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13.01.2005, 11:31 von switcherProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mündliche Zusage
Hallo nochmal. In unserem geerbten Haus gibt noch ein weiteres "Anwaltsproblem".Der Lebensgefährte der Mieterin aus dem 1.OG bekundete starkes Interesse an der freigewordenen Wohnung des verstorbenen Onkels. Da diese ertmal renoviert werden sollte stellte er seine Arbeitskraft zur Verfügung, wir Vermieter sollten für das Material aufkommen und er sollte eine günstige Miete erhalten.Er hatte seine bisherige Wohnung schon im Oktober gekündigt und angeblich auch andere Wohnungen abgesagt um bei uns einzuziehen. Als möglicher Termin war Januar 05 im Gespräch. Als wir ihm am 11.12.04 den Mietvertrag vorlegten und auf das Thema Kaution (300.-) platzte er. Er renoviere uns doch nicht die Wohnung und zahle dann noch Kaution, so gehe das ja gar nicht, und wir sollten sehen wer uns die Wohnung macht, er ziehe ein wenn die Wohnung bezugsbereit sei. Wir trafen uns tags darauf nochmal und sagten ihm, dass wir die Wohnung selber machen (lassen),aber nicht wissen ob es sich überhaupt rentiert sie zu richten , wir also gar nicht vermieten oder wann die Wohnung bezugsbereit sei. Am 2.1.05 informierten wir den Mann, dass wir momentan nicht in der Lage sind, die Wohnung zu richten und somit auch nicht wissen, wann sie zur Verfügung steht.Er droht uns jetzt mit dem Anwalt wegen der mündlichen Zusage und wegen Verdienstausfall, weil er sein Gewerbe nicht ausüben kann, da er ja obdachlos ist und momentan auf der Strasse steht.Die erstmalige in Aussichstellung der Wohnung war im Beisein seiner Lebensgefährtin(er nennt sie Zeuge).Ich sehe das so: er hat einen vorliegenden Mietvertrag aus welchem Grund auch immer ausgeschlagen und so mit sich ja selbst gegen die Wohnung entschieden. Wieso macht er mich(uns ) dafür verantwortlich? Hat er damit eine Chance mit Anwalt?
Alle 15 Antworten
02.03.2005, 09:46 von SiSi
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Ja - würde mich auch sehr interessieren.

Schade, dass man immer so selten erfährt, wie die Dinge denn nun ausgegangen sind (oder auch nicht).

SiSi
01.03.2005, 23:42 von ich_bins
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... wie ging es weiter?
Gibts schon irgendwelche Reaktionen?
18.02.2005, 12:01 von switcher
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Hallo, vielen Dank für das grosse Feed Back. Wir werden die Sache wohl mit einem kurzen schriftlichen Kommentar"wir können ihre Forderungen nicht nachvollziehen" an den Kläger laufen lassen und sehen was passiert.
Viel mehr in den Mittelpunkt ist inzwischenseine Lebensgefährtin gerückt, die oben zur Miete wohnt und jede Woche neue Lügen und verlogene Anschuldigungen und Anwaltsbriefe und Mietminderungen präsentiert. Dies alles zu schildern würde den Rahmen des Forums wahrscheinlich sprengen. Wenn ich mal mehr Zeit habe werde ich ein anderes Thema hierzu eröffnen, es dient ja schliesslich auch anderen Vermietern.
17.02.2005, 17:42 von SiSi
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Und selbst wenn der Mietinteressent Beweise bzw. Zeugen auf´s Schlachtfeld führen könnte, ist dies meines Erachtens unerheblich.
Schließlich war der Vermieter ja willens den Mietvertrag einzugehen. Der schrftliche Abschluß des Mietvertrages scheiterte einzig am Unwillen des Mietinteressenten die 300,--€ Mietkaution zu bezahlen. Ein Kautionsbetrag, der nicht einmal als unverschämt hoch bezeichnet werden kann.

Liebe Grüße
SiSi
17.02.2005, 16:09 von Wolfgang_Menzel
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17.02.2005, 14:44 von SiSi
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Hallo switcher,

ich glaube nach wie vor nicht, dass sie sich Sorgen machen müssen. SIE wollten ja einen Mietvertrag mit ihm abschließen. Wenn ER die Bedingungen so nicht akzeptieren möchte, ist das sein Problem. Sie hatten besprochen, dass er die Wohnung renoviert und sie weniger Miete verlangen, richtig? (Der Deal ist übrigens nicht unbedingt von Vorteil für sie). Sie haben ihm aber nicht versprochen keine Kaution zu verlangen, richtig?

Den "Arbeitsausfall", den er verlangt, müsste er, wie Volker geschrieben hat, auch nachweisen können. Außerdem haben sie an seiner Lebenssituation ja keine Veränderung herbeigeführt durch den in Aussicht gestellten Mietvertrag, denn wann die Wohnung bezugsbereit sein sollte, war ja von vornherein noch unklar.

Lassen sie sich keine grauen Haare wachsen wegen dieser Sache. ABER - agieren sie mit Bedacht und Vorsicht. Auf jeden Fall keine schriftlichen Erklärungen an den Anwalt abgeben. Keine Antwortbriefe oder mündlichen Aussagen an den Anwalt dieses Herren. Wenn der nicht locker lässt, und sich die Situation verschärft, gehen sie zu einem Anwalt oder einer Rechtsberatung. Aber, wenn sich die Sache wirklich ausweiten sollte, werden 200,--€ für den Anwalt nicht reichen.

Der Rechtsanwalt will vielleicht nur ein wenig Geld verdienen. Und ihr Mietinteressent scheint das Geld nicht so üppig zu haben. Vielleicht sind sie ja noch mit einem blauen Auge davongekommen. Stellen sie sich vor, sie hätten den Choleriker im Nest sitzen gehabt.

Liebe Grüße
SiSi

17.02.2005, 10:39 von switcher
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Hallo, dem potentiellen Mieter wurde ein Mietvertrag vorgelegt, den er in dieser Form nicht unterschreiben wollte, nicht unterschrieben hat. Im Gegenteil er wurde ausfällig.Er hat sich lange Zeit bei der Mieterin im Haus aufgehalten, seit etwa 2 Wochen ist es erstaunlich ruhig(vom Schreiben mal abgesehen)Der Ausfall wurde anhand eines Geschäftsberichtes für 04 berechnet. Er sagt er könne jetzt nicht arbeiten (Reisegewerbeschein) weil er keinen festen Wohnsitz hat. Gestern habe ich aber herausgefunden, dass er seit okt.04 im Obdachlosenheim gemeldet ist.Für Okt.-Dez. 04 hat er aber auch abgerechnet, warum sollte er sein "Gewerbe" nicht auch im Januar weiterführen. Im Oktober stand noch gar nicht zur Frage ,ob er bei uns evtl.nach einer Wohnung anfragt.
17.02.2005, 09:03 von volker
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Hallo switcher,

hat der Interessent eine Ausfertigung des Mietvertrages, den Sie ihm im Dezember 2004 vorgelegt hatten?

Welche Nichtanmeldung haben Sie dem Bürgeramt mitgeteilt?

Beruft sich der Anwalt auf den mündlichen Mietvertrag? Dann wird auch Ihre Mieterin als Zeuge gegen Sie auftreten.

Hat der Anwalt den angeblichen Verdienstausfall nachgewiesen?

Hält sich der Lebensgefährte bei Ihrer Mieterin auf?

Viele Fragen, die eine Antwort oder Meinungsäußerung noch sehr schwer machen.

mfg
Volker
16.02.2005, 11:17 von switcher
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Guten Tag allerseits, einerseits ist es echt der Hammer, ohne Vertrag in die Schlacht. Andererseits geht es insges. um 1350.-. Da wir auf dem Gebiet noch Neulinge sind ist es schwer zu entscheiden, ob ich einem(meinem)Anwalt lieber 200.- zahle und nicht am Ende dieser Figur. Betrachtet man die Fakten nüchtern eigentlich eindeutig, wenn da nicht die Unsicherheit des"Unwissenden"wäre. Ich werde weiter berichten.
16.02.2005, 10:01 von SiSi
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Hallo switcher,

ich würde mir keine Sorgen machen. Abgesehen davon würde ich auch sonst rein gar nichts tun. Reagieren sie überhaupt nicht darauf. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Anwalt ernsthaft vor hat sie vor den Kadi zu zerren - mit dem Nichts, das er in Händen hält.
Der gute Mann hat ein Problem, wenn er sich nicht von Anfang an erkundigt hat, zu welchen Bedingungen sie die Wohnung vermieten wollen. Das ist aber nicht ihr Problem.

Bitte berichten sie uns weiter!

Liebe Grüße
SiSi
15.02.2005, 23:19 von Dogan
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HHAHAHAHAHAH

Das ist doch ein Witz es gibt schon Leute die gibts garnicht. Wie können sich solche Leute sowas leisten.
15.02.2005, 20:49 von switcher
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Hallo, tja heute ist es passiert. Wir haben tatsächlich Anwaltspost in dieser Sache bekommen. Vergangene Woche habe ich beim Bürgeramt Meldung über seine Nichtanmeldung gemacht. Danach muss er wohl zum Anwalt sein und verklagt uns jetzt auf Verdienstausfall(1200.-) und seine Anwaltskosten. Solten wir eine 12 tägige Zahlungsfrist nicht einhalten, rät sein Anwalt ihm zu gerichtlichen Schritten. Und das, wo er noch nicht mal einen Mietvertrag mit uns vorlegen kann.
17.01.2005, 22:13 von Pihoqahiak
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Kommt darauf an, was es für ein Gewerbe ist - ich bin z.B. selbständig und arbeite von zuhause aus. Darf ich auch, solange keine Kunden vorbeikommen = ohne Publikumsverkehr. Dann darf man.
Aber ich halte diesen Mann generell für unseriös, wenn er angibt, eine Gewerbe zu betreiben, eine gewisse Zeit aber jetzt schon bei der Lebensgefährtin zu wohnen - von wo aus betreibt er sein Gewerbe? Hat ja sowohl Wohn- als Arbeitsraum bei der Lebensgefährtin, oder? Soll er denn doch weiter so machen, bis er eine andere, eigene feste Bleibe findet.
17.01.2005, 21:22 von volker
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Hallo switcher,

der Lebensgefährte wollte doch bestimmt Wohnraum mieten. In einem Wohnraum wird normalerweise kein Gewerbe ausgeübt.

Hinsichtlich der Mieterin sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Lebensgefährte nicht als "Untermieter" sich bei ihr "einnistet".

Wie 'doro' schon postete, sei froh und warte gelassen ab.

mfg
volker
17.01.2005, 11:01 von doro
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Hallo switcher

keine Angst, jeder gute RA lehnt diesen "Klienten "ab.
Da er den Mietvertrag nicht unterschrieben hat, kann er dich auch nicht verklagen.
Sei froh, das du diesen "Mieter" im Vorfeld kennengelernt hast, denk mal, er wäre eingezogen was dann für Probleme kämen.
wenn der seine Wohnung frühzeitig kündigt, ohne einen neuen Mietvertrag, ist das seine Schuld und kann dir nicht angelastet werden.
Mündliche Zusagen sind nicht bindend.
Gruß Doro
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
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