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27.06.2007, 08:52 von Cantadora40Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietrückstand nach Beendigung d.Mietverhältnisses
Liebe Forumsteilnehmer,

das Mietverhältnis mit meinen Mietern wurde zum 31.12.2006 beendet.

Die Mieter haben die Miete + NK-Vorauszahlungen in 12/2006 einfach einbehalten, sie gingen wohl davon aus, dass die Kaution ausreicht um alle Forderungen meinerseits abzudecken.

Die Nebenkostenabrechnung 2006 habe ich im Februar 2006 erstellt und zugesandt. Zusammen mit anderen noch ausstehenden Forderungen aus früheren Nebenkostenabrechnungen ergab sich ein Betrag von rund 1.500,00 €, was der Mietkaution entsprach.

Ich schlug den Mietern die Verrechnung zur Abdeckung der Nebenkostenabrechnung vor und forderte auf, die Mietzahlung für Dezember 2006 noch zu leisten. Auf mehrere Schreiben erhielt ich keine Antwort. Anrufe wurden nicht beantwortet.

Dann legte ich der Bank das Sparbuch mit der Mietkaution vor und bat um Auszahlung. Auch die Bank forderte die Mieter zur Stellungnahme auf. Ergebnis: keine Antwort. Die Mietkaution wurde an mich ausgezahlt.

Wegen der ausstehenden Miete für Dezember 2006 habe ich nun einen Mahnbescheid erlassen. Nun schaltet sich plötzlich ein Anwalt für die Mieter ein. Die Mieter würden mit der Nebenkostenabrechnung nicht klar kommen (obwohl sie sich bisher nie dazu geäußert haben) und meinen, dass die Mietkaution ausreichend wäre für meine Forderung.

Ich stehe nun vor der Entscheidung ob ich den Mahnbescheid weiter betreiben soll (Anwalt hat Widerspruch ohne Begründung eingelegt) oder ob ich die Sache auf sich beruhen lassen soll, weil "die Brühe teurer werden wird als die Brocken".

Kann jemand was dazu sagen ?

Vielen Dank und herzliche Grüße
Cantadora40
Alle 12 Antworten
29.06.2007, 16:55 von Augenroll
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Hallo maralena,

also ich verstehe echt nicht, wann sie Ihre Beiträge schreiben:

um 7:06 Uhr?

Jeder normale Mensch frühstückt um diese Zeit mit seiner Familie. Wir haben da gerade unser WE besprochen, schreiben im Vermieterforum ist jedenfalls nicht geplant.

Sie armes kleines einsames vertrocknetes Pflä..chen.
29.06.2007, 09:51 von Augenroll
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Zitat:
Aber Geld für 'nen Anwalt haben sie - anstatt den normalen und kostenlosen Weg zu gehen und einfach mal den Vermieter zu fragen, wenn sie mit der Abrechnung nicht klarkommen - DAS STINKT DOCH.

ich seh schon Ritas "Krieg" geht weiter.
29.06.2007, 09:45 von Rita
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Zitat:
nicht in der Lage eine Zahlung zu leisten (Mieter ist insolvent, Mieterin arbeitslos).

Aber Geld für 'nen Anwalt haben sie - anstatt den normalen und kostenlosen Weg zu gehen und einfach mal den Vermieter zu fragen, wenn sie mit der Abrechnung nicht klarkommen - DAS STINKT DOCH.
Und noch dazu erst reagieren, wenn das Mahnverfahren bereits eingeleitet ist - und weitere unnötige Kosten verusacht wurden ...

Ich interpretiere deine Frage/den Sachverhalt so, dass durch die Kaution tatsächliche alle deine bestehenden Forderungen abgedeckt sind.

Zitat:
Denn Spass würde ich mir gönnen

Ich sehe eine Klageeinreichung, Zahlung von Gerichtskostenvorschuss/evtl. eigene Anwaltskosten nicht unbedingt als Spass - zumal ja wohl davon auszugehen ist, dass die vorgelegten Kosten eher nicht vom Mieter beizutreiben sind.
Daneben wäre im Verfahren womöglich zu begründen, warum man mit der Verrechnung nicht einverstanden ist > m.E. eher schwierig, wenn die Gesamtforderungssumme bereits endgültig feststeht.

Ich würde mich hier nicht von Rachegelüsten treiben lassen, die mir weitere Kosten/Aufwand verursachen, sondern versuchen, sachlich zu entscheiden, womit ich mir eher was Gutes tue.
Auch wenn sie dich nun schon ganz unnötig geärgert und dir Kosten verursacht haben, ist es m.E. trotzdem das Beste, Sinnvollste für dich, wenn du ohne Schaden baldmöglichst einen dicken Strich unter die Sache ziehen kannst.
D.h. damit nicht nochmal was nachkommt sollte dazu - innerhalb der Frist, in der du wegen Mahnbescheid/Widerspruch reagieren müsstest - ein schriftlicher außergerichtlicher Vergleich geschlossen werden - z.B. "mit dem Kautionsbetrag sind alle bestehenden gegenseitigen Forderungen abgegolten" - der Mieteranwalt weiss schon, wie sowas formuliert wird.

Zitat:
die Mieter (wenn sie etwas von mir zurückwollen) also erst die Nebenkostenabrechnung angreifen müssten, bevor sie die Mietzahlung verweigern.

Das ist jetzt ein neues Thema - rein theoretische Frage - oder wollen sie nun tatsächlich von dir Geld zurück?
28.06.2007, 11:39 von Cantadora40
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Hallo und vielen Dank, jetzt ist ja doch einiges recht stimmig zusammengekommen.

Ich habe mit dem Anwalt telefoniert denn er schrieb auch, dass er Interesse an einer außergerichtlichen Einigung hat um Kosten zu sparen. Allerdings seien seine Mandanten momentan nicht in der Lage eine Zahlung zu leisten (Mieter ist insolvent, Mieterin arbeitslos).

Mir ging es bei meinem Post hier vor allem um die Frage, ob die Sache mit der Nebenkostenabrechnung nicht ein "nachgeschobenes Argument" ist und die Mieter (wenn sie etwas von mir zurückwollen) also erst die Nebenkostenabrechnung angreifen müssten, bevor sie die Mietzahlung verweigern.

Immerhin haben sie sich weder auf mein Anschreiben noch auf das Anschreiben der Bank, als die Mietkaution verrechnet wurde und sie sich dazu äußern sollten, gemeldet.

Hinterher kann jeder kommen .........

Cantadora
28.06.2007, 09:14 von Sommer
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Wenn die NK-Abrechnung wirklich nach aktueller Rechtssprechung korrekt ist und so auch zugestellt wurde (im Zweifelsfalle prüfen lassen!) UND der fehlende Betrag ein relevantes Volumen hat, dann würde ich das weiter betreiben.

Sei Dir nur klar: bei nahezu jeder Abrechnung findet irgendwer irgendwas - es kommt also in der Regel immer ein Vergleich raus!

S.
28.06.2007, 08:27 von dunkelROOT
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Noch eine Anmerkung zum Thema Anwalt:

Ein Anwalt schreibt doch stets erst einmal das, was ihm sein Auftraggeber erzählt bzw. in Auftrag gibt!!! Ob das richtig oder falsch ist, dies ist in diesem Moment unerheblich.

Aber das hat System in Deutschland, nach dem Motto "Schreib dem bösen Vermieter einen Brief über den Anwalt, dann gibt der auf"! Aber noch besser sind die Mietervereine, die sind noch schlauer.

dR
28.06.2007, 07:06 von maralena
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Hallo Cantadora,

ich habe momentan einen ähnlichen Fall und kann nur sagen, dass voraussichtlich der Mieter sowie sein Anwalt sich nichtmal die Mühe gemacht haben, die Abrechnung nachzuvollziehen und es jetzt einfach mal versuchen.

Die meisten Leute schreckt ein Schreiben vom Anwalt gleich ab, so dass sie sich sagen "die Streiterei und am Ende noch Prozesskosten" lohnt nicht.

Aber so blöd, es bis dahin zu treiben, ist der Anwalt auch nicht.

Ich würde in jedem Falle Einsicht in die Belege anbieten und die Kalkulation bei dieser Gelgenheit nochmal persönlich zu erläutern. Wenn der Anwalt darauf nicht eingeht, hast Du alles getan und solltest Deinen Forderungen falls nötig mit einem Mahnbescheid Nachdruck verleihen.

Gruß
Mara
27.06.2007, 17:39 von Cora
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Zitat:
Nun schaltet sich plötzlich ein Anwalt für die Mieter ein. Die Mieter würden mit der Nebenkostenabrechnung nicht klar kommen (obwohl sie sich bisher nie dazu geäußert haben) und meinen, dass die Mietkaution ausreichend wäre für meine Forderung.



also, meinen kann man ja viel und wer nicht klar kommt, kann Widerspruch einlegen und Einsicht in die Belege verlangen, das zum einen.

Mir ginge es hier um das Prinzip. Wenn deine Forderung berechtigt ist, betreib den Mahnbescheid weiter bzw. bei Einspruch müsstest du jetzt Klage erheben, so viel ich weiß.

Den Spaß würde ich mir gönnen, denn viele Menschen vertrauen darauf, dass der Kläger so denkt wie du, dass es sich nicht lohnt. Für mich lohnt es sich aber immer, denn wenn du Recht hast und auch bekommst, muss der Mieter nicht nur die Miete sondern auch alle anderen Kosten zahlen und das kommt ihn etwas teurer.

Gruß
27.06.2007, 17:03 von Jutetuetchen
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Hallo,

natürlich die Sache durchziehen wenn die Abrechnung o.K. und die Forderung berechtigt ist.

Irgendwann muss ja eine Begründung erfolgen warum der Mieter nicht zahlen will .....

LG

27.06.2007, 16:47 von dunkelROOT
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Wenn Deine Abrechnung in Ordnung ist und Deine Forderung berechtigt, dann würde ich es auch "durchziehen"!
VM kann nicht immer nur Zugeständnisse machen! Und wer sagt das der bzw ein Anwalt immer im Recht ist?

dR
27.06.2007, 16:33 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Wegen der ausstehenden Miete für Dezember 2006 habe ich nun einen Mahnbescheid erlassen. Nun schaltet sich plötzlich ein Anwalt für die Mieter ein. Die Mieter würden mit der Nebenkostenabrechnung nicht klar kommen (obwohl sie sich bisher nie dazu geäußert haben) und meinen, dass die Mietkaution ausreichend wäre für meine Forderung.


Ganz normaler Vorgang zunächst Widerspruch einlegen , aber ich würde Dir empfehlen, zunächst den Anwalt auffordern, Dir seine Originalvollmacht vorzulegen, bevor Du auf seinen Brief antwortest. Gehe mal davon aus dass diese Vollmacht nicht vorliegt.
Johanni
27.06.2007, 16:25 von Cantadora40
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Hm, 29 Klicks und noch keine Antwort.

Ist das Thema so exotisch oder hat niemand Lust zu antworten ?

Viele Grüße
Cantadora
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