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11.02.2007, 17:24 von cucumberProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietschuldenfreiheitsbescheinigung
Hi,

ein Mieter möchte demnächst ausziehen und bittet nun um eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Hab' ich auch ausgestellt, doch erwähnte noch, dass noch Betriebs- und Heizkostennachzahlung zu zahlen sind. Nun ist der Mieter empört. Er ist der Meinung, dass diese Nachzahlungen nichts mit der monatlichen Miete zu tun haben würden und es rechtswidrig wäre. Ist dieser Satz rechtens oder nicht?

Der Text:

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit bestätige ich, Vermieter, dass Herr Mustermann als Mieter in meinem Mietshaus, Müllerstr. 56 in 12345 Berlin, wohnt.
Das Mietverhältnis mit Herrn Mustermann begann am 01.01.1999. Die monatliche Miete wurde stets pünktlich und lückenlos auf mein Bankkonto überwiesen.
Zu zahlen sind noch Betriebs- und Heizkostennachzahlung.

Bedanke mich wie immer im voraus.

Thorsten
Alle 6 Antworten
12.02.2007, 07:41 von pbsenn
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Sofern es sich wirklich um die NOCH NICHT ERSTELLTE!!! Abrechnung 2006 handelt finde ich es nicht in Ordnung Bezug auf diese zu nehmen.

Schließlich ist wie bereits erwähnt der Ausgang der Abrechnung noch gar nicht klar. Und dann eine Aussage in orakelnder Weise bezogen auf ein zukünftiges Ereignis schriftlich zu fixieren, insbesondere bei einem Mieter, der seinen finanziellen Verpflichtungen ohne Beanstandungen nachgekommen ist, finde ich persönlich ein wenig neben der Spur. Meiner Meinung nach sollte man ausschließlich bescheinigen was bis dato passiert ist und nicht was passieren wird...

Wenn es mir beispielsweise darum geht, dass mir meine Bank bescheinigt mich an die Ratenzahlungen aus einem Darlehensvertrag gehalten zu haben, würde mich auch ein Satz stören, der auf die zukünftigen Zahlungen gerichtet ist.

Gruß

Torsten
11.02.2007, 19:58 von cucumber
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Okay, ist also rechtens. Nur ein bisschen detaillierter und der Hinweis ist nicht rechtswidrig...
Danke!

Thorsten
11.02.2007, 19:56 von Sommer
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Ob ein Rechtsanspruch auf so eine Bescheinigung besteht und wie sie auszusehen hat ist auch gerichtlicherweise umstritten. Grundsätzlich würde ich sagen, so ein Anspruch besteht nicht - schließlich kann der Mieter mit lückenlosen Kontoauszügen und Mietvertrag belegen ob gezahlt wurde oder nicht. Es ist ein "Service" des Vermieters; kein unfälschbares Dokument mit verpflichtendem Charakter.

Korrekt finde ich auch daß noch ev. ausstehende Zahlungen genau definiert werden aber wer so etwas unterschlägt, der verzerrt die Aussage des Zettels - soll er doch einem neuen Vermieter ein Gefühl der Sicherheit beim Vermieten geben.

Habe nirgendwo gelesen daß es einem Zeugnis gleicht in dem nur positives stehen darf. Leider tut es das oft denn wer einen Mietschuldner zu Gast hat will den schließlich nur los werden...

S.
11.02.2007, 18:42 von Cora
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Hallo

genau, ein bisschen detaillierter sollte dieser Satz schon sein, Betriebs-und Nebenkosten für 2006 (?) werden ca. im Monat...abgerechnet. Eine sich evtl. daraus ergebende Nachzahlung kann noch nicht geleistet werden und ist somit fällig nach Bekanntgabe.

Das wäre doch fair, oder
11.02.2007, 17:41 von villaporta
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Hall Torsten,

ich würde lieber schreiben, dass noch die BeKo-Abrg 2006 und die HK-Abrg für die lfde. Heizperiode abzurechnen sind, nicht aber "Betriebs- und HeizkostenNACHzahlung". Könnte ja auch sein, dass sich für den Mieter ein Guthaben aus den Abrg ergibt. Der Hinweis auf die noch nicht erfolgten Abrgen ist neutral.

Viele Güse

villaporta
11.02.2007, 17:26 von MarieP
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Hallo Thorsten

Zitat:
Zu zahlen sind noch Betriebs- und Heizkostennachzahlung.



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