vergiftet, ich reagiere lediglich stets "angemessen".

Das Vertragsverhältnis beruht ja stets auf Gegenseitigkeit. Quid pro quo. Wenn alles läuft und es keine Probleme gibt, sieht man selbstverständlich über Formfehler hinweg.

Glauben Sie mir, ich würde auch gern besser mit meinem Vermieter auskommen. Aber seine Gier war ihm wichtiger und ich wurde danach pedantisch....
14.06.2007, 10:37 von Jobo
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Zitat:
Egal wie bewußt mir als Mieter meine Kostentragungspflicht ist; wenn ich (und sei es aufgrund eines fehlenden Hinweises auf der Originalabrechnung) auch nur die geringste Möglichkeit sehe, mich davor zu drücken, dann muß ich diese doch geradezu wahrnehmen.


Das zeigt den Wertewandel in unserer Gesellschaft deutlich wieder. Es gilt halt überall abzusahnen und gelernt hat man das, von der scheinbaren Elite unseres Landes (korrupte Topmanager, markigen Werbetexten, usw.)
Ich für meinen Fall werde diesen Zusatz nicht in die Abrechnung aufnehmen. Sollte eine Nachzahlung derart eintreffen werde ich diese an meine Mieter weitergeben, sollte einer mir die Rechnung um die Ohren hauen, werde ich diese Rechnung nicht einklagen. Allerdings wird dann die mögliche Mieterhöhung höher und früher ausfallen, wem dann mehr gedient ist ?
Jobo
14.06.2007, 10:28 von Mortinghale
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Zitat:
Nachforderungen für derzeit noch nicht bekannte umlagefähige Betriebskosten behält sich der Vermieter vor


Könnte dahingehend mißverstanden werden, daß auch ihrer Art nach völlig neue Betriebskosten "nachgereicht" werden könnten (wobei es ja hier nur um die Höhe bereits bekannter Betriebskosten ging).

"Menschlich" interessanter ist die Kombination zweier Aussagen:

Zitat:
Das würde ich Ihnen postwendend um die Ohren hauen.

Haben Sie die Abrechnungen unter Vorbehalt von Ihnen nicht zu vertretender Nachforderungen erstellt? Nur dann können Sie die Nachforderungen (gesondert) in Rechnung stellen.

Wenn nicht, bleiben die Kosten bei Ihnen.


Zitat:
Warum soll auch der Vermieter an Kosten hängen bleiben, wofür er nun wirklich nichts kann und das auch nicht beeinflussen kann. So wie in diesem Fall.


Das heißt doch im Klartext: Egal wie bewußt mir als Mieter meine Kostentragungspflicht ist; wenn ich (und sei es aufgrund eines fehlenden Hinweises auf der Originalabrechnung) auch nur die geringste Möglichkeit sehe, mich davor zu drücken, dann muß ich diese doch geradezu wahrnehmen.

Ist weit von Giri entfernt und für mich zumindest eine total fremde Gedankenwelt.

14.06.2007, 10:21 von johanni
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Hallo Augenroll,

Zitat:
Bin mittlerweile eh der Meinung, es gibt gar keinen (erheblichen) Fehler.


Dann machen Sie man weiter so mit Ihrem Musterschreiben

Spätestens bei Vorlage des Urteils, wird Ihnen Ihr fehlerhaftes Schreiben klar ..

Ein kleiner Tipp noch von mir, Sie sollten sich mal mit Formfehler bei der Rechtssprechung auseinandersetzen.

Johanni
14.06.2007, 09:59 von Augenroll
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@johanni,
Zitat:
Dachte ich es mir doch, sie sind nicht im Stande, Ihren Fehler zu finden

Bin mittlerweile eh der Meinung, es gibt gar keinen (erheblichen) Fehler.

Mit Ihrer blöden Scharade hatten Sie sich sowieso disqualifiziert.

Zitat:
Nachforderungen für derzeit noch nicht bekannte umlagefähige Betriebskosten behält sich der Vermieter vor


Ist auch nicht ganz perfekt. Aber da der Fehler nur was für Puristen und Pedanten ist, kann es so stehenbleiben. Will ja hier kein albernes Ratespiel starten.
14.06.2007, 08:27 von Jutetuetchen
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Tralllaaalllllllaaaaa - ganz ehrlich ...... noch was dazu gelernt

LG und dank an alle !!!
13.06.2007, 18:00 von johanni
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Hallo,

natürlich mit mit Schreibfehler

Zitat:
Nachforderungen für derzeit nochnicht bekannte umlagefähige Betriebskosten behält sich der Vermieter vor


Sondern:

Nachforderungen für derzeit noch nicht bekannte umlagefähige Betriebskosten behält sich der Vermieter vor

Johanni
13.06.2007, 17:58 von johanni
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Hallo Mara,

Auf allen Betriebskostenabrechnungen sollte vorsorglich stehen:

Zitat:
Nachforderungen für derzeit nochnicht bekannte umlagefähige Betriebskosten behält sich der Vermieter vor


LG Johanni
13.06.2007, 17:55 von johanni
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Hallo Augenroll,

Zitat:
ich dachte bei Ihnen gibt es Infos nur noch per PN??? oder deshalb öffentlich, weil ein Vermieter fragt?


Dachte ich es mir doch, sie sind nicht im Stande, Ihren Fehler zu finden

Johanni
13.06.2007, 17:50 von johanni
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Hallo,

hier das entsprechende BGH-Urteil- Quelle Mieterverein!!!!

Zitat:
l) Erhält der Vermieter eine Grundsteuer-Nachbelastung für zurückliegende Jahre, für die er die Betriebskosten gegenüber den Mietern schon abgerechnet hat, so muss er die Nachbelastung innerhalb von 3 Monaten an die Mieter weitergeben. Andernfalls ist er mit der Nachforderung ausgeschlossen (Urteil vom 5. Juli 2006 - VIII ZR 220/05).


Straßenreinigungsgebühren sind auch wie Grundsteuern öffentliche Gebühren!!

Johanni
13.06.2007, 17:40 von cavalier
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Zitat:
Erstmal ging es um Straßenreinigung

Witzig!
13.06.2007, 17:31 von Augenroll
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@cavalier,

Thema verfehlt!

Erstmal ging es um Straßenreinigung.

Ansonsten kommen Sie mir nicht mit AG- oder LG-Urteile. Zu Einzelfallbezogen. Ich akzeptiere nur BGH-Urteile vorbehaltlos, alles andere wird eh zerpflückt.
13.06.2007, 17:25 von cavalier
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augenroll schreibt:
Zitat:
Haben Sie die Abrechnungen unter Vorbehalt von Ihnen nicht zu vertretender Nachforderungen erstellt? Nur dann können Sie die Nachforderungen (gesondert) in Rechnung stellen.


Zitat:
Ich meine nicht richtig. Grundsteuer kann nachgefordert werden. Das gilt selbst dann, wenn Sie in den vorausgegangenen Betriebskosten-Abrechnungen keinen Vorbehalt wegen eventueller Grundsteuer-Nachforderungen gemacht haben (AG Potsdam, Urteil v. 30.1.2001 – 25 C 421/00, GE 2001, S. 629).


Zitat:
Gute Karten haben Sie sicherlich, wenn Sie sich auf die Urteile des Landgerichts Berlin berufen (LG Berlin, Urteil v. 15.2.2002 – 64 S 289/01, GE 2002, S. 595 und v. 12.12.2000 – 64 S 255/00, GE 2001, S. 347). Danach dürfen Sie nachträglich eintretende Grundsteuererhöhungen auf Ihren Mieter umlegen.


Trotzdem in die BK-Abrechnung immer den Vorbehalt.
13.06.2007, 17:11 von Augenroll
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@Johanni,

ich dachte bei Ihnen gibt es Infos nur noch per PN??? oder deshalb öffentlich, weil ein Vermieter fragt?


13.06.2007, 17:10 von maralena
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@ Johanni: bist Du da 100%ig sicher, dass das "wasserdicht" ist? Wenn ja, gibt's dazu irgendeine offizielle Quelle?

gruß
Mara
13.06.2007, 17:08 von johanni
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Hallo,

wie Morti schon richtig schreibt, wenn kein Mieterwechsel im dem zurückliegenden Zeitraum stattfand, kannst Du die Rechnung aus dem Jahr 2007 auch in das Abrechnungsjahr vollständig abrechnen.Die Schuld entsteht ja im Jahr 2007.

Johanni
13.06.2007, 17:07 von Augenroll
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Den Tipp habe ich gern gegeben! Ich bin da nicht so. Obwohl das nun echt kein Geheimnis ist.

Warum soll auch der Vermieter an Kosten hängen bleiben, wofür er nun wirklich nichts kann und das auch nicht beeinflussen kann. So wie in diesem Fall.
13.06.2007, 17:03 von maralena
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Augenroll,

das ist ja super - in diesem Posting ist ja endlich mal ein wertvoller Hinweis für uns alle drin versteckt:-)

@all: in Zukunft in jede NK-Abrechnung einen Vorbehalt-Vermerk!!

Daaaaaaanke für diesen Super-Tipp Rolli!!!:-)

Gruß
Mara
13.06.2007, 16:59 von Augenroll
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Zitat:
Wenn ja, kann man es vereinfachend in die nächste Abrechnung packen.

Das würde ich Ihnen postwendend um die Ohren hauen.

Haben Sie die Abrechnungen unter Vorbehalt von Ihnen nicht zu vertretender Nachforderungen erstellt? Nur dann können Sie die Nachforderungen (gesondert) in Rechnung stellen.

Wenn nicht, bleiben die Kosten bei Ihnen.

Denn der Mieter hat Anspruch auf Rechtssicherheit und muß auf die Abrechnung vertrauen können. Wenn eine Abrechnung erstellt wird (ohne Vorbehalt), so ist diese als abschließend für das entsprechende Jahr anzusehen.

Der Vermieter ist für die Abrechnung voll verantwortlich und beweispflichtig, Formulierungsfeheler hat er ebenfalls zu vertreten.

13.06.2007, 16:46 von Mortinghale
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Das kommt darauf an. Sind die Mieter von heute noch die Mieter von damals ?

Wenn ja, kann man es vereinfachend in die nächste Abrechnung packen.

Wenn nein, müssen die alten Abrechnungen geändert werden.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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