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12.05.2007, 10:20 von vonBreitensteinProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietvertragsgebühr
Soweit ich mich umschaue,verlangen Vermieter zunehmend eine sog. "Mietvertragsgebühr" im Rahmen von 75 € bis 250 €, teils generell, teils nur für den Fall, daß das Mietverhältnis unterjährig oder vorzeitig beendet wird. Damit soll der Mieter an dem Aufwand des Wohnungswechsels beteiligt werden. In der Rechtsprechnung wird alles vertreten: Die alten 68'er Amtsrichter mit ihrem "Ich bin ein Gutmensch-Syndrom" lehnen das völlig ab.Zahlreiche Landgerichte und Oberlandesgerichte (OLG Karlsruhe:"Vermieten von Wohnungen ist kein Hotelbetrieb") billigen diese Vertragsklausel mit unterschiedlichen Einschrän- kungen und Begrenzungen der Höhe.
Umfrage: wer kennt Gerichtsentscheidungen aus jüngerer Zeit? in welcher Höhe ist die als "Mietvertragsgebühr" falsch bezeich- nete Wohnungswechselgebühr anerkannt worden ? welche Enschrän- kungen wurden festgelegt?
Bitte nur sachbezogene Beiträge(nicht nur etwas schreiben, um ein Giga-User zu werden).
von Breitenstein
Alle 10 Antworten
14.05.2007, 11:04 von Augenroll
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Zitat:
Regen wir uns nicht auch über Abschlussgebühren bei Bausparverträgen, Fitnesscentern und Handyverträgen auf ??!!

Genau, denn Verbraucherschutz geht alle an!

Denn durch das unkontrollierte Erheben von Gebühren werden die wirklichen Kosten intransparent und die Angebote schwieriger vergleichbar.
14.05.2007, 10:06 von paleocastro
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Mietvertragsgebühr ???

Sorry, Gebühren gibt es bei den Ämtern ! Das wäre mir zu peinlich, von dem Mieter 75 € zu verlangen...

Regen wir uns nicht auch über Abschlussgebühren bei Bausparverträgen, Fitnesscentern und Handyverträgen auf ??!!

14.05.2007, 10:01 von Augenroll
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Zitat:
Als Mieter, der die Wohnung unbedingt will, würd ich das erstmal bezahlen und dann im 2. Monat wieder abziehen.

Ich würde es etwas eleganter und freundlicher, aber letztendlich genau so handhaben.

Denn für diese "Gebühr" gibt es nunmal keine rechtliche Grundlage.

Wer sich vor ständigen Mieterwechseln schützen möchte, sollte folgendes beherzigen:

-ehrlich sein und alle Wohnungsmängel vorher nennen

-angemessene BK- und HK im Haus haben

-Miete nicht ortsunüblich hoch ansetzen

-auf eine ausgewogene Mietermischung achten

-stets einen fairen Umgang mit seinen Vertragspartnern pflegen

Dann sollte es auch mit "Stammkunden" klappen.
12.05.2007, 19:59 von Hansjuergen
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Zitat:
Mieter sind nicht verpflichtet, ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung eine "Vertragsausfertigungsgebühr" für den Mietvertrag zu bezahlen.

Sachverhalt: Eine Mieterin hatte rund 152 Euro Gebühr für die Erstellung des Mietvertrages gezahlt. Anschließend verklagte sie aber die Hausverwaltung auf eine Rückzahlung.

Der Hamburger Amtsrichter gab ihr Recht. Hierbei handele es sich um eine versteckte Maklergebühr, die weder dem Eigentümer noch dem Verwalter zustehe, argumentierte der Richter. Die in Zusammenhang mit dem Vorteil der Vertragsgestaltung anfallenden Kosten hat der Vermieter zu tragen (Amtsgericht Hamburg, Az. 711 C 36/04, Urteil vom 14.11.2004).


Quelle finanztipp

Gruß Hans-Jürgen
12.05.2007, 19:47 von Jutetuetchen
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Hallo,

nicht wahr oder ?!?!

Aber meinst Du man würde keinen Ärger kriegen wenn man das bei der nächsten Miete wieder abziehen würde ?

Ich denke da an evtl. sogar berechtigte Mahnungen seitens des VM wg. Nichtzahlung der gesamtmiete etc. da die Gebühr ja wohl fü ganz ander Zwecke gedacht ist wie ich das hier im Anfangsthread gelesen habe.

Grüsse
12.05.2007, 18:51 von Ulrich
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Doch, es gibt Vermieter bzw. Verwalter, die solche Gebühren verlangen, sogar für öffentlich geförderte Wohnungen, wo das nun doppelt unzulässig ist. Ich kenn da auch Beträge bis 150 Euro.

Als Mieter, der die Wohnung unbedingt will, würd ich das erstmal bezahlen und dann im 2. Monat wieder abziehen.
12.05.2007, 15:33 von Cora
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Hallo

also so eine Gebühr kenne ich nicht und habe sie auch noch nie verlangt, empfinde ich als Abzocke.

Gruß
12.05.2007, 14:02 von Jutetuetchen
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Sorry aber das habe ich auch noch nicht gehört und ganze ehrlich ich würde auch niemals nie eine solche Gebühr verlangen (hätte mich auch arg gewundert wenn ich damals als Mieter auf so eine Gebühr angesprochen worden wäre und hätte m. Sicherheit auch eine Wohnung nicht gemietet wenn solche eine Gebühr von mir verlangt worden wäre)

Selbst wenn es so wäre und es diese Gebühr gibt bzw. genommen werden könnte als VM dann würde ich es niemals nie von meinen Mietern verlangen.

Mich würde aber trotzdem mal interessieren wo denn sowas steht.

LG
12.05.2007, 13:06 von Sommer
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Also ich vereinbare mit allen neuen Mietern einen Kündigungsausschluß von 12 Monaten - gerade bei kleinen Wohnungen und ständigem Wechsel ist es einfach zu teuer, ständig neu zu inserieren während die Wohnung schrittweise runtergewohnt wird.

Letztlich kann ich wirkliche Kündigungsgründe wie z.B. Versetzung durch den Arbeitgeber eh nicht wirksam ausschließen...leider.

Aber eine Vertragsgebühr kann man hier nicht durchsetzen - warum denn auch? Ein Mietvertrag sollte im Interesse beider Partner liegen!

S.
12.05.2007, 11:30 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Soweit ich mich umschaue,verlangen Vermieter zunehmend eine sog. "Mietvertragsgebühr" im Rahmen von 75 € bis 250 €, teils generell, teils nur für den Fall, daß das Mietverhältnis unterjährig oder vorzeitig beendet wird


sorry, habe davon gehört, halte ich persönlich für Blödsinn:

-rechtlich fragwürdig, speziell die Höhe des Betrages
-zerstört bereits zu Anfang ein gewisses vetrauensverhältnis M-VM
-steht in keiner Relation zum "Nutzen"

jedenfalls meine persönliche Meinung

MFG
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