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16.11.2007, 09:16 von stefan_nuernbergProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Modell-Wohnungen
Hallo Leute,

ich möchte mal Eure Ansicht zu folgendem Problem, das bei mir aktuell ansteht:

Ich habe in einer deutschen Großstadt in einem typischen Beton-Silo (ehemals Sozialer Wohnungsbau, jetzt ETW-Anlage) aus einer Zwangsversteigerung heraus drei Wohnungen günstig erworben. Zur Zeit steht bei zweien die Neuvermietung an und ich habe jetzt ein sehr gutes Mietangebot von einer stadtbekannten Rotlichtgröße, der die Wohnungen möblieren und dann als Modellwohnungen an seine Mädels untervermieten will.

Das Angebot ist natürlich - wie in der Branche wohl üblich - nach dem Motto "Geld wird genug verdient, also ist auch genug für alle da" aufgezogen, d.h. eine Jahresmiete jeweils im Voraus, Kaution etc etc., alles kein Problem.

Ich möchte auch sagen, dass ich das nicht machen würde, wenn mir hier ein Haus gehört und ich damit dann Probleme bei der Vermietung der anderen Wohnungen habe, aber es geht hier um einzelne Eigentumswohnungen in einer Großanlage (ca. 120 WE), die sowieso schon nicht den besten Ruf hat.

Sieht hier jemand noch ein Problem, an das ich nicht gedacht habe? - Bonität etc. ist wohl nicht das Problem, ich weiß auch von anderen VM, die an den Herrn nach dem selben Schema vermieten, dass das ganze ohne Probleme über die Bühne geht, das ist also nicht der Typ, der an Nebenkosten herumkritisiert.

Wäre nett, wenn eventuell noch einige Denkanstöße käme.

Alle 10 Antworten
16.11.2007, 12:52 von andreasM
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Also ich dachte immer, dass es an der Software liegt?!


Mein Ihr wirklich, dass es nicht an der Software liegt?

AM
Hallo,

ist ja äußerst spannend zu lesen, wie Beiträge gelöscht werden!!

Frage mich ernsthaft, wie lange dieses Forum mit dieser Art und Weise überleben wird/will??

Johanni
16.11.2007, 11:01 von johanni
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Hallo Stefan,

Zitat:
Das Ganze hat nicht gerade den besten Ruf und gerüchteweise soll es ähnliche Wohnungen dort auch schon geben.

Also, mit den Nachbarn glaube ich nicht, dass es Probleme gibt, das ist ein typisches Wohnsilo, wo niemand den anderen kennt geschweige grüßt. Wenn da einige Typen mehr im Treppenhaus rumrennen, fällt das wohl kaum auf.


Ja, wenn das so ist !!

Wo kein Kläger auch kein Richter!!

Viel Glück!

Johanni
16.11.2007, 10:22 von stefan_nuernberg
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@johanni

Danke für den Hinweis, ich hatte mich nur auf die Teilungserklärung gestürzt und dort nichts gefunden, wonach es nicht erlaubt ist.

Das mit dem allgemeinen Wohngebiet muss ich planungsrechtlich noch prüfen, das ist dort eine große WE-Anlage mit Läden im Erdgeschoß und 1. Stock und dann darüber ich glaube 8 Stockwerke mit Wohnungen. Das Ganze hat nicht gerade den besten Ruf und gerüchteweise soll es ähnliche Wohnungen dort auch schon geben.

Also, mit den Nachbarn glaube ich nicht, dass es Probleme gibt, das ist ein typisches Wohnsilo, wo niemand den anderen kennt geschweige grüßt. Wenn da einige Typen mehr im Treppenhaus rumrennen, fällt das wohl kaum auf.

16.11.2007, 10:09 von johanni
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Zitat:
§ BauNVO Wohnungsprostitution Bordell
§3 Reine Wohngebiete

§4 allgemeine Wohngebiete
Wohnungsprostitution ist eine typischerweise mit einem Wohngebiet unvereinbare gewerbliche Nutzung (BVerwG NVwZ-RR 1998,540 / VGH Mannheim NJWE-MietR 1996,136).

Ein bordellartiger Betrieb ist eine Vergnügungsstätte, die sich nicht gem. §34 I BauGB in die nähere Umgebung einfügt (faktisches WA), insbesondere, wenn bislang keine Vergnügungsstätten in der maßgeblichen Umgebung vorhanden waren und durch den bordellartigen Betrieb konkret Konflikte zu der Nutzung der benachbarten Grundstücke ausgelöst werden (VGH Mannheim Urt. v. 17.10.1996 - 8 S 2136/96)

Wohnungsprostitution ist eine gewerbliche Nutzung, die nicht den Bedürfnissen des Wohngebietes dient und die zudem den Charakter des Baugebietes als Wohngebiet beeinträchtigt (NVwZ-RR 1996,84).

Wohnungsprostitution ist im Wohngebiet (reines & Allgemeines) bauplanungsrechtlich unzulässig. Ihre ausnahmsweise Zulassung gem. § 4 abs. 3 Nr. 2 BauNVO scheidet aus. Sie geht mit Störungen einher, die mit dem Charakter eines Baugebiets als Wohngebiet nicht vereinbar sein (VGH BW, 04.08.1995).
Nutzung von Wohnungen zum Zwecke der Prostitution ist unabhängig davon, ob man dies als bordellartigen Betrieb oder als Wohnungsprostitution bezeichnet in einem allgemeinen oder reinen Wohngebiet unter Beachtung der gebotenen typisierenden Betrachtungsweise baurechtlich nicht zulässig.


johanni
16.11.2007, 09:34 von johanni
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Hallo Stefan,

Zitat:
Ich habe in einer deutschen Großstadt in einem typischen Beton-Silo (ehemals Sozialer Wohnungsbau, jetzt ETW-Anlage) aus einer Zwangsversteigerung heraus drei Wohnungen günstig erworben. Zur Zeit steht bei zweien die Neuvermietung an und ich habe jetzt ein sehr gutes Mietangebot von einer stadtbekannten Rotlichtgröße, der die Wohnungen möblieren und dann als Modellwohnungen an seine Mädels untervermieten will.


goooogel mal zu zu diesem Thema unter Urteile!!

In einer Wohnungseigentüergemeinscahft wirst Du solche Vermietung nicht problemlos durchführen können. Könnte nir sogar vorstellen, dass diese Dir versagt wird.

Johanni

16.11.2007, 09:30 von Augenroll
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Zitat:
und da ist man der Willkür des Amtes ausgeliefert.


Das ist keine Willkür, sondern eine äußerst notwendige Kontrolle!
16.11.2007, 09:28 von nass01
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Soweit ich das weis handelt es sich um eine Gewerbe und das muss angemeldet werden und da ist man der Willkür des Amtes ausgeliefert.
Wie es bei Beschwerden der Mitbewohner zu handhaben ist kann ich nicht sagen.
16.11.2007, 09:25 von stefan_nuernberg
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Also rechtlich sehe ich kein Problem in der Geschichte.

Ich habe auch die Teilungserklärung durchgelesen, da gibt es in der Hinsicht keine Einschränkungen.

Und - 18 €/qm ist doch ein gutes Geschäft, oder?

Im übrigen bin ich der Meinung, dass jeder sein Geschäft betreiben soll, solange es legal ist - und das ist nach der entsprechenden Gesetzesänderung ja jetzt der Fall, oder?
16.11.2007, 09:21 von Augenroll
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Sie müssen bedenken:

Wenn Sie sich mit solchen Leuten einlassen, werden Sie die auch nicht so schnell wieder los. (Wenn Sie nicht sowieso schon drinstecken).

Was ist, wenn sich die anderen Eigentümer anfangen, darüber zu beschweren?

Ich verfahre immer nach dem Motto: "Ehrlich währt am längsten." Daher muss ich aber auch meine (relative) Armut in Kauf nehmen.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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