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06.02.2006, 20:57 von leaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietvertrag
Welche Formulierungen sind beim Erstellen eines Mietvertrags hinsichtlich Schönheitsreperaturen,Kleinreperaturen,Nebenkosten und Renovierungsarbeiten Rechtssicher.

Die Wohnung wird renoviert übergeben.

Worauf muß ich noch achten?
Vielen Dank
Alle 3 Antworten
07.02.2006, 09:14 von hausproblem
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@ LEA;
Ich empfehle bei der Neuvermietung nur einen rechtlich geprüften MV von Haus & Grund einzusetzen.
(MVs von H&G werden mehrmals im Jahr - der aktuelle Rechtssprechung angepasst; aber Vermieterfreundlich abgefasst)

Sie tun sich für die Zukunft einen grossen gefallen;
viele Probleme die in diesem Forum erörtert werden sind meiner Meinung auch erst entstanden; da viele Vermieter (im Forum) sich entweder einen eigenen MV zu "basteln" oder irgendwo "kostenlose MVs - meistens rechtlich auch nicht OK" im Internet herunterladen und sich zuerst freuen, dass ca. 3 - 4 EURO gespart wurden.
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Ich habe H&G MVs auf CD gekauft (lohnt sich nur bei mehreren zu vermietenden Objekten) und entsprechend meinen Bedürfnissen "erweitert"

Im Anhang zum MV "ÜBERNAHMEPROTOKOLL" steht bei mir - falls zutreffend - Wohnung wurde renoviert übergeben, Art/ Güte der Tapeten / Anstrich, d.h. z.B. Rauhfaser weisse Latexfarbe. Vor Einzug des Mieters mache ich mehrere Fotos jedes Zimmers.
Hallo

Was suchst du genau? Kompletten Mietvertrag oder möchtest du selbst basteln?

Kleinreparaturen z.B. so:

Der Mieter verpflichtet sich, kleine Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten innerhalb der Wohnräume bis zu einem Betrag von 100 € im Einzelfall zu tragen und dem Vermieter die angefallenen Kosten zu erstatten, ohne dass es auf sein Verschulden ankommt.

Diese Verpflichtung beschränkt sich auf die Teile der Mietsache, die dem häufigen Zugriff des Mieters ausgesetzt sind, dies sind insbesondere die Installationsgegenstände für Elektrizität, Gas und Wasser, Heiz- und Kocheinrichtungen, Fensterund Türverschlüsse sowie Verschlussvorrichtungen von Rollläden und Fensterläden.
Die Kosten, die der Mieter für solche Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten aufzuwenden hat, sind für jedes Vertragsjahr begrenzt auf 400 € jedoch nicht mehr als 6 % der jeweils geschuldeten Jahresmiete.

Schönheitsreparaturen z.B. so:

Endet das Mietverhältnis nach Ablauf der Regel-Renovierungsfristen, so ist der Mieter verpflichtet, bei Beendigung die fälligen und erforderlichen Schönheitsreparaturen auszuführen. Dem Mieter obliegt der Beweis, dass die erforderlichen Schönheitsreparaturen fachmännisch und innerhalb der Regel-Renovierungsfristen durchgeführt worden sind.

Endet das Mietverhältnis vor Ablauf der Regel-Renovierungsfristen, so ist der Mieter verpflichtet, die anteiligen Kosten für die bis dahin im allgemeinen angefallenen und erforderlichen Schönheitsreparaturen aufgrund eines Kostenvoranschlags eines vom Vermieter auszuwählenden Malerfachbetriebs an den Vermieter nach folgender Maßgabe zu zahlen:
Wenn die Schönheitsreparaturen seit Beginn des Mietverhältnisses oder seit einer späteren Vornahme länger zurückliegen als:

bei Küche, Bad, Dusche:

6 Monate mit 20 % 22 Monate mit 60 %
10 Monate mit 30 % 26 Monate mit 70 %
14 Monate mit 40 % 30 Monate mit 80 %
18 Monate mit 50 % 34 Monate mit 90 %

bei Wohn- und Schlafräumen, Fluren, Dielen, WC:

6 Monate mit 10 %
12 Monate mit 20 % 36 Monate mit 60 %
18 Monate mit 30 % 42 Monate mit 70 %
24 Monate mit 40 % 48 Monate mit 80 %
30 Monate mit 50 % 54 Monate mit 90 %

bei allen anderen Nebenräumen, Heizkörpern, Heizrohren, Türen, Fenstern:

12 Monate mit 15 % 48 Monate mit 60 %
24 Monate mit 30 % 60 Monate mit 75 %
36 Monate mit 45 % 72 Monate mit 90 %

Weist der Mieter binnen 2 Wochen nach Zugang dieses Voranschlags durch den Voranschlag eines anderen Malerfachbetriebs für die gleichen Arbeiten einen geringeren Kostenaufwand nach, so ist dieser maßgebend, es sei denn, dass dieser Handwerker die Ausführung der Arbeiten ablehnt.

Weist der Mieter nach, dass der tatsächliche Abnutzungsgrad der Mietsache geringer ist als der prozentual ermittelte, gilt dieser für die Berechnung der Abgeltung.

Der Mieter kann sich von dieser anteiligen Verpflichtung dadurch befreien, indem er vor dem Ende des Mietverhältnisses die erforderlichen Schönheitsreparaturen in fachmännischer Qualitätsarbeit selbst durchführt. Bei durchgeführter Anfangsrenovierung durch den Mieter verdoppeln sich die vorgenannten Zeiträume einmalig.

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