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16.01.2007, 10:51 von HaeuslebauerProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietschuldner
Hallo alle zusammen,

ich krieg solangsam ein riesen Problem mit Leuten die meinen Ihre Miete nicht zahlen zu müssen.
Ich weiß es wird oft gefragt und gibt kein Patent Rezept aber was kann man denn tun?
Ich hats bisher immer beim Anwalt oder bei Creditreform, auch moskau inkasso ist für umsonst ( hat mir ein Bekannter erklärt).
Wer kann mir einen Tipp geben?

vielen Dank und liebe Grüße

Peter
Alle 21 Antworten
20.01.2007, 15:59 von Augenroll
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@Rita:

Was soll das jetzt?????

Zitat:
Mit Bild-Zeitungs-Schlagzeilen muss man sich ja oft genug rumschlagen - muss das jetzt auch noch hier im Forum sein?


Schließlich habe ich hier die Diskussion über Tücken des Urkundenprozesses angestoßen. Und es stellte sich heraus, er ist doch nicht ganz so easy....

Da ich auch gern mal austeile, kann ich auch gut einstecken, und mache mir nichts aus unsachlichen Angriffen.

Übrigens, der richtige Augenroll sieht so aus:
20.01.2007, 12:30 von CMAX_65
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Hallo Rita,

Zitat:

- (einen besseren Augenroll konnte ich leider nicht finden)


genial, ich finde den klasse !

Wo gibts die Smilies denn, kann man die irgendwo downloaden ???

Oder selber zusammenbauen, Baukasten ???

Bitte um Info !
20.01.2007, 12:28 von johanni
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Hallo,

danke Euch für die Ausführungen.

Wenn ich es recht verstehe, ist die Urkundsklage eben dochnicht so eindeutig, wenn es um Mieter geht, die genau wissen, wie sie diese Klage auch mit Einsprüchen hemmen können. Dann widerum Klage?

Dann ist für mich auch verständlich, wenn Anwälte von dieser Form abraten und gleich eine umfangreiche Klage einreichen, weil dann das Verfahren doch auf Grund des Schriftsatzes eindeutiger ist.

LG Johanni
20.01.2007, 12:19 von HolF
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Zitat:
Ein Folgeprozess ist dabei zwar nicht auszuschließen - aber keineswegs die zwangsläufige Folge.
Im Urkundenprozess eben nur auf Basis von Urkunden (z.B. Mietvertrag) entschieden.
Hat der Mieter nicht durch Urkunden beweisbare Gegenforderungen (z.B. Mietminderung), dann muss er die ggfs. in einem "normalen" Prozess geltend machen ... und selbst als Kläger zunächst den entsprechenden Gerichtskostenvorschuss zahlen.

Das das Folgeverfahren nicht zwangsläufigt folgt ist schonmal richtig. Lediglich auf Antrag des Beklagten. Falsch ist, das der Beklagte den Gerichtskostenvorschuss beim Folgeprozess zahlen muss. Ich habs vor ein paar Monaten schonmal auseinanderklamüsert warum und weshalb. Im Zweifel mal die Suchfunktion bemühen.
Mal kurz zusammengefasst: Bei ausbleibender Miete und klarer Sachlage ist ein Urkundenprozess eine passendes Mittel um zügigi die Zwangsvollstreckung betreiben zu können. Ist die Sachlage nicht so klar (und sei es nur das der Beklagte ein Streithansel ist) würde ich davon abraten.

Gruss
HolF
20.01.2007, 11:50 von Rita
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- (einen besseren Augenroll konnte ich leider nicht finden)

Mit Bild-Zeitungs-Schlagzeilen muss man sich ja oft genug rumschlagen - muss das jetzt auch noch hier im Forum sein?

Das Urkundenverfahren soll schneller zu einem Vollstreckbaren Titel führen (tut es aber bei uns letztendlich nicht, da die Gerichte wie üblich überlastet sind und nach Reihenfolge des Eingangs abarbeiten, auch wenn ein Urkundenprozess ohne mündliche Verhandlung entschieden werden könnte).

Ein Folgeprozess ist dabei zwar nicht auszuschließen - aber keineswegs die zwangsläufige Folge.
Im Urkundenprozess eben nur auf Basis von Urkunden (z.B. Mietvertrag) entschieden.
Hat der Mieter nicht durch Urkunden beweisbare Gegenforderungen (z.B. Mietminderung), dann muss er die ggfs. in einem "normalen" Prozess geltend machen ... und selbst als Kläger zunächst den entsprechenden Gerichtskostenvorschuss zahlen.

19.01.2007, 18:17 von johanni
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Hallo,

muss zugeben, von einem Urkundenprozess habe ich überhaupt keine Ahnung!

Zitat:
Urkundenprozeß!

Im Anschluss gibt es dann einen Folgeprozeß und der Vermieter hat bei Klageverlust auch die Kosten des Urkundenprozesses zu tragen.


Wenn es so ist, wie Augenroll schreibt, was ist denn der Unterschied zu einem "normalen" Klageverfahren?? und wenn es mit einem Urkundenprozess so eindeutig ist, warum dann noch einen Folgeprozess?

LG Johanni
19.01.2007, 17:43 von Cora
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Hallo

das wissen ja nun (fast) alle: derjenige der verliert, zahlt die Kosten.
Kann natürlich auch mal der Mieter sein

Gruß
19.01.2007, 14:53 von cavalier
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Zitat:
Urkundenprozeß!

Im Anschluss gibt es dann einen Folgeprozeß und der Vermieter hat bei Klageverlust auch die Kosten des Urkundenprozesses zu tragen.

Das ist dabei das wichtigste für Augenroll.
19.01.2007, 13:59 von Augenroll
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Zitat:
Urkunden-Betrug


Urkundenprozeß!

Im Anschluss gibt es dann einen Folgeprozeß und der Vermieter hat bei Klageverlust auch die Kosten des Urkundenprozesses zu tragen.
19.01.2007, 13:51 von Haeuslebauer
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Hallo alle zusammen und vielen Dank, ich sprech das mit meinem RA ab wegen Urkunden-Betrug.
Was mich auch interessieren würde ist bei welcher Inkassogese4llschaft du die guten Erfahrungen gemacht hast.

viele Grüße

17.01.2007, 12:16 von strandlooper
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Hallo,

ich habe einen guten Tipp, gehe zu einem Rechtsanwalt und überzeuge Ihn davon einen Urkundenprozeß durch zuführen denn der Mietvertrag ist eine Urkunde ist zwar noch nicht überall bekannt hat aber wie in meinem Fall unkompliziert Wirkung gezeigt. Und noch einen Tipp laut Mietvertrag muß die Miete am 3 Tage bei Dir auf dem Konto eingegangen sein wenn nicht gleich Klage am 4. einreichen durch RA, wenn die Miete dann zu Beispiel am 10. gekommen ist den RA informieren und den Betrag anerkennen der Fehlende Betrag geht dann ins Nachverfahren.
Ich hoffe ich konnte Dir helfen.
17.01.2007, 11:58 von Architekt
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Gruezi,

wir haben auch viele schlechte erfahrungen mit Mietschuldnern gemacht. Meist haben wir es über einen Anwalt laufen lassen, viel bezahlt und nichts gewonnen. Seit letztem Jahr arbeiten wir mit einem Inkassounternehmen zusammen, des kostet mich zwischen ca. 20,- und 80,- € pro Fall und das bringt wirklich Erfolg. Da kümmert sich jemand persönlich um den Schuldner und zeigt ihm Chancen wie er seine Schulden in kleinen Raten zahlen kann und welchen Ärger er sich erspart. Ein Schuldner hat schwarz gearbeitet, die haben rausgekriegt wann er sein Geld ( bar) bekommt und Ihm nach der Arbeit aufgelauert und eine Taschenpfändung ( mit dem Gerichtsvollzieher) durchgeführt. Ist zwar schon gemein aber alles rechtens und schließlich ist es ja mein Geld und unsereins muß ja auch schauen wie er über die Runden kommt.
Also Inkasso hab ich super Erfahrungen gemacht aber sowas wie Moskau Inkasso die den Mietern Gewalt androhen würde ich jetzt auch nicht machen, das geht zuweit und ist gegen jede menschlichkeit.

17.01.2007, 10:11 von CMAX_65
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Hallo,

ich halte auch wenig von solchen Geschichten (Inkassodiensten zweifelhafter Art).

In der Regel bleibt nur die mühevolle Kleinarbeit als VM zu recherchieren, Fakten zu sammeln, und die Hoffnung das der Serinenbetrüger irgendwann einmal in unserem auch so tollen Rechtssystem stolpert.

Die Zeit und die Nerven und v.a. auch die Kosten darf man dann allerdings nicht rechnen.

Ich habe Verständnis dafür wenn viele VM sagen, hauptsache weg (Mietnomade) und Ruhe, dann mach ich nichts mehr. Ist langfristig der falsche Weg, aber verständlich.

MFG
Hallo

wie wäre es nach 3 MM Rückstand mit fristloser Kündigung?
Mahnbescheid wäre der 1. Schritt.

Übrigens "Moskau-Inkasso" wurde mir sogar von einer RÄ "geraten" in Erwägung zu ziehen.

Gruß
16.01.2007, 16:34 von ChristophL
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Beantrage einen Mahnbescheid!!

Gruß Christoph
16.01.2007, 16:10 von Bernd
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Liber Haeuslebauer
Das PROBLEM haben wir fast alle,
ich habe nach einschlägigen Erfahrungen mit meinen Nomaden,
begonnen auch wenn ich dann längeren Leerstand habe zu sieben.
Und zwar sehr kräftig!
Ohne Bankbürgschaft (die können viel mehr an Infos abfragen) für die Mietkaution, Anfrage Haus und Grund, Schufaselbstauskunft und Hosenrunter über die bisherige Mieterlaufbahn, gibts bei mir keinen Vertrag mehr.

Das ist auf Dauer billiger was leerstehen zu lassen, als hinterher garnix zu bekommen.
Allerdings bin ich auch in der glücklichen Lage die Wohnungen alle in mittelmäßiger Lage zu haben, jemand der das Pech hat sein Häuschen in einem sozialen Brennpunkt vermieten zu müssen, hat da schon eher die Arschkarte.

Da hilft dann wirklich nur noch fort mit Schaden, oder gute Bekannschaft zur Unterwelt zu pflegen.
Das allerdings bringt dann aber meistens wieder andere Probleme
16.01.2007, 13:48 von Augenroll
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Übrigens ist das eine deutsche Firma.

Die hatten auch ihre eigene Reportage im Fernsehen, das spricht imho nicht für Qualität.
Zitat:
auch moskau inkasso ist für umsonst ( hat mir ein Bekannter erklärt).


was bedeutet denn Moskau Inkasso?
Ich hätte da auch ein paar Mietaußenstände die ich noch nicht endgültig abgeschrieben habe.
Die Leute sind schon mit der Absicht eingezogen niemals einen Euro Miete zu bezahlen und waren dazu noch saufrech.
Ich bin sie zwar los, aber der Mietverlust, sowie die teuren Anwaltskosten schmerzen mich.

Viele Grüße Adele
16.01.2007, 10:54 von Augenroll
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Tja, was soll man dazu sagen.

rechtlich fragwürdige Methoden könnten Sie hier per PN erbitten.

Ansonsten kommt es wesentlich auf den konkreten Sachverhalt an.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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