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30.05.2007, 14:37 von maralenaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Nebenkosten anteilig bei Auszug
Hallo zusammen,

hier Teil 3 der Serie Lieblingsmieter ist ausgezogen:

3. Nebenkostenabrechnung

Die Tochter der Mieter aus vorhergehendem Posting beschwert sich über die Nebenkosten für Jan u. Feb 2006 für den von ihr bewohnten Teil des Hauses: sie sei doch bereits Mitte Januar ausgezogen und hätte daher die letzten 6 Wochen gar nichts verbraucht und würde auch dafür nicht zahlen wollen.

Sie hat zum 28.02.06 gekündigt und mit dem Nachmieter eine Vereinbarung getroffen, dass er für sie die Renovierung übernehme, wenn er dafür früher einziehen könne und müsse dafür nicht anteilig Miete & Nk zahlen. Wohnungsübergabe am 15. Feb. 06.

Damit habe ich doch nichts zu tun - sie ist doch weiterhin vertragsgemäß für die NK bis 28.0206 verantwortlich. Schließlich wurde eine Vereinbarung mit dem Nachmieter über die anteilig zu verrechnende Miete inkl. NK getroffen.

Muss ich mich hierzu überhaupt äussern?

Gruß
Mara
Alle 14 Antworten
31.05.2007, 12:36 von Gartenfan
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Hi,

das M/NachM eine Vereinbarung schließen, ist ja gut und schön.
Der wichtigste Aspekt an dem Vorgang ist aber sicherlich,
dass man in Deutschland keinen gültigen Vertrag zu Ungunsten
eines Dritten schließen kann. DAS ist der springende Punkt.
Hier wurde m.E. versucht, einen solchen Vertrag zu schließen.
Der M hat selbst entschieden, entgegen dem bestehenden Miet-
vertrag keine Miete/NK ab einem bestimmten Zeitpunkt zu
zahlen, obwohl er dazu verpflichtet ist. Der M kann sich NICHT
darauf zurückziehen, eine Modalität mit dem NachM vereinbart zu
haben, das wäre nach o.a. Inhalt zu Ungunsten des Dritten, des
VM, passiert. Punkt.

Die Geschichte, dass verschiedene Klauseln in Verträgen die
Gesetzeslage umgehen sollen, und solche Klauseln vom BGH
gekippt werden, ist eine völlig andere Thematik. Damit muss man
immer rechnen, wenn man versucht, gesetzliche Vorgaben
abzuändern. Beispiele gibts genug.

Alles meine unprofessionelle Laienmeinung.
Schönen Tag,

Gartenfan
31.05.2007, 10:41 von maralena
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@Chris
Zitat:
irgendwann gibt es bestimmt ein urteil, in dem ein mieter nur bis zur wohnungsübergabe zahlen muss und nicht bis zum geltenden kündigungstermin...abwarten, kommt bestimmt


klar - sowas ist natürlich drin. aber irgendwie muss ich mich ja auch an Verträgen für die Nachmieter orientieren. Der Nachmieter wird mir dann sagen "ja schön und gut, ich bin 10 Tage vorher eingezogen, aber dafür habe ich der Vormieterin schließlich einen wie auch immer gearteten Ausgleich gezahlt".

Dann kommt es eben so, dass die eine verbrauchsabhängige Komponente (hier Heizkosten), die nicht beim Übergabetermin abgelesen wurde, da zum Stichtag 28.02.06 Zähler eingebaut wurden (vorher hatte EINE Partei das ganze Haus gemietet und es gab EINE Gasrechnung - seit 28.02.06 wird separat für EG und OG erfasst), ausgegleichen wird --> für anteilig 10 Tage!;-)

Es ist m.E. nichts als Schikane und sowas hasse ich, da ich meine Mieter auch nicht schikaniere und ständig "5 gerade sein lasse" - gerade auch in der Vergangenheit und zuletzt bei der Übergabe (da musste ich wirklich alle Augen inklusive Hühneraugen gleichzeitig zudrücken, um wegen 100-200 € Streit zu vermeiden.

Jetzt geht es hier um Cent-Beträge (siehe auch mein Posting bezüglich Kaution).

Das nervt - ich habe gestern 4 Stunden damit zugebracht um mehrere komplexe Themen(Gesamtschuldnerschaft, Kaution, Verzugszinsen für ausstehende Mietzahlungen, NK-Abrechnung) abzuhandeln, die so in ein paar Sätzen vom Mieter "hingerotzt" wurde ohne nachzudenken.

Du hast aber wie gesagt vollkommen recht - es kommt immer wieder ein neuer Vorschlag, wie man geschlossene Verträge verbiegen und brechen kann.

Ich gehe davon aus, dass ich als nächstes einen Brief vom Anwalt bekomme, aber das schreckt mich in diesem Falle auch keineswegs ab - diese Leute sind Experten darin, sich um Kopf und Kragen zu reden.

Es nervt trotzdem unglaublich!!!

Gruß
Mara
31.05.2007, 10:11 von Jutetuetchen
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Think Positiv ......

Noch ist es so dass Verträge da sind damit man sich verträgt ;-)))

LG
31.05.2007, 09:48 von Chris512
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Zitat:
Vertrag mit Dir ist nun mal Vertrag.


es ist ja in D nicht so, dass ein vertrag der heute nach heute geltendem recht geschlossen wird, in ein paar jahren noch wirksam sein muss. frei nach dem motto was interessiert mich mein geschwätz von gestern musste ich schon oft die erfahrung machen, dass man sehr dazu geneigt ist sich nicht an seine vereinbarungen zu halten, wenn es da gegenteilige urteile zu gibt.

irgendwann gibt es bestimmt ein urteil, in dem ein mieter nur bis zur wohnungsübergabe zahlen muss und nicht bis zum geltenden kündigungstermin...abwarten, kommt bestimmt.
30.05.2007, 20:31 von BLEKITNA
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Hallo
man erfert ja alles bei euch.

darauf muss man auch achtem

Gruss an alle
30.05.2007, 19:17 von Jutetuetchen
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Hallo Marlena,

dann gibt es halt nur eins die Mieterin muss zahlen. Vertrag mit Dir ist nun mal Vertrag.

LG
30.05.2007, 18:36 von maralena
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q Jutetuetchen:

Zitat:
Sodele und wenn die gute Mieterin meint dann soll sie sich um Gottes Willen die Kosten herausrechnen für die Zeit wo der Nachmieter bereits dafür "einspringen" will - der VM hat ein Vertrag bis Tag X mit der Mieterin und ab Tag Y mit dem Nachmieter - dann sollten die beiden sich jetzt damit auseinandersetzen denn schliesslich haben sie das so ausgehandelt.



Der nachmieter hat schon bluten müssen dafür, dass er 10 Tage früher in die Wohnung durfte: er musste die Renovierung (Anstrich und Teppichreinigung) für sie übernehmen und jedes Schräubchen, was sie angebracht hat bezahlen.

Der hat seinen Anteil m.E. mehr als voll und ganz geleistet.

Furchtbar die leute....

gruß
mara
30.05.2007, 18:00 von Jutetuetchen
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Hallo,

und auch ich stimme meinen Vorredner zu - sie muss bis zum 28.02. zahlen.Punkt.

Diese Aussagen "aber ich habe doch nichts verbraucht" hängt mir irgendiwe aus den Ohren - sicherlich es wurde keine Wasser verbraucht und auch keine Heizung in dem Sinne - aber die Mieter vergessen gerne dass die anderen Kosten wie Gebäudeversicherung, Feuer- Wasser-Sturm-, Grundbesitzabgaben und Co eben auch dazu gehören die nicht "Verbrauchsabhängig" berechnet werden

Sodele und wenn die gute Mieterin meint dann soll sie sich um Gottes Willen die Kosten herausrechnen für die Zeit wo der Nachmieter bereits dafür "einspringen" will - der VM hat ein Vertrag bis Tag X mit der Mieterin und ab Tag Y mit dem Nachmieter - dann sollten die beiden sich jetzt damit auseinandersetzen denn schliesslich haben sie das so ausgehandelt.

LG
30.05.2007, 17:24 von chum
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Von logischen her ist dies eine Nebenabrede zwischen Altmieter <> Neumieter.

Und nichts für den Vermieter, es sei denn Sie hätten dies angeregt bzw. zugestimmt.
----------------------------------------------
Mit anderen Worten, Sie sind nicht verantwortlich wenn Mieter untereinander nebenabreden treffen.
30.05.2007, 17:18 von Cora
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Hallo

das sehe ich genau so und würde es ihr auch so mitteilen.
Sie ist für dich Ansprechpartnerin, denn der neue Mietvertrag beginnt ja schließlich erst am 1.3., da kannst du schon rein rechtlich dem Nachmieter keine NK von Jan.-Febr. berechnen.

Gruß
30.05.2007, 17:13 von Sandra_Kaulfers
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Hallo,

es gibt nichts daran zu schaukeln das Deine Mieterin bis zum 28.02.2007 die Nebenkosten tragen muß.
Die Vereinbarung die sie mit dem Nachmieter hat ist ihr Problem, sie kann sich ja das Geld von ihm wieder zurück holen.
Du solltest Dich aber auf jeden Fall dazu äußern und am besten auch schriftlich.
Du hast ja schließlich auch einem vorzeitigem Mieterwechsel zugestimmt.
Viel Glück dabei
30.05.2007, 16:41 von peter98
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ich sehe dies genauso.

Natürlich müssen auch Nebenkosten bis zum Mietende geleistet werden. Wenn sie in der Zeit nicht mehr in der Wohnung ist, darf sie sich freuen, dass die Nebenkosten niedriger ausfallen, aber Grundgebühren etc. sind natürlich für den angemieteten Zeitraum zu leisten.

Einfach einmal ein wenig im Internet suchen, ob es nicht irgendwo einen "Ratgeber" gibt, der dies beinhaltet. So etwas glauben Mieter meist mehr, als den Aussagen des Vermieters
30.05.2007, 15:51 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Sie hat zum 28.02.06 gekündigt


wo ist das Problem, was sie mit dem Nachmieter vereinbart ist Ihr Problem, gekündigt hat sie bis zum 28.02 also muss sie Zahlen bis zum 28.02.

MFG
30.05.2007, 14:45 von Ich
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Ich würde ihr antworten, dass Sie ihre Forderung über den Zeitraum 15-28.02. gegenüber ihrem Nachmieter geltend machen soll. Du hast einen Vertrag mit IHR, der besagt, dass sie bis 28.02. Miete plus Nebenkosten zahlen muss.

Antworten würde ich ihr schon - ob man es muss, ist eine andere Sache.
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