> zur Übersicht Forum
04.08.2006, 16:03 von EumeljoggerProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietrückstand
Hallo,

mein Mieter hat die letzte Monatsmiete nicht gezahlt. Darf ich mir das Geld vom Kautionskonto holen? Er ist damit einverstanden, hat das auch schriftlich erklärt.

Nun ist er insolvent und kann gar nicht mehr zahlen. Will bis 30.09. aus der Wohnung draußen sein, Miete bekomme ich wohl eh keine mehr.

Er will mit der Schuldnerberatung eine Zahlungsvereinbarung ausarbeiten um das Geld das er mir schuldet zurückzuzahlen, ob das was wird????

Er hätte ja auch drei Monate Kündigungsfrist, das Schreiben ist heute eingegangen, d. h. er müsste bis November zahlen. Was würdet ihr tun???

Vielen Dank für Infos
Eumeljogger
Alle 3 Antworten
05.08.2006, 17:45 von Vermieterheini1
Profil ansehen
Nachdem die Forenbetreiber bzw. Moderatoren nicht gewillt sind Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" zu löschen müssen alle meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos nicht wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
04.08.2006, 22:59 von Rita
Profil ansehen
Zitat:
Zunächst verrechnest Du die ausstehenden Mieten mit der Kaution.
Davor kann ich aufgrund unserer Schuldner-Schutz-Gesetze nur warnen - gerade wenn ein Isolvenzantrag zu befürchten ist und du die Vermutung hast, dass der Schuldner noch mehr seiner tatsächlich zu erwartenden Schulden zahlen kann!

Zitat:
Er hätte ja auch drei Monate Kündigungsfrist, das Schreiben ist heute eingegangen, d. h. er müsste bis November zahlen. Was würdet ihr tun???
Zunächst Eingang bestätigen aber zugleich darauf hinweisen, dass gem. BGB die am ... zugegangene Kündigung erst zum .... wirksam wird und somit Miete+Nebenkosten bis dahin geschuldet sind, soweit du trotz Bemühungen nicht vorzeitig einen Nachfolgemieter findest - für entsprechene Besichtigungstermine mit möglichen Interessenten möchte der Mieter schon jetzt - z.B. Samstags von 14 bis 18 Uhr - einplanen und den Zutritt ermöglichen.

Zitat:
Er will mit der Schuldnerberatung eine Zahlungsvereinbarung ausarbeiten um das Geld das er mir schuldet zurückzuzahlen, ob das was wird????
Aus bisheriger Erfahrung mit den "Entschulden-Vereinen": NEIN - d.h. offiziell nix zu holen und nach 6 Jahren: Restschuldbefreiung > das war's - wenn du nicht unerlaubte Handlung im Titel stehen hattest (oder für viel zusätzliches Geld hast gerichtlich anerkennen lassen)

EIGENTLICH würde sich der Vermieter die Kaution immer zur Verrechnung auf die eher heiklen, strittigen Forderungspoisition "aufheben". Aber sobald die Privatinsolvenz angemeldet wurde, kann das nach hinten losgegangen sein ... es sei denn du hast die Aufrechungserklärung zufälligerweise noch kurz zuvor - z.B. durch Boten/Zeugen gerichtsfest beweisbar zustellen lassen ...

Du KANNST bereits auf Forderungen im laufenden Mietverhältnis aufrechnen - du MUSST aber nicht.
Die Kaution wird nämlich grundsätzlich erst nach Ende des Mietverhältnisse zur Rückzahlung fällig bzw. kann erst dann womöglich in die Insolvenzmasse des Mieters eingehe/eingegangen sein (soweit der VM nicht mit seinen Forderungen gegenrechne konnte/es getan hatte).

Ich würde folgendes tun:
Kautionaufrechnung schon jetzt erklären auf -in Rangfolge aufgeführt-:
1. evtl. Schadensersatzforderungen, die sich aufgrund trotz Nachfristsetzung nicht behobener oder verweigerter Beseitigung von Mängel/Beanstandungen nach der Rückgabe der Mietsache ergeben haben sollten
2. evtl. verbleibender Restbetrag auf gem. Mietvertrag abzugeltendenden Kostenanteil für noch nicht fällige Schönheitsreparaturen (sofern bis Mietende/Rückgabe) zwecks Abwendung des Kostenanteils nicht freiwillig ausgeführt
3. evtl. danach verbleibender Restbetrag auf noch zu erwartende BK-Nachzahlung(en) auf noch ausstehende BK-Abrechnung(en)
4. evtl. danach noch verbleibender Restbetrag auf bereits bestehende und noch zu erwartende Rückstände bis Mietzeitende aus laufend geschuldeten Mietzahlungen bzw. aus womöglichem Verzug, der angekündigten ratenweisen Tilgung dieser Schulden

Übrigens: eine "ordentliche" ratenweise Zahlungsvereinbarung von bestehenden Schulden würde z.B. auch enthalten, dass sich der Schuldner der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirft, sofern er mit einer Rate in Rückstand gerät - und müsste zu diesem Zweck auch notariell beglaubigt werden.
I.d.R. wird das nicht der Fall sein - die Folgen wirst du dir ausmalen können ...

Wie eine ratenweise Zahlungsvereinbarung aussehen könnte (und im Sinne des Gläubiger SOLLTE) - wovor die Schuldner-Schützer aber warnen - siehe:
http://www.schuldenfrust.de/Ratenzahlungsvereinbarungen.htm#zum%20Text
Hallo Eumeljogger,

( wie kommt ihr nur immer auf solche Namen???



Natürlich darfst Du alles machen, wenn Dein Mieter zustimmt.
Freue Dich ausserdem, dass Dein Mieter so ehrlich ist.

Zunächst verrechnest Du die ausstehenden Mieten mit der Kaution.
Und dann musst Du leider abwarten, wie der Ratenplan aussehen wird.
Wenn Dein Mieter jedoch Privatinsolvenz beantragt, freue Dich, dass Du die Mietsicherheit bereits mit den Mieten verrechnet hast.

LG Johanni
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter