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21.03.2007, 14:06 von zaunkoenigProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Muster - Haushaltsn. Dienstleistg. § 35a EStG
Hallo,

habe heute von der OFD Münster einen Hinweis darauf bekommen, dass sich die obersten Finanzbehörden der Länder auf ein einheitliches Muster für die Geltendmachung von Haushaltsnahen Dienstleistungen nach § 35a EStG für Vermieter geeinigt haben.

Umfassende Informationen zum Gesetz, zur Rechtslage und zum Download der bundeseinheitlichen Muster finden sich im folgenden Link der OFD Hannover

Rechtsinfo § 35a EStG und Download

Alle 21 Antworten
27.03.2007, 17:57 von Manu1
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Hallo,
ist es aber nicht so, dass bei einer WEG Kosten wie Gartenpflege, Hausmeister, Treppenreinigung auf die Mieter umgelegt werden und somit der Eigentümer der Wohnung doch eigentlich "nur" mit Instandhaltungs-und Reparaturkosten zutun hat?

Schönen Feierabend
26.03.2007, 10:20 von hekue
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Hallo noch mal,

sorry die vielen Tippfehler - ist wohl Montag. Ist ansonsten nicht meine Art.

Gruß

H.K.
26.03.2007, 10:18 von hekue
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Hallo,

auf der zweiten Seite des der "Muster Bescheinigung....2006" steht wörtlich:
"Zu den sreuerlich begünstigten Tätigkeiten gehören:
1. geringefügige Beschäftigungen im Privathaushalt
Um eine geringfügige Beschäftigung im Privathaushalt nach §81 SGB IV handlet es sich nur, wenn der Steuerpflichtige am Haushaltsscheckverfahren teilnimmt......."

Daher meine Zweifel.

Habe aber mittlerweile auch eine Antwort vom Bundesfinanzministerium zur gleichen Frage bekommen:
"In wieweit die Kosten der Treppenreinigung durch eine geringfügig Beschäftigte für eine Eigentümergemeinschaft auch unter den § 35 a EStG fallen, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Beratungen zwischen den Länderfinanzministerien und dem Bundesfinanzministerium sind noch nicht abgeschlossen und werden wohl erst im Sommer 2007 zu einem Ergebnis führen."

Ist doch klasse - oder?

Grüße

H.K.
23.03.2007, 18:47 von Fixfeier
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Hallo,

verstehe deine Zweifel nicht. Solche Aushilfen liegen normalerweise als "haushaltsnahe Beschäftigung geringfüg" vor.

Gruß
23.03.2007, 11:23 von hekue
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Hallo,

bin neu hier und habe sofort eine Frage.

Sind Aushilfen für die Treppenhausreinigung die von der ETG beschäftigt werden nicht absetzbar?

Lt. der Musterbescheinigung 2006, Seite 2 gehören die m.E. nach nicht unter Pos. 1 und 2 - oder wie seht ihr das?

Liebe Grüße

H.K.
23.03.2007, 10:12 von Rita
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Vielen Dank für die Links - insbesondere die Muster-Bescheinigung kommt mir sehr gelegen.

Dazu habe ich erst kürzlich folgendes gefunden:

Zitat:
06.03.2007 Haushaltsnahe Dienstleistungen: Verwalter verlangen bis zu 100 Euro Sondervergütung

Zwischen 0 und 100 Euro pro Wohnung verlangen Verwalter derzeit für die von ihnen zu erbringende Umstellung der Jahresabrechnung, damit Wohnungseigentümer haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerausgaben steuerlich absetzen können. Dies ergab eine Umfrage des Verbraucherschutzvereins wohnen im eigentum e.V. Nach Ansicht von wohnen im eigentum e.V. entbehrt diese zusätzlichen Forderungen einer rechtlichen Grundlage. Mehr dazu unter Pressemitteilung "Ärgernis: Bis 100 Euro Sondervergütung" sowie unter "Steuern sparen".


Quelle: http://www.wohnen-im-eigentum.de/content/news/070306_haushaltsn_dienstlstg.php4
weitere Infos und Muster werden dort auch angeboten - allerdings nur für zahlende Mitglieder :-(
@johanni:

Bitte on topic bleiben.

DANKE.
22.03.2007, 10:31 von johanni
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Hallo,

genau so stelle ich mir ein Forum vor:

Informativ, sachlich, anregend, hilfreich!

Große Klasse für die Beiträge!!!

LG Johanni
22.03.2007, 09:52 von zaunkoenig
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Hallo,

keine Angst, habe es nicht als pesönliche Kritik verstanden, eigentlich gar nicht als Kritik an die Forenteilnehmer sondern eher als Kritik an die Gesetzgebung und die Verwaltung.

Es zeigt sich nur immer wieder, dass Gesetze gemacht werden, und die einzigen Folgen, die dabei bedacht werden, sind die finanziellen Auswirkungen. Alltags- und Praxistauglichkeit ist da nicht von Interesse.
Und wenn man sich die Zusammensetzung sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat ansieht, welche Berufe die einzelnen Mitglieder ausüben oder irgendwann einmal ausgeübt haben, muss es einen auch nicht verwundern, wenn ausschließlich solche Kopflösungen herauskommen, die zudem von den Damen und Herren Staatssekretären und den Ausschüssen zuvor niedergeschrieben wurden.

Mal ehrlich, wer von uns (nehme mich mal persönlich aus) hat denn schon einmal das komplette Einkommensteuergesetz gelesen, geschweige denn verstanden? Und trotzdem muss fast jeder eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Und was wird da von den Abgeordneten verlangt, die eine Gesetzesvorlage vorgelegt bekommen, meistens in Form eines Rucksackgesetzes (z.B. Gesetz zur Änderung der Beamtenrechtsreform und hinten drauf ist die Änderung von EStG, UStG, KStG, GewStG und 200 anderen Verordnungen), mit mehreren hundert Seiten gedrucktem Text.
Daher auch das Parteienabstimmungsverfahren. Der Vorsitzende sagt wie abgestimmt wird, die Partei tut es.

21.03.2007, 18:09 von Fixfeier
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Hallo zaunkoenig,

ich bitte meine Beiträge dazu nicht als Kritik zu verstehen. Im Gegenteil der Link war klasse. Sie sollen ausschließlich Hinweis an alle V's hier sein, sich ausreichend und zeitig Gedanken zu machen bevor man seinen Kunden munter etwas falsches ausweist. Ein Fehler führt hier direkt zu einem finanziellen Ausfall und damit möglicherweise zu einem Schadensersatzanspruch.

Der Ausweis ist schon für das Abrechnungsjahr 2006 erforderlich / möglich und er betrifft nicht nur vermietende Eigentümer. Auch Selbstnutzer und wie bereits gesagt Mieter kommen in den Genuss des Steuerabzuges.

Lustig ist bei der Sache übrigens, dass das was da jetzt bei den Wohnungseigentümern und Mietern möglich ist, so vom Gesetzgeber eigentlich gar nicht gewollt war. Man zielte ja ursprünglich in eine ganz andere Richtung.

Gruß
21.03.2007, 17:58 von zaunkoenig
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Hallo,

naja, habe es ja nicht so ganz ohne Sinn und Verstand eingestellt.

Die einheitliche Musterbescheinigung teilt in die vier Bereiche auf, die @Fixfeier beschrieben hat. Und wenn man sich die FAQ ansieht, ist die Bescheinigung absolut ausreichen.

Wie man dies anhand der verschiedenartigen Softwareprogramme löst, entzieht sich meiner Kenntnis.

Was jeder Einzelne gegebenenfalls tun kann oder tun muss, ist im Einzelfall zu entscheiden.
Daher kann ich nur empfehlen sich den eingestellten Link wirklich mal in Ruhe anzusehen und gegebenenfalls noch den Link der OFD Niedersachsen von @MarieP hinzuzuziehen.

Niemand hat behauptet, dass es einfach ist oder wird. Es ist nun einmal gängige Praxis der Legislative Steuervereinfachungen so kompliziert zu gestalten, dass "Erika Mustermann" nicht mehr damit klarkommt.
Der Vorteil für die Finanzverwaltung liegt auf der Hand. Entweder wird der Vorteil mangels Durchblick gar nicht genutzt, oder er ist fehlerbehaftet.
Und bis ein Profi mal ein Gericht zur Urteilsfindung bemüht hat, ist ein großer Teil der Steuerbescheide schon rechtskräftig.

Ist doch ganz erträglich so eine Steuerreform.

Ich wünsche da schon einmal vorab all denjenigen viel Spaß, die sich mit der Unternehmenssteuerreform 2008 auseinandersetzen müssen sowie mit dem neuen Erbrecht (netter Entwurf der da vorgelegt wurde).

21.03.2007, 16:42 von Fixfeier
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Na ja,

bei der Entscheidung gings um die Anzahl, die hatten da schon alles mögliche, Lohn Hausmeister, Lohnsteuer Hausmeister, Lohn Putzfrau, Lohnsteuer Putzfrau ... Da kämen ja überall noch welche hinzu.

Dann hast du z.B. das Problem mit der Schornsteinfegerrechnung in der Heizkostenabrechnung. Der Schornsteinfeger fällt da nämlich auch rein. Dann ist der Gärtner ein Geringfügiger, die Urlaubsvertretung macht etwa eine Gartenfirma. Bei den Reparaturen die aus der Rücklage gezahlt werden gehts dann gar nicht mehr in die Abrechnung usw, usw ... nur um mal ein paar von "den Kleinigkeiten" zu nennen die hier zu lösen sind.

Wie schon erwähnt könnte auch der Zeitraum ein Problem werden.

Gruß
21.03.2007, 16:30 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Übrigens,

einige mir bekannten Verwalter verfolgen inzwischen den Standpunkt die Anforderungen mit diversen zusätzlichen Kostenkonten zu lösen. Ich weiß nicht ob es denen gelingt alle Anforderungen so zu erfüllen. Ich habe aber kürzlich ein Urteil eines hiesigen Gerichtes erlebt, wonach alleine wg. der dort bereits vorhandenen Anzahl von Kostenkonten (war Wunsch der Wohnungseigentümer) die Abrechnung wegen Unübersichtlichkeit für ungültig erklärt wurde


na klasse
aber wenn z.B.: ein Kostenkonto z.B. haushaltsnahe Dienstleistung Gartenpflege geführt wird und ein Konto Materialkosten Garten und so umgelegt wird etc. - ist das meiner Auffassung nach nicht unübersichtlich
21.03.2007, 16:26 von MarieP
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Hallo Fixfeier

Zitat:
Aber unsere beiden Standpunkte machen schon ein wenig deutlich, dass man sich quasi bei jeder Buchung fragen muss, "wo gehört das hin"?



korrekt.

hier eigentlich gut erklärt

http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C34181657_L20.pdf
Übrigens,

einige mir bekannten Verwalter verfolgen inzwischen den Standpunkt die Anforderungen mit diversen zusätzlichen Kostenkonten zu lösen. Ich weiß nicht ob es denen gelingt alle Anforderungen so zu erfüllen. Ich habe aber kürzlich ein Urteil eines hiesigen Gerichtes erlebt, wonach alleine wg. der dort bereits vorhandenen Anzahl von Kostenkonten (war Wunsch der Wohnungseigentümer) die Abrechnung wegen Unübersichtlichkeit für ungültig erklärt wurde.

Ich rate daher zum Weg den Nachweis außerhalb der eigentlichen Abrechnung zu führen.

Gruß
21.03.2007, 16:15 von Fixfeier
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Ja das geht.

Ich habe es von verschiedenen Auftrag- und Arbeitnehmern ausgehend betrachtet. Ein Unternehmen das z.B. den Garten alleine betreut kann in der Summe ausgewiesen werden.

Es geht darum, dass der Finanzbeamte den jeweiligen Vorgang prüfen und ggf auch ablehnen kann.

Ich kann daher z.B. bei Beschäftigungsverhältnissen nicht den Gärtner und seinen Urlaubsvertreter zusammenfassen weil das eine z.B geringfügiges Beschäftigungsverhältnis und das andere haushaltsnahe Dienstleistung sein könnte.

Aber unsere beiden Standpunkte machen schon ein wenig deutlich, dass man sich quasi bei jeder Buchung fragen muss, "wo gehört das hin"?

Gruß
21.03.2007, 16:08 von MarieP
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Hallo Fixfeier

Zitat:
Dann muss V. jedem Eigentümer jede einzelne dieser Buchungen innerhalb der jeweiligen Gruppe ausweisen. Er muss pro Buchung den jeweiligen Anteil nach dem Umlageschlüssel des betreffenden Kostenkontos für jeden Eigentümer berechnen und bei Bedarf auch zeitanteilig zuordnen


Ich mein es geht auch evtl. ein bisschen einfacher.
Es muss doch nicht jede einzelne Buchung anteilig ausgewiesen werden.
Meinetwegen Handwerkerleistung Gartenpflege 2007 Betrag xy anteiliger Betrag WEer xy müsste doch ausreichen.
Evtl vom Handwerkerbetrieb eine Jahresübersicht erstellen lassen wird auch gemacht die dabei und gut ist oder!?
21.03.2007, 16:07 von Fixfeier
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Edit: Sorry

Zitat:
dass es Aufgabe des Verwalters sein soll.



soll lauten: ... dass es Grundleistung des Verwalters sein soll.
21.03.2007, 15:55 von Fixfeier
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Hallo

Shadow1977 schrieb
Zitat:
Dies sollte jeder Verwalter als TOP in den WEG-Versammlungen publik machen, kommt bestimmt prima an


Es ist zwar noch umstritten, ob innerhalb den Grundleistungen einer WEG-Verwaltung der nach § 35 a EStG erforderliche Ausweis enthalten ist. Die überwiegende Mehrheit der Literatur, soweit sie mir bekannt ist, tendiert wohl derzeit dahin, dass es Aufgabe des Verwalters sein soll.

Habe das hier bereits einmal beschrieben. Daher nochmal:

Das bedeutet, jeder einzelne Geschäftsvorgang der darunter fällt, muss vom Verwalter in die 4 Gruppen der Haushaltsnahen Dienstleistungen, der Handwerkerleistungen, haushaltsnahe Beschäftigung sozialversicherungspflichtig und haushaltsnahe Beschäftigung geringfüg, einsortiert werden.

Dann muss V. jedem Eigentümer jede einzelne dieser Buchungen innerhalb der jeweiligen Gruppe ausweisen. Er muss pro Buchung den jeweiligen Anteil nach dem Umlageschlüssel des betreffenden Kostenkontos für jeden Eigentümer berechnen und bei Bedarf auch zeitanteilig zuordnen. Er darf nur Buchungen des Kalenderjahres berücksichtigen, auch wenn in der Gesamtabrechnungen ansonsten Buchungen aus anderen Kalenderjahren vorhanden sind, die das laufende Kalenderjahr betreffen.

Das ist eine Art Abrechnung die außerhalb der Jahresabrechnung nach anderen, teilweise ähnlichen Maßstäben über Teile der Kosten, nur viel ausführlicher erstellt werden muss. Ich habe es mal getestet. Je nach Dimension eines Objektes kann ein solcher Ausweis gedruckt schon mal pro Wohnung einen Umfang von zwei Seiten erreichen, häufig reicht aber eine.

Ich hoffe die WEG Verwalter hier haben alle eine gute, flexible und vor allem zeitlich aktuelle Software.

Übrigens, Mieter können das auch geltend machen .

Gruß
21.03.2007, 15:16 von Shadow1977
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Hi!
Ja, dickes Thx auch von mir!
Dies sollte jeder Verwalter als TOP in den WEG-Versammlungen publik machen, kommt bestimmt prima an .
21.03.2007, 14:27 von Hansjuergen
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@zaunkoenig:

Vielen Dank für die Information. Können, so glaube ich, einige hier im Forum gut gebrauchen.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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