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19.04.2005, 12:03 von Dina_1Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Modernisierungsarbeiten
Hallo zusammen,
Ich habe folgenden zwei Fragen zur Modernisierung.

1. Ist Austausch von Heizkörper eine Modernisierungsmaßnahme?
Die alten Heizkörper haben schon lange ausgedient. Die wurden nämlich vor 40-45Jahre eingebaut.

2. Was heißt Erneuerung der Elektroinstallation auf neuzeitlichen Standart?
Was muss da genau erneuert werden, um die Elektroinstallation auf neuzeitlichen Standart zu bringen?

Danke.
Alle 19 Antworten
21.04.2005, 23:45 von Nachtfee
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Hallo ich bins,

ich habe auch schon so einiges gesehen! Badezimmer, die
in Discos umgestaltet wurden oder in ein romantisches
Liebesnest mit unzähligen, brennenden Kerzen. Dafür gibt es keine Vorschrifen!
Am gefährlichsten finde ich die farbliche Beleutung mit
Tüchern über Tischlampen, die wohl dem romantischen
Fealing den Kick geben.
Grüße Nachtfee
21.04.2005, 00:34 von volker
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Hallo SiSi,

mag sein, dass Ihr Elektriker Recht hat. Für mich ist zwischen Küche und Bad und der Außensteckdose kein Unterschied.

Überall, wo ich mit Wasser in Berührung kommen kann bei der Nutzung des Stromnetzes, halte ich den FI für notwendig, egal, ob Vorschrift oder Empfehlung.
20.04.2005, 22:33 von ich_bins
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... ich meine nur, habe halt schon so einiges gesehen.
20.04.2005, 20:24 von SiSi
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Hallo ich-bins,

wenn sie damit meinen "Kleinvieh macht auch Mist", dann ist das sicher zutreffend.

Und den "Den Schritt muss man dem Bein anpassen". Französisches Sprichwort.....

Liebe Grüße
SiSi
20.04.2005, 18:19 von Eigentuemer
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um Gottes Willen - die Hauptsicherung hat vielleicht nur 16 A
das bedeutet der nächste Brand zwischen Wohnung und Keller ist vorprogrammiert !!!
MfG
20.04.2005, 17:59 von ich_bins
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... aber genau da liegt der Hund begraben.

Die Waschmaschine läuft, der Wäschetrockner auch und dann kommen noch Kaffeemaschine, Toaster, Eierkocher
dazu und weil alles an einem Kabel hängt (Bad und Küche liegen ja meist beieinander) hat man die alte
Schraub-Sicherung schon vor Monaten von 16A auf 35A erhöht. Sonst muss man die ja so oft auswechseln.
20.04.2005, 17:48 von SiSi
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Hallo Nachtfee,

"lach"
Solch überflüssiges Zeug findet sich in meiner Küche nicht. Brotbackautomat, Thermomix und co. - alles Geldmacherei.

Die Geräte, die Probleme verursachen können, sind die, welche viel Strom brauchen. Vor allem, wenn mehrere davon gleichzeitig "am Netz" sind.
Den Mietern kann man ja leider nicht sagen: "Also Waschmaschine und Trockner gleichzeitig gehen nur, wenn sie vorher den Gefriehrschrank ausstecken."

Liebe Grüße
SiSi
20.04.2005, 16:52 von Nachtfee
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Hallo Sisi,

ich gebe dir Recht die Anzahl der elektrischen Geräte gegenüber früher haben weitaus zugenommen.
Nur: Braucht man alle diese elektrischen Geräte?????
Ich meine damit nicht, die Waschmaschine und auch nicht
den Trockner und auch nicht die Spülmaschine, sondern
all die unnützigen Kleinhaushaltsgeräte ( Handmixer,
Presse, elektrisches Brotmesser etc). Ich habe davon jede
Menge unbenutzt im Schrank stehen, die ich irgendwann mal
geschenkt bekommen haben.
Grüße Nachtfee
20.04.2005, 09:07 von SiSi
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Hallo Volker,

in unserem vermieteten EFH ist auch noch kein FI-Schalter. Nach der Bad-Renovierung wurden im Bad daraufhin FI-Steckdosen eingebaut. Der Elektriker sagte uns, dass dies nach einer Bad-Renovierung vorgeschrieben sei. Allerdings nicht für die Küche und den Außenbereich (haben wir aber trotzdem gemacht). Hier gäbe es nur eine Empfehlung dafür.

Die Kabel in diesem Haus sind auch noch alle 2-polig. Unsere Mieterm hat übirgens im Keller in der Waschküche einen Schlag bekommen - Krichstrom. Man sollte dieses Thema wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Anzahl der elektrischen Geräte, die sich heutzutage in einem Haushalt finden, kann man nicht mit der üblichen Ausstattung von vor 40 Jahren vergleichen.
In dem Haus, in welchem wir früher in Miete waren (Baujahr 1930), erzählte uns der damalige Vermieter, dass die Steckdosen vor der Renovierung zu qualmen anfingen, wenn der Staubsauger und die Waschmaschine gleichzeitig liefen....

Liebe Grüße
SiSi
20.04.2005, 00:14 von volker
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Hallo Nachtfee,

ich habe nur die Aussage "kann Modernisierung sein" mit den nach meiner Meinung dann zu beachtenden Anforderungen konkretisiert.

Da in letzter Zeit hier im Forum so oft von "man müsste lesen können" geschrieben wird, halte ich es für notwendig, eindeutig die Bedingungen zu nennen. Soweit diese mir bekannt sind, bin ja auch nicht allwissend (Gott sei Dank).

Ansonsten stimme ich Ihnen zu:

So wie gefragt wurde, sind die Maßnahmen keine Modernisierungen.
20.04.2005, 00:13 von Nachtfee
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Hallo ich bins,

ob die Original ist, glaub ich nicht. Aber sie ist keinesfalls
kernsaniert nach den heutigen Standarts.
Viel öfter liest man in den Zeitungen, Gasexplosion.
So richtig wohlfühlen würde ich mich nicht in einem Haus
mit einer Gasheizung.
Grüße Nachtfee
19.04.2005, 23:51 von ich_bins
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Hallo Nachtfee,

im Prinzip haben Sie schon recht. Nicht alles war oder ist schlecht, was damals so "verbaut" wurde.

Aber das kommt auch immer mit auf die Mieter an, wie diese mit der "alten" Substanz umgehen.

Die damals üblichen 2 Sicherungen, 1 für Licht und 1 für sämtliche Steckdosen sind wohl nach
heutiger Sicht auch schon weit ausgereizt. Hinzu kommen noch all die Kabelabzweigdosen, bei
denen sich die Schraubverbindungen gerne Mal lockern, im laufe der Jahre.

Also es muss ja nicht gleich das Schlimmste passieren, aber eine originale Verdrahtung von
1911 finde ich, nach meinen Erkenntnissen, in der heutigen Zeit schon etwas abenteuerlich.
19.04.2005, 23:35 von Nachtfee
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Hallo Dieter,

guter Fachkommentar. Aber sag mal, ich habe Mieter, die
bereits länger als 30 Jahren in Altbauten leben und sie
leben immer noch! Eines meiner Gebäude ist von 1911 mit
alter Elektrik, die Mieter freuen sich aber ihrer Gesundheit.
Wird das ganze nicht etwas hochgeschaukelt? Nicht alles was
dem Fortschritt entspricht, besagt , dass was davor
lag, Mist oder lebensgefährlich ist. Ich behaupte mal
schlichtweg, dass Altbauten eine weitaus bessere Bausubstanz
aufweisen als Neubauten. Diese Neubauten müssen nämlich erst
mal so alt werden wie unsere Altbauten um darüber ein Urteil
abgeben zu können. Und wenn ich mir so Gebäude anschaue,
die gerade mal erst so schlappe 25 Jahre auf dem Buckel habe,
sehe ich das sehr pessimistisch.
Grüße Nachtfee aus Köln

19.04.2005, 23:22 von Nachtfee
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Hallo Eigentumer und hallo Volker,

hier wurde aber ganz klar die Frage gestellt: Ob der Austausch
von alten Heizkörpern eine Modernisierung ist und nicht die
komplette Heizanlage mit Heizkörpern. Also kann man diese
Frage nur mit NEIN beantworten.
Ebenso sehe ich die Erneuerung der Elektrik nur als Sanierung,
weil wir haben heute Standarts.
Grüße Nachtfee
19.04.2005, 23:14 von volker
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Hallo Dina,

der Austausch der Heizkörper kann eine Modernisierungsmaßnahme dann sein, wenn die Heizungsanlage modernisiert wird und dadurch die Vorlauftemperaturen witterungsgeführt geregelt werden. Diese sind dann wesentlich niedriger als bei einer vor Jahrzehnten üblichen Heizungsanlage.

Die damaligen Gussheizkörper sind zwar heute zum Teil wieder "modern", die Flachheizkörper haben jedoch den Vorteil, dass sie die Wärme besser an den Raum abgeben. Durch die niedrigere Vorlauftemperatur würde das Aufheizen mit einem Gussheizkörper viel zu lange dauern und damit einen Großteil der Einsparungsmöglichkeit wieder zunichte machen.

Ergänzend zu Diega's ausführlichem Beitrag sollen (oder dürfen) nach der Trennung der Leitung PEN, die vom Versorger kommt, in die Leitungen N und PE (gelbgrün) (nach der Haushauptsicherung) in einer Wohnung die Leitungen nicht wieder zu einer Leitung zusammengeführt werden.

Neben dem Bad sind in jedem Fall auch die Küche und evtl. vorhandene Außensteckdosen mit dem Fehlerstromschutzschalter abzusichern.
19.04.2005, 17:49 von Peter_Machleb
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Hallo,
ich kenne das, mit dem Sanieren, in unserem Haus waren noch mit Stoff bezogene Leitungen und Bleirohre.
Es war sehr kostspielig, haben aber alles selbst gemacht, auch die elektrischen Leitungen, hat aber ein befreundeter
Elektriker gemacht. Danach mußte das alles von einem
Elektromeisterfachbetrieb abgenommen werden.Und es ist mit Auszeichnung abgenommen worden. Kostete ungefähr 200 €.
Gruß Peter
19.04.2005, 13:38 von Diega
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Hallo,

weiterhin kann es sich hierbei um den Einbau von FI-Schutzschalter sowie um einen Potenzialausgleich handeln.

Sorry, liebe Elektriker oder solche, da wir z.Z. ähnlichen Fall haben, versuche ich mit dem mir erklärten:

Die fachgerechte Sanierung eines Altbaus erfordert in vielen Fällen eine stellenweise ( in manchen Fällen komplette) Erneuerung der Elektroinstallation.

Eigentümer oder Bauträger, die dieses Thema auslassen, versündigen sich, weil es hier nicht zuletzt um Leben und Gesundheit der Menschen geht."

In den Baubeschreibungen heißt es manchmal, die Elektroleitungen würden "bei Bedarf erneuert" oder "gegebenenfalls ausgetauscht", oder sie würden "bis zur Wohnung ausgewechselt" (was im Klartext heißt, dass sie in den Wohnungen nicht ausgetauscht werden).

Ich glaube wir alle kennen die zunehmende Hobby- Baumarkt- Handwerker unter den Häusle( Wohnungs)-Besitzer.

Aber auch viele " Mieter- Vormieter - Vorbesitzer ect." haben selbst Hand angelegt.( Um Missverständnissen vorzubeugen: An der Elektroinstallation meine ich)

Bei den vielen Änderungen oder Neu-Verlegungen, na mal ehrlich, diese dumme Grün-Gelbe Kabel, immer im Weg und eigentlich überflüssig ,
vor allem wenn ich die alte Badewanne oder Duschtasse ausgebaut habe.

Sogar an den Wasserleitungen und an den Heizungsrohren.

Pha, die neuen Sachen sind doch meist aus Acryl oder Kunststoff.

Aber gerade das Bad wird (wohl)zu Recht als ein gefährdeter und damit besonders zu schützender Raum herausgehoben.

Die Gefährdung ergibt sich daraus, dass nasse Haut den Strom besonders gut leitet.

Deshalb müssen die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz gegen elektrischen Schlag 100-prozentig wirksam sein.

Hierfür ist der Einsatz eines Fehlerstromschutzschalters für die Steckdosenstromkreise und der zusätzliche örtliche Potenzialausgleich zwingend vorgeschrieben.

Hierbei handelt es sich um ein zusätzliches (nochmaliges) Verbinden aller metallischen Rohrleitungen im Bad sowie der Bade- bzw. Duschwanne mit einem Potenzialausgleichserder.

Leider wird ( nach Angaben der Elektro-Innung) immer wieder festgestellt, dass dieser zusätzliche örtliche Potenzialausgleich nicht ausgeführt wurde oder nicht vorhanden ist.

Gruss Dieter

( Eigentlich komisch, ich dachte immer, gerade beim gemeinsamen Duschen, dass das Kribbeln eine andere Ursache hätte. Ich hätte dabei nie an Strom gedacht)
19.04.2005, 13:31 von Eigentuemer
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es kommt ganz darauf an
- die Heizungsanlage kann modernisiert werden (40 Jahre !)
- ebenso lässt sich die Elt-Anlage zum Teil als Modernisierung abrechnen
MfG
19.04.2005, 12:32 von Nachtfee
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Hallo Dina,

zu deiner Frage 1: Es ist leider keine Modernisierung
sondern Instandhaltung, weil ja bereits Heizkörper vorhanden
sind.
zu deiner Frage 2: Auch die Kernsanierung von alten elektrischen Leitungen ist keine Modernisierung, sondern
Sanierung. Alle elektrischen Leitungen in den Wänden werden
entfernt durch neue ersetzt (alte sind 2-polig, neue sind
3-polig), dann wird man vermutlich auch mehre Steckdosen in
den einzelnen Räumen verteilen, weil in Altbauten sind die
rar, zuletzt werden Stromverteilungskästen auf den neuesten
Stand gebracht. In allem eine sehr teuere Angelegenheit.
Allerdings bin ich kein Experte, eventuell sagen dir hier
ja die Experten mehr.
Grüße Nachtfee
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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