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10.03.2008, 18:58 von spidertiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietminderung
Hallo Ihr Lieben,

kurze Frage:

Kann die Miete gemindert werden, ohne eine konkrete Mängelbeseitigungsaufforderung (Aufforderung zur Beseitigung von Mängeln mit Fristsetzung) seitens des Mieters.

In unserem Fall sind zwar schriftlich Mängel angezeigt worden, jedoch ist keine Aufforderung zur Mängelbeseitigung unter Fristsetzung erfolgt. Reicht es hier einfach aus, der Mietminderung zu widersprechen unter Hinweis darauf, dass eine Aufforderung nicht erfolgt ist ?

Danke und Gruß aus Berlin
Alle 15 Antworten
12.03.2008, 08:30 von cavalier
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Aber aufpassen das die Firma Dir keine neuen Fenster andreht......und dem Mieter keinen Unsinn erzählt.
11.03.2008, 22:40 von Cora
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wie gesagt, die mieter sagen, dass die fenster undicht sind.

wo gesagt? Hier habe ich davon nichts gelesen?

Wie äußert sich diese Undichtigkeit? Durch Zug? Eindringen von Regen?
Sind die Fenster neu oder alt?
11.03.2008, 20:40 von Lilibeth
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wie gesagt, die mieter sagen, dass die fenster undicht sind.


um das genau abzuklären,wirst Du die Fenster überprüfen lassen müssen!!
Aber aufpassen das die Firma Dir keine neuen Fenster andreht.

Ich kann ja auch verstehen wenn sie verdienen wollen
11.03.2008, 18:58 von spiderti
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wie gesagt, die mieter sagen, dass die fenster undicht sind.
11.03.2008, 18:50 von Cora
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Um was für Mängel handelte es sich denn?
Für den einen ist es einer, für den anderen nicht
11.03.2008, 17:56 von spiderti
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Wir haben uns die angeblich vorhandenen Mängel ja angeschaut. Leider konnten wir nicht wirklich etwas feststellen, was zu eine Mietminderung rechtfertigen würde (Wohnung wurde im übrigen letztes Jahr komplett saniert und renoviert).

Es ist ja nicht so, dass alle Vermieter "böse" sind und sich nicht um die Belange der Mieter kümmern wollen. Wir versuchen immer einen guten Draht zu den Mietern zu haben.

Jedenfalls ist der Mietminderung widersprochen.

Gruß aus Berlin
11.03.2008, 09:43 von Lilibeth
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Neuer Fall -Mietminderung

Seit 1 1/2 Jahren wohnt nun das kinderlose Pärchen in einem hübschen 4Familienhaus,am Rande von Berlin.
Man genoss den herrlichen Ausblick von der großen Terasse in dem vom Eigentümer idyllisch angelegten Garten.
Überhaupt war es immer sehr still,eigentlich schon zu still.
Bis an dem Tag als dann neue Nachbarn einzogen,mit Nachwuchs.
Das lustige geplapper und singen von dem kleinen kerl im Hausflur störte dem anscheinend kinderfeindlichen Pärchen so sehr,das es die Miete um 40%kürzte,nachdem der Vermieter erfolglos versucht hatte den Kleinen "abzustellen".
Der Vermieter wird vor Gericht klagen.
Ob der Richter auch kinderfeindlich entscheidet ???
11.03.2008, 09:20 von Lilibeth
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wenn morgens früh um 7 die Müllabfuhr kommt und der Mieter wird dadurch geweckt, darf auch gemindert werden

100 Prozent Miete gibt es nur für 100 Prozent Wohnwert, so wie es beim Mietvertragabschluss vereinbart war. Sinkt der Wohnwert, muss auch die Miete sinken.

Denken Sie daran, Sie wollen etwas von den Mieter -nicht die Mieter von Ihnen!

11.03.2008, 08:57 von Dernie
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100 Prozent Miete - so wie es beim Mietvertragabschluss vereinbart war - gibt es auch dann, wenn der Mieter weniger als 100 Prozent Wohnwert haben möchte. Sinkt der Wohnwert, darf dannn eben nicht die Miete sinken.
11.03.2008, 08:25 von andreasM
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Nach dem Gesetz muss der am Ort ansässige Vermieter Fehler und/oder Mängel der Mietsache beseitigen bzw. reparieren. Macht er das nicht, so kann der Mieter unter Umständen den Mangel selbst zu Lasten des Vermieters beheben lassen, er hat eventuell Schadensersatzansprüche oder ein Zurückbehaltungsrecht an der monatlichen Miete. Bei "schwersten" Mängeln kann er sogar recht schnell fristlos kündigen.
Das bedeutenste Recht eines Mieters bei Wohnungsmängel ist aber derzeit die Mietminderung. Solange Wohnungsmängel vorliegen, kann und sollte der Mieter die Miete kürzen, das heißt, er hat das direkte Recht vermindert Miete zu zahlen. Nach dem deutschen Gesetz (BGB) spielt es keine Rolle, ob der Vermieter den Mangel zu verantworten hat oder auch nicht. Selbst Mängel, die von Dritten hervorgerufen werden, auf die der Vermieter keinen Einfluss hat, und Mängel, die er möglicherweise gar nicht abstellen bzw. beseitigen kann, berechtigen den Mieter zur direkten Minderung, so zum Beispiel der Lärm aus einem Betrieb oder anderer Unternehmung bzw. Störungen, welche von einer angrenzenden Baustelle ausgehen. Entscheidend ist allein, dass ein Mangel vorliegt, welcher den Wohnwert der gemieteten Einheit/Whg mindert.

100 Prozent Miete gibt es nur für 100 Prozent Wohnwert, so wie es beim Mietvertragabschluss vereinbart war. Sinkt der Wohnwert, muss auch die Miete sinken.

Denken Sie daran, Sie wollen etwas von den Mieter -nicht die Mieter von Ihnen!

AM
11.03.2008, 08:23 von Sommer
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Es kommt doch eher auf den expliziten Mangel an. Jeder Mieter ist verpflichtet, Mängel anzuzeigen - das gehört zu den Pflichten der Schadensabwehr.

Die Mieter handeln insofern korrekt - es liegt dann beim Vermieter ob und wie er sie beheben läßt.

Handelt es sich jedoch um Mängel, die die vertragsgemäße Nutzung der Mietsache erheblich einschränken, ist die Minderung möglich - Frage hier wäre also: Welche Mängel wurden gemeldet?

Wenn Du der Minderung widersprichst, dann würde ich immer auf den Mangel selbst abzielen und nicht auf irgendwelche Formulierungsmängel...das ist ein Bonbon vor Gericht aber wichtiger wäre eben die Art der Mängel und die Höhe der Minderung und ab wann genau gemindert wurde und wie das nachgewiesen wurde (also im Falle, daß nur tageweise Minderung berechtigt ist wenn z.B. die Heizung bei bestimmten Temperaturen nicht richtig läuft oder sowas).

S.
10.03.2008, 22:43 von Cora
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unter Hinweis darauf, dass eine Aufforderung nicht erfolgt ist ?

eine Mängelanzeige ist quasi immer eine Forderung, diese auch zu beseitigen, auch wenn keine Fristsetzung oder spezielle Aufforderung erfolgt.

Der VM sollte ich in seinem eigenen Interesse die Mängel ansehen und entscheiden: sind es welche, muss ich die beheben oder hat der Mieter sie verschuldet und...ist eine Minderung rechtens.
10.03.2008, 20:01 von CMAX_65
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Hi,

Reicht es hier einfach aus, der Mietminderung zu widersprechen unter Hinweis darauf, dass eine Aufforderung nicht erfolgt ist ?

meiner meinung nach nein

Aufforderung hin oder her der "Mangel" wurde gemeldet.

Wichtiger ist festzustellen, ob wirklich ein Mangel vorliegt (siehe Vorredner/innen)

MFG
10.03.2008, 19:48 von Lilibeth
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wenn Mängel da sind ,sollte man sich davon überzeugen ob es auch welche sind.
Ich schreibe das weil es auch Mieter gibt ,die Schäden melden auch wenn es keine sind ,nur um Miete zu sparen.

Sind die Schäden rechtens,auf jedem Fall beheben lassen.
10.03.2008, 19:37 von Musti1000
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Naja, wenn die Mängel angezeigt worden sind, sollte man als Vermieter auch reagieren - die Mieter sind sicher nicht immer so firm in Ihren Formulierungen...

Und ein Richter urteilt meist zu Gunsten der Mieter.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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